Hallo zusammen,
Hallo, Kim,
hier eine Auswahlliste der Bücher, die ich in diesen Tagen lese - vielleicht ist etwas dabei, das Dich anspricht:
‚Achtung! Vorurteile‘
- das neueste Buch des von mir sehr geschätzte Sir Peter Ustinov; mein persönlicher Eindruck: um alle der Anekdoten, die hier zur Niederschrift gelangt sind, wirklich unter den Oberbegriff des Vorurteils zu subsumieren, muss man wohl ein vergleichsweise vorurteilsfreier Leser sein. Will sagen: Wäre ich ein Oberlehrer, hätte ich mir wohl hie und da die Randnotiz ‚Thema verfehlt!‘ nicht verkneifen können. Trotzdem ist selbst ein ab und an etwas vom Thema abschweifender Ustinov natürlich noch ein sehr espritvolles Vergnügen.
‚Das wüste, wilde Weihnachtsbuch‘ von Gerd Haffmans
Eine Sammlung von Geschichten rund um Advent, Weihnacht (und sogar den Jahreswechsel!), die mir bei meinem letzten Besuch einer Zweitausendeins-Filiale ein für mich ganz deutlich vernehmbares ‚Nimm‘ mich mit!’ ins Ohr zu flüstern schien: Wer ein Faible für Leute eines Harry Rowohlt, Robert Gernhardt, Max Goldt und Eugen Egner und deren skurrilere Ergüsse hat, ist auch mit der exklusiv bei zweitausendeins erhältlichen wüsten eihnacht gut bedient (und ich habe beschlossen: von Thomas Kapielski möchte ich mehr lesen).
‚Raw Spirit - In Search of the Perfect Dram‘ von Iain Banks
Da ich nicht nur gerne ‚travelogues‘ lese (meine letzten beiden Entdeckungen in diesem Genre waren Kevin Murphys ‚One Year at the Movies‘ und Pete McCarthys ‚The Road to McCarthy‘, die ich beide sehr empfehlen kann), sondern auch ein Faible für schottische Malzwhiskies habe, ist die Beschreibung einer Reise ‚ad fontes‘ für mich natürlich Pflichtlektüre. Mein vorläufiges Fazit: Die ersten 40 Seiten lesen sich vielleicht nicht ganz so flüssig wie es der Betrachtungsgegenstand ist - aber was Reisebeschreibungen angeht, bin ich vielleicht auch durch die Bücher von Bill Bryson und Paul Theroux inzwischen ein bisschen arg verwöhnt.
‚The Flanders Panel‘ von Arturo Perez-Reverte
Ich bin zwar alles andere als ein ausgesprochener Krimifan - aber dieser hat’s auf auf meine Leseliste für den Winter geschafft, weil ich vor Jahr und Tag, eher zufällig, auf eine Verfilmung des Stoffes gestoßen bin, die mir seinerzeit gut gefiel. Und jetzt möchte ich natürlich wissen, wie’s um die Werktreue bestellt ist.
‚The Code Book‘ von Simon Singh
Wissenschaftsjournalismus finde ich eine prima Sache - für mich ist das ‚Edutainment‘ im besten Sinne (auch hier zu Lande hat, so mein Eindruck, das voreilige Naserümpfen gegenüber dem, was zuweilen typisch deutsch als ‚Populärwissenschaft‘ abgekanzelt wird, zum Glück ein wenig abgenommen), und wenn das Thema nur ansprechend genug aufbereitet ist (sprich: gut lesbar), lerne ich gern dazu - sei es etwas über Chiffrier- und Dechiffriermethoden oder anderes. Die letzten ‚page turner‘, die ich in diesem Bereich für mich entdeckt habe, waren übrigens ‚The Demon in the Freezer‘ von Richard Preston (ein Buch über den Kampf gegen die Pocken) und ‚Fire‘ (eine Sammlung von Reportagen von den ‚Brennpunkten‘ der Welt) von Sebastian Junger. ‚Come to think of it‘ … den Band der mit dem Egon Erwin Kisch-Preis 2003 ausgezeichneten Reportagen würde ich mir, wenn’s Geld denn noch reicht, eigentlich auch noch gern selbst unter den Weihnachtsbaum legen.
‚American Gods‘ von Neil Gaiman
Habe ich noch nicht gelesen, möchte ich aber in absehbarer Zeit lesen - und sei es nur, weil ich ‚Good Omens‘ von Neil Gaiman und Terry Pratchett seinerzeit mit so großem Vergnügen gelesen habe: das war für mich eines der Bücher, die ich als ‚Fantasy für Leute, die Fantasy eigentlich nicht mögen‘ bezeichne. Andere Titel, die von mir dieses Prädikat bekommen, sind übrigens ‚The Princess Bride‘ von William Goldman und ‚The Land of Laughs‘ (nebst einiger anderer Romane) von Jonathan Carroll.
Mit besten Grüßen,
Frank_S