BSV Ansparphase oder direkt tilgen?

Hallo liebe Wissenden!

Ich habe mal wieder eine Frage, welche bestimmt schon mal irgendwo behandelt wurde, jedoch bestimmt mit anderen Ausgangpositionen.

Habe jedenfalls keine vergleichbare Situation über die Suchfunktion gefunden…

Wir wissen nicht, ob es in unserer Situation nicht besser wäre DIREKT in das Darlehen zu tilgen, ANSTATT den Bausparer weiter zu besparen…

Zur Info:

Bankdarlehen wg. Hauskauf:

  • Im Jahr 2005, 111.000,- € Darlehensbetrag von Hausbank mit 10-jähriger Zinsbindung.
  • Gleichzeitiger Abschluss eines Bausparvertrages mit Bausparsumme 65.000,- € (Banker war ein guter Verkäufer!! :o(

Das Darlehen (111.000,-) ist auf zwei Darlehen aufgespaltet worden. 51.000,- mit 3,9% nom. Zins und die restl. 60.000,- € auf 3,6% nom. Zins.

Auf die 51.000,- zahlen wir 3% Tilgung und auf die 60.000,- zahlen wir 1% Tilgung.

Ansparphase für BSV:
Jedes Monat zahlen wir in den (sehr hohen) BSV insgesamt 263,- €!

Nach dem ich mir den Vergleich, der Restschulden - zwischen unserer jetzigen Ansparphase mit geringer Tilgung - und DIREKTER Tilgung des Darlehens (mit dem Geld für den BSV), einmal ausgerechnet habe, kommt folgendes heraus:

Restschuld bei Darlehenstilgung wie gehabt - mit Ansparung in den BSV:
Bei dem Darlehen 1. 60.000,- € (nom. 3,6%)
= Restschuld nach 10 Jahren - 52.790,- €
Bei dem Darlehen 2. 51.000,- € (nom. 3,9%)
= Restschuld nach 10 Jahren - 32.324,- €

Restschuld bei AUSSCHLIESSLICHER Darlehenstilgung des Darlehens Nr. 1 ANSTATT in den BSV anzusparen:

Beim Darlehen 1. 60.000,- € = Restschuld 52.790,-€ (wie gehabt!)
Beim Darlehen 2. 51.000,- € = Restschuld nach 9 (!!) Jahren: 0,- €

Um dies zu erreichen, würden wir die Tilgungsrate von Darlehen 1. von 1% auf 9% erhöhen.

Außerdem könnten wir wg. Teil-Auszahlungen einer Lebensversicherung, während der 10 Jahre ca. 19.000,- € SONDERTILGEN! (Gerechnet nach unseren Sondertilgungsrecht von 3% des Gesamtdarlehens.)

Also wenn ich mich jetzt nicht total vertan habe, dann ist ein BSV für uns doch so „nützlich wie ein Kropf“ oder???

Sollte man das Risiko eingehen, für ca. 32.000,- Endschuld (mit Sondertilgung!) einen höheren nom.-Zins zu bekommmen?

Immerhin müssten wir für die Abzahlung der zuteilungsreifen Bausparsumme nom. 4% Zinsen zahlen.

Wer hat Erfahrung damit und könnte uns nützliche Tipps gehen?

Liebe Grüsse

Kerstin

  • Im Jahr 2005, 111.000,- € Darlehensbetrag von Hausbank mit
    10-jähriger Zinsbindung.
  • Gleichzeitiger Abschluss eines Bausparvertrages mit
    Bausparsumme 65.000,- € (Banker war ein guter Verkäufer!! :o(

Finde ich nicht. 84 T€ hätten gepaßt, weil das Eure Restschuld nach 10 Jahren ist, 52 T€ hätten auch gepaßt weild as die Restschuld des größeren Darlehens nach 10 jahren ist. Aber 65 T€ ?

Das Darlehen (111.000,-) ist auf zwei Darlehen aufgespaltet
worden. 51.000,- mit 3,9% nom. Zins und die restl. 60.000,- €
auf 3,6% nom. Zins.

Auf die 51.000,- zahlen wir 3% Tilgung und auf die 60.000,-
zahlen wir 1% Tilgung.

Ansparphase für BSV:
Jedes Monat zahlen wir in den (sehr hohen) BSV insgesamt 263,-
€!

Nach dem ich mir den Vergleich, der Restschulden - zwischen
unserer jetzigen Ansparphase mit geringer Tilgung - und
DIREKTER Tilgung des Darlehens (mit dem Geld für den BSV),
einmal ausgerechnet habe, kommt folgendes heraus:

Restschuld bei Darlehenstilgung wie gehabt - mit Ansparung in
den BSV:
Bei dem Darlehen 1. 60.000,- € (nom. 3,6%)
= Restschuld nach 10 Jahren - 52.790,- €
Bei dem Darlehen 2. 51.000,- € (nom. 3,9%)
= Restschuld nach 10 Jahren - 32.324,- €

Restschuld bei AUSSCHLIESSLICHER Darlehenstilgung des
Darlehens Nr. 1 ANSTATT in den BSV anzusparen:

Beim Darlehen 1. 60.000,- € = Restschuld 52.790,-€ (wie
gehabt!)
Beim Darlehen 2. 51.000,- € = Restschuld nach 9 (!!) Jahren:
0,- €

Um dies zu erreichen, würden wir die Tilgungsrate von Darlehen

  1. von 1% auf 9% erhöhen.

Außerdem könnten wir wg. Teil-Auszahlungen einer
Lebensversicherung, während der 10 Jahre ca. 19.000,- €
SONDERTILGEN! (Gerechnet nach unseren Sondertilgungsrecht von
3% des Gesamtdarlehens.)

Also wenn ich mich jetzt nicht total vertan habe, dann ist ein
BSV für uns doch so „nützlich wie ein Kropf“ oder???

Nicht unbedingt. Ihr habt Euch damit (wahrscheinlich) relativ moderate Darlehenszinsen nach der Zuteilung des BSV „gekauft“. Es ist ein termingeschäft und dieses kann aufgehen oder ben nicht.

Sollte man das Risiko eingehen, für ca. 32.000,- Endschuld
(mit Sondertilgung!) einen höheren nom.-Zins zu bekommmen?

Vermutlich wird Euch auch ein deutlich höherer Zins nicht umhauen. Dann würde ich so verfahren.

Hallo nochmal!

Hat sich alles erledigt!! Bin stinksauer…

Ich habe gestern mit meiner Bank gesprochen, wir dürfen die Tilgungsrate von 1%(!!) NICHT erhöhen!! Soetwas habe ich ja noch nie gelesen oder gehört!!! Auch in den Vertragsbestimmungen finde ich hinsichtlich der Tilgungsrate keine einschlägige Information dazu!

Mein Mann und ich sind uns sicher, dass uns der Banker damals zugesichert hatte, dass wie die Tilgung jederzeit um 1% erhöhen können, dann aber nicht mehr herunterstufen können. (Dass war uns auch sehr wichtig!!)

Leider war diese Aussage nur Gegenstand einer mündliche Besprechung der Finanzierung. Was können wir jetzt tun?

Wir haben einen Termin diese Woche mit dem „neuen“ Banker. Der alte, der uns die Finanzierung erstellt hat, ist nicht mehr in der Filiale!

Hat man soetwas schon gehört, dass man seine Tilgungsrate immer bei 1% lassen MUSS???

Zur Info: Es handelt sich bei der finanzierenden Bank nicht um irgendeine Internetbank, sondern um die Sparda Bank, mit welcher wir ansonsten auch sehr zufrieden sind.

Und jetzt …??? Sind echt verzweifelt…

Liebe Grüsse

Kerstin

Hallo,

Ich habe gestern mit meiner Bank gesprochen, wir dürfen die
Tilgungsrate von 1%(!!) NICHT erhöhen!! Soetwas habe ich ja
noch nie gelesen oder gehört!!!

und ich habe noch nie etwas davon gehört, daß man die Tilgung einfach so erhöhen kann, wenn das nicht im Vertrag steht.

Auch in den
Vertragsbestimmungen finde ich hinsichtlich der Tilgungsrate
keine einschlägige Information dazu!

Dann gibts das Recht in diesem Falle auch nicht.

Leider war diese Aussage nur Gegenstand einer mündliche
Besprechung der Finanzierung. Was können wir jetzt tun?

Behaupten, daß Euch etwas anderes gesagt worden ist. Erfolg zweifelhaft.

Hat man soetwas schon gehört, dass man seine Tilgungsrate
immer bei 1% lassen MUSS???

Ja, hat man, und es ist auch die Regel.

Und jetzt …??? Sind echt verzweifelt…

Tja, freundlich fragen und erklären. Eure mündliche Vereinbarung (so es denn eine gab) läßt sich ja nun nicht beweisen.

Gruß
Christian

Danke für Deine Antwort… ich habe soeben rumgegoogelt. Es ist wirklich die Regel und es wurde uns trotzdem mündlich zugesichert! Nur im Vertrag steht KEINE Sonderregelung diesbezüglich.

Tja… selber Schuld. Wir hätten darauf achten sollen, dass es in den Vertrag mit aufgenommen wird. Und ich dachte, so wie der Banker erklärte: „… dass ist überhaupt kein Problem, mit der Erhöhung der Tilgungsrate…“, dass sei normal.

Wir werden eben weiterhin unser Sondertilgungsrecht von (leider nur) 3% in Anspruch nehmen… und warten bis die Zeit vergeht.

Danke jedenfalls.

Gruss

Kerstin

Wir werden eben weiterhin unser Sondertilgungsrecht von
(leider nur) 3% in Anspruch nehmen… und warten bis die Zeit
vergeht.

Seht’s doch mal positiv. Ein Zinssatz von 3,9% ist nicht wirklich viel, schon auf Tagesgeld gibt’s im Moment manchmal mehr Guthabenzins. Auf Bundesanleihen/-obligationen auch. D.h. legt das, was ihr ansonsten in die erhöhte Tilgung stecken würdet, verzinslich an. Guthabenzinsen sind bis ca. 2x800 Euro p.a. steuerfrei. Zum Ende der Zinsbindung tilgt ihr so viel wie möglich aus dem Ersparten.

Grüße,
Sebastian

Ein sehr guter und weiser Tipp!!!
Zusätzlich könnt Ihr euren Bausparer teilen. Und zwar so, das Ihr ei 10T€ Darlehen erhaltet. Diese Darlehen könnt ihr dann als Blankodarlehen in Anspruch nehmen und die Kohle ebenfalls in Festgeld o.ä. anlegen, welches mehr abwirft als ihr Zinsen zahlen müßt.
und schwupdiwupdte könnt ihr richtig viel Geld am Ende der Zinsbindung hinblättern und der Bank ne lange Nase zeigen.

Zur „Ehrenrettung“ des damaligen Bankberaters. Ein Bausparer ist und bleibt einfach immer eine gute alternative um die Angst vor gigantischen Zinsen zu reduzieren bzw. abzusichern. Letztendlich ist es immer ein Glaskugelesen und in 10 Jahren weiß man mehr. Vielleicht dankt Ihr dem Banken dann dafür.
Die Idee mit dem Bausparer ist

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