Hallo,
ich hatte vor einiger Zeit eine Berufsunfähigkeitsversicherung bei MLP abgeschlossen. Ich habe jedoch eine Behinderung von 50% (Wirbelsäulenverkrümmung, teilweise rechtsseitige Lähmung). Alle durch Vorerkrankungen auftretenden Schäden sind dabei von der Versicherung ausgeschlossen worden (also praktisch alle typischen Verschleißerscheinungen wie Rückenbeschwerden, Bandscheibenvorfälle …). Nun bin ich am überlegen, ob ich die BU besser kündige, da diese im Falle einer Berufsunfähigkeit mit hoher Wahrscheinlichkeit sowieso nicht zahlen würde und ich damit mein Geld rausgeschmissen hätte. Als alternative wurde mir nun unabhängig von MLP eine Schwere Krankheitenvorsorge als Alternative angeboten (von CanadaLife). Dies würde meines Erachtens die Sachen umschließen, die auch bei der BU nicht ausgeschlossen sind und daher würde ich nur für das bezahlen, was auch wirklich versichert ist. Da dies auch günsiger ist, könnte ich den Rest des gesparten Geldes anderweitig langfristig als Vorsorge anlegen.
Ich bin nun dankber für Vorschläge, was ihr mir raten würdet.
Beste Grüße,
Torsten
Guten Tag Torsten,
Ihre Bedenken in Bezug auf die BUV kann ich gut nachvollziehen.
Ehe Sie aber wieder zur Tat schreiten, sollten Sie sich darüber im Klaren sein, dass die beiden genannten Produkte nicht miteinander vergleichbar sind. Wenn Sie früher der Ansicht waren, dass eine Rente im Falle der Berufsunfähigkeit keine schlechte Sache sei, so leistet eine DD-Police in der Regel eine einmalige Zahlung bei Erkrankungen, die als unheilbar gelten. Lesen Sie die Bedingungen bei den Kanadiern
sehr genau durch und erst wenn Sie verstanden haben, in welchen Fällen
tatsächlich eine Zahlung ansteht, sollten Sie den nächsten Schritt tun.
Gruß
Günther
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Als alternative wurde mir nun unabhängig von MLP eine
Schwere Krankheitenvorsorge als Alternative angeboten (von
CanadaLife). Dies würde meines Erachtens die Sachen
umschließen, die auch bei der BU nicht ausgeschlossen sind und
daher würde ich nur für das bezahlen, was auch wirklich
versichert ist.
Wie Günter sagt: Das kann man so gar nicht vergleichen. Wirst Du aufgrund irgendeiner Ursache zu 50% berufsunfähig, so gibt es für die DAuer der BU die versicherte Rente. Als Angestellter wird es dann irgendwann evtl. zur Umschulung kommen, da die Rentenkasse von den Zahlungen runter will und weil es ihre Aufgabe ist, Dich wieder herzustellen.
Da dies auch günsiger ist, könnte ich den Rest
des gesparten Geldes anderweitig langfristig als Vorsorge
anlegen.
Zum einen hat auch die SKV der CanadaLife nach einigen Jahren einen Rückkaufwert, zum anderen: Wie definierst du günstiger? Mit welcher durchschnittlichen BU-Rentenzahlungsdauer hast Du gerechnet? Welchen Zins für die Anlage der Einmalzahlung aus der SKV hat Du angesetzt? Welche Gegenwert in € hat in Deinem Fall die „Mehrversicherung“ durch die SKV abzgl. der Möglichkeit, nicht durch einen Krankheit BU zu werden, sondern z.B. durch psychische Gründe? Eine BU durch Rücken/Psyche kannst du bei der SKV gegen AUFPREIS mitversichern, aber das werden Sie vermutlich nicht tun in Deinem Fall. Vermutlich.
Hast du bereits eine Risiko-Aussage der CanadaLife? Welche Zuschläge/Ausschlüsse stehen hier auf dem Zettel?
Ich bin nun dankber für Vorschläge, was ihr mir raten würdet.
Beste Grüße,
Torsten
Das wären meine ersten Gedanken hierzu.
Guten Tag Torsten,
Ihre Bedenken in Bezug auf die BUV kann ich gut
nachvollziehen.
Hallo Günter,
sehe ich auch so.
Wenn Sie früher der
Ansicht waren, dass eine Rente im Falle der Berufsunfähigkeit
keine schlechte Sache sei, so leistet eine DD-Police in der
Regel eine einmalige Zahlung bei Erkrankungen, die als
unheilbar gelten.
Der Vorteil einer Einmalzahlung: Entweder nehme ich das Geld, oder ich lege es an und lasse es mir verrenten! Diese Wahl habe ich bei der BU nicht, so dass ich das als Vorteil der SKV ansehen würde.
Lesen Sie die Bedingungen bei den Kanadiern
sehr genau durch und erst wenn Sie verstanden haben, in
welchen Fällen tatsächlich eine Zahlung ansteht,
sollten Sie den nächsten Schritt tun.
Gruß
Günther
Wohl wahr - bleibt zu hoffen, dass es bei dem Abschluss der BU genauso war.
Allerdings wage ich zu behaupten, dass die Annahmewahrscheinlichkeit bei der SKV deutlich größer ist als bei der BU, wenn eine Erkrankung des HAlte- oder Stützapparates vorliegt.
Entweder prügelt man sich erstmal durch die 16 Seiten Annahmerichtlinien sowie das nicht unbeträchtliche Bedingungswerk, oder man stellt erst einmal eine Anfrage, ob das was geht oder nicht.
Persönlich würde ich den Versuch wagen. Und wenn die SKV eine gute Alternative ist, DANN die BU kündigen. Aber wie gesagt: Ist nur meine persönlich MEinung, jeder ist seines Glückes Beitragszahler.
Frank Wilke