Brutaler Sturz meiner 85-jährigen Mutter

In der Nacht zum Mittwoch ist meine Mutter etwa 6 Stufen unserer Treppe hinunter gestürzt. Der erste Befund laut CT ergab eine Gehirnblutung, neben dem Unterarmbruch. In der Uniklinik hatte man auch noch einen Bruch zweier Halswirbel festgestellt. Meine Mutter ist dement und äußerst schwerhörig. Sie liegt Intensiv und die Ärzte finden keinen Zugang zu ihr, da sie sich infolge der Hörschädigung nicht artikulieren kann. Halswirbel und Bruch des Unterarmes sollen vorerst nicht operativ gerichtet werden.
Unsere Sorge gilt momentan der Beantwortung der Frage, wie es weiter geht und ob man bei einem so hohen Alter, fortschreitender Demenz und dann noch Beeiträchtigungen durch einen Unfall überhaupt von einer Wiederherstellung der Lebensqualität ausgehen kann.
Heute war von den Ärzten angedacht, dass man sie in eine Neurologische Klinik verlegt, da es ( ob durch den Unfall oder die Demenz) um neurologische Unstimmigkeiten geht. Wir wissen natürlich nicht, in wie weit eine solche Einrichtung meiner Mutter hilft, oder ob es sich in ihrem Fall nur um eine Abschiebung aus der Uniklinik handelt, um der von den gesetzlichen Krankenkassen gefordeten Mindestversorgung genüge zu tun.

Grüßle
Bernd Stephanny

Guten Abend Bernd,

ich denke, ich kann Dir Deine Frage nicht beantworten. Oder ich traue mich nicht, darüber ein Urteil zu fällen. Aber was Deiner Mutter passiert ist, tut mir furchtbar leid. Ich weiß nicht genau, warum mir das so nah geht.
Als erstes musste ich daran denken, was meine Mutter mir immer gesagt hat: Macht mit mir, was ihr wollt, doch ich will keine Schmerzen haben!
Vielleicht ist das ein Ansatz, wie man Deiner Mutter die hilflose Situation ein wenig erleichtern kann.

Ich wünsche Euch alles Gute,

Susanne

Nein, das ist überhaupt kein Ansatz, weil der in die falsche Richtung geht. Bitte nicht böse sein, aber ich kann mit einer Bekundung des Mitleides und der Tatsache, dass der Schreiber mir mitteilt, dass er gar nicht helfen kann, überhaupt nichts anfangen.

ich kann meiner Mutter die Schmerzen nicht nehmen und Mitleid habe ich, bzw meine Familie, schon genug erhalten, aber das ist auch alles. Ich dachte, dass sich vielleicht jemand an eine Prognose wagt. Im Übrigen war dieser Artikel eher für das Medizin-Brett gedacht und wurde dann hierher verschoben.

Also bitte, wer hierzu keine Stellungnahme abgeben „kann“ sollte es auch dabei belassen.

Grüßle
Bernd Stephanny

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Moin

Also bitte, wer hierzu keine Stellungnahme abgeben „kann“
sollte es auch dabei belassen.

Ich frage mich, warum du die sehr sensible und hilfreiche Antwort von Tante Chester nicht verstanden hast. Was willst du stattdessen eigentlich hören respektive hier lesen?
Tante Chester hat dezent darauf hingewiesen, dass in gewissen, recht aussichtlosen Situationen vor allem das Machbare für den Patienten selber getan wird, und das kann in diesem Fall eine vernünftige und hoch genug dosierte Morphin-Behandlung sein.
Es geht nämlich nur sekundär darum, die Vorstellungen der Kinder der alten Leute zu befriedigen, sondern primär um die Alten selbst.
Gruß,
Branden

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Wohl auch der falsche Ansatz.

ich bin kein Dummer und muss deshalb nicht die Frage beantworten, was ich hören möchte und auch keine hochsensiblen Antworten verstehen. ich gebe mich schon gar nicht mit einem Hinweis auf eine vernünftige und hochdosierte Morphin-Behandlung zufrieden, wenn diese nicht angezeigt sprich notwenidg ist. Meine Mutter befindet sich weder im
„Finanlen Stadium“, noch leidet sie unter starken Schmerzen
Nach Rücksprache mit den Ärzten heute morgen, soll meine Mutter im Laufe der nächsten Woche in eine Neurologische Nachsorgeklinik mit Geriatrischer Abteilung verlegt werden.
Dass es um die „Alten“ selbst geht (welch ein krasses Wort)habe ich verstanden. Ich wäre trotzdem dankbar, wenn ich außer schon genannten Ratschlägen auch noch andere bekommen könnte.

Grüßle
Bernd Stephanny

Hallo,

ein Sternchen für deinen Beitrag, vanBranden.

Ich kann durchaus nachvollziehen, dass das eine ganz extreme Ausnahmesituation ist, was aber keine Ausrede sein darf, andere nach Lust und Laune anzupflaumen.

Im Übrigen kann ein Außenstehender nur schwer beobachten, ob jemand in einer Situation, in der er sich nicht verständigen kann, Schmerzen hat oder nicht.
Ich wünsche ihr, dass sie in der Hinsicht gut abgedeckt ist, aber das besorgen sicher schon die Ärzte.

Ansonsten kann man keine sichere Prognose - wie es hier offenbar erwartet wird - fällen. Klar möchte man als Betroffener gern hören „Alles wird gut“, aber so ganz ohne vollständige Anamnese inklusive aller wichtigen Parameter, kann man nur ins Blaue raten (selbst mit ist eine Heilungsvorhersage schwierig und unsicher genug).

Ich würde ihr gern alles Gute wünschen, aber angesichts der vorhergehenden Beiträge verbleibe ich mit einem simplen Gruß
Liete

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Wenn dir keine der Antworten hier recht ist -dann lösch deinen Artikel, melde dich ab und bespreche dich mit den Ärtzen deiner Mutter.

DIE haben die CT- und Röntgenaufnahmen gesehen.
DIE entscheiden über die Therapie.
DIE haben vielleicht ein ungefähre Idee wie es weitergeht mit deiner Mutter.

Wir alle hier kennen weder den Grad ihrer Demnz, noch ihrer Schwerhörigkeit, noch die Größe/Lokalisation der Gehirnblutung usw.

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Hallo Bernd,

ich möchte mich vielmals dafür entschuldigen, dass ich keine vorgefertigte Prognose abgeben kann.
Deine grobe und unpassende Antwort habe ich nicht verdient. Vor allem, weil gerade Du überhaupt kein „Mitleid“ von mir bekommen hast.
Schade, Reaktionen wie Deine sorgen dafür, dass man in Zukunft schön das Maul hält, auch wenn ein Thema jemanden bewegt.

Irgendjemand im großen world wide web wird Dir schon eine auf Dich zugeschnittene Antwort liefern.

Weier so!

Susanne

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Ich wäre trotzdem dankbar, wenn ich
außer schon genannten Ratschlägen auch noch andere bekommen
könnte.

Fragst du hier mal bei deiner Kollegin an. Die wirds ganz genau wissen:
http://www.astromedizin.info/

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Ich erwarte keine sichere Prognose - das habe ich in diesem
Post auch nicht bekundet.
Was ich bekundet habe, ist meine Meinung über verschiedene Antworten, das war alles andere als ein „Angepflaume“. Im Übrigen ist mir alles andere, als nach Angepflaume.
Ich möchte weder hören, noch lesen, „dass alles gut wird“, sondern vielleicht hilfreiche Informationen medizinischen Inhalts, Eine vollständige Heilung oder Genesung wird in diesem Fall vermutlich nicht möglich sein.
Somit habe ich deine Antwort zur Kenntnis genommen, was mir aber in keinster Weise weiterhilft.

Grüßle
Bernd Stephanny

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Was jetzt?

Ich erwarte keine sichere Prognose - das habe ich in diesem

Post auch nicht bekundet.

Oben hast du aber irgendwo geschrieben, dass du gerne eine Progonose hättest…

Was ich bekundet habe, ist meine Meinung über verschiedene
Antworten, das war alles andere als ein „Angepflaume“. Im
Übrigen ist mir alles andere, als nach Angepflaume.

Du hast angefangen hier unhöfflich zu werden. Vielleicht solltest du dich mal reflektieren. Auch wenn du in eine schweren Situation steckst, steht es dir sicher nicht zu hier so rum zu pflauemn.
Und selbst wenn du eine Antwort als unhöfflich empfindest, warum begibst du dich auf selbiges Niveau und bleibst nicht einfach sachlich?

Ich möchte weder hören, noch lesen, „dass alles gut wird“,
sondern vielleicht hilfreiche Informationen medizinischen
Inhalts.

Dazu wurde dir schon gesagt, dass ich nicht möglich ohne Einsicht der Akten. Klar wir können hier mal raten. Sie wird sterben, ne doch nicht…frag doch einfach den Arzt.

Eine vollständige Heilung oder Genesung wird in
diesem Fall vermutlich nicht möglich sein.

Oder du beantwortest dir deine Frage selber. Auch gut.

Somit habe ich deine Antwort zur Kenntnis genommen, was mir
aber in keinster Weise weiterhilft.

Und ich sag dir, jetzt komm mal runter und mach halblang. Schade, dass du alle Antworten als Kritik aufgefasst hast. Bisher ist wohl auch noch nicht so klar was du hören willst, oder dir hier versprichst. Formuliere deine Frage mal in 1-2 Sätzen. Und hör ja auf mit diesem „rumpflaumen“. Wenn du irgendwie unausgeglichen bist, dann geht joggen.

Jenny

Grüßle

Bernd Stephanny

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Hallo Bernd,

trotz allem, wage ich es dennoch, Dir zu sagen, daß ich mir Deinen Schrecken gut vorstellen kann,und Deine Besorgnis und Deine Bedenken ebenfalls nachempfinde.

Da weder der Halswirbel noch der Arm derzeit operiert werden sollen, halte ich die Verlegung in die Neurologie tatsächlich für eine gute Idee, da ich glaube, daß dort über die Auswirkungen der Hirnblutung bessere Aussagen getroffen werden können. Und das mit den „neurologischen Umstimmigkeiten“ ist natürlich dummes Zeug. Eine Demenz an sich ist eine neurologische Unstimmigkeit und eine Hirnblutung ebenfalls. Aber sieh es positiv, wenigstens geben die Ärzte dort damit zu, von dem, was Deiner Mutter fehlt keine rechte Ahnung zu haben.

Was genau meinst Du damit, daß die Ärzte keinen Zugang zu ihr finden? Ich vermute Du meinst die schwierige Kommunikation. Es wird auch ohne gehen müssen, d.h. die Lage wird eher aufgrund objektiver Befunde wie CT u.ä. beurteilt werden müssen, da Deine Mutter ihre Befindlichkeit nicht mehr artikuliert. Wichtig ist auch, wie Du, als jemand, der sie kennt, ihr Verhalten beurteilt. Ist sie unruhiger als vorher? Dann hat sie vielleicht Schmerzen. Ist sie apathischer? Dann ist die Medikation zu prüfen oder es liefert Rückschlüsse auf die Verletzung im Gehirn.

Die Brüche werden sicherlich auf die eine oder andere Weise heilen. Erst danach wird man eine Aussage darüber treffen können, ob ihre körperliche Mobilität wieder herzustellen sein wird. Größeren Einfluß kann aber, und das weißt Du wahrscheinlich, die Gehirnblutung haben. Tatsächlich kann mit Bettlägerigkeit als Folge zu rechnen sein. Und auch mit Sekundärerkrankungen (z.B. Lungenentzündung) als Folge der Bettlägerigkeit, insbesondere in Krankenhäusern.

Sollte es so aussehen, als käme Deine Mutter nicht mehr auf die „Füße“, wirst Du Dich nach einer Pflegeeinrichtung umschauen müssen.

Ansonsten laß Dich hier nicht anmachen, ich finde Deine Reaktion völlig normal.

Beste Grüße und alles Gute

Avera

PS: …und manchmal gibt es auch Wunder…