Brückengleichrichter 24V

Hallo zusammen,

was ist denn das für ein Bauteil r1 am Brückengleichrichter?

http://img479.imageshack.us/my.php?image=image00071w…

Am Gleichrichter selber könnte man vermuten es ist ein Glättungskondensator. Wenn man aber nach dem Schaltplan geht, kommt die Vermutung ja nicht hin.
Habe mal eine Messung mit dem Oszi mit und ohne dieses Bauteil r1 durchgeführt und die Welligkeit veränderte sich überhaupt nicht.

r1 sieht aus wie ein blaues 1Cent Stück und hat 9nF.

Grüße, Matthias.

Hallo zusammen,

was ist denn das für ein Bauteil r1 am Brückengleichrichter?

R steht für einen Widerstand und das auf dem, leider verschwommenen, Schaltplan sollte somit auch ein Trimmpotentiometer sein. Also ein regelbarer Widerstand.

Prinzipiell ja. Aber was würde ein Potentionmeter an der Stelle in der Schaltung für einen Sinn ergeben? Wäre halt interessant zu wissen ob das eine Anwendung oder nur ein Laboraufbau oder sowas ist.

Ich tippe auf einen spannungsabhängigen Widerstand (VDR). Die werden oft zur Überspannungsbegrenzung eingebaut um die restlichen Bauteile bei einer zu hohen Eingangsspannung zu schützen.

lg
JL

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was ist denn das für ein Bauteil r1 am Brückengleichrichter?

http://img479.imageshack.us/my.php?image=image00071w…

Ein veränderlicher Widerstand.

r1 sieht aus wie ein blaues 1Cent Stück und hat 9nF.

Ist ein Varistor.
Der wird mit zunehmender Spannung niederohmig, ist also eine Art „Überdruckventil“ zum Ableiten von Spannungspitzen.
Wird zum Beispiel als Überspannungsschutz eingesetzt.
Die 9nF ergeben sich aus dem Aufbau des Varistors und sind eher unerwünscht.

Prinzipiell ja. Aber was würde ein Potentionmeter an der
Stelle in der Schaltung für einen Sinn ergeben? Wäre halt
interessant zu wissen ob das eine Anwendung oder nur ein
Laboraufbau oder sowas ist.

Ich tippe auf einen spannungsabhängigen Widerstand (VDR). Die
werden oft zur Überspannungsbegrenzung eingebaut um die
restlichen Bauteile bei einer zu hohen Eingangsspannung zu
schützen.

Hast Recht was den Sinn des Bauteiles angeht. Varistor als Überspannungsschutz macht mehr Sinn und ist blau. Schließe mich Deiner Meinung an.

Können wir uns aber drauf einigen dass das Schaltzeichen dann falsch ist? Ein Varistor müßte schließlich einen Knick im Querstrich haben. Das auf dem Schaltplan ist für mich daher immer noch ein Trimmer.

Hallo Fragewurm,

Hast Recht was den Sinn des Bauteiles angeht. Varistor als
Überspannungsschutz macht mehr Sinn und ist blau.

Kommt auf den Hersteller an, welche Farbe der Varistor hat.

Können wir uns aber drauf einigen dass das Schaltzeichen dann
falsch ist? Ein Varistor müßte schließlich einen Knick im
Querstrich haben. Das auf dem Schaltplan ist für mich daher
immer noch ein Trimmer.

  1. Ein veränderlicher Widerstand hätte nur einen Pfeil.
  2. Ein Trimmer hat gar keinen Pfeil, dafür aber eine Querstrich an einem Ende.
  3. Stellt sich noch die Frage nach welcher Norm gezeichnet wurde.

MfG peter(TOO)

Hallo Fragewurm,

Hast Recht was den Sinn des Bauteiles angeht. Varistor als
Überspannungsschutz macht mehr Sinn und ist blau.

Kommt auf den Hersteller an, welche Farbe der Varistor hat.

Kann sein, hatte bisher allerdings immer nur blaue.

  1. Ein veränderlicher Widerstand hätte nur einen Pfeil.
  2. Ein Trimmer hat gar keinen Pfeil, dafür aber eine
    Querstrich an einem Ende.

Das ist dann ein Trimmkondensator (http://de.wikipedia.org/wiki/Trimmkondensator) und kein Trimmpotentiometer (http://de.wikipedia.org/wiki/Potentiometer).

Ein Varistor schaut bei mir jedenfalls so aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Varistor

Das Schaltzeichen aus der Abbildung des Ursprungspostings ist ein allgemeiner, veränderbarer Widerstand, aber keiner der in der Lage wäre sich selbst zu verändern.

Hallo Fragewurm,

Hast Recht was den Sinn des Bauteiles angeht. Varistor als
Überspannungsschutz macht mehr Sinn und ist blau.

Kommt auf den Hersteller an, welche Farbe der Varistor hat.

Kann sein, hatte bisher allerdings immer nur blaue.

Ich habe blaue, rote, weisse und schwarze. :wink:

  1. Ein veränderlicher Widerstand hätte nur einen Pfeil.
  2. Ein Trimmer hat gar keinen Pfeil, dafür aber eine
    Querstrich an einem Ende.

Das ist dann ein Trimmkondensator

Auch hier liegst du falsch!

Der Strich mit Querstrich am Ende bedeutet, dass das Bauteil trimmbar ist.
„trimmbar“ bedeutet, dass dieses Element nicht ein normales Bedienungselement ist, sondern nur im Rahmen von Service-Tätigkeiten verstellt wird. Beim bestimmungsgemässen Gebrauch kann dieses Bauteil, normalerweise, nicht ohne die Verwendung von Werkzeug verstellt werden.

Hauptsächlich als Widerstand, Kondensator und Spule zu finden.

(http://de.wikipedia.org/wiki/Trimmkondensator) und kein
Trimmpotentiometer
(http://de.wikipedia.org/wiki/Potentiometer).

Hier irrst du dich schon wieder.
Das Schaltzeichen steht unter „Potentiometer“.

Ein Varistor schaut bei mir jedenfalls so aus:
http://de.wikipedia.org/wiki/Varistor

Das Schaltzeichen aus der Abbildung des Ursprungspostings ist
ein allgemeiner, veränderbarer Widerstand, aber keiner der in
der Lage wäre sich selbst zu verändern.

Doch, entspricht aber einer alten Norm …
Zudem wiedersprichst du dir gerade selber: bei einem „allgemeinen, veränderbaren Widerstand“ ist die physikalische Grösse, welche die Veränderung hervorruft, nicht bestimmt …

MfG Peter(TOO)

Hallo,

das ist eine millionenfach verwendete Anwendung aus einer Druckmaschine. An diesem Bauteil werden die 24V Gleichspannung für Glühlämpchen und elektronische Zähler bereitgestellt.

Grüße

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so sieht der VDR aus

Hallo an Alle,

habe einen Link von Wolfgang erhalten indem so ein VDR abgebildet ist.

So sieht meiner am Gleichrichter auch aus!
Daher entnehme ich aus Euren Antworten das es ein VDR ist, der vor Spannungsspitzen schützen soll.

http://www.nullohm.de/berichte/widerst.htm#VDR

ein klein wenig runterscrollen

Grüße, Matthias

Hallo Matthias,

http://www.nullohm.de/berichte/widerst.htm#VDR

ein klein wenig runterscrollen

Das sind die blauen von Siemens bzw. jetzt EPCOS :wink:
Für grössere Leistungen sehen die dann so aus:
http://www.distrelec.com/ishop/StaticHTML/welcome/pi…

z.B. Vishay färbt seine ocker.

MfG Peter(TOO)

1 „Gefällt mir“

z.B. Vishay färbt seine ocker.

Ich wusste gar nicht, dass man sich über Farben von Bauteile so Gedanken machen kann :smile:

Gibt es überhaupt irgendwelche Bauteile wo die Farbe eine wesentliche Aussagekraft hat? Mal abgesehen von der Kennzeichnung durch Farbringe wie bein Widerständen usw.

lg
JL

Kommt auf den Hersteller an, welche Farbe der Varistor hat.

Kann sein, hatte bisher allerdings immer nur blaue.

Ich habe blaue, rote, weisse und schwarze. :wink:

Bist wohl Sammler :wink:

  1. Ein veränderlicher Widerstand hätte nur einen Pfeil.
  2. Ein Trimmer hat gar keinen Pfeil, dafür aber eine
    Querstrich an einem Ende.

Das ist dann ein Trimmkondensator

Auch hier liegst du falsch!

Der Strich mit Querstrich am Ende bedeutet, dass das Bauteil
trimmbar ist.

Hm, wenn dem so ist hat man wohl seinerzeit versäumt mir das beizubringen. Ist das denn erst in den letzten Jahren so eingeführt worden oder war das schon immer so?

„trimmbar“ bedeutet, dass dieses Element nicht ein normales
Bedienungselement ist, sondern nur im Rahmen von
Service-Tätigkeiten verstellt wird. Beim bestimmungsgemässen
Gebrauch kann dieses Bauteil, normalerweise, nicht ohne die
Verwendung von Werkzeug verstellt werden.

Das ist klar.

Das Schaltzeichen aus der Abbildung des Ursprungspostings ist
ein allgemeiner, veränderbarer Widerstand, aber keiner der in
der Lage wäre sich selbst zu verändern.

Doch, entspricht aber einer alten Norm …
Zudem wiedersprichst du dir gerade selber: bei einem
„allgemeinen, veränderbaren Widerstand“ ist die physikalische
Grösse, welche die Veränderung hervorruft, nicht bestimmt

Hör ich jetzt ehrlich gesagt das erste mal. Ich dachte bislang, dass hier eine mechanische Änderung erforderlich wäre. Wo steht denn das? Scheinst das ja anscheinend studiert zu haben wenn Du das so genau weißt. Lerne ja gerne dazu.

Hallo JL,

z.B. Vishay färbt seine ocker.

Ich wusste gar nicht, dass man sich über Farben von Bauteile
so Gedanken machen kann :smile:

Gibt es überhaupt irgendwelche Bauteile wo die Farbe eine
wesentliche Aussagekraft hat? Mal abgesehen von der
Kennzeichnung durch Farbringe wie bein Widerständen usw.

Ja, aber nur innerhalb der Bauteile des selben Herstellers.
Zumindest unterscheidet z.B. Matsushita, bei Folienkondensatoren, das Dielektrikum durch die Gehäusefarbe. Der Aufdruck war bei allen Typen der Selbe.

Das Problem ist gerade, dass jemand behauptet hat, dass Varistoren immer blau sind …

MfG Peter(TOO)

Das Problem ist gerade, dass jemand behauptet hat, dass
Varistoren immer blau sind …

MfG Peter(TOO)

Wer soll das denn sein? Ich sagte nur das ich bisher nur blaue hatte. Ich habe nie gesagt dass deshalb grundsätzlich alle Varistoren blau sind. Das ist selbstverständlich herstellerabhängig.

Hallo Fragewurm,

Kommt auf den Hersteller an, welche Farbe der Varistor hat.

Kann sein, hatte bisher allerdings immer nur blaue.

Ich habe blaue, rote, weisse und schwarze. :wink:

Bist wohl Sammler :wink:

Nö, Entwickler …

Der Strich mit Querstrich am Ende bedeutet, dass das Bauteil
trimmbar ist.

Hm, wenn dem so ist hat man wohl seinerzeit versäumt mir das
beizubringen. Ist das denn erst in den letzten Jahren so
eingeführt worden oder war das schon immer so?

Ich kenne das schon seit 40 Jahren so …

Also ich habe jetzt mal kurz in meinen Jugenderinnerungen gekramt:

Heinz Richter
Elektrotechnik für Jungen
Frankh’sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart
© 1952,1964
57.-71. Tausend, 1966
ISBN: gabs noch nicht

Heinz Richter
Das grosse Fernsteuerbuch
Frankh’sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart
© 1960
16.-23. Tausend, 1966
ISBN: gabs noch nicht

Siegfried Wirsum
Verstärkerbau mit integrierten Schaltungen
Franzis-Verlag, München
© 1971
ISBN: 3-7723-3311-7 Buch anschauen

In diesen Büchern wird das Trimmer-Schaltzeichen für Widerstände, Kondensatoren und Spulen verwendet.

Doch, entspricht aber einer alten Norm …
Zudem wiedersprichst du dir gerade selber: bei einem
„allgemeinen, veränderbaren Widerstand“ ist die physikalische
Grösse, welche die Veränderung hervorruft, nicht bestimmt

Hör ich jetzt ehrlich gesagt das erste mal. Ich dachte
bislang, dass hier eine mechanische Änderung erforderlich
wäre. Wo steht denn das? Scheinst das ja anscheinend studiert
zu haben wenn Du das so genau weißt. Lerne ja gerne dazu.

1967 habe ich meine ersten Radios nachgebaut, Detektor mit NF-Verstärker, Transistoren waren OC70 und OC72. Weihnachten in diesem Jahr gabs dann einen grösseren Elektronik-Kasten von Philips, ich weiss nur noch, dass da ein AF117 drin war, der hatte 4 Anschlüsse. Der 4te Anschluss war mit dem Metallgehäuse verbunden.
Später habe ich dann ein Ausbildung genossen und mein Hobby zum Beruf gemacht.
Meine erste „richtige“ eigenständige Entwicklung war 1975 ein elektronisches Code-Schloss, für Alarmanlagen mit Eintasten-Bedienung und einem 3-stelligen Code. Ich bekam das Pflichtenheft und der Rest war mein Job. Als der Prototyp lief, gab es noch eine „kleine“ Änderungen: Zum Scharfstellen der Anlage sollte der Taster nur einmal gedrückt werden :frowning:
Das Ganze war noch ein ziemliches TTL-Grab :wink:
War für einen exklusiven Alarmanlagen-Hersteller und wir haben davon 50 oder 100 Stück hergestellt, welche auch verbaut wurden.

1976 „musste“ ich mich dann mit dem 6502 beschäftigen. Zuerst ging es nur um die Umsetzung der Hardware und am Ende „durfte“ ich dann noch die ganze Testsoftware für diese Hardware programmieren. Als „Entwicklungssystem“ bekam ich nur ein paar KIM-1. Also alles von Hand Assemblieren und als Hex-Werte eintippen und dann auf Kassette sichern. Zum Glück hatte der KIM-1 nur 1 KiByte RAM :wink:)

Ab 1972 hatte ich die Möglichkeit, bei meinem Onkel, auf dem Computer Spiele zu spielen. War ein Wang 2200VP, mit anfangs 16KiByte RAM und zwei 2.5 MByte Fest/Wechselplatten.

Ein bisschen Wissen und Erfahrung hat sich in den ganzen Jahren schon bei mir angesammelt.

MfG Peter(TOO)

Hallo Fragewurm,

Hallo Seppl,

Also ich habe jetzt mal kurz in meinen Jugenderinnerungen
gekramt:

Meine Güte, mach Dir doch nicht gleich so einen Streß wegen mir :smile:

Ein bisschen Wissen und Erfahrung hat sich in den ganzen
Jahren schon bei mir angesammelt.

Verstehe, dann kommt das bei mir wohl noch wenn ich auch mal 40 Jahre auf dem Buckel habe :wink: