Brustkrebs

hi,

ich habe jetzt innerhalb kurzer zeit zwei frauen, denen beim sport gegen die brust gestossen wurde (ellebogen beim basketballspielen) sagen hören, dass doch aufgepasst werden soll, da sie kein brustkrebs bekommen wollen.

ist ein so stoss (oder evtl auch ein treffer beim kampfsport wie karate) eine ursache für krebs? spielt da die stärke oder die häufigkeit eine rolle?

michl

Hallo Michl,

ich muss zugeben, dass Deine Frage mich jetzt doch ziemlich beschäftigt hat und ich tatsächlich erst noch mal nachlesen musste.
In der einschlägigen Literatur zu Brustkrebs steht natürlich nichts darüber, dass Brustverletzungen Krebs auslösen können.
Allerdings muss man zur vollständigen Beantwortung dieser Frage erst mal verstehen, wie Krebs entsteht.
Hierzu kurz zusammengefasst die 4 wichtigsten Phasen:

1.Initiation: Die DNA wird (vermutlich irreversibel) geschädigt. Das kann z.B. durch Strahlung passieren, Chemikalien oder Viren. Wenn die Reperaturmechnismen der Zelle versagen, dann wird in der Zelle eine onkogene (krebsauslösende) Potenz geweckt.

2.Latenzzeit: Die Zeit zwischen dem schädigenden Einfluss und dem Auftreten des Tumors. Das kann bis zu 20 Jahre dauern.

3.Promotion: Das ist ein zellschädigender Prozess, der die oben erwähnte potentielle Krebszelle zur vollständigen Entartung überleitet. Diese zellschädigenden Einflüsse nennt man Promotoren und verursachen ohne vorherige Initiation KEINE Entartung der Zelle!

4.Progession: Es kommt zur Vermehrung von den veränderten (Krebs-)zellen bis zur Entstehung von Knoten.

Nun muss ich zugeben, dass ich wirklich nicht 100% ig ausschließen kann, dass mehrfache Brustverletzungen vielleicht als Promotoren angesehen werden können.
Nichtsdestotrotz steht am Anfang immer noch die Initiation und die kann dadurch ganz sicher nicht ausgelöst werden.

Ich hoffe, ich habe jetzt nicht mehr Verwirrung gestiftet…

Viele Grüße,
aureel

hi karin,

da wohnen wir keine 2km voneinander entfernt und schaffen es nicht einmal uns zum kaffee im haupi zu treffen…und jetzt bist du hier… :smile:

meld dich mal, da können wir die antwort beim cappucchino vertiefen.

michl

ps.: ich hab noch was gut 02.04. und 30.04. :wink:

ausschließen kann, dass mehrfache Brustverletzungen vielleicht

das was ich meine sind eigentlcih keine richtigen verletzungen, sondern ungewollte kontakte wie sie zb beim basketball vorkommen, wenn zwei spieler zum rebound hochspringen und einer vom ellebogen des anderen erwischt wird.
also keine gezielten punktuellen schädigung der brust.

als Promotoren angesehen werden können.

2 Dinge

das was ich meine sind eigentlcih keine richtigen
verletzungen, sondern ungewollte kontakte wie sie zb beim
basketball vorkommen, wenn zwei spieler zum rebound

  1. Mit Verletzungen sind nicht nur Beschädigungen der Haut gemeint (Schnitt- und Schürfwunden), sondern jedewege mechanische Zerstörung von Gewebe unter der Haut; Also auch durch kräftigen Druck (z.B. wie bei einem Bluterguss oder so anderes, was weh tut). Gemeint ist vor allem die Zerstörung von Zellen.

  2. Deine Tastatur ist kaputt. Die kann keine Großbuchstaben mehr.

Gruß

Stefan

offtopic
hi stefan,

  1. Deine Tastatur ist kaputt. Die kann keine Großbuchstaben
    mehr.

das kann sie schon.
so kann ich schneller schreiben, da ich das klassische „maschinenschreiben“ nie richtig gelernt habe.

michl

ist ein so stoss (oder evtl auch ein treffer beim kampfsport
wie karate) eine ursache für krebs? spielt da die stärke oder
die häufigkeit eine rolle?

Jein. Prinzipiell lösen Verletzungen keinen Krebs aus. Eine Zellentartung geschieht auf molekularer Ebene in der Erbsubstanz oder deren Regulatoren. Eine Verletzung von Zellen führt höchstens zu deren Tod - aber nicht zu deren Entartung.

Es ist aber andererseits auch bekannt, daß eine ständige Reizung und Belastung von Körperpartien Geschwüre auslösen können. Zwar sind diese i.d.R. gutartig, aber können u.U. auch „kippen“ - wie viele benigne Wucherungen. Allerdings ist eine ständige Reizung und Belastung etwas anderes, als eher harmlose Schläge auf das Brustgewebe. Selbst kleine Blutergüsse usw. würden da keinen Krebs auslösen.

Einen Zusammenhang kann ich da irgendwie nicht erkennen. Es ist auch bei Sportlern nicht wirklich einzusehen, auf Frauen im Team/Gegner besondere Rücksicht zu nehmen. Jede Kontaktsportart birgt nunmal Risiken einer Verletzung. Wer davor Angst hat, muss sich halt schützen oder eine andere Sportart nehmen. Sicher - die ständige Berichterstattung über Brustkrebs verunsichert viele Frauen und die weibliche Brsut ist auch relativ schmerzempfindlich. Aber eine regelmäßige Mammographie aka. Vorsorgeuntersuchung wird nicht umsonst propagiert. Die Ursache für weibl. Brustkrebs hat aber nichts mit Sport zu tun, sondern - so vermutet man zumindest - mit hormonellen Wechselwirkungen, genetischer Vorbelastung, Ernährung etc. Es gibt sogar Hinweise, daß häufiges Stillen das Risiko _senkt_. Da fischt man aber insgesamt leider noch weitgehend im Trüben.

Hi!

  1. Deine Tastatur ist kaputt. Die kann keine Großbuchstaben
    mehr.

das kann sie schon.
so kann ich schneller schreiben, da ich das klassische
„maschinenschreiben“ nie richtig gelernt habe.

Bist du auf der Flucht? *SCNR*

Gruß,
Sharon

Hallo!

Ein solcher Zusammenhang ist mir nicht bekannt.

Ich denke eher, daß das Zufall ist: man bekommt einen Rempler, hat Schmerzen, fummelt an sich 'rum, bemerkt etwas, geht zum Arzt usw.
So ist ein vermeintlicher Zusammenhang schnell mal hergestellt.

Auf ähnliche Art und Weise werden ja auch oftmals Knochentumoren bei Kindern nach kleineren Verletzungen festgestellt.

Eine Studie hierzu, http://www.brustkrebs.de//index.php?datei=archiv/stu…
sagt folgendes: „Es läßt sich kein erhöhtes Brustkrebsrisiko durch Sportarten mit einer Traumatisierung der Brust nachweisen.“

Gruß
Peter

Eine Studie hierzu,
http://www.brustkrebs.de//index.php?datei=archiv/stu…
sagt folgendes: „Es läßt sich kein erhöhtes Brustkrebsrisiko
durch Sportarten mit einer Traumatisierung der Brust
nachweisen.“

Zu sowas gibt es sogar dedizierte Studien?

wow…