Brustwarzen bei Männern

Ich wurde von meinem Sohn Felix gefragt, warum Männer auch Brustwarzen haben.
Leider konnte ich ihm nicht antworten.
Wißt ihr vielleicht Rat?

Gruß Martin

Hallo Martin!

Weil irgendwann in der Entwicklung des Embryos entschieden wird, Männchen oder Weibchen. Es steht nicht gleich fest.
Ebenso haben männliche Tiere Brustwarzen.

Gruß Werner

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

…in Ergänzung zu Werners Beitrag: Männer haben sogar Brust*drüsen*, die sich unter Östrogeneinfluß zu „richtigen“ Brüsten entwickeln können. Viele Jungs haben in der frühen Pubertät solch eine „Östrogenphase“. Und Brustkrebs kann Man(n) auch kriegen.

Oliver

Hallo Martin,

Ich wurde von meinem Sohn Felix gefragt, warum Männer auch
Brustwarzen haben.

diese Frage kam neulich (letzte Woche??) bei Kopfball. Die haben das dann so erklärt: Jeder Embryo ist zunächst weiblich (das Geschlecht entscheidet sich erst später), und da die Brustwarzen in dieser ersten Zeit angelegt werden, bleiben eben auch bei Männern „Überreste“ davon.

Liebe Grüße an Felix

Petzi

*diedasvorherauchnochnichtwußte*

Hallo Alle!

jetzt bin ich aber vollkommen BAFF!
Ich dachte immer das Geschlecht entscheidet sich schon bei der Befruchtung, weshalb man/frau angeblich Einfluss darauf haben kann, indem pünktlich zum Eisprung Geschlechtsverkehr stattfindet oder 1-2 Tage vorher etc…

Gibt es da verschiedene Theorien ?

gruss
rosine

Hi Rosine,

verschiedene Theorien gibt es da eigentlich nicht - es ist in der Tat so, daß der Mensch als Embryo Anlagen in sich trägt, die sich sowohl weiblich oder auch männlich entwickeln können. Der Sinn mag wohl der sein, daß die Natur nur eine einzige Blaupause für Mann und Frau bereithalten muß.

Die Geschlechtschromosomen (X/Y) stehen natürlich schon mit der Befruchtung fest. Sie entscheiden, stark vereinfacht, „lediglich“ darüber, ob Östrogen oder Testosteron produziert wird. Auf diese Stoffe reagieren dann die angelegten Strukturen entsprechend: Die Anlage fürs äußere Genitale verlagert sich unter Östrogen nach innen und bildet die Klitoris, unter Testosteron geht sie nach außen, wobei sie sich vergrößert und den Penis bildet. Testosteron führt außerdem zur Aussackung der großen Schamlippen nach unten, welche dann den Hodensack bilden. Gleichzeitig werden die Keimdrüsen vom Bauchraum durch die vordere Bauchwand hindurch in den Hodensack gezogen. Der Eileiter wird damit zum Samenleiter. Darum geht dieser beim Manne auch nicht direkt zum Penis, sondern verläuft (wie der Eileiter) durch den Bauch, und erreicht erst dort die Prostata.
Frauen haben ebenfalls eine Art Prostata: Sie mündet auch in die Harnröhre und scheint eine wichtige Rolle beim vaginalen Orgasmus zu haben (den damit übrigens auch Männer mit ihrer „richtigen“ Prostata erleben können, wie homosexulle berichten). Umgekehrt können manche Frauen auch ejakulieren.

Die Entwicklung ist mit der Geburt übrigens noch nicht abgeschlossen: Wenn kleine Mädchen einen testosteronproduzierenden Tumor entwickeln, so können sie nach einiger Zeit untenherum fast wie ein Junge aussehen. Selbst bei erwachsenen Frauen vergrößert sich noch die Klitoris (sog. „Klitorishypertrophie“).

Interessant, nicht? :wink:

Oliver

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