Bronchitis psychosomatisch?

Hallo,
meine Freundin hatte die ganze letzte Woche heftigst Bronchitis, die einfach nciht besser wurde. Heute, nachdem ich mit iher ausgiebiig über ihre beruflichen (heftiges Mobbing) und persönlichen Probleme gesprochen habe, waren die Beschwerden schlagartig geringer geworden. INwieweit kann das psyhosomatisch gewesen sein un dwie kann man weiter vorgehen?
Danke

derechtebusy

Hallo!

meine Freundin hatte die ganze letzte Woche heftigst
Bronchitis, die einfach nciht besser wurde. Heute, nachdem ich
mit iher ausgiebiig über ihre beruflichen (heftiges Mobbing)
und persönlichen Probleme gesprochen habe, waren die
Beschwerden schlagartig geringer geworden. INwieweit kann das
psyhosomatisch gewesen sein un dwie kann man weiter vorgehen?

Psychosomatisch (oder psychophysiologisch - der neuere Begriff) sind Störungen dann, wenn körperliche Krankheiten Phasen der Besserung und Verschlechterung aufweisen, die mit auslösenden und / oder aufrechterhaltenden Bedingungen zusammenhängen. Unter die auslösenden und / oder aufrechterhaltenden Bedingungen fallen sowohl akute psychische Belastungen (wie z.B. der berufliche Streß (!) Deiner Freundin) als auch längerfristige Lernvorgänge oder besondere Risikoverhaltensweisen. Die Bedingungen können außerhalb der Person in der Situation oder innerhalb der Person in ihrer „Psyche“ liegen.

Wenn Du diese Definition psychosomatischer Störungen auf den Fall Deiner Freundin überträgst, dann sieht es doch so aus, als ob die sehr belastenden beruflichen und persönlichen Probleme Deiner Freundin zu einer Verschlechterung der Bronchitis beigetragen haben könnten. Das Gespräch zwischen Euch hat anscheinend zu einer Besserung beigetragen. Aus diesem Grund kann es im Sinne der obigen Definition schon berechtigt sein, die Bronchitis Deiner Freundin als psychosomatisch einzustufen. Wenn sie ihre beruflichen und persönlichen Probleme angeht und löst, fallen diese Stressoren weg und können diese körperliche Krankheit (und andere zukünftige) nicht mehr beeinflussen.

Gruß,

Oliver

Hi Busy,

grundsätzlich kann jede körperliche Störung psychosomatisch sein (Kann, nicht muss).

Einige Psychologen behaupten sogar, dass man von der Art der Krankheit auf die psychischen Probleme, die dahinter stehen, schliessen kann. nach dem Motto: Wenn Du keine Luft mehr kriegst (wie bei einer Bronchitis), dann schnürt Dir ein Problem die Luft ab.

Ich bin weder Ärztin noch Psychologin, aber ich kann Dir von meiner persönlichen Krankengeschichte erzählen:

Vor ca. 8 Jahren bekam ich parallel Bronchitis und Gastritis. Und beide Krankheiten gingen nicht weg. Die Bronchitis hielt sich über etliche Wochen. Ich ging von Arzt zu Arzt, und sie alle verschrieben mir Anibiotika.
Die halfen nicht, im Gegenteil, es wurde schlimmer. Schliesslich hatte ich einen chronischen Husten, der mich jede Minute, jede Sekunde des Tages verfolgte. Es wurde so schlimm, dass mir einige Dozenten an der Uni sagten, ich könnte nicht mehr an ihren Seminaren teilnehmen, da mein unablässiges Husten den Unterricht störe.

Das ganze zog sich über ein Jahr. Durch die ständige Medikation mit Antibiotika kam schliesslich auch noch eine Blasenentzündung hinzu, die auch chronisch wurde. Die Gastritis war ziemlich eiinwandfrei diagnostiziert, was den Husten betraf, so schwankten die Diagnosen zwischen chronischer Bronchitis, Asthma Bronchiale und einigen anderen Dingen.

Aber helfen konnte mir niemand.

Bis ich schliesslich so weit war, dass ich tatsächlich den Vorlseungen an der Uni nicht mehr folgen konnte und nur noch krank war.

Dann ging ich zu einem homöopathischen Arzt. Ich stehe heute noch der Homöopathie gespalten gegenüber und will nicht beurteilen, ob seine Mediaktion anschlug. Was ich aber weiss, ist, das er der erste war, der mich fragte, wie es mir geht. Der sich zwei Stunden lang meine Probleme anhörte.

Schliesslich verordnete er mir eine Entgiftung (ich hatte über ein Jahr lang fast unablässig Antibiotika verschrieben bekommen). Und empfahl mir eine Therapie.

Tja, die habe ich gemacht, und innerhalb von wenigen Wochen nach dem ersten Termin beim Homöopathen verringerten sich die Symptome. Ein halbes Jahr später war ich völlig gesund.

Und seitdem habe ich allerhöchstens alle zwei Jahre mal eine Erkältung, mehr nicht. Ich spüre zwar, dass ich Stress und Probleme bei mir direkt auf den Körper auswirken, aber ich habe gelernt, auf meinen Körper zu hören. Und das hilft.

Ich glaube, dass manche Menschen empfänglicher für psychosomatische beschwerden sind als andere, und dass auch unterschiedliche Bereiche ihres Körpers je nach Individuum anfälliger sind. Bei manchen (im wahrsten Sinne des Wortes) schlägt es auf den Magen, anderen geht etwas an die Nieren, andere nehmen sich etwas zu Herzen, oder es schnürt ihnen eben, wie Deiner Freundin, die Luft ab.

Was ich Deiner Freundin nur raten würde: Nicht einfach mit Medikamenten unterdrücken (Antibiotika sollte man überhaupt höchstens alle drei Jahre einnehmen, alles andere ist Gift für den Körper, das wusste ich damals leider noch nicht), sondern erforschen, was die psychischen Ursachen sein könnten.
Ich will nicht die Schulmedizin allgemein verdammen, es gibt auch gute Schulmediziner, die ihren Patienten wirklich zuhören. Aber so einen Arzt braucht sie auf jeden Fall.

Wenn es so weit ist, dass ihre probleme sie krank machen, sollte sie sich überlegen, ob sie vielleicht einen Therapeuten zu Rate zieht.

Liebe Grüsse,
Nike