Hallo Profis,
angenommen ein Vertreter der Württembergischen Versicherung
kommt zu einem Kunden (27j, gesund, Kaufmann also sitzende
Tätigkeit) und will ihm die BU-Versicherung der
Württembergischen verkaufen.
Laut dem Versicherungsvertreter soll diese Versicherung aus
Kostengründen nur bis zum 60. Lebensjahr laufen, da eine BU,
die bis 65 läuft ca. das doppelte kostet.
Riesen-Geschichte. Was „kostet“ denn wirklich? Ich mache doch eine BU-Absicherung nicht für den Fall, dass ich NICHT berufsunfähig werde. Denn dann hätte ich einen noch viel günstigeren Tipp: Keine Versicherung! Das kostet grob über den Daumen weniger als die Hälfte 
Nehmen wir also an, jemand wird mit 53 berufsunfähig (oder 35, oder 46 - egal) - jetzt ist mit Glück und einer gut durchdachten Absicherung das bedingt sorgenfreie Leben möglich. Dummerweise stirbt derjenige nicht sozialverträglich an seinem 60. Geburtstag, sondern lebt einfach weiter!!
Hmm… die Rente gibt’s mit 67, 69, 70? Nach aktuellem Stand fehlen nach der letzten BU-Rentenzahlung noch schlappe 7 Jahre bis zur Rente. Ganz harmlos tut sich hier eine Lücke von 750-1.000€ monatlich auf (monatlich! Und wir wissen alle, dass das NICHT übertrieben ist). Das macht in sieben Jahren die erfreuliche Summe von 63.000-84.000€.
Was ist nun teuer? 40 Jahre lang statt 50€ monatlich 100€ zu zahlen? Das kostet 24.000€ „mehr“. Im Vergleich zu obiger Rechnung ein schnuggeliger „Gewinn“ von 39.000-60.000€.
Aber schönen Gruß an den „Kollegen“!
Seit wann wird die Absicherung an die Wünsche des Vermittlers oder seine Sorge um die Finanzen des Kunden HEUTE abgestimmt? Ich dachte immer, der BEDARF bestimmt die Absicherung, und der Kunde entscheidet, welches Risiko er eingehen oder rückversicheren will!
Der Kunde würde gerne eine BU abschließen, die im
Berufsunfähigkeitsfall garantiert zahlt
Kleiner Kommentar: Wenn jemand attestiert berufsunfähig ist, zahlt JEDE Versicherung.
Habt ihr irgendwelche Tipps für diesen potentiellen Kunden?
Ja, den Vertreter der Württenbergischen bitten, sich mal richtig Gedanken zu machen, oder einen anderen Kollege aufsuchen, für den ich mich nicht entschuldigen muss 
Viel Glück bei der Suche!
Frank Wilke