Buchempfehlung gesucht

Hallo allerseits,

suche ein Buch über Klein-/Nutztiere und deren Haltung, Pflege, Unterkunft etc. Es soll kein (!) professionelles Buch über „richtige“ Landwirtschaft sein, sondern eher so, als ob man mit einem kleinen Garten Selbtsversorger werden will. Es muss darin aber eben alles erklärt werden, was man bei der Anschaffung/Haltung/Pflege u.s.w. beachten uss und was wichtig ist.
Kann mir da jemand einen guten Buchtipp geben ? Darf auch gern ein älteres Exemplar sein.

Schon an dieser Stelle ein Dankeschön an die freundlichen Helfer !!

Fritzen

Die „Kleine Enzyklopädie Land Forst Garten“ (1958) deckt eigentlich all solche Gelegenheiten für den Anfang und zum Einlesen ausreichend gut ab. Vorsicht ist nur geboten bei den Nutztieren - da sind Angaben aus den 50er Jahren oder „von früher“ auf die Tiere von heute natürlich nicht mehr anzuwenden - allerdings gibt es da auch kein „umfassendes“ aktuelles Buch, da sollte man es sich und seinen Tieren auch gönnen, entsprechende Einsteiger-Seminare zu besuchen, Tierhaltung lernt sich nicht aus einem Buch.

Ausdrücklich gewarnt werden muß vor Büchern wie „Kosmos Landleben“ oder den Bänden von John Seymour - das sind nichts weiter als Bildbände, die insbesondere im Bereich Tierhaltung zT sogar illegale Empfehlungen geben bzw die gesetzlichen Grundlagen ganz und gar ignorieren.

Grüße
Brigitta

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Brigitta,

erst nochmal vielen Dank für den Tipp.
Habe aber mal ne (dumme) Frage: Was ist den bei den „heutigen“ Tieren anders als bei denen aus den 50er Jahren ? Wie gesagt: es geht nicht um professionelle Landwirtschaft, sondern um typische Kleingärtnerei. Welche Tiere hält man wie, welche Käfige, wieviel Platz, was fressen die Tiere, woran erkennt man welche Krankheiten etc.

LG

Fritz

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Hallo Friwi,

ist es nicht besser, wenn du dir, je nach dem was du dir für Tiere halten willst, die dazu gehörenden Homepages heraussuchen würdest, dort kannst du im allgemeinen alles nachlesen, was du wissen möchtest und meistens auch Buchtipps finden.

Die heutige Tierhaltung entspricht einem Tierschutzgesetz, das es meines Wissens in der Ausführungen heute, in den 50er Jahren noch nicht gab. Dazu waren die Nutztiere noch nicht so überzüchtet, wie heute.

Mfg.
BelRia

Hallo Brigitta,

erst nochmal vielen Dank für den Tipp.
Habe aber mal ne (dumme) Frage: Was ist den bei den „heutigen“
Tieren anders als bei denen aus den 50er Jahren ? Wie gesagt:
es geht nicht um professionelle Landwirtschaft, sondern um
typische Kleingärtnerei. Welche Tiere hält man wie, welche
Käfige, wieviel Platz, was fressen die Tiere, woran erkennt
man welche Krankheiten etc.

LG

Fritz

Also zunächst mal hat sich das WISSEN über die einzelnen Tierarten ganz erheblich vergrößert - 1950 hatte man grade mal die Struktur der DNA endeckt, und etliche Spurenelemente im Futter waren überhaupt noch nicht bekannt, geschweige denn deren Funktion. Heute gibt es Bedarfswertetabellen für jede Nutztierart, und - wie schon dasteht - das Tierschutzgesetz soll eine angemessene Versorgung aller Tiere sichern, die Nutztierhaltungsverordnung, das Tierzuchtgesetz und verschiedene andere Regelungen (Meldepflicht, Arzneimittelbuch etc) sichern die Gesundheit produzierter Lebensmittel, und zwar bei ALLEN Nutztieren, auch bei einem einzelnen Huhn, oder einem Hobby-Minischwein.

Insbesondere beim Seuchenschutz / Pflichtimpfungen etc gibt es da auch keinen Pardon mehr - nicht angemeldete Hühner zB, oder nicht geimpfte, kosten DIch uU bis zu 20.000 Euro, und gerade aus Hobbybeständen kommen vermehrt große Seuchenzüge, weil zB aus Unwissenheit Essenreste gefüttert werden etc pp.

Sieh es mal so: es kommt bei der notwendigen Sachkunde zur Tierhaltung nicht darauf an, wie VIELE es sind - 5 Hühner, Kaninchen oder Schweinen haben das SELBE Recht auf fachkundige Versorgung wie 500. Und Tierwirt ist ein LEHRberuf, die Leute gammeln da nicht 3 Jahre rum und lernen nichts, sondern die gehen verantwortungsvoll mit Lebewesen um.

Nur mal als Beispiel: die Legehennen in den 50er Jahren haben im Schnitt 180 Eier im Jahr gelegt, und man hatte 25% Ausfall - jedes Vierte Huhn ist schlicht und ergreifend verreckt an der „Romantik“ der 50er Jahre. Heute legen solche Hennen bis 300 Eier im Jahr (genetisch bedingt - wer sie so schlecht füttert, daß es weniger sind, betreibt Tierquälerei!), und haben bei entsprechender Haltung noch 5% Verlust (Freilandhaltung durch die höhere Belastung allerdings immer noch mehr als 20%).

Außerdem hat sich der Geschmack der Verbraucher geändert - das sieht man zB bei den Schweinen ganz schön, guckst Du zB da:
http://schweine.pecudis.de/DE_Entwicklung.html
Die Schweine oben, die sogenannten „Fettschweine“, will heute kein Mensch mehr essen, die werden auch bei SV-lern in den meisten FÄllen nach 2 Jahren und 200 rumstehenden ranzigen Schmalzgläsern wieder abgeschafft.

Wenn die Tiere zur Selbstversorgung sein sollen, brauchst Du aber ohnehin die enstsprechenden Sachkundenachweise, zB zum Schlachten.

Hallo allerseits,

suche ein Buch über Klein-/Nutztiere und deren Haltung,
Pflege, Unterkunft etc. Es soll kein (!) professionelles Buch
über „richtige“ Landwirtschaft sein, sondern eher so, als ob
man mit einem kleinen Garten Selbtsversorger werden will. Es
muss darin aber eben alles erklärt werden, was man bei der
Anschaffung/Haltung/Pflege u.s.w. beachten uss und was wichtig
ist.
Kann mir da jemand einen guten Buchtipp geben ? Darf auch gern
ein älteres Exemplar sein.

Schon an dieser Stelle ein Dankeschön an die freundlichen
Helfer !!

Fritzen

Die „Kleine Enzyklopädie Land Forst Garten“ (1958) deckt
eigentlich all solche Gelegenheiten für den Anfang und zum
Einlesen ausreichend gut ab. Vorsicht ist nur geboten bei den
Nutztieren - da sind Angaben aus den 50er Jahren oder „von
früher“ auf die Tiere von heute natürlich nicht mehr
anzuwenden - allerdings gibt es da auch kein „umfassendes“
aktuelles Buch, da sollte man es sich und seinen Tieren auch
gönnen, entsprechende Einsteiger-Seminare zu besuchen,
Tierhaltung lernt sich nicht aus einem Buch.

Ausdrücklich gewarnt werden muß vor Büchern wie „Kosmos
Landleben“ oder den Bänden von John Seymour - das sind nichts
weiter als Bildbände, die insbesondere im Bereich Tierhaltung
zT sogar illegale Empfehlungen geben bzw die gesetzlichen
Grundlagen ganz und gar ignorieren.

Grüße
Brigitta

Hi Brigitta,

erst mal vielen Dank für deine ausführlichen Erläuterungen !
Hhhmmm, was du da schreibst macht auf jeden Fall Sinn. Kannst du mir den ein Buch empfehlen, welches über solche grundlegenden Dinge Auskunft gibt, so dass man sich dann anhand des Buches entscheidet, welche Tierart man halten möchte ?
Wäre deine „Kleine Enzyklopädie…“ denn da überhaupt angebracht ?!

LG

Fritz

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Hallo,

das ist ja das Problem. Ich muss erst mal wissen, welche Tierarten überhaupt in Frage kommen. Dafür suche ich ja ein passendes Buch. Dann kann ich mich genauer informieren und bei den „richtigen“ Tieren tiefer einsteigen.

LG

Fritz

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Hi Brigitta,

erst mal vielen Dank für deine ausführlichen Erläuterungen !
Hhhmmm, was du da schreibst macht auf jeden Fall Sinn. Kannst
du mir den ein Buch empfehlen, welches über solche
grundlegenden Dinge Auskunft gibt, so dass man sich dann
anhand des Buches entscheidet, welche Tierart man halten
möchte ?
Wäre deine „Kleine Enzyklopädie…“ denn da überhaupt
angebracht ?!

LG

Fritz

Ja, als Überblick und zum Lesen taugt sowas in jedem, Fall.

Welche Tiere man dann tatsächlich wie und wo halten kann, kann Dir aber niemand „pauschal“ sagen, das kommt auf Deine Zielsetzung an (Selbstversorgung, Zucht, Hobby), und dann auf Deine Möglichkeiten (vorhandene Fläche, vorhandene Geldmittel, Kenntnisse und Fähigkeiten inkl. Zeit)
In einem „normalen Kleingarten“ zB ist nicht mehr drin als ein paar Kaninchen, wenn es sich lohnen soll und ab und zu Fleisch auf den Tisch. Wenn auch Geld reingesteckt werden kann und das ganze ruhig teuer sein darf, gehen auch ein paar Hühner, aber da wirds dann schon komplizierter mit Futter zukaufen, Licht im Stall, Frostschutz etc (Hühner sind hier ja nicht heimisch und brauchen deshalb mehr „Aufwand“ als zB eben Kaninchen).
Wenn mehr Platz da ist, und das ganze eher in Richtung Resthof geht, könnte man auch Schafe ins Auge fassen, oder Ziegen, oder zwei Schweine, wie gesagt, je nach Platz, Geld und Zeit.
Es gibt für die einzelnen Tierarten dann auch Literatur - „Hühner halten“ zB von Peitz, oder „Schweine halten“, die meisten ganz brauchbaren Sachen verlegt Ulmer, aber auch da werden oft die rechtlichen Belange nicht erwähnt und verschiedene praktische Fähigkeiten wie zB Schlachten oder Klauenpflege, Scheren, oder ganz einfach nur das richtige Festhalten eines Huhnes oder einer Ente (nämlich so, daß das Tier nicht wie irre herumflattert und sich und den Halter dabei verletzt), oder das „einfache“ Beurteilen des Gesundheitszustandes am lebenden Tier oder den Vergleich von zur Zucht geeigneten oder eben nicht geeigneten Tiere kann man einfach nicht aus Büchern lernen.

Grüße
Brigitta

Hallo Brigitta,

erst nochmal vielen Dank für den Tipp.
Habe aber mal ne (dumme) Frage: Was ist den bei den „heutigen“
Tieren anders als bei denen aus den 50er Jahren ? Wie gesagt:
es geht nicht um professionelle Landwirtschaft, sondern um
typische Kleingärtnerei. Welche Tiere hält man wie, welche
Käfige, wieviel Platz, was fressen die Tiere, woran erkennt
man welche Krankheiten etc.

LG

Fritz

Also zunächst mal hat sich das WISSEN über die einzelnen
Tierarten ganz erheblich vergrößert - 1950 hatte man grade mal
die Struktur der DNA endeckt, und etliche Spurenelemente im
Futter waren überhaupt noch nicht bekannt, geschweige denn
deren Funktion. Heute gibt es Bedarfswertetabellen für jede
Nutztierart, und - wie schon dasteht - das Tierschutzgesetz
soll eine angemessene Versorgung aller Tiere sichern, die
Nutztierhaltungsverordnung, das Tierzuchtgesetz und
verschiedene andere Regelungen (Meldepflicht, Arzneimittelbuch
etc) sichern die Gesundheit produzierter Lebensmittel, und
zwar bei ALLEN Nutztieren, auch bei einem einzelnen Huhn, oder
einem Hobby-Minischwein.

Insbesondere beim Seuchenschutz / Pflichtimpfungen etc gibt es
da auch keinen Pardon mehr - nicht angemeldete Hühner zB, oder
nicht geimpfte, kosten DIch uU bis zu 20.000 Euro, und gerade
aus Hobbybeständen kommen vermehrt große Seuchenzüge, weil zB
aus Unwissenheit Essenreste gefüttert werden etc pp.

Sieh es mal so: es kommt bei der notwendigen Sachkunde zur
Tierhaltung nicht darauf an, wie VIELE es sind - 5 Hühner,
Kaninchen oder Schweinen haben das SELBE Recht auf fachkundige
Versorgung wie 500. Und Tierwirt ist ein LEHRberuf, die Leute
gammeln da nicht 3 Jahre rum und lernen nichts, sondern die
gehen verantwortungsvoll mit Lebewesen um.

Nur mal als Beispiel: die Legehennen in den 50er Jahren haben
im Schnitt 180 Eier im Jahr gelegt, und man hatte 25% Ausfall

  • jedes Vierte Huhn ist schlicht und ergreifend verreckt an
    der „Romantik“ der 50er Jahre. Heute legen solche Hennen bis
    300 Eier im Jahr (genetisch bedingt - wer sie so schlecht
    füttert, daß es weniger sind, betreibt Tierquälerei!), und
    haben bei entsprechender Haltung noch 5% Verlust
    (Freilandhaltung durch die höhere Belastung allerdings immer
    noch mehr als 20%).

Außerdem hat sich der Geschmack der Verbraucher geändert - das
sieht man zB bei den Schweinen ganz schön, guckst Du zB da:
http://schweine.pecudis.de/DE_Entwicklung.html
Die Schweine oben, die sogenannten „Fettschweine“, will heute
kein Mensch mehr essen, die werden auch bei SV-lern in den
meisten FÄllen nach 2 Jahren und 200 rumstehenden ranzigen
Schmalzgläsern wieder abgeschafft.

Wenn die Tiere zur Selbstversorgung sein sollen, brauchst Du
aber ohnehin die enstsprechenden Sachkundenachweise, zB zum
Schlachten.

Hallo allerseits,

suche ein Buch über Klein-/Nutztiere und deren Haltung,
Pflege, Unterkunft etc. Es soll kein (!) professionelles Buch
über „richtige“ Landwirtschaft sein, sondern eher so, als ob
man mit einem kleinen Garten Selbtsversorger werden will. Es
muss darin aber eben alles erklärt werden, was man bei der
Anschaffung/Haltung/Pflege u.s.w. beachten uss und was wichtig
ist.
Kann mir da jemand einen guten Buchtipp geben ? Darf auch gern
ein älteres Exemplar sein.

Schon an dieser Stelle ein Dankeschön an die freundlichen
Helfer !!

Fritzen

Die „Kleine Enzyklopädie Land Forst Garten“ (1958) deckt
eigentlich all solche Gelegenheiten für den Anfang und zum
Einlesen ausreichend gut ab. Vorsicht ist nur geboten bei den
Nutztieren - da sind Angaben aus den 50er Jahren oder „von
früher“ auf die Tiere von heute natürlich nicht mehr
anzuwenden - allerdings gibt es da auch kein „umfassendes“
aktuelles Buch, da sollte man es sich und seinen Tieren auch
gönnen, entsprechende Einsteiger-Seminare zu besuchen,
Tierhaltung lernt sich nicht aus einem Buch.

Ausdrücklich gewarnt werden muß vor Büchern wie „Kosmos
Landleben“ oder den Bänden von John Seymour - das sind nichts
weiter als Bildbände, die insbesondere im Bereich Tierhaltung
zT sogar illegale Empfehlungen geben bzw die gesetzlichen
Grundlagen ganz und gar ignorieren.

Grüße
Brigitta

Hallo Brigitta,

vielen Dank für deine Rückmeldung. Jetzt aber noch ein letztes Mal…
Wenn man sich denn (aufgrund normaler Einsteigerliteratur) z.B. für die Haltung von Hühnern entschieden hat, wo bekommt man dann die rechtlichen Dinge geklärt ? Gibt es Vereine oder offizielle Stellen, die einem Fragen beantworten oder Broschüren mit den gesetzlichen Vorschriften herausgebracht haben ? Wo bekommt man sowas ?

Es dankt herzlich für die (bisherigen + zukünftigen) Antworten

der Fritz

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

du wirst doch sicher Gedanken gemacht haben, welches Tier oder welche Tiere es sein sollen oder wie viele Bücher willst du lesen ??

Was ist da einfacher, als die Tiere die du meinst haben bzw. halten zu können auf den diversen Homepages mal anzuschauen, zweck Haltung usw.

Du wirst dir sicher nicht für jedes evtl. Tier ein Buch anschaffen wollen, wenn du nicht weist welches Tier es sein soll :wink:

Gruß
BelRia

Hallo Brigitta,

vielen Dank für deine Rückmeldung. Jetzt aber noch ein letztes
Mal…
Wenn man sich denn (aufgrund normaler Einsteigerliteratur)
z.B. für die Haltung von Hühnern entschieden hat, wo bekommt
man dann die rechtlichen Dinge geklärt ? Gibt es Vereine oder
offizielle Stellen, die einem Fragen beantworten oder
Broschüren mit den gesetzlichen Vorschriften herausgebracht
haben ? Wo bekommt man sowas ?

Es dankt herzlich für die (bisherigen + zukünftigen) Antworten

der Fritz

Geflügel und alles andere Getier meldest Du beim Veterinäramt an, und die teilen Dir dann Deine Betriebsnummer mit, sagen Dir auch die zuständige TSK (=Tierseuchenkasse) und je nach Tierart die Art der ggf vorgeschriebenen Kennzeichnung, da bekommst Du dann zB auch die Ohrmarken usw. und Vordrucke für die zu führenden Bücher (Bestandsregister).

Pflichtimpfungen beim Geflügel regelt jeder Halter / Tierarzt selber, bei uns steht dann jeweils eine ANzeige im Amtsblatt, an welchem Termin man sich den Impfstoff abholen kann, andere Leute machen das über entsprechende RGZV (Rassegeflügelzuchtvereine). Schlachterlaubnis auch wieder beim Vetamt, wenn man die entsprechende Ausbildung schon hat, ansonsten: siehe oben, es gibt Seminare bei den Lehr- und Versuchsanstalten der einzelnen Bundesländer.
Für etliche Einzel-Themen gibt es auch AID-Hefte ( http://www.aid.de/landwirtschaft/tierische_erzeugung… ) zB zur Einzeltierkennzeichnung bei Ziegen / Schafen, oder zur HIT-Schweinedatenbank, und natürlich gibt es zig (Fach-)Bücher jeweils zu den einzelnen Wissensgebieten, Tierernährung, oder Tierzucht, Genetik, Gesundheit, Hygiene, Stallbau …

Sorry, wenn es so eine Art „Komplettes Einsteigerbuch für Hobbyhaltung“ nicht gibt, aber solche Dinge lernt man eben normalerweise in einer Lehre. Du würdest doch auch nicht nach einem Buch zum „Auto selber bauen“ oder „Fernseher als Hobby zusammenbasteln“ fragen - und das sind nur Maschinen… :wink:

Hi Brigitta,

erst mal vielen Dank für deine ausführlichen Erläuterungen !
Hhhmmm, was du da schreibst macht auf jeden Fall Sinn. Kannst
du mir den ein Buch empfehlen, welches über solche
grundlegenden Dinge Auskunft gibt, so dass man sich dann
anhand des Buches entscheidet, welche Tierart man halten
möchte ?
Wäre deine „Kleine Enzyklopädie…“ denn da überhaupt
angebracht ?!

LG

Fritz

Ja, als Überblick und zum Lesen taugt sowas in jedem, Fall.

Welche Tiere man dann tatsächlich wie und wo halten kann, kann
Dir aber niemand „pauschal“ sagen, das kommt auf Deine
Zielsetzung an (Selbstversorgung, Zucht, Hobby), und dann auf
Deine Möglichkeiten (vorhandene Fläche, vorhandene Geldmittel,
Kenntnisse und Fähigkeiten inkl. Zeit)
In einem „normalen Kleingarten“ zB ist nicht mehr drin als ein
paar Kaninchen, wenn es sich lohnen soll und ab und zu Fleisch
auf den Tisch. Wenn auch Geld reingesteckt werden kann und das
ganze ruhig teuer sein darf, gehen auch ein paar Hühner, aber
da wirds dann schon komplizierter mit Futter zukaufen, Licht
im Stall, Frostschutz etc (Hühner sind hier ja nicht heimisch
und brauchen deshalb mehr „Aufwand“ als zB eben Kaninchen).
Wenn mehr Platz da ist, und das ganze eher in Richtung Resthof
geht, könnte man auch Schafe ins Auge fassen, oder Ziegen,
oder zwei Schweine, wie gesagt, je nach Platz, Geld und Zeit.
Es gibt für die einzelnen Tierarten dann auch Literatur -
„Hühner halten“ zB von Peitz, oder „Schweine halten“, die
meisten ganz brauchbaren Sachen verlegt Ulmer, aber auch da
werden oft die rechtlichen Belange nicht erwähnt und
verschiedene praktische Fähigkeiten wie zB Schlachten oder
Klauenpflege, Scheren, oder ganz einfach nur das richtige
Festhalten eines Huhnes oder einer Ente (nämlich so, daß das
Tier nicht wie irre herumflattert und sich und den Halter
dabei verletzt), oder das „einfache“ Beurteilen des
Gesundheitszustandes am lebenden Tier oder den Vergleich von
zur Zucht geeigneten oder eben nicht geeigneten Tiere kann man
einfach nicht aus Büchern lernen.

Grüße
Brigitta

Hallo Brigitta,

erst nochmal vielen Dank für den Tipp.
Habe aber mal ne (dumme) Frage: Was ist den bei den „heutigen“
Tieren anders als bei denen aus den 50er Jahren ? Wie gesagt:
es geht nicht um professionelle Landwirtschaft, sondern um
typische Kleingärtnerei. Welche Tiere hält man wie, welche
Käfige, wieviel Platz, was fressen die Tiere, woran erkennt
man welche Krankheiten etc.

LG

Fritz

Also zunächst mal hat sich das WISSEN über die einzelnen
Tierarten ganz erheblich vergrößert - 1950 hatte man grade mal
die Struktur der DNA endeckt, und etliche Spurenelemente im
Futter waren überhaupt noch nicht bekannt, geschweige denn
deren Funktion. Heute gibt es Bedarfswertetabellen für jede
Nutztierart, und - wie schon dasteht - das Tierschutzgesetz
soll eine angemessene Versorgung aller Tiere sichern, die
Nutztierhaltungsverordnung, das Tierzuchtgesetz und
verschiedene andere Regelungen (Meldepflicht, Arzneimittelbuch
etc) sichern die Gesundheit produzierter Lebensmittel, und
zwar bei ALLEN Nutztieren, auch bei einem einzelnen Huhn, oder
einem Hobby-Minischwein.

Insbesondere beim Seuchenschutz / Pflichtimpfungen etc gibt es
da auch keinen Pardon mehr - nicht angemeldete Hühner zB, oder
nicht geimpfte, kosten DIch uU bis zu 20.000 Euro, und gerade
aus Hobbybeständen kommen vermehrt große Seuchenzüge, weil zB
aus Unwissenheit Essenreste gefüttert werden etc pp.

Sieh es mal so: es kommt bei der notwendigen Sachkunde zur
Tierhaltung nicht darauf an, wie VIELE es sind - 5 Hühner,
Kaninchen oder Schweinen haben das SELBE Recht auf fachkundige
Versorgung wie 500. Und Tierwirt ist ein LEHRberuf, die Leute
gammeln da nicht 3 Jahre rum und lernen nichts, sondern die
gehen verantwortungsvoll mit Lebewesen um.

Nur mal als Beispiel: die Legehennen in den 50er Jahren haben
im Schnitt 180 Eier im Jahr gelegt, und man hatte 25% Ausfall

  • jedes Vierte Huhn ist schlicht und ergreifend verreckt an
    der „Romantik“ der 50er Jahre. Heute legen solche Hennen bis
    300 Eier im Jahr (genetisch bedingt - wer sie so schlecht
    füttert, daß es weniger sind, betreibt Tierquälerei!), und
    haben bei entsprechender Haltung noch 5% Verlust
    (Freilandhaltung durch die höhere Belastung allerdings immer
    noch mehr als 20%).

Außerdem hat sich der Geschmack der Verbraucher geändert - das
sieht man zB bei den Schweinen ganz schön, guckst Du zB da:
http://schweine.pecudis.de/DE_Entwicklung.html
Die Schweine oben, die sogenannten „Fettschweine“, will heute
kein Mensch mehr essen, die werden auch bei SV-lern in den
meisten FÄllen nach 2 Jahren und 200 rumstehenden ranzigen
Schmalzgläsern wieder abgeschafft.

Wenn die Tiere zur Selbstversorgung sein sollen, brauchst Du
aber ohnehin die enstsprechenden Sachkundenachweise, zB zum
Schlachten.

Hallo allerseits,

suche ein Buch über Klein-/Nutztiere und deren Haltung,
Pflege, Unterkunft etc. Es soll kein (!) professionelles Buch
über „richtige“ Landwirtschaft sein, sondern eher so, als ob
man mit einem kleinen Garten Selbtsversorger werden will. Es
muss darin aber eben alles erklärt werden, was man bei der
Anschaffung/Haltung/Pflege u.s.w. beachten uss und was wichtig
ist.
Kann mir da jemand einen guten Buchtipp geben ? Darf auch gern
ein älteres Exemplar sein.

Schon an dieser Stelle ein Dankeschön an die freundlichen
Helfer !!

Fritzen

Die „Kleine Enzyklopädie Land Forst Garten“ (1958) deckt
eigentlich all solche Gelegenheiten für den Anfang und zum
Einlesen ausreichend gut ab. Vorsicht ist nur geboten bei den
Nutztieren - da sind Angaben aus den 50er Jahren oder „von
früher“ auf die Tiere von heute natürlich nicht mehr
anzuwenden - allerdings gibt es da auch kein „umfassendes“
aktuelles Buch, da sollte man es sich und seinen Tieren auch
gönnen, entsprechende Einsteiger-Seminare zu besuchen,
Tierhaltung lernt sich nicht aus einem Buch.

Ausdrücklich gewarnt werden muß vor Büchern wie „Kosmos
Landleben“ oder den Bänden von John Seymour - das sind nichts
weiter als Bildbände, die insbesondere im Bereich Tierhaltung
zT sogar illegale Empfehlungen geben bzw die gesetzlichen
Grundlagen ganz und gar ignorieren.

Grüße
Brigitta

Aber bitte mit äußerster Vorsicht aussuchen, solche Seiten - die allermeisten Webseiten und Foren zum Thema Nutztiere sind nach dem Motto: Blinde helfen Blinden aufgebaut, und es ist zgT HAARSTRÄUBEND, was da an Empfehlungen, gerade in Sachen Tierernährung und / oder Tiergesundheit verbreitet wird.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo pecudis

Hallo pecudis,

Hallo pecudis,

Hallo pecudis,

Sorry, aber ich mach meinen Job jetzt auch schon seit etlichen
Jahren, und meiner Erfahrung nach wird gerade im
Nutztierbeirech von den Leuten, die es „gut meinen“ mehr
Tierquälerei betrieben und über das Internet verbreitet als
die Gesetze überhaupt erfassen und sich vorstellen können

Sehe ich nicht so, im Gegenteil sind gerade diese Halter sehr besorgt um ihre Tiere und unterliegen wie bereits erwähnt der Gesetzgebung für diese Haltung von Tieren und daran wird sich im Grunde auch gehalten.

Das es der eine oder andere übertreibt kann durchaus sein, findet sich aber auch an anderer Stelle oder willst du mir jetzt weismachen, dass in der Nutztierhaltung der Landwirtschaft immer alles mit richtigen Dingen zu geht ??

Wer im Internet eine Homepage betreibt oder überhaupt sich im Internet bewegt, gibt viel von sich preis und es findet sich, wie bei vielen anderen Sachen auch diese, die auf Gesetz und Tierschutz achten.

Wenn du auf einer Homepage Dinge findest die deiner Meinung nach den Gesetz der Tierhaltung entgegen sprechen, steht dir der Weg der Anzeige frei, die Form dessen wirst du sicher wissen, aber sicher ist es der verkehrte Weg hier diese Homepages zu verallgemeinern oder gar über einen Strang zu ziehen.

  • es
    geht ja ganz langsam erst los, daß zb auch Hobbyhalter
    überhaupt von Meldepflicht & Co betroffen sind.

Ist ja nichts verkehrtes.

Angefangen von so Sachen wie „Körnerfütterung bei Hühnern“,
veganen Schweinen (unsere Tiere werden rein pflanzlich
ernährt!),

Wie gesagt, beim lesen wird sich der Spreu vom Weizen trennen.

und wenn sie überhaupt nach Bedarfswertetabellen
(schon mal auf irgendeiner Internetseite für Nutztiere in
Hobbyhaltung eine Bedarfswertetabelle gesehen, oder den link
auf die vorgeschriebenen Mindesgehalte im Futter nach FMG? -

Wer sich für genau diese Haltung interessiert und sie auch betreibt wird dir sicher auf Anfrage mit diesen Tabellen aushelfen können.

Wie bereits geschrieben, betreiben solche Seiten Menschen die sich diese Tiere/Nutztiere halten und dort ihre Erfahrungen weitergeben, ob es sich um Futter handelt oder wasweissich.

Wenn du der Meinung bist, dass es dort oder da nicht mit rechten Dingen zugeht, dass diese oder jene Haltung nicht dem Gesetz entspricht, steht dir der Weg der Gesetze frei.

ich nehm gern links!) ernährt werden, dann geht es weiter mit
den Parasiten (nein, meine Tiere bekommen keine Medikamente,
die will ich ja noch essen

Was ja nicht verkehrt sein kann.

  • oder wahlweise auch „dann kann
    ich ja gleich bei Aldi kaufen“) … sorry, aber ich bleibe
    dabei, die überwiegende Anzahl von Seiten zur Hobbyhaltung von
    Nutztieren richtetb mehr Schaden an als Nutzen.

Was beweisbar wäre.

Wobei du sicher für den einen oder anderen Nutztierhalter die richtigen Seiten weißt, wo dieser sich schlau machen kann, wie er denn seine Tiere richtig hält, ernährt usw.

Gruß
BelRia

P.S.: Anrede und Gruß sind bei wer-weiss-was.de noch nicht aus der Mode gekommen.