Hallo Experten!
Bei der Bewerbung um eine Doktorandenstelle für eine externe Promotion (also nicht an meinem alt-vertrauten Lehrstuhl) ist eine Bewerbung mittels Bewerbungsschreiben, also einem Exposé, nötig.
Dafür hätte ich sehr gerne mal ein Beispiel, wie solch ein Exposé auszusehen hat. Natuerlich sind auch allgemeine Hinweise sehr willkommen.
Dank vorab für alle Beitraege.
Gruss,
Martin
Hi Martin,
ich habe im Fach Politikwissenschaft promoviert und wurde dabei von einer politischen Stiftung gefördert, der ich ein Exposé vorlegen musste. Wenn es Dich interessiert, kann ich Dir das Exposé, die Gutachten und Anschreiben zumailen. Schreib mir eine kurze Mail. Wie Du Dir denken kannst, will ich die Dateien, hier nicht online stellen… 
Das macht natürlich nur Sinn, wenn Du in einer Sozial- oder Geisteswissenschaft promovieren willst. Ein natur- oder ingenieurwissenschaftliches Exposé dürfte ganz anders aussehen.
Grüße,
Matthias ([email protected])
Hallo Martin,
Dafür hätte ich sehr gerne mal ein Beispiel, wie solch ein
Exposé auszusehen hat. Natuerlich sind auch allgemeine
Hinweise sehr willkommen.
kurze Frage:
in welchem Fach möchtest Du denn promovieren?!
Das ist deshalb nicht unwichtig, weil es da durchaus unterschiedliche Herangehensweisen gibt!
Gandalf
Hallo,
danke fuer die Antwort! Ich moechte in der Fachrichtung Energiewirtschaft promovieren. Auf jeden Fall „wirtschaftslastig“, nicht aus der technischen Sicht eines Ingenieurs…
Danke schonmal fuer eventuelle weiterhelfende Tipps!!
Gruss,
Martin
Hallo Martin,
tut mir leid, für diese Baustelle kann ich Dir keinen seriösen Rat geben.
Gandalf
Hallo Martin,
erkundige Dich bei Deinem künftigen Doktorvater über die dortigen Geflogenheiten. Dies könntest Du mittels eines kurzen Anschreibens (und einem Gliederungsvorschlag), dem Du ein Telefonat (besser persönliches Gespräch) „nachschiebst“
Dein Posting hat mich sehr nachdenklich gestimmt!
Jemand, der vorhat zu promovieren, also über eine längere Zeitphase selbständig wissenschaftlich zu arbeiten, ist nicht in der Lage ein Exposé zu erstellen? („Denke ich an Deutschland in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht“)
Grüsse aus Lüneburg
Heiner Gierling
Moin Heiner!
Danke fuer Deinen Rat. Jedoch informiere Dich demnächst gründlich, bevor Du Dich traurig stimmen lässt - denn traurig bist Du nur, weil Du kaum was weisst!
Denn bei mir sind die Startbedingungen für eine Promotion anders:
- nicht Uni sondern FH
- nicht ein Diplom sondern zwei
- kein Vollzeit-Studi sondern beide Abschlüsse nebenberuflich
- keine interne Promotion sondern eine externe
- keine bekannter Doktorvater sondern mir bisher unbekannte Personen
- keine Vollzeitpromotion sondern nebenberuflich
.
.
.
Und nun wollte ich wissen, wie ein Exposé klassischerweise aussieht, um eines auf meine Vorgaben und Rahmenbedingungen maßgeschneidertes selber zu erstellen - was ich durchaus kann, aber eben 100%ig machen möchte - und nicht in tollen sinnlosen Sprüchen schwalgend wie das Ende Deines Antowrt-Postings.
Denn das hilt gar nicht.
„Gute Nacht!“ kann ich nur sagen, wenn alle so vorschnell und undurchdacht urteilen wie Du.
Also frag’ doch einfach nach, falls Dich was skeptisch oder truarig stimmt und erschliesse Dir aus dem neu erworbenen Wissen der Antworten die Gründe dafür. Schliesslich kann ich nicht ein Posting mit mehr als 5.000 Zeichen hier präsentieren, nur damit eventuelle des Fragens faule Menschen ihre Antworten sofort bekommen.
Martin
Hallo Martin,
als Anregung für die Formulierung eines Exposés können die Anträge der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) dienen. Den Link zu einem Forschungsantrag habe ich gelegt:
http://www.dfg.de/forschungsfoerderun…
Ab Seite 5 dieser PDF-Datei wird eine Struktur dargestellt, die für Dich nützlich sein könnte.
Ansonsten:
Das Exposé ist eine kurze Darstellung des Forschungsvorhabens. Man könnte es - um es etwas anschaulicher zu machen - mit einem zusammenfassenden Schlußkapitel einer Forschungsarbeit vergleichen.
Das Exposé dient dem Begutachter zur Beurteilung, welches erkenntnisleitende Interesse der Antragsteller hat u n d, ob die Frage-/Problem- bzw. Ziel-stellung des skizierten Forschungsvorhaben mit den gewählten Methoden/Verfahren in der veranschlagten Zeit erreichbar ist. Zudem wird geprüft, ob der Antragsteller das Projekt in eine Forschungs-/Fachtradition stellen kann u n d, ob das Vorhaben „NEU“ ist u n d, ob das Projekt so angelegt ist, das mit (neuen) Erkenntnissen zu rechnen ist. Desweiteren können Überlegungen hinsichtlich der benötigten Arbeitskräfte (z.B. bei umfangreichen Befragungsaktionen oder Testreihen) und deren Kosten angestellt werden. Nicht zuletzt werden auch die erforderlichen Ausführungen zur technisch/sächlichen Ausstattung zur Durchführung des Projektes (z.B. Experimente)kritisch betrachtet und gegengerechnet.
Ein Exposé kann zudem auf Finanzierungsquellen hinweisen. Und: das Exposé kann zudem Fragen aufwerfen, die noch zu klären sind.
Kurz: Anhand des Exposé wird der angesprochene Doktorvater erkennen können, ob er Dich (als aussichtsreichen) Kandidaten mit Deinem Forschungsvorhaben annehmen will (oder:, ob er Dir vielleicht eine eigenes Projekt vorschlagen sollte.
Viel Erfolg.
Heiner Gierling
Hi!
Prima, vielen Dank fuer den Support! Da hatten wir offensichtlich unterschiedliche Auffassungen meines ersten Posting, so dass wir im ersten Anlauf nicht so recht auf gleicher Wellenlänge lagen.
Dein 2. Post ist sehr hilfreich.
Daher nochmals vielen Dank!
Gruss,
Martin