Wir alle haben doch schon die wunderbaren Melodien gehört, mit der sich Wale über weite Strecken hinweg abstimmen. Ich frage mich ob es einen gute Idee gewesen wäre (jetzt ist es wohl zu spät) den Ostsee Wal mit artspezifischer Walmusik aus der Ostsee heraus zu locken ?
Klar, WENN man schon so weit gewesen WÄRE, das man diese „Walsprache“ soweit versteht, das man ein „komm mal hier raus“ hätte produzieren können.
Da das aber wohl noch lange nicht so weit ist und so ein Wal ja auch wollen muß hat wohl in den bisherigen Fällen nur das helfen durch etwas freibuddeln und verscheuchen geholfen. Es gibt sicher noch VIELE andere Aspekte wie geräuschverchmutzung, Müll im Meer, Klima, etc. die man berücksichtigen KÖNNTE (und natürlich auch zerreden könnte). Ich denke aber letztendlich bin ich zumindest froh wenn jedes dieser riesigen Tieren einfach nur ruhig weiter im Meer leben kann und wird.
Man beginnt allmählich, einzelne Walsprachen zu entschlüsseln, aber von einem „hier gehts lang“ sind wir noch weit entfernt. Hinzu kommt, dass Wale in Frequenzbereichen kommunizieren, die von Schiffs- und Industrielärm besonders betroffen sind und Wale, die sich verschwommen haben, auch tendenziell in Panik sind.
Ein menschliches „bitte folgen“-Signal dürfte also in etwa den gleichen Effekt haben wie ein auf schlimmstem bayrisch ausgerufener Hinweis auf einen Notausgang in einer brennenden Diskothek in Hamburg, in der sowohl die Nebelmaschine als auch Musik- und Lichtanlage noch auf höchster Stufe laufen.
Da würde ich mir als erstes die Frage stellen, ob Wale so etwas wie „Hier entlang“ überhaupt in ihrer Sprache haben oder nicht. Ich denke evolutionstechnisch ist es wahrscheinlicher, dass sie zumindest ein „Gefahr im Verzug, schnell weg von hier“ Signal haben, um andere Wale zu warnen. Wie viel das bringen würde, diesem Wal vorzuspielen, sei allerdings dahingestellt. Ich glaube, dass er sich nicht in einer guten Lage befindet und lieber woanders hinschwimmen sollte wenn er könnte, weiß das arme Tier von selbst.
Angesichts des Umstandes, dass zumindest einige Walarten bis heute überlebt haben, darf man zumindest annehmen, dass es in Ihrer Sprache ein Äquivalent für „hi, na !“ gibt.
Naja, vielleicht hätte auch “ schlimmstes bayerisch” in Form einiger Töne, die die Gegenwart anderer Wale in der Nähe zumindest angedeutet hätten, ihn irgendwie in die richtige Richtung bewegen können, auch wenn für uns der Kontext nicht klar wäre. Aber nicht vergessen: er saß mindestens 4 Tage ohne Nahrung und mit viel Stress fest.
Da hast du vollkommen Recht. Aber nach Berichten war oder ist er sowieso nicht gerade gesund, und er hatte sich wohl in Netzen und leinen verfangen. Wer weiß, wie lange er schon kein Futter hatte.
Aber trotzdem: du hast Recht. Schade um so ein tolles Tier. Mich haben die immer bei allen Gelegenheiten sie zu beobachten unglaublich beeindruckt. LG Manu
Morddrohungen gegenüber Helfern, weil nach Ansicht der Täter nicht genug für den Wal getan wird!
Nachdem sehr viel getan wurde, der Wal aber trotz intensiver Unterstützung nicht den Weg in den Atlantik findet, krank und orientierungslos ist und offenbar gar nicht mehr weg will. Sehr vernünftige Entscheidung, nicht krankhaft ein Tier zu „retten“, das Teil der Natur ist und gar nicht gerettet werden will. Dass es normal ist, dass auch Wale sterben, ist wohl unbekannt…
Besteht die Menschheit größtenteils nur noch aus abgedrehten Spinnern?
Tja, manche würden ja wohl sogar noch nem Pferd oder einer Giraffe einen Rollstuhl verpassen, statt dem Tier den gnadentod zu gewähren. Absolut falsche “Tierliebe”.
Und den Wal - immerhin ein Wildtier und kein verwöhntes, an Menschen gewöhntes Haustier - endlich, nachdem er nicht mehr fest sass, in Ruhe zu lassen hätte ja auch dazu führen können, ihm Stress und Angst zu nehmen, so dass er sich selbst wieder berappelt hätte.
Ich weiss nicht, ob er noch lebt. Aber so ist nun Mal die Natur: jedes Lebewesen stirbt irgendwann.
Das habe ich mich schon oft gefragt.
Gerade wenn es um Tierliebe geht, werden die armen Kreaturen bis zum geht-nicht-mehr vermenschlicht.
Nur weil ein Hund so schön treudoof guckt, meint das Herrchen/Frauchen, der versteht mich.
Ein gestrandeter Wal ist mMn. schon so geschädigt, dass er keine Überlebenschancen hat. Entsprechend schädigende Umwelteinflüsse gibt es genügend.
Wirkt’s auf mich oft so, als würden manche übermotivierten Tierretter mit voller Wucht versuchen, das schlechte Gewissen der Menschheit auszubügeln.
Für die Medien ist das dann das Spektakel schlechthin. Dramatische Rettungsaktionen verkaufen sich einfach besser als die Fakten dahinter. Der permanente Lärm der Schifffahrt, die Verschmutzung der Meere und die ganzen Folgen interessieren halt weniger.
Trotzdem, ganz ehrlich, bin froh, dass es diese leicht verrückten Tierretter gibt. Die sorgen wenigstens dafür, dass überhaupt jemand hinschaut.