Hallo Ihr Lieben, hier ich mal wieder. War in den vergangenen 9 Tagen 3 Mal beim Arzt. Zuerst hatte ich ja die Lungenentzündung. Nun hat sich rausgestellt, dass ich eine starke Spastik habe. Bekomme kaum noch Luft. Eine Lungenentzündung habe ich schon 3 Mal gehabt, einmal sogar bis hinterm Herz. Jedoch waren die Nachfolgen nie so stark wie jetzt.
Hatte dann vergangene Woche Freitag ein neues Antibiotikum (Cefurax 500mg 1-0-1) bekommen und sollte zusätzlich mein Salbutamol 6-8 Mal am Tag sprühen. Gesagt, getan. Nach 4-5 Tagen sollte ich dann wiederkommen. Das war vorgestern. Symptomatik nicht besser, ich röchel aus dem letzten Loch. Beim ein- und ausatmen blubbert es in meiner Lunge gewaltig. Das hat auch Fr. Dr. beunruhigt. Sie hat mir nun noch eine Packung Antibiotikum verschrieben und zusätzlich 100mg Cortison in die Vene gespritzt. Sie hätte mich auch in eine Klinik schicken können, wollte es aber möglichst vermeiden.
Ich bin echt ratlos und verzweifelt. Will doch einfach nur Luft bekommen.
ja.
Lass dich in ein Krankenhaus einweisen.
Bei einer Lungenentzündung steigt man normalerweise erst auf eine orale Medikation um, nachdem man ein paar Tage intravenös Antibiotikum gekriegt hat. Das AB was du jetzt hast (Cefurax 500mg) habe ich seit meiner Tätigkeit auf der Station, wo ich jetzt seit 3 Jahren arbeite und im Monat so an die 10 Pneumonien kommen nicht ein einziges Mal erlebt, das es gegeben wird. Erst recht nicht oral.
Es muss Blut abgenommen werden und ggfs. mal ein Antibiogramm gemacht werden, damit man überhaupt im Blick hat wie die Entzündungswerte sich verhalten. Fallen sie nicht, ist es nicht das richtige AB, ergo kann sich auch keine Besserung einstellen.
Ein Kontrollröntgen muss gemacht werden.
Wenn deine Ärztin schon soweit ist, das sie dir ambulant in ihrer Praxis Cortison spritzen muss, was machst du, wenn die Spastik zu Hause nicht mehr weggeht? Die Symptome werden vielleicht im ersten Moment gelindert, das ändert jedoch nichts an der Grunderkrankung.
Wenn du eh die meiste Zeit Dyspnoe hast, sollte das im KH möglichst auch im Auge behalten werden, um Komplikationen zu vermeiden.
Eine Blutgasanalyse sollte vielleicht mal gemacht werden um zu gucken, wieviel Sauerstoff überhaupt dein Körper erreicht…
Es sollte Physio- und Atemtherapie gemacht werden…
Ach, es muss soviel gemacht werden und das wird deine Hausärztin alleine so nicht schaffen, mutmaße ich jetzt einfach mal.
Lass dich einweisen, das wird die Beste Lösung sein, wenn deine Ärztin keinen Rat mehr hat.
und erhält trotzdem keine Sternchen… (außer von mir). Mich erstaunt das. Diese Fernauskunft wurde nicht mal eben schnell dahingetippt. Sie ist durchdacht und kostete Zeit… Und sie ist hilfreich - und mit Sternchen natürlich nicht aufzuwiegen. Aber dennoch. Zumindest der/die Fragestellerin sollte sich dieser Möglichkeit der Anerkennung bedienen. Sonst bleiben hier eines Tages nur noch mittelmäßig bewanderte Wichtigtuer (so wie ich, ja ja… schon gut!), die sich hier mehr oder weniger gekonnt profilieren dürfen.
hinterm Herz. Jedoch waren die Nachfolgen nie so stark wie
jetzt.
Wie ist die Lungenentzündung diagnostiziert worden? Will sagen, war es überhaut eine (oder zwei oder drei)
Eine intravenöse Behandlung ist nict unbedingt nötig. Die Krankranhäuser führen die Infusionen mit Blick auf den DRG durch: Wenn der Patient keine Infusionen Kriegt, was soll er dann im Krankenhaus (Meinung der Krankenkasse)
Die Behandlung einer Lungenentzündung (so es denn eine war) kann man im ambulanten Bereich durchaus mit Cefuroxim durchführen. Hier ist die Behandlung lege artis.
Sie hat mir nun noch eine
Packung Antibiotikum verschrieben und zusätzlich 100mg
Cortison in die Vene gespritzt. Sie hätte mich auch in eine
Klinik schicken können, wollte es aber möglichst vermeiden.
Sie sprechen von Bronchospastik. Jetzt wird es etwas ferndiagnostisch: Wir haben hier wohl mit ein Asthma bronchiale zu tun. So traurig es ist: Wer einmal „gelernt“ hat seine Bronchien zu verengen, wird diese Fähigkeit leider nie wieder los.
So meine Meinung: Ich wäre sofort mit täglich 50mg Cortison gestartet, dazu noch statt Salbutamol Viani (ist neben Salbutamol ein inhalatives Corticoid drin) eventuell noch zusätzlich Berodual Spray.
Dann mäßte es einfach klappen. Wichtig jedoch: Die Basisuntersuchung beim Pulmologen.