BU-Versicherung bei der DANV?

Hallo,

hat jmd. Erfahrungen oder nähere Kenntnisse
zur BU-Versicherung bei der DANV (Deutsche Anwalt- und Notarversicherung, Sonderabteilung der
HH-Mannheim)?
Die Bedinungen sollen gut sein (z.B. Beamtenklausel, was nur noch wenige überhaupt anbieten) und vor allem der Preis wegen der günstigen Risikoauswahl.
Welche Alternativen gibt es ?

Ja, um gleich Thorulfs Pflicht-Fragen zu beantworten:
30 Jahre, m, gesund, Jurist.

Hallo,

danke für die „Pflichtangaben“, das macht dann ja auch mehr Spaß.

Also, die DANV ist für die Personen, die die Voraussetzungen erfüllen, eine hervorragende Alternative. Es gibt aufgrund der Bedingungen im prinzip auch keine konkrete Verweisung, weil es für Dich nur einen akzeptablen Beruf gibt - Jurist!

Das eher niedrige Risiko dieser Berufsgruppe spiegelt sich in der Kalkulation.

Niedrige Prozessquote (noch niedriger als die der HM an sich)

Wermutstropfen - keine selbstständige BU sondern nur in Verbindung mit Risiko LV (und das relativ hoch). Wenn Du also Risiko LV Schutz benötigst - o.k. - ansonsten gibt es auch andere geeignete Kanidaten ähnlicher Qualität:

Alte Leipziger, Swiss Life, Condor, LV1871, etc.

Für die Kapitalanlage ist - trotz hoher stiller Lasten in der Vergangenheit - die HM (hier DANV) immer eine gute Adresse. Es ist nicht nur entscheidend wie hoch eine Verzinsung ist, sondern auch wieviel Kapital verzinst wird.

P.S.: Die DANV wird intern von einer Versammlung beaufsichtigt, die aus Vertretern der berufsständischen Verbände besteht.

P.S.S.: Auf die Gesundheitsangaben kommt es natürlich auch an!

Viele Grüße
Thorulf Müller

Hallo,

danke für die „Pflichtangaben“, das macht dann ja auch mehr
Spaß.

Moin,

ich frage dann auch mal gleich für mich: 31, w, gesund, Dipl.-Volkswirtin, selbstständig

Die Mamax kommt in einigen Tests gut weg. Auch der Bdv empfielt diese Versicherung. Kann man das mir raten?

Grüße, Ela

Hallo Ela,

nur mal so vorsichtig von meiner Seite… zum einen kommt der Tipp vom BdV… da hätte ich schon mal per se gesträubte Nackenhaare… (btw.: der BdV hat mit denen einen Rahmenvertrag abgeschlossen… also auch klar, warum sie den empfehlen :smile: … klingelingeling… )und zum anderen ist Mamax die Direktversicherungstochter der Mannheimer LV.

Grüße
Marco

PS: Der Mannheimer gingen nur liquide Mittel aus, das war das größte Problem… aber dennoch… irgendwie wars meiner Meinung nach nicht die geschickteste Vorgehensweise zur falschen Zeit :smile:

Hallo,

von der mamax kann ich wirklich nur abraten. Die Bedingungen sind sehr gut (galt auch für die Mannheimer, deren Bestände heute von der Auffanggesellschaft Protector verwaltete werden). Das Problem waren aber nicht nur die fehlenden Mittel um den Deckungsstock zu finanzieren (eigentlich war das kapital zur Deckung bereits negativ), sondern auch die viel zu guten BU-Bedingungen in Verbindung mit einer sehr agressiven Annahmepolitik und Problemen bei Leistungsfällen.

Kurz vor Toreschluss, als dem Vorstand eigentlich klar sein musste, was mit Ihrer Lebensversicherung passiert, haben sie dann die mamax gegründet!

Beitrag ist in Relation zur Leistung völlig unrealistisch!

Finger Weg!

Viele Grüße
Thorulf Müller

Hallo Manuela,

zur Mamax hat Maco schon geschrieben und ich habe etwas ergänzt.

Dipl.Volkswirtin ist Deine Qualifikation, selbstständig Dein Status - aber was ist Dein ausgeübter Beruf?

Und wenn Du gerne einen vernünftigen Vorschlag haben willst, dann wende Dich doch per Mail an mich! Ansonsten hatte ich ja schon gute Anbieter genannt.

Viele Grüße
Thorulf Müller

Versorgungswerk für Anwälte
Hallo,

da ich mich nicht auskenne bitte meinen Beitrag nur als Frage verstehen:

Also Du bist Jurist, nicht Volljurist. Wahrscheinlich wirst Du in den nächsten 2 Jahren Volljurist.

Ist dann für die Beantwortung der Frage nicht auch entscheidend, ob Du später als Rechtsanwalt arbeiten möchtest?

Als solcher wärst Du doch in einem Versorgungswerk für Rechtsanwälte Deines Bundeslandes pflichtversichert und hättest im Rahmen dieses Versicherungsverhältnisses einen BU-Schutz ohne Gesundheitsprüfung.

Das heißt Du würdest jetzt nur eine Versicherung benötigen, die eine Vertragslaufzeit bis zu dem Zeitpunkt bietet, bist Du in Dein Versorungswerk eintrittst. Dabei handelt es sich vielleicht nur um Monate. Ob es BU-Versicherung mit so kurzen Laufzeiten gibt, weiss ich nicht.

Klar, Du musst Dir natürlich genau die Bedingungen des Versorgungswerkes für den BU-Schutz vorher anschauen, aber das dürfte für Dich als Juristen auch ohne versicherungsrechtliche Spezialkenntnisse kein Problem sein!

Was willst Du denn später machen? Und wo?

Viele Grüße

Christian

Hallo,

die Versorgungswerke zahlen die BU-Rente i.d.R nur, wenn man nicht mehr als Anwalt tätig ist… Wenn man als z. B. als Partner weiterhin Einkünfte bezieht, zahlen die Versorgungswerke nix (stimmt vielleicht nicht ganz: jedenfalls das Berliner VW zahlt dann nix)… Bei einer privaten BU-Versicherung spielt das keine Rolle. Die zahlen bei Vorliegen des Berufsunfähigkeit (zumindest nach deren Bedingungswerk) egal, ob weiterhin noch Einkünfte aus der Partner-Tätigkeit erzielt werden.

Gruß

Hallo,

im Ursprungsposting gab es einen Hinweis, dass die „Beamtenklausel = DU“ eine Rolle spielt. In soweit sind die Mutmaßungen u.U. nicht realistisch.

Der Hinweis mit der Rückgabe der Zulassung als Anwalt ist i.d.R. richtig.

Und der Hinweis mit „wenn Du Dich dann in 2 Jahren als Anwalt niederlässt“ bringt uns auch nicht sehr viel weiter, weil in 2 Jahren sich viel veräöndern kann.

P.S.: Nach meiner Kenntnis verschwinden die meisten „Juristen“ in der Verwaltung, der Wirtschaft und in der Jurisdiktion!

Anwälte werden, wegen der niedriegen Einnahmen, nur wenige!

Viele Grüße
Thorulf Müller

Hallo Thorulf,

mein Hinweis diente dem Zweck den Fragesteller darauf hinzuweisen, dass er, falls er Anwalt wird, in der Regel über die VW einen BU-Schutz hat. Deine Kritik verstehe ich nicht, der Hinweis erscheint mir durchaus wertvoll. Ich kenne viele Juristen, die noch nie von Versorgungswerken gehört haben, bis sie dann ihr zweites Examen in der Tasche hatten.

Auch war das keine Mutmaßung sondern eine Frage an die betreffende Person!

Ich denke schon, dass diese Frage zu stellen war. Stell Dir vor er wählt einen Vertrag mit langer Laufzeit, eventuell noch zusammen mit einer KLV. Dann wäre, was im Einzelfall zu prüfen wäre, für ihn über einen Zeitraum von mehreren Jahren (je nachdem wie lange der Vertrag läuft) ein unnötiger doppelter Versicherungsschutz gegeben, den er auch doppelt zu bezahlen hätte. Gerade als Berufseinsteiger ist man ja in der Regel nicht als Partner am Einkommen der Kanzlei beteiligt. Und wenn er wirklich BU wird und nicht am Einkommen der Kanzlei beteiligt ist, was bringt ihm dann seine Zulassung zur Anwaltschaft?

Meinst Du Thorulf, dass es ein Haftungsfall sein könnte, ihm dass nicht zu sagen?

P.S.: Nach meiner Kenntnis verschwinden die meisten „Juristen“
in der Verwaltung, der Wirtschaft und in der Jurisdiktion!

Anwälte werden, wegen der niedriegen Einnahmen, nur wenige!

Ob Anwälte wenig verdienen, dass weiss ich nicht. Aber Deine Daten hinsichtlich der Verteilung stimmen jedensfalls nicht. Nach dem statistischen Bundesamt sind in Deutschland von insgesamt 190.000 Volljuristen 106.000 Rechtsanwälte. Und bei der Situation der öffentlichen Haushalte ist ja auch klar, dass sich das Verhältnis in der Zukunft weiter zugunsten der Rechtsanwälte verändert.

Viele Grüße

Hallo Chrissi,

die Anwälte werden zwar mehr, aber sie arbeiten nicht in ihrem erlernten Beruf.
Alleine bei uns im Haus arbeiten locker 50-60 Anwälte… also knapp unter 10% der Gesamtbelegschaft.
Hauptsächlich in den Schadensparten, wie Unfall und Haftpflicht.

Gruß
Marco

Hallo,

o.k., da magst Du Recht haben. Ich führe hier aber kaum umfassende Beratungen durch. Da muss der Kunde sich mir gegenüber schon per Mail outen! Dann, unter Berücksichtigung vieler Fragen und Antworten werden diese Themen auch abgeklpft.

Die Fragestellung ging aber dahin: Was haltet Ihr von DANV!; nicht: Wie kann ich optimiert Vorsorgen und was muss ich alles beachten.

P.S.: Das Versorgungswerk der Anwälte ist für die BU ungenügend. Die Absicherung der Versorgungswerke im Allgemeinen stellt eine EU dar. Ich glaube kaum, dass das ausreicht!

Viele Grüße
Thorulf Müller

Hallo,

ich konnte erst jetzt antworten. Beruflich bin ich selbstständige Marketing-Beraterin.

Verstanden habe ich aber noch nicht, warum ich die mamax meiden sollte. Bedeuten die neidrigen Beiträge, dass ich im Falle einer BU kämpfen muss, um auch wirklich eine Rente zu bekommen.

Sollte man daraus folgen: Hohe Beiträge = sichere BU-Rente?

Andererseits frage ich mich aber, wann ich BU bin? Da müsste mir schon mein Kopf abfallen, oder?

Grüße,

Manuela