Hallöle.
Das ist unfair, ich wurde vom Strangschluß überrascht. 
Einwände zu Deinen Einwänden:
Das genau ist das Problem des deutschen Bildungssystems […]
Bei mir rennst Du offene Türen ein, wenn es um die völlige Abschaffung des gegliederten Schulsystems und seiner Ideologie geht.
Das Problem mit dem Ingenieurmangel bzw. mit dem Mangel an MNT-Fachkräften im allgemeinen ist doch aber ein Strukturproblem, was ihr in den alten Bundesländern ständig hattet. Ohne das leidige Thema zu sehr ausbreiten zu wollen, aber hast Du Dich einmal gefragt, wo ihr einen wesentlichen Prozentsatz der Fachkräfte in den Zeiten des Wirtschaftswunders hergenommen hattet? Das gegliederte Schulsystem hat seit 1945 nicht funktioniert; weder qualitativ noch quantitativ.
Nicht umsonst unterhielt die alte Bundesrepublik millionenschwere Initiativen zum Abwerben ostdeutscher Fachkräfte, als die Mauer noch nicht stand. Nicht umsonst holtet ihr euch Unmengen Ausländer ins Land, und seid auch noch zu dumm gewesen, diese Menschen (und deren Familien) anständig in die Gesellschaft zu assimilieren.
Wir haben die „Fidschis“ wieder in ihre Heimt geschickt (großer Teil) oder man verlangte, daß sie sich er deutschen Kultur vor Ort beugen mußten (kleiner Teil), wenn sie bleiben wollten.
Die Schieflage in der Studentenverteilung, die ich beklagenswert finde, stammt ebenfalls aus dieser Zeit. Lies es nach, Stichwort Westdeutsche Rektorenkonferenz, Wilhelm Flitner, 1957. Schlußpunkt war ein Papier, der „Tutzinger Maturitätskatalog“.
Die deutsche Sprache, die naturwissenschaftliche Allgemeinbildung und die Realien wurden im Gymnasium und speziell in der Sekundarstufe 2 systematisch a b g e w e r t e t. Und diese Ausrichtug des Schulsystems ist bis zum heutigen Tag existent, ist auch, wenngleich nicht derart ausgeprägt, in die neuen Bundesländer gesickert. Beobachte die Diskussionen; sobald einer aufsteht und fordert, daß die MNT-Fächer zumindest gleichberechtigt werden müssen, fällt der geisteswissenschaftliche Mob über denjenigen her mit abgedroschenen, die Intelligenz beleidigenden Phrasen wie „Es darf keine Zurückdrägung der anderen Fächer geben.“ oder „Wer Mathe oder Physik ausweitet, der tut das auf dem Rücken der anderen Fächer. Es gibt nicht nur Mathe oder Physik.“.
Wo sollen denn MNT-Fachkräfte entstehen, wenn den Kindern ab dem Kindergartenalter dieser Schwachsinn vermittelt wird. Und daß angeblich die entsprechenden Schulfächer untergeordnete Bedeutung hätten, daß die immer stärker werdende Differenzierung Möglichkeiten eröffnet, sich den „ungeliebten“ weil anspruchsvollen Fächern entziehen zu können? Sieh Dir die Stundenzahlen in den bevölkerungsreichsten Bundesländern an, wo mit Müh und Not lächerliche 25~27% der Unterrichtszeit auf die MNT-Fächer entfallen.
Nach der letzten innerdeutschen PISA-Studie hat man Sachsen für seine hohen Stundenumfänge in MNT gelobt, wo ich mir dachte, ohje, so geringe Stundenzahlen wie sie Sachsen in Mathe, Physik, Astro, Chemie, Bio, Technik, Info und Geo hat, gab es in dort seit 1946 (!) nicht mehr. In Thüringen ist es nicht besser. Eine primitive, rumpfhafte Lehre findet statt. Zu allem Übel fehlt noch die Berufsorientierung der Frauen auf die MNT-Studiengänge.
Was das alles für Auswirkungen hat, kannst Du jeden Tag an der Uni fröhlich miterleben. Milliarden, Abermilliarden von geistes- und wirtschaftswissenschaftlichen Studenten, oder inzwischen Studentinnen, während in Elektrotechnik im 1. Semester mit Ach und Krach 70 Leute herumgurken, von denen noch über die folgenden Semester 50% rausfliegen (sollen, werden, müssen).
Selbstgemachter Ärger. Alles.
Seit Jahren warnen uns OECD und EU, dass in Deutschland deutlich zu :wenig Akademiker ausgebildet werden, wir geben uns aber alle Mühe, :die Zahlen noch zu reduzieren.
Ich denke, das muß man differenzieren. Würde man eine Umverteilung in der Studienlandschaft vornehmen, dann wären viele Probleme gemildert, die mit der bloßen Anzahl der Studenten zusammenhängen.
Dennoch bin ich klarer Vertreter von echter Elitenbildung, d.h. die Abiturientenquote sollte auf 10% eingefroren werden plus weitere 5~10% über ein Modell wie die frühere Berufsausbildung mit Abitur.
Abiturientenquoten von 30, 40 oder 50% lehne ich strikt ab.
Das Reifezeugnis ist ausschließlich für die besten und fähigsten Kinder und ist eben kein Massenabschluß. Im Fahrwasser eines straffen Abiturs würde die Mittlere Reife zudem wieder aufgewertet, denn in diesem Bildungsgang könnten wieder gymnasiale und gymnasialartige Anforderungen an alle Kinder gestellt werden.
Egal, wie viele Ingenieure in den nächsten Jahren ausgebildet
werden, sie werden nicht einmal ansatzweise ausreichen, die große
Rentenwelle abzufangen. Geschweige denn, den steigenden Bedarf zu
decken, den Deutschland bräuchte, um global konkurrenzfähig zu bleiben.
Das weiß man aber schon seit 1995.
Deutschland wird der alte Volksspruch zur Kindererziehung ereilen:
Wer nicht hören kann, muß fühlen. 1990 gab es eine Alternative, die prozentual eine sehr hohe Quote an MNT-Absolventen erzeugte.
Times Higher Education Supplement, das sog. „THES ranking“.
Die Kriterien kannst Du dortselbst nachlesen, aber es wird – ganz
Deinem Papsttum entgegenkommend – die Reputation unter den „peers“
bewertet, über direktes befragen von 5000 Professoren, 1500 großen
Konzernen/Firmen und es wird ausgewertet, wer wie häufig zitiert
wird. Nicht einmal Du wirst bestreiten, dass ein Papst häufiger
zitiert werden sollte, als ein Laienpriester, oder?
Eins ist Fakt, solche Ranglisten kann jeder lesen, wie er es möchte.
Ich nannte Namen, die unbestritten zu den größten Elektrotechnikern aller Zeiten gehören und sich u.a. in der Lehre hervortaten.
Manche davon sind schon tot, die werden recht unwahrscheinlich in solchen Ranglisten auftauchen. 
Des weiteren gibt es sehr viel Fachliteratur, die im Umlauf ist und häufig benutzt wird, die aber mittelmäßig oder sogar schlecht ist.
Jaja, die Leuchttürme aus der DDR.
…waren ausnahmslos Traditionshäuser, die es schon gab, da war die KPD noch Quark im Schaufenster. 
Du kannst ja mal selbst auswerten, wie viele Fachartikel weltweit
auf Englisch und wie viele auf Deutsch veröffentlicht werden, wenn
Du den anderen, die diese Auswertung bereits gemacht haben, nicht
glauben magst.
Was geht es denn um die dämlichen Fachartikel, die Rede war von Studienbüchern. Kein Student liest irgendwelche Fachartikel zu irgendwelchen spezifischen Problemstellungen, die er weder in den Zusammenhang einordnen kann, noch mit dem Interesse eines wissenschaftlichen Mitarbeiters verfolgt.
Fachartikel, auch englischsprachige, lesen und erschließen sich von alleine, wenn ich mich zuvor in die Grundlagen einarbeiten konnte. Und sofern es nicht ein sehr neues Untergebiet der Elektrotechnik ist, steht alles in bestem Deutsch irgendwo bereits niedergeschrieben, bei Lunze, Philippow, Schwab, Oswald usw. usf…
Wenn man einen Sachverhalt wirklich verstehen will, und nicht mit
Geschwurbel ala „Dies ist o.B.d.A trivial“ oder „… sei dem
geneigten Leser zur einfachen Übung überlassen“ alleine gelassen
werden möchte, dann sollte man um deutsche Literatur einen großen
Bogen machen und sich gleich den angelsächsischen Kollegen zuwenden.
Das ist ein zweischneidiges Schwert. Unrecht hast Du gewiß nicht, der didaktische Stil des angelsächsichen Raumes ist aber nicht zuletzt dem problematischen Bildungssystem der USA geschuldet.
Die Gesamtschule dort ist von der totalen Differenzierung zugrundegerichtet worden; selbst einen Bachelor of Engineering muß man nach seinen individuellen Kursen fragen, da doch sehr unterschiedlich ausgebildet wird. Das System streut dermaßen extrem, daß auf Vorkenntnisse kein Verlaß ist, weswegen bei der Ursuppe begonnen werden muß und didaktisch möglichst dergestalt, daß der letzte Kloß es begreift.
Und ehrlich: Bißchen Knobeln gehört dazu, so daß nicht alles vorgekaut werden sollte. Das macht ein Studium in Deutschland aus.
Es gibt Ausnahmen. Mathebücher von Jänich z.B. Aber dafür bekommt er
ja auch ordentlich Haue, seine Bücher seien zu oberflächlich oder
unvollständig.
Der Jänich aus Dresden, der inzwischen in Regensburg gelandet ist?
Gespielt wird von vielen Orchestern, die ersten Geigen kommen aus
den USA oder GB, jedenfalls nicht aus Deutschland.
Als elektrotechnisch vertiefter Ingenieurphysiker sehe ich das anders.
In Deutschland finden sich genug Namen, die in der Energietechnik vorne mitspielen, dem Gebiet, was nach der Flaute wegen der Schwachstromtechnik nun den 2. Frühling erlebt.
In Sachen Mikroelektronik fehlen mir die Einblicke, aber auch die Lehre von den elektrischen Maschinen und die Regelungs- und Systemtheorie ist eher Weltspitze als von den USA oder GB dominiert.
Eine schlechtere Lehre, als in Deutschland, ist fast nicht mehr machbar.
Komm, das ist defintiv nicht richtig.
Die Philosophie ist eine völlig andere im angelsächsischen Raum und alles hat Vorteile und Nachteile. Wo ich zustimme, ist, daß die Universitäten mit „Forschung und Lehre“ falsch orientiert sind; es muß heißen „Lehre und Forschung“, denn ohne Lehre keine Forschung.
Problematisch ist auch hier, daß Ostdeutschland versucht hat, Methoden gegen die ruppige Art der Universität zu finden. Eine Idee war super, und zwar pädagogisch ausgebildete Hochschullehrer, u.a. Ingenieurpädagogen in großen Zahlen einzusetzen. Eine zweite Idee war Blödsinn, als das Studium Mitte-Ende der 70er vom umfassenden Wissenserwerb zur starken Anwendungsorientiertheit verschoben worden ist und die Universitätsstudiengänge wegen der verstärkten praktischen Anteile abflachten. Das war in einigen Studiengängen nur noch wie Fachhochschule plus, nicht mehr wie Universität. Ich wurde Gott sei Dank verschont, weil ich rechtzeitig davor abschloß.
Nirgendwo sonst wird man als Student als störendes Gewürm einsortiert,
dass sein Abitur nur aus Versehen bekommen habe und ohne Stipendium
der Studienstiftung des Deutschen Volkes einer Betreuung durch ihro
Magnifizenz, Spektabilität und Durchlauchtigst Professor Dr. Dr.
Trallala gänzlich unwürdig sei.
Die Studienstifung des Deutschen Volkes ist nicht unbedingt ein Aushängeschild, vielmehr ein reaktionärer Sauhaufen mit dem Ziel der Sozialelitenbildung. Wirkliche Talent- oder Begabtenförderung findet dort nicht statt. 
Gewiß hast Du nicht Unrecht, aber es gibt solche und solche. Vielleicht nehme ich es nicht mehr wahr, weil ich älter als mancher Professor bin, oder weil ich Abschlüsse habe oder wegen meines Lebenslaufs, aber mir kommt kein Professor blöde und ich kenne keinen, mit dem ich zu tun habe, der die Studenten voll von oben herab behandelt. Respekt ja, Achtung vor dem akademischen Grad Dr. und dem Amt Prof. ja, mittelalterliches Zukreuzekriechen nein.
Wenn ein Student natürlich die Anstands- und Höflichkeitsregeln bricht, dann werden die Herren fuchsig, aber wer höflich auftritt, der hat nichts zu befürchten.
Wer auch nur mal ein paar Wochen an einer ausländischen Hochschule
verbracht hat, der weiß, was für einen gewaltigen Unterschied es gibt.
Wäre auch dumm, die zahlende Kundschaft zu verprellen.

MIT mit Stipendium ihren Doktor machen können
Das MIT ist für die allerallerallermeisten unerreichbar, aus finanziellen Gründen. Ich habe mich ein bißchen mit deren Studienplan beschäftigt, die Sachen, die ich selber kenne, und das ist überhaupt nichts Neues dort. Das bekommt man u.U. an einer guten Fachhochschule geboten, wenn man die richtigen Professoren und die richtige Einrichtung erwischt. Sicherlich nicht immer in der MIT-Tiefe, aber die Ivy League lebt vom Mythos und vom Prestige, und davon, daß dadurch vermehrt gute Leute hingezogen werden, aber die Ivy League ist kein Hort überragender Lehre.
Das wiederum halte ich für ausgemachten Blödsinn. Ungefähr so, wie
die Verschwörungstheorie, derzufolge Deutschland in den letzten
Eurovisions-Schlager-Wettbewerben […]
Nein, nein. Das stimmt. Ich erkläre es Dir: Wissenschaftler, die dem schwedischen Nobelpreiskomitee oft vorgeschlagen werden, sind irgendwann nicht mehr abzulehnen. Was tut die Ivy League? Die Universitäten sprechen ihre Nobelpreiskanidaten untereinander, so daß dort geschlossen sehr oft hintereinander, immer und immer wieder, die gleichen Namen für den Nobelpreis vorgelegt werden. Irgendwann gibt es den Preis dann. Hat Havard dann seinen Willen bekommen, ist das nächste Mal das MIT oder Princeton oder Yale dran.
Und nun rate, was Deutschland natürlich nicht tut. 
Die Ivy League und das Nobelkomitee sehen sich für diese Dinge mehr und mehr Kritik ausgesetzt. Das gährt und brodelt nun schon Jahre.
Und natürlich wird kritisiert, daß die US-Forschung zu beachtlichen Teilen von ausländischen Forschern getragen wird, womit wir wieder beim Bildungssystem wären. Mit fällt kein entwickeltes Industrieland ein, wo die Forschung dermaßen stark von der Schule und der Lehre abgekoppelt und ökonomisiert ist.
Dieses Gerede über die „Weltspitze“ ist daher mit Vorsicht zu genießen und für mich ist Weltspitze in Anwendung gebrachte Theorie. Und hier schreitet die deutsche Ingenieurwissenschaft schneller als z.B. die US-amerikanische. Wobei lobend hinzugefügt werden muß, daß Thüringen und Sachsen die Stellung halten. Die beiden Bundesländer sind zahlenmäßig der Ingenieurmotor Deutschlands; jede 2. Ingenieurpromotion kommt inzwischen aus Thüringen oder Sachsen.
Wenn dort nicht vehement auf MNT gepocht werden würde an den Technischen Universitäten und Fachhochschulen, wären wir lange weg vom Fenster.
Asien besteht nicht nur aus China. Außerdem herrschen da doch
geradezu traumhafte „DDR“ Zustände, mit Drill, Zucht & Ordnung.
Wo Du Deine Weisheiten hernimmst; es gab keinen Drill und Zucht auch nicht. Es wurde schlicht und ergreifend diszpliniert gearbeitet.
Deutsche Tugenden.
China hat ein gegliedertes Schulsystem mit einem Privatschulenanteil, der unaufhörlich steigt. Im Grund das, was bildungspolitisch absolut der falsche Weg und überhaupt nicht modern ist, im Sinne einer guten Bevölkerungspolitik. Eine schlichte Elite-Katalysator-Politik, die auf Grund der Menschenmassen rasend fortschreitet, die chinesische Gesellschaft aber belastet.
D.h. sie brauchen bestimmt keine Jahrzehnte mehr, da wir ja mit
unserem Kuschelabitur und verweichlichten Studentenlümmeln nichts
mehr auf die Beine stellen können.
Dann wähle eine Partei, die das gegliederte Schulsystem restlos dahin verschwinden lassen will, wo es seit über 100 Jahren hingehört, nämlich in die Gosse, und wo im Gegenzug ein harmonisiertes Gemeinschaftsschulsystem aufgebaut wird, was die Ideale der deutschen Lern- und Leistungsschule revitalisiert.
Richtig. Um so kapitale „fuckups“ wie den A380 hinzubekommen,
da braucht es schon deutsche Gründlichkeit gepaart mit französischer
Arroganz.
Wenn ich den Entwurfs- und Entwicklungsprozeß des A380 richtig verfolgt habe, mangelte es an deutscher Gründlichkeit, weil irgendwo wieder einer dieser denk- und technikunfähigen BWL-Idioten („Manager“) das große Maul hatte und Termine in Verträgen zusicherte, die mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht zu halten waren.
Aber ein Auto zu konstruieren, das bei vollem Tank bereits sein
zulässiges Gesamtgewicht überschreitet, dass schaffen deutsche
Ingenieure ganz alleine.
Die deutsche Automobilindustrie hat sich in den letzten 15 Jahren von A bis Z nicht mit Ruhm bekleckert. Die Managertrottel machen es vor, und die Ingenieure ziehen nach. 
Ich kannte bis dahin lediglich die für mich relevanten
Veranstaltungen des ersten Semesters. Die zugehörigen Professoren
waren mir gänzlich unbekannt bzw. ich konnte vielleicht den Namen
aus dem Vorlesungsverzeichnis abschreiben, damit aber nichts
verbinden.
Keine Studienberatung genossen? Keine Gespräche, was wie worauf abzielt, welche Ausrichtung dadurch das Studium gewinnt, und wer was wann erfunden hat oder jetzt wo was mit wem warum tut, lehrt, erforscht?
Sollte doch vom Studienberatungsamt oder mit den schnellen Medien heutzutage leicht herauszubekommen sein.
Da fängt es doch wieder an: lautstark auf das Hochschulsystem einschlagen, aber es nicht für nötig erachten, sich ein bißchen genauer mit dem bevorstehenden Lebensabschnitt auseinanderzusetzen.
Was denn nun? Entweder die Studenten ziehen mit und leisten ihre Pflichten und ihren Beitrag, auch vor dem Studium, dann können sie von mir aus mit dem Finger auf alle zeigen, zurecht in dem Fall, oder aber keinen interessierts, tja, Studium weil studieren, irgendwas, keine wirklich Ahnung von dem, was kommt, klärt sich ja sowieso alles irgendwie. Dann aber gefälligst ruhig sein.
Man braucht sich nicht wundern, daß sich trotz der Verzerrungen im Hochschulsystem kaum was bewegt, oder nur der falsche Kanal läuft, wenn die im Wohlstand sozialisierten Studentn bereits indifferent und ohne jeden Biß in das Unigebäude stolpern.
Mir würde ehrlich gesagt als Professor auch die Hutschnur platzen, wenn die Studentenschaft in einer Tour fordert, aber nicht in der Lageist, sich ordentliche Sachen anzuziehen, sich zu kämmen, pünktlich zur Vorlesung zu erscheinen, sich während der Vorlesung ruhig und diszipliniert zu verhalten, höflich die Herren Doktores und Professores zu grüßen, eMails mit Begrüßung, Sie und Auf Wiedersehen zu formulieren, vorbereitet und neugierig zur Übung zu kommen, beim Sprechen den Kaugummi zu untelassen, zu reden, wann man gefragt wird und sich nicht wüst in die Gespräche fremder und/oder höhergestellter Leute einzumischen et cetera, et cetera, et cetera.
Die Studentenschaft hat mit sich selber genug zu tun, bevor sie große Reden gegen das noch stabile Hochschulsystem schwingen kann.
Viele Grüße Fritz
Guite Nacht