Wir alle haben doch schon die wunderbaren Melodien gehört, mit der sich Wale über weite Strecken hinweg abstimmen. Ich frage mich ob es einen gute Idee gewesen wäre (jetzt ist es wohl zu spät) den Ostsee Wal mit artspezifischer Walmusik aus der Ostsee heraus zu locken ?
Udo Becker
Klar, WENN man schon so weit gewesen WÄRE, das man diese „Walsprache“ soweit versteht, das man ein „komm mal hier raus“ hätte produzieren können.
Da das aber wohl noch lange nicht so weit ist und so ein Wal ja auch wollen muß hat wohl in den bisherigen Fällen nur das helfen durch etwas freibuddeln und verscheuchen geholfen. Es gibt sicher noch VIELE andere Aspekte wie geräuschverchmutzung, Müll im Meer, Klima, etc. die man berücksichtigen KÖNNTE (und natürlich auch zerreden könnte). Ich denke aber letztendlich bin ich zumindest froh wenn jedes dieser riesigen Tieren einfach nur ruhig weiter im Meer leben kann und wird.
Man beginnt allmählich, einzelne Walsprachen zu entschlüsseln, aber von einem „hier gehts lang“ sind wir noch weit entfernt. Hinzu kommt, dass Wale in Frequenzbereichen kommunizieren, die von Schiffs- und Industrielärm besonders betroffen sind und Wale, die sich verschwommen haben, auch tendenziell in Panik sind.
Ein menschliches „bitte folgen“-Signal dürfte also in etwa den gleichen Effekt haben wie ein auf schlimmstem bayrisch ausgerufener Hinweis auf einen Notausgang in einer brennenden Diskothek in Hamburg, in der sowohl die Nebelmaschine als auch Musik- und Lichtanlage noch auf höchster Stufe laufen.