ich suche nach einem passenden Geschenk: ideal wäre ein Buch im Stil von „Milchgeld“ oder „Erntedank“ von Volker Klüpfel/Michael Kobr. Der „zu Beschenkende“ hat beide und findet sie super, er mag Kriminalgeschichten sehr gerne, idealerweise lokal „angehaucht“ (lokal = Süddeutschland).
Oder aber allgemeiner falls es sowas wie oben nicht gibt: kann jemand einen aktuellen wirklich empfehlenswerten Krimi vorschlagen?
Hmmm, ich habe vor nicht allzu langer Zeit einen „lokal angehauchten Krimi“ gelesen, den ich einerseits sehr empfehlen kann, andererseits muss ich sagen, dass es evtl. nicht ganz deine Vorstellungen trifft.
Titel des Buchs ist „Tod und Teufel“ von Frank Schätzing, und jetzt kommt´s: Er spielt in Köln im Jahre 1260, also zur Dombauzeit. Um diesen Dombau und einen Mord auf der Dombaustelle dreht sich der ganze Krimi auch. Also: lokal angehaucht und Krimi kann ich bieten, richtig gut ist er auch, aber ich denke, man muss sowohl den Kölschen Raum als auch das Mittelalter mögen. Vielleicht ist es ja nen Versuch wert?
Gruß, Dine
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Hallo, lokal angehauchte Krimis sind auch die von Roman Rausch, die im Würzburg der Gegenwart spielen. Ich kenne den ersten „Tiepolos Fehler“ und den neuesten, den vierten „Der Gesang der Hölle“. Vielleicht ist das was.
Ich habe vor langer Zeit einen Roman von Ingrid Noll gelesen. Die Geschichte spielt in Weinheim an der Bergstraße und in der Nähe (Wenn man das noch zu Süddeutschland zählen will). Ich glaube das Buch hieß „Der Hahn ist tot“. Ich weiß nicht, ob dieses Buch vom selben Schlag der von dir gennanten Bücher ist, weil ich diese nicht kenne.
Gruß,
Nader
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aus der Kurpfalz die Selb-Trilogie von Bernhard Schlink: Selbs Betrug, Selbs Justiz, Selbs Mord - ist nicht ganz neu, aber nicht so furchtbar verbreitet. Nicht jedermanns Sache, also lieber vorher reinlesen. Orte der Handlung sind nicht unbedingt ländlich, da gehts um einen Unfall auf dem BASF-Gelände, einen seltsamen Menschen aus der Heidelberger Psychiatrie (inkl. SPK-Vergangenheit), das schönste Café in der Schwetzingerstadt zu Mannheim und die Wirtschaft an der Sandhofener Altrheinfähre usw. Ich finde die Selb-Geschichten Klasse; vielleicht eine Generationenfrage?
Falls man die Eifel noch zum Süden zählen will (sprachlich/kulturell kann man das schon tun): Von dort sind die Eifel-Krimis von Jacques Berndorf, Eifel-Gold, Eifel-Schnee usw. Viel Lokalkolorit, einiges an ländlicher „Szene“, hoch gelobt durch einige Rezensenten, meines Erachtens sprachlich bodenschlecht, und dazu noch erbärmlich oder gar nicht korrekturgelesen. Aber: Wenns schee macht?
Ich meine mich zu erinnern, dass Bernhard Lassahn auch mal ein TÜ/RT-Krimiprojekt hatte, vage Erinnerung an eine Lesung aus dem Manuskript (?), aber wahrscheinlich ist das nicht endgültig Gestalt geworden.
Hallo, Max,
vielleicht findet sich aus dieser Seite etwas Nützliches für dich? http://www.neuer-weg.com/sachbuchaktuell/wuerzburg.htm
Hier ist die Gegend um Würzburg der Schauplatz.
Ansonsten rentiert es sich vielleicht für dich, mal mit dem Begriff „Regionalkrimi“ zu googeln.
Dieses Genre ist in den letzten Jahren recht erfolgreich geworden und z.T. auch ganz ansprechend umgesetzt. Besonders das Lokalkolorit verschafft dieser Art von Kriminalliteratur einen treuen Leserstamm.
Gruß
Eckard
Heiner Boehncke & Hans Sakowicz, Im wilden Südwesten, Die Räuberbanden zwischen Neckar und Bodensee; ISBN 3 - 8218 - 1169 - 2
Bei amazon z. Z. nicht zu haben.
mit dem Sonnenwirtele (auch von Schiller verewigt: Der Verbrecher aus verlorener Ehre; ein weiterer Tipp!), dem Hannikel, dem Konstanzer Hans, dem schwarzen Veri und der Schwarzen Lies.