Hallo Kroeti,
ich hab mir mal erlaubt, die Fragen aus deinen Postings zusammenzufassen 
warum wird meditiert: hat Gandalf ja schon kurz angerissen. Meditation ist eine Methode , die dazu dient, sich aus dem Getriebe der Welt zurückzuziehen, Einsicht zu gewinnen, achtsam zu werden …
was wird „angebetet“ : nichts eigentlich. Buddha z.B. wird zwar als Religionsstifter ver ehrt , genau so begegnet man auch der Lehre, dem eigenen Lehrer und anderen Menschen mit Respekt und Ehre, jedoch gibt es wie Gandalf bereits sagte keinen Glauben an ein übergeordnetes Wesen quasi „außerhalb seiner selbst“, im Gegensatz zu bespielsweise dem Gottesbegriff vieler monotheistischer Religionen.
woran geglaubt…: auch an nichts eigentlich. Als Buddhist ist man angehalten, nur das für sich als richtig anzuerkennen, was man selbst erprobt hat.
_Wie ist das mit der Reinkarnisation, ist es „Pflicht“ daran zu
glauben?
aber…wenn an ‚nichts‘ (ausser den Menschen an sich) geglaubt wird, woher kommt dann das Verständnis für die Wiedergeburt?:_
Hier muss man mit der Begrifflichkeit sehr vorsichtig umgehen. Viele Menschen verstehen unter „Reinkarnation“ oder „Wiedergeburt“ das gleiche wie „Seelenwanderung“, also die Vorstellung, dass es etwas gibt, was z.B. dich als Mensch ausmacht (Seele ?), und das quasi durch den Tod hindurch in eine „neues Leben“ „rübergerettet“ wird.
Der Buddhismus hingegen geht davon aus, dass es schlicht und ergreifend unlogisch wäre, wenn etwas, dass vorher existiert hat, nach dem Tod nicht mehr existiert (genau wie ein Stück Holz, wenn es verbrennt, ja nicht verschwindet, sondern sich z.B. in Energie und Asche verwandelt) Die Logik legt nahe, dass „es“ durch den Tod nicht komplett verschwindet, als wäre es nie dagewesen, sondern sich allenfalls wandelt. Was „es“ aber ist, und in was „es“ sich verwandelt, ja ob überhaupt ein „es“ existiert, dazu gibt es auch im Buddhismus ein großes Spektrum an Anschauungen. Um eine Idee von diesem Komplex zu bekommen kannst du dich ja mal hinsetzen und versuchen rauszufinden, was „dich“ ausmacht, also was dieses (selbt durch den Tod) unveränderliche an dir sein soll und was „dich“ auch bislang durch dein bisheriges Leben hinweg unveränderlich und unverwchselbar ausgemacht hat.
Und sicher gibt es im Buddhismus wieder fürchterlich komplizierte Bücher, die eine Grundlage umfassen, also das, was wir „Bibel“ nennen, oder „Bücher des Koran“, gibt es da auch sowas?
Der Kern der Buddhistischen Leere passt im Grunde auf eine Din A4 Seite. Er besteht aus den „Vier Edlen Wahrheiten“ und dem „Achtfachen Pfad“. Was sich dahinter verbirgt findest du z.B. auf der Homepage von http://www.dharma.de/main.html unter dem Stichpunkt „Was ist Buddhismus“ und dann „Buddhistische Lehre“.
Falls dir das nicht ausreicht, ist ein sehr gut verständliches, aber gleichzeitig fundiertes und keinesfalls oberflächliches Buch, welches ich immer gerne empfehle:
Alex Kennedy, „Was ist Buddhismus“, ISBN 3442123968 Buch anschauen [Buch anschauen]
Die Meditation hat einen besonderen Namen, weisst Du den?
Meinst du eventuell „Vipassana Meditation“ ? (aber wie Gandalf schon sagte, es gibt da alle möglichen Bezeichnungen)
Haben Buddhisten dieses Kasten-Denken? Also, wenn man ein gutes Leben geführt hat, man aufsteigt, wenn nicht, wieder „abfällt“ und als niederes Wesen wiedergeboren wird?
Nein. Zum einen würde das ja wie oben engedeutet eine „Seelenwanderung“ auch durch unterschiedliche „Wesensstufen“ vorraussetzen. Zum anderen würde hier eine Wertigkeit greifen, die den Buddhisten eigentlich fremd ist. Das einzige, worüber sich Buddhisten diesbezüglich einig sein dürften ist, dass wir uns alle freuen sollten, als Menschen auf der Welt zu sein, da es vermutlich die einzige Wesenform ist, in der man Erleuchtung erlangen kann 
Solche Überlegungen sind aber im Buddhismus eher Gedankenakrobatik und (IMHO) für die Lehre nicht wirklich wichtig.
)
Gruss
Marion