Bronze gefäß identifizieren

Kann mir jemand sagen was das ist? Es wurde getestet, ist aus bronze und ist oben und unten offen. Metalldetektorfund auf feld. Danke

Moin,

die Form lässt einen Kurbelgriff vermuten. Ein Gefäß, das oben und unten offen ist, eignet sich zur Aufbewahrung von Luft - viele Vorteile, immer frisch ;-)).

Gruß
Ralf

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Servus,

ja, das ist eindeutig - die etwas exzentrische Lage des Hohlraums ist dann schlicht die Folge häufigen Gebrauchs, z.B. am Handrad eines Ventils, das häufig geöffnet und geschlossen wird. Und stellt beiläufig die Feststellung „ist aus Bronze“ in Frage. @Littlenin83: Wie hast Du das Material denn analysiert? Derartige Armaturen wurden klassisch nicht aus Bronze, sondern aus Messing hergestellt.

Schöne Grüße

MM

Hallo Martin,

Bronze-Armaturen (auch mit Hebel-Bedienung) waren im gehobenen (auch industriellen) Anwendungsbereich bis in die jüngere Vergangenheit (und auch heute noch bei Retro-Haushalten) absolut nicht unüblich.

So kann der hier gezeigte “Handhebel/-griff” durchaus aus Bronze sein und im Armaturen-Bedienungs-Bereich Anwendung gefunden haben.

Herzliche Grüße

Helmut

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Danke für die antwort. Es wurde von einem juwelier getestet. Das ding sieht nur so unheimlich alt aus und irgendwie gar nicht als wäre es irgendwo verbaut worden oder sowas… liebe grüsse

Servus,

wenn Du derartige Kurbeln an Handrädern anschauen möchtest, die gar nicht so „unheimlich alt“ sind, sondern aus dem XX. Jahrhundert stammen, schau Dir mal Bilder aus dem Führerstand von Dampflokomotiven an - bei allen Lokomotiven mit Heusinger-Steuerung sieht man auf der Lokführerseite (im deutschen Raum: rechts) immer ein Handrad mit Kurbel, mit dem man den Grad der Zylinderfüllung und auch die Fahrtrichtung einstellen kann.

In Erinnerung an diese Handräder fand man sie übrigens auch auf E-Lokomotiven, dort allerdings z.B. in der ersten deutschen Serien-Lok BR 44 aus Holz (weil bei der Bahn immer alles doppelt und dreifach abgesichert sein musste).

Schöne Grüße

MM

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Hallo!

Ich glaube “Kurbelzapfen” wäre das richtige Wort …

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Der steckt im Pleuelauge.

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Servus,

meine Vermutung: der Kurbelzapfen ist so alt wie der Knecht, der zB am Rübenschnitzler kurbelte, um die Kühe sattzukriegen, also ungefähr so alt wie ich. Pleuel kamen erst einige Zeit später mit der Dampfmaschine.

Gruß
Ralf

Stimmt. Der Handgriff sieht sogar sehr ähnlich aus.