ein zeitlang hab ich selbst Brot aus Hefeteig gebacken, aber
daran hat mich gestört, dass das Brot nach 1-2 Tagen ziemlich
nach Hefe schmeckt.
Irgendwann bin ich umgestiegen auf Brot mit Sauerteig, aber da
habe ich das Problem, dass ich mit dem fertigen Sauerteig,
keinen richtigen Sauerteig hinbekomme, also, das Brot wird ziemlich klotzig. Erst, wenn ich mit dem Sauerteig backe,
den ich mir im Kühlschrank in einem Glas von dem ersten
Durchgang weggetan habe, wird mein Brot richtig gut.
Das Problem ist aber, dass ich nicht jede Woche ein Brot backe
und man den Sauerteig ja auch nicht beliebig aufheben kann.
Sprich, mein erstes Brot ist immer für die Enten ;o) Ich würde
das aber viel lieber selbst essen, und zwar so, dass es mir
auch schmeckt.
Meine Frage nun:
Kennt jemand ein Rezept für ein Brot mit Hefeteig, dass
nicht nach Hefe schmeckt? Am liebsten mit Körnern sollte es
sein. Und Vollkorn, da ich mein Getreide selbst mahle.
Oder kann ich meinen Sauerteig im Kühlschrank irgendwie
länger haltbar machen?
Kennt jemand ein Rezept für ein Brot mit Hefeteig, dass
nicht nach Hefe schmeckt? Am liebsten mit Körnern sollte es
sein. Und Vollkorn, da ich mein Getreide selbst mahle.
Ich backe mein Brot nach dem Rezept von meiner Oma:
1200 g Weizenbackschrot in 1.25 l Wasser über Nacht einweichen.
Am nächsten Tag
7 EL Sonnenblumenkerne
7 EL Leinsamen
4 Päckchen Trockenhefe
2 EL Salz
1 EL Zuckerrübensirup
400 g Brotmehl Type 1050
400 g Vollkornmehl (Dinkel oder Weizen)
hinzugeben, mit dem Mixer verrühren und mit den Händen zu einem Teig verkneten. Nach Bedarf Wasser hinzufügen und 20 Minuten gehen lassen.
3 gleich große Brote formen, in gefettete Kastenbackformen geben, einschneiden und an einem warmen Ort abgedeckt gehen lassen, bis sie doppelt so groß sind.
Eine Tasse Wasser in den Backofen stellen und den Teig mit Wasser bestreichen. Brote 15 Minuten auf 280°C und danach 30 Minuten auf 200°C backen.
Ich backe immer 3 Brote auf einmal, friere diese aufgeschnitten ein und stecke nach Bedarf Scheiben zum Auftauen in den Toaster.
wenn ich überschlägig richtig rechne, darf ich Deine Oma etwa dem Jahrgang 1920 zurechnen? Da stellt sich mir die Frage, wie die Trockenhefe und der E-Mixer in das Repzett kommen. Beides dürfte sie frühestens im Alter von etwa 50 Jahren kennengelernt haben.
wenn ich überschlägig richtig rechne, darf ich Deine Oma etwa
dem Jahrgang 1920 zurechnen? Da stellt sich mir die Frage, wie
die Trockenhefe und der E-Mixer in das Repzett kommen. Beides
dürfte sie frühestens im Alter von etwa 50 Jahren
kennengelernt haben.
Aha!
Wer fünfzig ist, kann und darf also nichts Neues mehr übernehmen?
Jetzt bin ich verwundert.
Meine Omi war Jahrgang 1908.
Sie ist vom Kohleherd auf E-Herd umgestiegen und wenn sie noch ein bisschen gelebt hätte, hätte sie sicher einen Induktionsherd haben wollen.
Rezepte für traditionelle Gerichte habe ich von ihr in allen küchenevolutionstechnischen Varianten.
Erst schreibt man „Entenbrot ist Ententod“ und dann ein paar Sätze
weiter „Durch das Fütterungsverbot soll erreicht werden, dass die
Überbevölkerung der Wasservögel eingedämmt und zugleich die Qualität
des Wassers verbessert wird.“
Vielleicht schreibe ich jetzt etwas, das unten schon dreimal steht:
Um Sauerteig aufzubewahren, muss man die mikrobielle Aktivität eindämmen. Dazu bieten sich Kälte und Wasserentzug, auch in Kombination an.
Tiefkühlen: hab ich jahrelang gemacht mit Starterportionen, hat funktioniert, einige Monate sogar. Manche behaupten dass hierbei bestimmte MOs zerstört würden.
Im Kühlschrank aufbewahren, im Schraubdeckelglas. Hierbei unbedingt Oberfläche mit Roggenmehl abstreuen (Wasserentzug). 1 - 2 Wochen.
Verkrümeln: etwas ST mit Roggenmehl verkrümeln, also verreiben, bis man trockene Krümelchen erhält. Im Kühlschrank einige Wochen haltbar.
Trocknen: etwas ST auf einem teller dünn ausstreichen, sehr gut trocknen, zerkrümeln, gut verschlossen aufbewahren. Habe ich noch nicht probiert.
Erst schreibt man „Entenbrot ist Ententod“ und dann ein paar
Sätze
weiter „Durch das Fütterungsverbot soll erreicht werden, dass
die
Überbevölkerung der Wasservögel eingedämmt und zugleich die
Qualität
des Wassers verbessert wird.“
Watt denn nu?
zugefüttertes Futter stört den Nahrungskreislauf. Es kommt zu überdüngten Gewässern mit entsprechender Verschlechterung der Wasserqualität und Krankheiten. Außerdem werden durch das reichhaltige Nahrungsangebot andere Tiere angelockt, darunter unsere guten Freunde die Möwen.
wenn ich überschlägig richtig rechne, darf ich Deine Oma etwa
dem Jahrgang 1920 zurechnen?
1924
Da stellt sich mir die Frage, wie
die Trockenhefe und der E-Mixer in das Repzett kommen.
Sie verwendet für das Rezept tatsächlich frische Hefe und hat schon jahrzentelange eine große Küchenmaschine. Als ich mir das Rezept vor ein paar Jahren von ihr aufgeschrieben, habe ich mir das einfach für mich mit Trockenhefe und Mixer notiert, ansonsten sind unsere Rezepte aber gleich!
"…direkt vom Brot werden sie nicht krank solange dieses nicht verdorben ist.
Aber die ach so beliebte Unsitte des Entenfütterns ist Tierquälerei auf hohem Niveau. Warum ?
Halte Dir bitte folgendes vor Augen:
Enten (und andere Wasservögel) sind inzwischen Kulturfolger. Das heißt sie siedeln an meist künstlichen Gewässern in direkter Nachbarschaft zum Menschen. Dort können (und sollen !) sie nur überleben, wenn die Bedingungen gut sind, d.h. artgerechtes Futter im Wasser wächst und Platz für die Nachkomemn ist. Sind die Bedingungen nicht gut, so vermehren sich die Tiere nicht oder lassen sich gar nicht erst nieder.
Es sei denn, der „tierliebe“ Mensch greift ein. Er füttert durchwegs mit den falschen Substanzen und vor allem viel zu viel. Ergebnis:
Die Tiere hören auf sich ihr Futter selbst zu suchen - sie kriegen ja ein fast food Buffet jeden Tag. Was sie nicht fressen bleibt liegen und lockt Ratten an (siehe Taubenfüttern in der Stadt !) oder vergammelt im Wasser und belastet das Gewässer mit CSB / BSB bzw. führt nach Verbrauch des Sauerstoffs zu anaerober Gärung / Zersetzung. Diese Prozesse bedrohen den Fischbestand und auch das Pflanzenwachstum, letzteres wäre wieder die natürliche Nahrung der Wasservögel gewesen…
Die solcherart wohlgenährten Tiere haben nun alle Zeit und Grund sich zu vermehren. das ist in derNatur so angelegt, daß eine Art sich überproportional vermehrt wenn Futter satt vorhanden ist. In der Natur sind das mal ein oder zwei fette Jahre, dann folgen wieder magere Zeiten in denen sich der Bestand reduziert und die Art überlebt weil es viele Individuen gibt. Am Baggerloch am Stadtrand gibt es aber nur fette Jahre - und meist keine Feinde. Also vermehren sich die Vögel ohne jedes Regulativ. Ihre große Zahl belastet wiederum durch ihre Ausscheidungen das Gewässer zusätzlich. Die Überbevölkerung führt dazu, daß z.B. keine Reviere in artgerechter Größe mehr besetzt werden können, bildlich betrachtet müssen die Enten nun in Schlafwaben á la Hong Kong (http://www.greggman.com/travel/hong-k…) statt in freistehenden Einfamilienhäusern leben.
Damit geraten die Sozialgefüge der Gruppen in bedenkliche Schieflage. Es werden z.B. wesentlich zu viele Männchen entstehen, igentlich sollte ein jeder Erpel seine Gruppe Weibchen haben, geht aber nun nicht mehr. Die Tiere verschleißen sich im Revierkampf, es wurde sogar schon ein Übersprungverhalten beobachtet: Homosexualität. In ihren verzweifelten Versuchen den Paarungszwang auszuleben versuchen sich die sozial gestreßten Erpel gegenseitig zu begatten. (Bevor jemand das in den falschen Hals kriegt: Ich will damit nichts, gar nichts über schwule Menschen sagen !)
Ich weiß was jetzt kommt: das kann nicht sein, nicht von dem bißchen Brot das ich ein oder zweimal im Monat verfüttere.
Doch. Kann sein. Weil nämlich (vor allem im Winter) jeden Tag 30, 40 oder mehr Leutchen kommen, manche mit einem ganzen Beutel voll Brot. Schon mal bemerkt, daß die Tiere manchmal gar nichts mehr fressen wollen (können) - trotzdem wird reingeschmissen wie blöd.
Dann kommt sicher noch von irgendwo mein Lieblingsargument: entweder „Die Kinder freuen sich aber so“ oder " die arme alte Oma hat doch nichts anderes mehr". Dann bringt den Kindern doch von vorne herein ein intelligentes Naturverständnis und Sinn für die Zusammenhänge bei - sie verstehen mehr als man glaubt. Lehrt sie beobachten ohne einzugreifen oder zu stören und sie werden mehr lernen als beim mästen mit falschem Futter.
Und auch die alten Leutchen werden lernen müssen, daß ihr Verhalten schädlich ist. Notfalls indem man ihnen das Luftrattenfüttern in der Stadt eben mit drastischen Strafen abgewöhnt…"
die Diskussion ist bestimmt wichtig aber nicht in diesem Brett. Hier gehts um Rezepte, Zutaten und Zubereitungsmethoden. Also bitte zurück zum Ursprungsthema oder einen neuen Artikel in einem passenderen Brett aufmachen (z.B. Umwelt- und Naturschutz, …).