Hallo,
unsere Tochter ist seit zwei Tagen Kindergartenkind und fährt mit dem Kindergartenbus. Da wir mit unserem Großen zu seiner Kindergartenzeit mal das dumme Erlebnis hatten, dass eine andere Mama ihn an einer anderen Haltestelle mit aus dem Bus geholt hat - sie meinte es nur gut, er ging mit und ich war in heller Aufregung - haben wir schon damals vergeblich nach einem Buch zu dem Thema „mit NIEMANDEM mitgehen, auch nicht mit bekannten Leuten“ gesucht. Zum Thema nicht mit Fremden mitgehen gibt es viele Bücher, aber kennt jemand ein Buch dass generell das Thema nicht mitgehen behandelt? Wir wollen gar nicht unbedingt auf das Horrorszenario hinaus, dass der nette Nachbar auch ein „böser Onkel“ sein kann. Wir haben es unserer Tochter zwar auch gesagt, dass Mama sie an der Haltestelle abholt, hatten wir unserem Sohn aber damals auch… Vielleicht ist eine Geschichte da einprägsamer.
Freue mich über Eure Antworten.
Danke,
Denise
Hi,
dieses Buch hier erklärt insgesamt, dass man „Nein“ sagen darf/soll/muss, wenn man etwas nicht möchte, vielleicht ist das was?
ISBN: 3785544359 Buch anschauen
Gruß
Cess
guckst du hier:
http://www.amazon.de/Ich-kenn-dich-nicht-Bilderb%C3%…
Hallo Ralph,
das wäre ja wieder das Thema, dass das Kind die Person nicht kennt. Denise sucht ja ein Buch, wo das Kind auch nicht mit Leuten mitgehen soll, die es kennt. Es sei denn Mama und Papa haben es so geregelt.
lg, Dany
Hallo
… wo das Kind auch nicht mit
Leuten mitgehen soll, die es kennt. Es sei denn Mama und Papa
haben es so geregelt.
… und sagen es dem Kind höchstpersönlich.
Das ist doch auch so ein Trick: Deine Mama schickt mich usw.
Viele Grüße
Simsy
Trick hin oder her…
Kennt wirklich niemand ein Buch oder auch Spiel (?) um das Problem aufzugreifen?
Wie bringt Ihr Euren Kindern das denn bei bzw. halten Eure Kinder sich im Zweifelsfall an Eure Erklärung zu dem Thema?
Mit unserem Sohn haben wir solche Erlebnisse schon häufiger gehabt, selbst wenn wir oder die Oma dabei waren. Sobald eine Sprechstundenhilfe oder Nachbarin mit Gummibärchen winkt, ging/geht er mit ohne seine Begleitperson zu fragen.
Irgendwie kann ich mir nicht so recht vorstellen, dass hier niemand das Problem kennt?
Denise
Hallo
Mit unserem Sohn haben wir solche Erlebnisse schon häufiger
gehabt, selbst wenn wir oder die Oma dabei waren. Sobald eine
Sprechstundenhilfe oder Nachbarin mit Gummibärchen winkt,
ging/geht er mit ohne seine Begleitperson zu fragen.
Irgendwie kann ich mir nicht so recht vorstellen, dass hier
niemand das Problem kennt?
Das kenne ich jetzt nicht so genau, weil meine Kinder (jedenfalls im Kindergartenalter und drüber) schüchterner waren. Als die Kinder jünger waren, hatte ich mit meinem Sohn ein oder zwei solche Situationen. Da hatte ich dann einfach verboten, dass er mitgeht. In dem Moment kriegt das Kind mit, dass die Mutter das nicht in Ordnung findet. Ich glaube, dass es da wichtig ist, direkt spontan darauf zu reagieren.
Das Problem ist dabei, dass hinterher vielleicht die Nachbarin oder die Sprechstundenhilfe sauer sind. Aber die stehen einfach nicht an erster Stelle in diesem Falle.
Bücher zu dem Thema hatte ich überhaupt nicht, weil ich die alle unerfreulich und auch reichlich unrealistisch fand. Die meisten arbeiteten ganz einfach damit, dem Kind Angst vor fremden Männern im Anzug zu machen. - Das Buch „Mein Körper gehört mir“ fand ich aber sehr schön, habe ich aber erst wesentlich später entdeckt. -
Das Problem ist ja, dass man dem Kind damit ein tiefes Misstrauen allen unbekannten oder auch bekannten Personen gegenüber vermittelt. Ich finde es sehr schwierig, einem 3-jährigen Kind klarzumachen, dass gewisse Dinge zwar so gut wie nie passieren (ich mein jetzt eine Kindesentführung vom Schulweg oder Spielplatz weg), dass man aber trotzdem wissen muss, dass es das gibt, und dass man immer alle Vorsichtsmaßnahmen dagegen ergreifen muss. So in dem Sinne habe ich es den Kindern dann später erklärt: Dass es ganz unwahrscheinlich ist, aber doch sein könnte. So wie mit dem Angurten im Auto. Auf Schilderungen der Einzelheiten, was da sein könnte, habe ich weitgehend verzichtet.
Als die Kinder kleiner waren, musste eben ständig jemand aufpassen. Das finde ich bei 3-jährigen auch ziemlich normal.
Und die häufigsten Täter beim Kindesmissbrauch kommen ja eh aus dem Bekannten- oder Verwandtenkreis des Kindes. Ich fand das Buch darüber, dass man „nein“ - oder „STOP! Ich will das nicht!“ - sagen darf, viel wichtiger.
Viele Grüße
Simsy
Hallo
… wo das Kind auch nicht mit
Leuten mitgehen soll, die es kennt. Es sei denn Mama und Papa
haben es so geregelt.… und sagen es dem Kind höchstpersönlich.
ja, das meinte ich damit - dass es mit dem Kind vorher von den Eltern gesagt wird, dass das ok ist für heute.
Das ist doch auch so ein Trick: Deine Mama schickt mich usw.
So meinte ich es aber nicht.
Gruß, Dany
Hallo,
Das Problem ist ja, dass man dem Kind damit ein tiefes
Misstrauen allen unbekannten oder auch bekannten Personen
gegenüber vermittelt. Ich finde es sehr schwierig, einem
3-jährigen Kind klarzumachen, dass gewisse Dinge zwar so gut
wie nie passieren (ich mein jetzt eine Kindesentführung vom
Schulweg oder Spielplatz weg), dass man aber trotzdem wissen
muss, dass es das gibt, und dass man immer alle
Vorsichtsmaßnahmen dagegen ergreifen muss.
Das ist das eine Problem. Das andere ist eine Abwägung der Situation, die ein kleines Kind nicht vornehmen kann.
Was ich meine ist das: In unserem Kindergarten wurde das Thema behandelt. Den Kindern (englischsprachig) wurde gesagt, sie sollten sich vor „strangers“ in Acht nehmen (mit dem im Nachhinein lustigen Effekt, dass meine Kinder mir erzählten, dass es „rangers“ gäbe, vor denen man aufpassen soll). Sie sollen nicht mit Fremden sprechen, sie sollen nicht mit Fremden mitgehen, so weit, so gut (mal das, was du über Übergriffe von Bekannten schreibst, außen vorlassend).
Und dann waren wir mit den Kindern unterwegs und ein Mann sprach uns an und ein nettes Gespräch entspann sich, wo wir uns vorstellten und ein Treffen arrangiert wurde, dass man sich mal von Familie zu Familie treffen würde (der Mann war Teil einer Familie, mit der wir heute noch befreundet sind).
Frage des 5jährigen nach dem ersten Treffen: „Das war doch ein Fremder!“
Als die Kinder kleiner waren, musste eben ständig jemand
aufpassen. Das finde ich bei 3-jährigen auch ziemlich normal.
Ja. Und dann wird eben das generell viel wichtiger, als die Warnung vor dem fremden Mann:
Ich fand
das Buch darüber, dass man „nein“ - oder „STOP! Ich will das
nicht!“ - sagen darf, viel wichtiger.
Gruß
Elke
Hallöchen,
wahrscheinlich hilft nur ständiges Wiederholen. Wie eine tibetanische Gebetsmühle immer wieder darauf hinweisen bzw. Abläufe erklären und darlegen.
„… und wenn Du mit dem Bus nach Hause fährst, hole ich Dich an der Haltestelle ab und Du gehst mit niemandem - mit keinem Kind, mit keiner Mutter, mit keinem Fremden - mit! Denn ich hole Dich ab!“
Immer wieder und immer wieder und immer wieder und …
Liebe Grüße
Andrea
Lösung
Hallo,
so banal meine Antwort auch klingen mag, sie ist die Beste.
Immer dafür sorgen, daß ein Elternteil das Kind abholt - es gibt immer einen Weg dafür.
LG
Mikhael
Hallo Mikhael,
so banal meine Antwort auch klingen mag, sie ist die Beste.
Immer dafür sorgen, daß ein Elternteil das Kind abholt - es
gibt immer einen Weg dafür.
und wenn die Kindertagesstätte so abgelegen oder öffentlich schwer zu erreichen ist, dass die Eltern auch mit dem Auto fahren, dann fahren - sagen wir mal es ist ein Kleinbus - bis zu acht Eltern einzeln statt ein kleiner Bus einmal die Route.
Findest Du das wirklich eine zukunftweisende Lösung?
Gruß, Karin
Hallo Karin,
ich hatte Mikhaels Antwort so verstanden, dass ein Elternteil das Kind immer direkt vom Kindergarten abholen soll.
Im UP stand ja schließlich, dass die Mutter das Kind von der Haltestelle abholen wollte, dieses aber vorher unabgesprochen mit einer anderen Person mitgegangen ist.
Nicht, dass es seine Aussage überlegter macht… aber trotzdem :o)
Mit Grüßen
Simone
Ist denn da keine Betreuung dabei ? Bei unserem ist eine Frau dabei die genau weis wo die Kinder auszusteigen haben.
Geh mal in eine Bücherrei dort gibt es sicher ein Buch das zu deiner Situation ansatzweise paßt kaufen kannst es dann immer noch.
Hallo Simone,
ich hatte Mikhaels Antwort so verstanden, dass ein Elternteil
das Kind immer direkt vom Kindergarten abholen soll.
ich auch.
Im UP stand ja schließlich, dass die Mutter das Kind von der
Haltestelle abholen wollte, dieses aber vorher unabgesprochen
mit einer anderen Person mitgegangen ist.
Eben, der Kindergarten scheint so weit weg vom Elternhaus zu sein, dass das Kind gefahren werden muss, so wie es sich liest, mit einer Art Kindergartenbus (analog zum Schulbus).
Nicht, dass es seine Aussage überlegter macht… aber trotzdem
o)
Jetzt habe ich nur den Widerspruch zu meiner Aussage, dass es unökologisch sei, wenn alle Eltern mit dem Auto zum und vom Kindergarten fahren, statt dass ein Bus alle Kinder einsammelt und wieder austeilt, nicht verstanden.
Gruß, Karin
Hallo,
dann sollten sich die Eltern untereinander absprechen, wer wann fährt. Natürlich sollten sich die Eltern auch kennen.
LG
Mikhael
Hi Mikhael
Es klingt provokativ, soll es aber wirklich nicht.
Was wäre denn wenn ein/beide Elternteile das Kind missbrauchen würde?
Gruß
Siân
Hallo Sian,
Es klingt provokativ, soll es aber wirklich nicht.
Ist das jetzt die besonders überintellektuelle Masche, oder denkst du
so im Extrem, weil du einen Grund hast.
Was wäre denn wenn ein/beide Elternteile das Kind missbrauchen
würde?
Ich würde mal ganz naiv meinen, dann würden sie nicht nach einem Kinderbuch gegen Missbrauch suchen.
Oder ich finde wiedermal deinen Humor nicht.
Gruß
ReMa
Hallo Denis,
alternativ zum Buch, (das nicht genau zu deinen Vorgaben passt) kannst du Kasperl(Puppen)theater mit den Kinder spielen.
Dein Sohn hat ja schon hautnah deinen Schock miterlebt, also kann er
schon Gefühltes einbringen.
Oder ihr dreht einen Video-Film. Die Puppenmama (Deine Tochter)
bringt ihr *Kind* zum Kindergartenbus - das ist dein Sohn auf dem
Dreirad/Kinderauto - Abschied, Küsschen, Ermahnung, Sorge.
Sie kocht dann, oder macht Karriere
und holt dann das Puppenkind
von der Haltestelle ab. Aber, was ist wenn sie wartet…und das Puppenkind ist nicht im Bus?
Das könnt ihr genau auf eure Kinder abstimmen. Sie können aktiv mitgestalten und das bleibt dann auch bewusster.
Gruß
ReMa
Hi
@Ist das jetzt die besonders überintellektuelle Masche, oder denkst du
so im Extrem, weil du einen Grund hast.
Deinen Kommentar verstehe ich leider überhaupt nicht.
Mir geht es lediglich um die betroffenen Kinder, ich hoffe dass diese Bücher auch in Kindergärten und Schulen besprochen werden.
Gruß
Siân