Hallo Micha,
Also gut, ich entschuldige mich bei den meisten hier im Forum.
Im namen der Betroffenen akzeptiert 
Also gut, ich hab mich ungenau ausgedrückt, die Versicherer
wissen ganz genau wie sich alles zusammensetzt. Und wissen
auch ganz genau warum Sie es verheimlichen.
Sie verheimlichen es aus demselben Grund, aus dem alle Unternehmen ihre Kalkulationen nicht offenlegen. Nämlich aus Konkurrenz.
Immerhin sind die Geschäftspläne beim BAV hinterlegt. Das Amt kann also bei Bedarf einschreiten, wenn ein Kunde sich ungerecht behandelt fühlt.
Zweitens gibt es keinen „Sparanteil“.
Dann erläutere doch einen unwissenden den Wert mal ein bißchen
genauer. Außer das zumindest die Rendite auf irgendeinen
unidentifizierbaren Anteil im Falle eines Konkurses einer
Versicherungsgesellschaft gesichert ist. (Aber bitte lass es
keine große Gesellschaft sein, sonst könnte unsere freiwillige
Selbsthilfegruppe ins schleudern kommen)
Also: Mit dem Versicherungsvertrag geht das VU eine Verpflichtung ein. Nämlich im Todes oder Erlebensfall Geld zu zahlen.
Diese Verpflichtung ist versicherungstechnisch berechnet, es gehen also die zu erwarteten Zahlungen des VU und des VN ein, sie steht in der Bilanz auf der Passivseite und ist, da sie ja üblicherweise weit in der Zukunftliegt, diskontiert. Der Zins dafür ist der Rechnungszins, er beträgt derzeit 3,25%.
Liegt er niedriger, muss mehr reserviert werden.
Auf der Aktivseite der Bilanz stehen dem Anlagen gegenüber. Hauptsächlich festverzinsliche Anleihen, aber auch Aktien, Immobilien und Unternehmensbeteiligungen.
Stimmt, leider ist mir meine Glaskugel heute Morgen vom
Frühstückstisch gekullert, und jetzt weiß ich auch nicht mehr
als jeder andere.
Eben. Immerhin weiss man,daß ein VU seine Anlagen so streut, daß die Dauer der Anlagen (zumindest in etwa) mit der Dauer der Verpflichtungen korrespondiert. Zusammen mit der Garantie des Rechnungszinses ist damit schon eine sehr gutes Rendite/Risikoprofil erreicht.
Da ich aber davon ausgehe, dass alle Einkommen - Gehälter,
Gewinne, Zinsen - in Unternehmen entstehen, und somit der
unternehmerische Erfolg der Ursprung allen Wohlstands ist, ist
mir eine Beteiligung direkt am Unternehmen lieber, als dort
das Geld von Versicherungsgesellschaften anlegen zu lassen.
Na ja, das ist zuwar nicht ganz falsch, aber Du kannst eben auch das falsche Unternehmen treffen, das nach 30 Jahrne pleite geht.
Das ich dort mehr bekomme, hat die Vergangenheit gezeigt, und
das über eine Laufzeit von über 50 Jahren. Das Inflationäre
Risiko kann ich auch nicht mit einer Lebens- oder
Rentenversicherung ausschalten. Im Gegenteil, bei Inflation
schlägt Sachwert den Geldwert.
So pauschal gilt das leider nicht. Heute steht der Dax bei ca. 3700. Vor einem halben Jahr lag er bei 2200. vor 20 Jahren lag er bei 500. Macht eine Rendite von 7,6-11%.
Leider lag er weitere 20 Jahre früher, also 1963, ebenfalls bei 500.
Über 20 Jahre, gerade in den 70ern mit Inflationsraten von 7-8%, hat man also mit Aktien reichlich Geld verloren, und in den letzen 40 Jahren nur eine Rendite von 3,8-5,1% erwirtschaftet. Da war eine LV besser.
Wie es weitergeht weiss niemand, entscheidend ist, ob eine NAlage im finanztheoretischen Sinn effizient ist. Und da schneidet eine KLV im Vergleicht zu AKtien nicht so sehr schlecht ab.
Und wie die steuerliche
Behandlung unterschiedlicher Einkommen einmal aussehen wird,
kann auch niemand sagen. Deshalb bin ich auch dafür, dass der
steuerliche Vorteil für LV´s endlich wegfällt, und gegenüber
anderen Anlagen gleichbehandelt wird.
Dafür bin ich auch. Selbstverständlich mit jährlicher Berechnung und Anrechnung des Sparerfreibetrages. Es sollte nachgelagerte Besteuerung für alle Rentenversicherungen geben, und steuerliche GLeichstellung aller Kapitalbuildungsprodukte (Sparpläne, FOnds, KLV, …). Ich bin mir dabei sicher, daß die LV auch dann ein konkurrenzfähiges Produkt ist.
Laut Finanztest haben die Aktienmärkte Weltweit gesehen in den
letzten 20 Jahren eine Wertentwicklung pro Jahr von 8,5 %
erzielt.
Und wieviel waren es in den letzten 30 und 40 Jahren?
Und wer garantiert daß das in den nächsten 30-40 Jahren
nochmal so ist?
Nach einer Studie von Morgan Stanley waren die Rendite von
Aktien S&:stuck_out_tongue_winking_eye: 500 auf einer Laufzeit von 50 Jahren bei etwas über
10 %. Diese Studie ist allerdings schon etwas älter, aber
Wertberichtigt dürfte ich immernoch bei 8,5 % liegen. Wenn ich
aktuellere Daten habe, werde ich es mitteilen. Ich will aber
nochmals darauf hinweisen, dass ich nicht nur Aktien als
Geldanlage in Betracht ziehe.
Das Problem ist nicht so sehr die durchschnittliche Rendite, sondern das Rendite/Risikoprofil. Da gibt es das sharp-ratio und weitere Maße. Und dabei sehen FOnds und Direktanlagen eben garnicht mehr so doll aus. Es ist eben nicht gesagt, daß ausgerechnet Dein FOnds auch 8,5% macht. Es gibt auch FOnds, die über lange Zeit nur 3 oder 4% machen.
Es gab in den 50ern eine Hausse, dann 20 Jahre Stagnation, dann 20 Jahre Boom. Es kann ohne weiteres sein, daß der Dax 2030 bei 4000 steht. Und dann?
Doch, genau die. Als Basis, mit einer garantierten Auszahlung,
die nicht von Schwankungen an den Märkten abhängt. Wen man das
gemacht hat, kann man imme noch rendite und risikoeichere
Anlagen tätigen.
Also gut, ich will ja kein Unmensch sein. Eine Police bei der
CMI kann ich vertreten. Da ist das Risiko nicht so groß, das
Sie pleite geht, und die Rendite stimmt auch.
Na dann sind wir uns ja fast einig 
Wobei ich von den englischen Versicherern nicht so viel halte wie manch andere. Bei denen trägt nämlich der Kunde ein Großteil des Anlagerisikos, und das wäre mir für die Basis meiner Altersversorgung nicht recht.
Du kommst mir vor wie ein Politiker. Erst predigen, die Renten
sind sicher, und wenn es dann nicht so ist, den Bürger nicht
einmal zutrauen das er selbst Verantwortung für sich
übernehmen kann. Wir sind ja in Deutschland, hier geht ohne
regularien gar nichts.
Es geht mir nicht um Regularien. Es geht mir um Selbstdisziplin. Um meine ganz persönliche ist es da auch ot schlecht bestellt. Wie lange brauchst Du um eine offene Tafel Schokolade zu verdrücken? Und wie lange wenn sie bei Deiner FRua/Freundin/Mutter unter Verschluss liegt?
Es ist eben besser, wenn man sich selbst nicht so sehr in VErsuchung bringt, das Geld für Konsum zu verpulvern weil Das AUto oder die Küche so schön blitzt oder die der neue Lebensabschnittsgefährte unbeding mal nach Hawai in Urlaub will.
Sicherlich gibt es Leute, die das ganze Geld verpulvern. Die
halten aber auch nicht die Laufzeit einer LV durch, siehe
Stornoquote.
Naja, zumindest ist die Schwelle eben etwas höher. Das ist ja auch nicht mein Hauptargument für die KLV. Aber dem häufig gebrauchten Gegenargument mit der Flexibilität stimme ich eben bei für die Altersvorsorge gedachtem Geld ausdrücklich nicht zu. Wenn die Notlage wirklich so groß ist, daß man das Geld braucht, machen die Stornokosten den Kohl auch nicht mehr fett.
Wenn jemand weiß, dass er das Geld im Alter benötigt, wird er
auch nur im Notfall seine Ersparnisse fürs Alter angreifen.
Wird er das? Ich selbst finde es ganz angenehm, daß zumindest für die Basisversorgung hier ein Riegel vorgeschoben ist.
Liebe Grüße,
Max