Nachdem unsere Kurze mit meinem steinalten Verstärker die Tieftöner ihrer Boxen gebraten hat, hat sich ein Kanal des guten Stücks gleich mit verabschiedet. Meßtechnisch hat es ein paar Halbleiter erwischt. Ohne Schaltungsunterlagen (wird’s auch nicht geben, wenn ich ihn nicht selbst anfertige) bin ich mir zunächst mal nicht sicher, ob die Endstufentransistoren aus elektrisch ähnlichen Transistoren (2xBU110) aufgebaut sind, oder ob es genügt, den einen, der defekt ist, auszutauschen (wäre mein erster Ansatz). Nun gibt’s den BU110 leider nicht mehr an jeder Ecke - wo kann ich den als Endkunde noch beziehen?
Ohne Schaltungsunterlagen (wird’s
auch nicht geben, wenn ich ihn nicht selbst anfertige) bin ich
mir zunächst mal nicht sicher, ob die Endstufentransistoren
aus elektrisch ähnlichen Transistoren (2xBU110) aufgebaut
sind, oder ob es genügt, den einen, der defekt ist,
auszutauschen (wäre mein erster Ansatz).
Das ist meist keine gute Idee.
Die beiden Transistoren in der Endstufe liegen ja in Serie zwischen der Versorgungsspannung.
Wenn wir einmal den Ruhestrom ausser acht lassen, darf, je nach Halbwelle, immer nur einer der Transistoren angesteuert werden.
Ist der eine Transistor durchgebraten und macht einen Kurzschluss, schliesst der andere Transistor die Versorgungsspannung kurz, was diser meist auch nicht unbeschadet übersteht.
Zudem fliessen in einem solchen Fall auch recht grosse Ströme durch die Treibertransistoren, sodass diese auch gleich noch gerne das Zeitliche segnen.
Ist der eine Transistor durchgebraten und macht einen
Kurzschluss, schliesst der andere Transistor die
Versorgungsspannung kurz, was diser meist auch nicht
unbeschadet übersteht.
Kommt immer darauf an, ob der defekte Transistor leitend oder gesperrt ist. Der Einwand ist natürlich durchaus berechtigt, zumal der andere Transistor zwar meßtechnisch in Ordnung ist, unter Last aber anders reagieren kann - hab’ ich bislang nur einmal erlebt und mir dabei einen Wolf gesucht.
Zudem fliessen in einem solchen Fall auch recht grosse Ströme
durch die Treibertransistoren, sodass diese auch gleich noch
gerne das Zeitliche segnen.
Ja, das ist ja auch passiert, nur sind die z. B. bei Reichelt noch gelistet. Da gibt’s kein Beschaffungsproblem.
Ist der eine Transistor durchgebraten und macht einen
Kurzschluss, schliesst der andere Transistor die
Versorgungsspannung kurz, was diser meist auch nicht
unbeschadet übersteht.
Kommt immer darauf an, ob der defekte Transistor leitend oder
gesperrt ist. Der Einwand ist natürlich durchaus berechtigt,
zumal der andere Transistor zwar meßtechnisch in Ordnung ist,
unter Last aber anders reagieren kann - hab’ ich bislang nur
einmal erlebt und mir dabei einen Wolf gesucht.
Naja, du kennst Messtechnisch nur das Ergebnis, nicht den Hergang
Der Transistor kann zuerst einen Kurzschluss gehabt haben und dadurch ist dann z.B. der Bonddraht geschmolzen…
In deinem Fall ist nicht ganz klar was die Ursache und was die Wirkung war: Endtransistor oder Spule des Basslautsprechers.
So oder so, besteht die Wahrscheinlichkeit, dass auch der zweite Endtransistor ausserhalb seiner Grenzwerte betrieben wurde und somit mindestens angeschlagen ist.
Bei Halbleitern gibt es zwischen gut und kaputt noch hunderte Zwischenstufen…
Man sollte also mindestens den „nicht eindeutig defekten“ Transistor ausmessen, sofern man dazu in der Lage ist (Ausrüstung) oder ihn gleich vorsichtshalber mit austauschen. Nichts ist ärgerlicher als nach 2 Wochen die selbe Reparatur nochmals machen zu müssen (
In deinem Fall ist nicht ganz klar was die Ursache und was die
Wirkung war: Endtransistor oder Spule des Basslautsprechers.
Mein Fehler. Die Tieftöner beider angeschlossenen Boxen sind durch. Während der eine Kanal des Verstärkers noch in Ordnung ist, hat’s den anderen erwischt. Im Verstärker befindet sich zweimal derselbe Baustein mit den jeweiligen Bauteilen, so daß der „gesunde“ als Referenz dienen kann.
Die Bausteine sind gegen überhitzung und zu hohe Eingangspegel abgesichert, aber offensichtlich nicht gegen Kurzschlüsse am Ausgang.
Der vermutete „Tathergang“: Unsere Kurze wollte möglichst viel Krach aus dem Teil ‚rauskitzeln, gerade soviel, daß der Verstärker nicht wegen zu starkem Eingangssignal abschaltet. Für die Boxen hat’s offenbar gereicht. Die Kurze mauert natürlich. „Plötzlich ging’s nicht mehr“ und "ich hab‘ nichts gemacht". Nun ja, das gehört dan eher ins Familienbrett
Bei Halbleitern gibt es zwischen gut und kaputt noch hunderte
Zwischenstufen…
Jup.
Man sollte also mindestens den „nicht eindeutig defekten“
Transistor ausmessen, sofern man dazu in der Lage ist
(Ausrüstung) oder ihn gleich vorsichtshalber mit austauschen.
Labornetzgerät, Signalgenerator, Oszilloskop, mehr braucht’s eigentlich nicht. Trotzdem hast Du natürlich Recht. Beide austauschen kann nicht allz verkehrt sein, zumal die Dinger ja nicht die Welt kosten.
Nichts ist ärgerlicher als nach 2 Wochen die selbe Reparatur
nochmals machen zu müssen (
Deshalb schalte ich den Risikofaktor auch aus. Die Kurze bekommt den Oldie nicht mehr in die Finger.
Der vermutete „Tathergang“: Unsere Kurze wollte möglichst viel
Krach aus dem Teil 'rauskitzeln, gerade soviel, daß der
Verstärker nicht wegen zu starkem Eingangssignal abschaltet.
Nomen est Omen.
Du solltest elektrische Geräte von der Kurzen fern halten.
*SCNR*
MfG Peter(TOO)
P.S. wenn ich jetzt so weiter mache, muss ich mich noch selbst wegen oT löschen.