weiss irgendjemand von Euch, ob der Buddhismus als Religion hier in Deutschland auch kirchlich anerkannt wird?
Hintergrund: Arbeit in diakonischen Einrichtungen und konfessionslosigkeit kann (und wird vielfach) mit Kündigung geahndet/bestraft. Wie sieht der Sachverhalt aus, wenn man zum Buddhismus überwechselt?
Hintergrund: Arbeit in diakonischen
Einrichtungen und konfessionslosigkeit
kann (und wird vielfach) mit Kündigung
geahndet/bestraft. Wie sieht der
Sachverhalt aus, wenn man zum Buddhismus
überwechselt?
In den Arbeitsverträgen katholischer oder evangelischer Einrichtungen wird häufig (nicht immer) ein Bekenntnis (nicht nur Taufe) zur jeweiligen Kirche gefordert. Das kann bis zu sehr persönlichen Lebensumständen reichen. Wenn z.B. ein Katholik nach Scheidung ein zweites Mal heiratet, kann dies zur Kündigung Anlaß geben. Es spielt also keine Rolle, ob man „konfessionslos“ ist oder sich zum Buddismus bekennt. Vor dem Arbeitsgericht werden nur entsprechende Klauseln im Arbeitsvertrag gewertet. Aber auch ohne solche Klauseln, hätte ein kirchlicher Arbeitgeber wohl gute Chancen vor Gericht, wenn ein Arbeitnehmer (nach diesbezüglicher Abmahnung) während seiner Arbeitszeit sich provokativ als nicht kirchlich gebunden erklärt oder gar gegen die Kirche agitiert.
Rüdiger Dierkesmann
als ich mein 3wöchiges Praktikum in einem sehr guten (sehr viele moderne und alternativ pädagogische Ideen verknüpfend) katholischen Kindergarten machen wollte, habe die Leute mich nur genommen, da sie mich und meine Erziehung kannten. Ich bin selbst mit 3-4 Jahren in diesen Kindergarten gegangen. Das hat die Leiterin, die früher meine Gruppenleiterin war, mir so nach dem ersten Monat erzählt.
Eine Gruppenhelferin erzählte mir, daß sie als Alleinerziehendenach Scheidung, doch ein paar Probleme mit dem Arbeitgeber hatte. Ihr habe aber die Überzeugungskraft der Kolleginnen und der Leiterin geholfen und die Tatsache, daß ihr Mann ihr in der Ehe Gewalt angetan hatte und deshalb die Scheidung unumgänglich war. Aber so ganz kommt der Pastor wohl nicht mit ihr klar.
Die anderen hatten keine Schwierigkeiten.
In evangelischen Einrichtungen ist es übrigens auch oft nicht anders. Meine Freundin, Protestantin, hat mal ein Praktikum in einer evangelischen Familienbildungsstelle absolviert. Dort hat sie aus Interesse aber auch für mich mal nachgefragt, wie es denn mit Kursleiterinnen anderer Religionen aussieht. Die nehmen sie nicht - egal um welches Thema es geht. Aber sie haben moslemische Putzfrauen!!! Seltsame Doppelmoral fand ich.
ja, das mit der Doppelmoral finde ich auch mies und habe ich leider auch schon allzu oft beobachten dürfen.
Es scheint leider so zu sein, je christlicher und offener man sich in der heutigen Zeit anderen Kulturen oder Glaubensrichtungen geben will, so stärker tritt doch hervor wie eingeengt diese Menschen in ihren Meinungen sind. Schade drum - vor allen für die, die einen anderen Glauben praktizieren oder praktizieren wollen oder einem anderen Kulturkreis angehören.
Meiner Meinung zeugt dieses „Gehabe“ von einem ganz schlichten geistigem Strickmuster. "Natürlich sind wir für alles offen und tolerieren auch Euren Glauben - aber unsere Kinder erziehen (was auch immer) - das lassen wir von Leuten besorgen, die unserem Glauben (dem „richtigen“ ?) angehören.
Wie dem auch sei: Auf jeden Fall vielen Dank für Dein Posting und weiterhin eine schöne Zeit für Euch
wünscht
Karsten
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]