Buch oder CD fotografieren

Hallo, liebe Foto-Experten!

Nachdem ich so viel Rat und Hilfe hier erfahren habe, möchte ich gleich das nächste Thema lernen:

Wie fotografiert man ein Buch oder eine CD, dass es nicht langweilig (Katalogfoto) wirkt?

Wie kann ich mit der Beleuchtung tricksen?
Welchen Bildausschnitt soll ich wählen?
Welche Perspektive lässt das Bild interessant wirken?

Zur Erklärung: Das Thema lautet „unterwegs“, und dazu habe ich ein Buch und eine CD fotografiert.
Wie kommen nun das Thema UND das Motiv am besten rüber?
http://www.expertentreffen.de/privat/schoene/unterwe…

Und hier noch ein Nachtrag zur Architektur:
Irgendjemand (leider finde ich das Posting nicht - bin wohl mit Blindheit geschlagen!) hat mir geraten, die Brücke mehr von links zu fotografieren.
Das habe ich getan, und nun hätte ich gerne wieder eine Kritik dazu.
http://www.expertentreffen.de/privat/schoene/archite…

Für Hilfe wäre ich sehr dankbar!

Hanna

Hallo Hanna,
sehr schöne Fotos sind das geworden.
Zu den Architekturfotos noch ein Tip: versuche Objekte nicht als Ganzes zu fotografieren, sondern nur Ausschnitte. Die Umgebung muss nicht immer drauf sein, die haut dir mitunter den Bildaufbau und das grafische Erscheinungsbild zusammen. Z.B. das Brückenfoto: die Fahrbahn oder der Gehsteig muss nicht drauf sein, besonders wenn Schneematsch drauf liegt. Ich, als alter und begeisterter „Weitwinkel-Fotograf“, würde mich, wenn’s geht in die Mitte der Fahrbahn stellen und einmal mit einem Weitwinkel in Fahrtrichtung schräg nach oben fotografieren, sodass nur das Tragwerk der Brücke drauf ist. Die Fahrbahn würde ich nur dann mit ins Bild nehmen, wenn sich darin z.B. das Gegenlicht spiegelt.
Gerade in der Architektur ergibt es immer wieder faszinierende Perspektiven wenn man seinen Blick nicht nur waagrecht nach vorne richtet sonder einmal senkrecht oder zumindest 45° nach oben. Versuche einmal dich unter das Vordach des Supermarktes (vermutlich MERKUR)zu stellen und nach oben zu fotografieren, sodass nur das Dach, die Stützen und evtl. ein Stück Himmel im Bild sind. Am besten mit dem Weitwinkel, umso kürzer die Brennweite umso besser…
Zu den CD und Buchfotos: ich fotografiere sehr gerne im Abendlicht knapp vor Sonnenuntergang, wenn das Licht fast waagrecht einfällt. Dann die CD oder das Buch im Freien, sodass man womöglich im Hintergrund noch Landschaft oder Berge sieht, auf einen Tisch legen, mit der Kamera ganz nah ran gehen und das Objekt so in den Vordergrund stellen, dass in der unteren Bildhälfte nur ein Dreieck sichtbar bleibt und darüber, unscharf die Hintergrundlandschaft sichtbar wird. Solche Bilder kommen immer gut an. (Übrigens einige ältere Fotos von mir findest du auf meiner homepage in der „Galerie“).
Und nun gutes Gelingen, ich hoffe du kannst mit meinen Tips was anfangen.
Grüße aus Wien
MacJazz

Hallo MacJazz!

Schön, Dich wieder mal zu treffen! :smile:

sehr schöne Fotos sind das geworden.

Danke! :smile:

Zu den Architekturfotos noch ein Tip: versuche Objekte nicht
als Ganzes zu fotografieren, sondern nur Ausschnitte. Die
Umgebung muss nicht immer drauf sein, die haut dir mitunter
den Bildaufbau und das grafische Erscheinungsbild zusammen.

Ich werd das mal versuchen.

Ich, als alter und begeisterter „Weitwinkel-Fotograf“, würde
mich, wenn’s geht in die Mitte der Fahrbahn stellen

Tue ich das, wird man mich nach Steinhof (für alle Nicht-Wiener: Klapsmühle) bringen :wink:
Auf dieser Brücke in der Mitte der Fahrbahn zu stehen, ist lebensgefährlich - unter anderem auch, weil man den rettenden Gehsteig nur durch Überwindung eines Geländers zwischen den sich kreuzenden Streben erreichen kann …

und einmal
mit einem Weitwinkel in Fahrtrichtung schräg nach oben
fotografieren, sodass nur das Tragwerk der Brücke drauf ist.
Die Fahrbahn würde ich nur dann mit ins Bild nehmen, wenn sich
darin z.B. das Gegenlicht spiegelt.

Hört sich echt interessant an!

Versuche einmal dich unter das Vordach des Supermarktes
(vermutlich MERKUR)zu stellen und nach oben zu fotografieren,
sodass nur das Dach, die Stützen und evtl. ein Stück Himmel im
Bild sind. Am besten mit dem Weitwinkel, umso kürzer die
Brennweite umso besser…

Vor einer Woche habe ich dieses Foto geschossen:
http://www.expertentreffen.de/privat/schoene/archite…
Kommt das ungefähr hin?

Zu den CD und Buchfotos: ich fotografiere sehr gerne im
Abendlicht knapp vor Sonnenuntergang, wenn das Licht fast
waagrecht einfällt. Dann die CD oder das Buch im Freien,
sodass man womöglich im Hintergrund noch Landschaft oder Berge
sieht, auf einen Tisch legen, mit der Kamera ganz nah ran
gehen und das Objekt so in den Vordergrund stellen, dass in
der unteren Bildhälfte nur ein Dreieck sichtbar bleibt und
darüber, unscharf die Hintergrundlandschaft sichtbar wird.

Man möchte meinen, Du wohntest am Land! Ich habe rundherum nur Gemeindebauten …

Solche Bilder kommen immer gut an. (Übrigens einige ältere
Fotos von mir findest du auf meiner homepage in der
„Galerie“).

Werd ich mir anschauen! Ich hab auch jetzt endlich Deine HP zu meinen Favoriten hinzugefügt!

Und nun gutes Gelingen, ich hoffe du kannst mit meinen Tips
was anfangen.

Danke, ja! Du ermutigst mich, weiter zu experimentieren!

Hanna

Tue ich das, wird man mich nach Steinhof (für alle
Nicht-Wiener: Klapsmühle) bringen :wink:

-schon möglich, aber sicher erst nach mir!

Ach Hanna :smile:
Hallo Hanna,
ich hatte Dir schonmal geantwortet bei Deinen ersten Versuchen der „Architekturfotografie“. Schau mal, Fotografieren ist eine Kunst und ein Handwerk, beides gemischt. Man braucht viel Erfahrung, Wissen, Kreativität. Es ist ja fast süß, wie Du hier gerne Tips erfragst. Das geht auch ein Stück weit, aber du kommst nicht um ein gutes Buch herum, viellciht brauchst du mal einen Workshop und unglaublich viele Tests. Du möchtest einen Gegenstand so fotografieren, daß er interessant ist „und nicht wie im Katalog“. Hanna, versuch den Gegenstand erst mal „wie im Katalog“ zu fotografieren… Du wirst überrascht sein, wie schwer das ist. Dann kannst Du weiter kreativ sein, verstehst Du, was ich sagen will ? Die Buch und CD-Bilder, die du hier reingestellt hast, haben mit Produktfotografie nichts zu tun, ähnlich wie Deine „Archtitekturbilder“ mit Architektur. Die sind allerhöchstens ebay-Niveau, eben einfach abfotografiert. Ich sag das so hart, weil Du lernen solltest, daß es beim fotografieren nicht mit ein paar Tips getan ist - erst recht nicht bei der Produktfotografie. Was glaubst du, welcher Aufwand dabei normalerweise betrieben wird? Fachkameras, unmengen Speziallampen, „Schärfedehnung nach Scheimpflug“, um mal ein paar Begriffe zu nennen…
Schau Dir mal diese Seite an und frag Dich dann, warum manche Leute Fotografen sind, und andere eben nicht :smile: Ich bin auch „nur“ Amateur, seit 16 Jahren, habe eigentlich recht viel mit Fotografie zu tun (meine Freundin ist übrigens Fotografin) aber vor solchen Bildern ziehe ich den Hut (die Fr. Freudenberger ist NICHT meine Freundin *GGG*) http://www.sabinefreudenberger.de/portfolio_stillife…
unter dem Foto hast Du neben „Images“ Balken, die Du anklicken kannst, das paßt dann jeweils thematisch. Und unter „Portfolio“ ändert sich dann das Thema…
Na denn, noch viel Erfolg,
ILAY

Noch etwas…
Um Dir zu verdeutlichen, wie fein die Unterschiede sind, die man beim fotografieren erzielen kann, schau Dir diese beiden Bilder mal an…
http://www.sabinefreudenberger.de/portfolio_stillife…
Was glaubst Du hätte man antworten sollen, wenn jemand fragt, wie man ein halbes Glas Wasser fotografiert? Versuch einfach mal herauszufinden, was hier der Unterschied ist, und wie das technisch erzielt wurde… und Du bist wieder ein Stück tiefer im Detail, weil du etwas bemerken wirst. Das kann motivierend sein oder entmutigend…
Grüße, ILAY

Hi,

schau mal hier:
http://www.atelier-knorr-kleine.de/punkt_linie.htm
http://www.atelier-knorr-kleine.de/bildharmonie.htm

als Buchtipp zum Thema:
Punkt und Linie zu Fläche. Beitrag zur Analyse der malerischen Elemente.
(Wassily Kandinsky)

Ich weiss, meine Lesetipps haben wenig mit Fotographie zu tun.
Allerdings denke ich, dass es Dir vielleicht hilft, die Kamera kurz wegzulegen und Deine geometrischen Themen auch zeichnerisch umzusetzten, um die gestalterischen Mittel auszuloten. Mit der Kamera kannst Du Dich vielleicht nicht in die Mitte der Brücke setzten oder die Brücke von oben abbildden. Mit dem Bleistift geht das schon.

Ciao R.

Hallo Hanna,
muss mich da rankin fitch anschließen, Katalogfotos muss man erst einmal zusammenbringen…

Zu Deinen Fotos: Wenn das Thema „Unterwegs“ lautet, setz Dich doch mit dem thema selber auseinander. Natürlich kannst Du das Wort „unterwegs“ oder „Reise“ fotografieren (ob nun auf CD oder Buchdeckel oder handgeschrieben oder sonstwo), aber berührt das denn das Thema?
Ich würd Dir empfehlen, mit offenen Augen durch den Alltag zu gehen und zu versuchen, Situationen zu entdecken, die mit dem Unterwegssein zu tun haben. Und die dann als Bilder einzufangen. Das dürfte immer noch schwierig genug sein.
Lg,
E.

Hallo Hanna,
zum Thema „Architekturfotografie“ noch ein Link:
http://www.spiluttini.com
Das ist die Seite der bekanntesten österreichischen Architekturfotografin. Da kannst du sehen, wie Profis an das Thema herangehen.
Natürlich ist es darüber hinaus sehr nützlich, wenn man sich auch möglichst viel Wissen über Architektur aneignet, um sich auch selber ein Urteil bilden zu können.
LG
MacJazz

Hi elias,

Ich möchte mal wissen, wie Du reagiert hättest, wenn Hanna solch ein Bild (bei Architektur) abgeliefert hätte.
http://www.sabinefreudenberger.de/portfolio_architek…

(ich hatte das 2te dieser Serie im Sinn, aber es läßt sich nicht direkt verlinken)
Ich bin immer wieder überrascht, welchen Fotografien der Einzug in die Kunsttempel gelingt und welche (bei Fotowettbewerben beispielsweise) als Hobby-Knipserei abgetan werden…

Grüße
HylTox

PS: ich weiß, daß die Unschärfe hier gewollt ist!

Hi,
nun, dieser Frage müssen sich Künstler immer wieder stellen…
Die 3 Bilder sind als Einheit, als Phase oder als Thema zu betrachten. Ich glaube durchaus, daß man erkennen kann, ob jemand bewußt eine Idee zum Ausdruck bringen will, oder ob jemand schlecht fotografiert und das dann am Besten noch am PC so verfremdet, daß sozusagen die Spuren verwischt werden. Hanna, das gilt nicht Dir sondern ist ganz allgemein gemeint…
Aber insgesamt muß ich Dir durchaus recht geben, es gibt Auswüchse, für die bin ich auch nicht bereit, Verständnis aufzubringen. Es gibt ein Buch, OUT OF FOCUS, alles Schüler berühmter Fotografen, Studenten im Abschlußjahr und Vertreter der sog. neuen Fotografie… erschütternd und unverständlich, da bin ich völlig bei Dir

Grüße, Ilay