Hallo,
Danke für diese doch so konstruktive Antwort. Hättest dir die
Zeit und auch die Energie sparen können!
och, hab ich doch gern gemacht!
Ich kenne das von meiner Bank so, dass die mir eine
Benachrichtigung schicken, dass sie die Lastschrift nicht
einlösen konnten. Keine Rücklastschriftgebühren oder
ähnliches.
Das ist wohl ein Privatkonto, da kann sowas ganz nützlich sein und ist auch nicht tragisch. Da kommt die Miete maximal 3 Tage zu spät an (wenn man es entdeckt) oder die Lastschrift vom letzten Klamotteneinkauf geht erst später raus. Alles nicht tragisch, deswegen kann man da so verfahren.
Jetzt ist der Fall bei einem Selbstständigen in meinem
Bekanntenkreis aufgetreten, dass er einen Zahlungsausfall
hatte und deshalb keine Deckung hatte, die Bank aber alles hat
erstmal abbuchen lassen und und dann alles wieder zurückgeholt
hat. Dadurch entstanden pro Rückbuchung 56 Cent Gebühren, was
sich im ersten Moment nicht wirklich viel anhört, aber sich in
Masse doch bemerkbar macht.
Hier ist die Bank mE sogar noch NETT! Immerhin hatten sie auf den bisher wohl zahlungsfähigen Kunden vertraut. Sie haben erstmal die Abbuchungen vorgenommen und somit die Überziehung geduldet. Wahrscheinlich dachten sie, da kommt gerade noch Geld heute oder morgen rein, sonst hätte er uns ja schon Bescheid gegeben. Insoweit wollten sie ihn nicht ins Messer laufen lassen, sondern haben erstmal abgebucht. Bei Selbständigen hängt an Zahlungsausgängen oft viel mehr (hochwertige Kundenbeziehungen, Darlehenszinsen, SV-Abgaben für Arbeitnehmer, Steuerverpflichtungene etc.).
Hier der Bank nun was nachzusagen ist wohl mehr als BLÖD! Man stelle sich nur mal die andere Variante vor. Selbständiger macht 10 Lastschriften auf das Konto, zZt ohne Deckung, Kunde hat aber schon Geld aus dem Ausland abgeschickt, Deckung kommt also. Nun sieht die Bank einfach kein Geld und führt nix aus. Das führt beim Bankkunden zu Ärger (im Folgenden) und 3 Tage später ist doch Geld da. Wer wäre hier der Böse? Keinen Zweifel, die Bank hätte hier richtig gehandelt (s.o. Privatkonto), aber wohl nicht im Sinne des Unternehmers.
Dieser Unterschied wird auch zwischen Privat- und Unternehmerkonten gemacht, weil beim Privaten oft die Zahlungseingänge genau absehbar sind (Gehalt xxx Euro immer am 15.), bei einem Unternehmer aber oft täglich Geldeingänge vorliegen, jedenfalls wohl mehr als einer und dann in wechselnden Höhen.
Mfg vom
showbee