Bücher für Elektro- und Informationstechnik

Servuz Leute,

Bin zur Zeit auf der Suche nach guten Büchern zum Thema „Elektrotechnik und Informationstechnik“ (Habe vor das ab dem kommenden Wintersemester zu studieren).
Können sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene bzw. Profis sein :wink:
Freue mich auf Antworten
MfG
Green_Pepper

Hallo,
mein Tipp: Schau in das Vorlesungsverzeichnis (wenn das für dieses Jahr noch nicht da ist, nimm das von letztem Jahr) Normalerweise ist bei jeder Veranstaltung Literatur angegeben. Besorg dir die Literatur die bei den Einführungs/1. Semestlerveranstaltungen angegeben ist, damit kannst du dich wirklich auf das vorbereiten, was du dann lernene sollst.
Gruss Backs

Moin,

Habe vor das ab dem
kommenden Wintersemester zu studieren

wenn Du schon weißt wo, dann wende Dich an die Leutchen der Fachschaft und frag die nach Literaturlisten. Dann kriegst Di Informationen aus erster Hand.

Gandalf

Tach,

Bin zur Zeit auf der Suche nach guten Büchern zum Thema
„Elektrotechnik und Informationstechnik“ (Habe vor das ab dem
kommenden Wintersemester zu studieren).

Jeder Elektrotechnikstudent braucht einen Tietze/Schenk. Es gibt zwar in der Regel ein paar Exemplare in der Bibliothek, aber das ist so ein Standardwekr, davon sollte man einen im privaten Bücherregal haben. Sehr hilfreich im Laufe des gesamten Studiums.

http://www.tietze-schenk.de/

Ende des Jahres kommt allerdings eine neue Auflage heraus. Vielleicht wartest Du bis dahin und holst Dir erstmal ein Exemplar aus der Bibliothek.

Ansonsten kann ich Dir nur dringend raten, am Anfang eher nach guten Mathebüchern Ausschau zu halten. Den Rest bekommst Du sehr schnell an der Uni selbst mit.

Gruß

Fritze

Moin Fritze,

Jeder Elektrotechnikstudent braucht einen Tietze/Schenk.

ui, den gibt es immer noch?!
Der war schon zu meiner Zeit die Bibel der Elektroluxe.

Qualität bleibt :wink:

Gandalf

Grüß Dich.

An der didaktischen und intellektuellen Vormachtsstellung der Altvorderen hat sich in der Elektrotechnik seit meinem Studium nichts geändert. Die besten Bücher kommen noch immer von den „Päpsten“ der Elektrotechnik.

Da Du hoffentlich ein ordentlicher Elektrotechniker werden möchtest,
hier ein Reihe von Namen, um die Du keinesfalls herumkommst:

Klaus Lunze
Eugen Philippow
Bernd Oswald
Harald Koettnitz
Károly Simonyi
Adolf Schwab
Karl Kopfmüller
Albrecht Möschwitzer.

Vor allem deren Grundlagenwerke m u ß t Du einfach lesen.

Weitere sehr gute Bücher für das allgemeine Grundlagenstudium der Elektrotechnik, ältere und neuere, einschließlich Formelbücher, sind meiner Meinung nach geschrieben worden von

Manfred Seifart (Digitale Schaltungen, Analoge Schaltungen)
Michael Reisch (Elektronische Baulemente)
Josef Lutz (Halbleiterphysik und Leistungselektronik)
Helmut Lindner (Elektrotechnik, Lehrbuch der Physik)
Siegfried Altmann (Elektrotechnik)
Herbert Schneider, Hellmut Zimmer (Physik für Ingenieure)
Theodor Bödefeld, Heinrich Sequenz (Elektrische Maschinen)
Rolf Fischer (Elektrische Maschinen)
Germar Müller, Karl Vogt (Entwurf und Berechnung elektrischer Maschinen)
Christian Märtin (Mikroprozessoren, Rechnerarchitekturen)
Helmut Bähring (Mikrorechnertechnik)
Peter-Klaus Budig (Wörterbücher, Stromrichter und Antriebstechnik)
Peter Vielhauer (Theoretische Elektrotechnik)
Wolfram Dötzel (Mikrosystemtechnik)
Hans-Jochen Bartsch (Mathematik)
Ilja Bronstein (Mathematik)
Wilhelm Göhler (Mathematik)
Wilhelm Leupold (Mathematik)
Klemens Burg, Herbert Haf, Friedrich Wille (Mathematik)
Christian Gerthsen (Physik)
David Halliday (Physik)
Charles Mortimer (Chemie)
Hans Hoischen (Technisches Zeichnen)
Heinz Birnbaum, Werner Städtler, Raimund Drath u.v.a. (Das Grundwissen des Ingenieurs)
Heinrich Dubbel (Taschenbuch für den Maschinenbau)
Georg Klaus (Systemtheorie, Kybernetik, Philosophie)
Rolf Unbehauen (Regelungstechnik)
Wolgang Wendt, Holger Lutz (Regelungstechnik)
Joachim Frühauf (Werkstoffe)
Heinz Greif (Kaltkathodenröhren)
Albert Kloss (Oberschwingungen)

Die Bücher der Herren sind leicht über eBay, Antiquariate oder Amazon zu finden. :smile:

Wohlbemerkt sind nicht alle Bücher gleich gut für einen Einstieg geeignet oder für jeden Studenten gleich gut verdaulich.

Ein hilfreicher Ratschlag ist noch, die großen Originale zu lesen, speziell deren Haupt- und Grundlagenwerke. Zum Beispiel Heinrich Hertz, John Sealy Townsend, Oliver Heaviside, Claude Elwood Shannon, Arnold Sommerfeld, Richard Feynman, Norbert Wiener, William Ashby u.v.v.m… Das ist nicht nur etwas für den geistigen Horizont, sondern die Altmeister schrieben oft auch sehr gute Bücher.

Das gilt allerdings nicht für alle großen Namen:
Von James Clerk Maxwell rate ich in dem Zusammenhang z.B. ab, weil der seine Schriften in Quaternionen und mit ausgeschriebenen Koordinaten verfaßt hat, so daß es besonders für den Anfänger unglaublich unübersichtlich ist; es liest sich zäh.

Da der Tietze schon genannt wurde: Ich finde ihn nicht gut. Ein plumpes, dickes Nachschlagebuch. Da helfen einem die zwei Schaltungsbücher von Seifart und das Bauelementebuch von Reisch sehr viel mehr.

Welche Ausrichtung hat Dein Bachelor Elektrotechnik und Informationstechnik? Tendenziell Schwachstromelektrotechnik oder Starkstromelektrotechnik? Oder generalistisch, daß Du im Master die üblichen Verdächtigen als Vertiefungsrichtung wählen kannst? (Energietechnik, Nachrichtentechnik, Mikroelektronik, Automatisierungstechnik, Informations(system)technik)

Viele Grüße

Hallo Reinerlein,
welcher dieser Bücher (nicht Mathe oder Physik) würdest du einem interessierten Studenten (also mir) als Einstieg empfehlen?

Gruß
Kati

Guten Abend.

Verstehe ich das richtig, Du willst als Physikerin Einstieg in Elektro t e c h n i k finden? Welches Lehrgebiet innerhalb der Elektrotechnik?
Im Gegensatz zu Deiner geradlinigen Physik zerfällt die Elektrotechnik in ein unglaublich facettenreiches Gewirr von Unterdisziplinen.
Willst Du allgemein einsteigen wie der gemeine Elektrotechnikstudent oder schwebt Dir was vor?

Aber die theoretischen Grundlagen der Elektrotechnik, Ingenieure nennen es Theoretische Elektrotechnik, Physiker nennen es Elektrodynamik, kannst Du ja schon als Physikerin. :smile:

Viele Grüße

Hallo,

Wohlbemerkt sind nicht alle Bücher gleich gut für einen
Einstieg geeignet oder für jeden Studenten gleich gut
verdaulich.

Genau genommen ist so gut wie keines der genannten Werke für einen Schüler(!) ein geeignetes Werk für einen sanften Einstieg. Feynman als ausgewiesenen Experten für Quantenelektrodynamik für Einsteiger in Elektrotechnik zu empfehlen ist ein Treppenwitz. Selbst seine viel gelobten „Feynman Lectures on Physics“, die eigentlich für Anfänger gedacht waren, sind eher für Fortgeschrittene *Physikstudenten* geeignet, da er sicher auch ein wenig eitel war und bei so manchen Dingen das „schaut mal, liebe Kollegen, wie pfiffig ich das Phänomen erklärt habe“ im Vordergrund stand. Von Heaviside oder Hertzens Originalwerken mal ganz zu schweigen.

Da der Tietze schon genannt wurde: Ich finde ihn nicht gut.
Ein plumpes, dickes Nachschlagebuch.

Während sich der Dubbel (das ist der Tietze/Schenk für Maschinenbauer – wer auf Mechanik steht, möge ihn sich mal anschauen) oder der Bronstein (reine mathematische Formel- und Tafelsammlung) sich lesen, wie Harry Potter, gell?

Ich würde bei der Wahl zwischen Seifart und Tietze/Schenk stets den letzteren anschaffen. Für die Vorlesung Analoge Schaltungen kann man sich sein zugehöriges Werk dann aus der Bibliothek holen.

Welche Ausrichtung hat Dein Bachelor Elektrotechnik und
Informationstechnik? Tendenziell Schwachstromelektrotechnik
oder Starkstromelektrotechnik?

Noch gar keine. Der Mensch ist noch Schüler.

Gruß

Fritze

3 „Gefällt mir“

Hallo,

welcher dieser Bücher (nicht Mathe oder Physik) würdest du
einem interessierten Studenten (also mir) als Einstieg
empfehlen?

Für Experimentalphysiker (die ja die Grundlagen der Elektrotechnik bereits im Grundstudium kennen lernen), die im Hauptstudium in die Verlegenheit kommen, tatsächlich mal einen Schaltung konstruieren zu müssen, empfehle ich

Horowitz/Hill – The Art of Electronics

Wohlgemerkt nicht für theoretische Elektrotechnik, sondern für angehende Lötkolbenyogis ohne Praxiserfahrung.

http://www.bookzilla.de/shop/action/productDetails/3…

Gruß

Fritze

Hallöle.

Genau genommen ist so gut wie keines der genannten Werke für
einen Schüler(!) ein geeignetes Werk für einen sanften
Einstieg.

Herr Gott, der Fragende studiert ab kommendem Wintersemester, d.h. in zwei Monaten.
Wie weinerlich kann man sein? Glaubst Du, die nächsten paar Wochen stößt er auf das Wunderdopingmittel für das Gehirn? So wie er geistig gegenwärtig drauf ist, ist er es auch zum Studienbeginn.

Ob er jetzt in die Literatur einsteigt oder dann, ist daher völlig irrelevant. Der Brotkorb hängt sowieso, wo er hängt.

Viele der genannten Bücher sind für Universitätsstudenten geeignet, u.a. weiß ich das deswegen, weil ich mit den älteren Werken vor ein paar Jahren selber studierte.

Feynman […] Selbst seine viel gelobten
„Feynman Lectures on Physics“, die eigentlich für Anfänger
gedacht waren, sind eher für Fortgeschrittene
*Physikstudenten* geeignet, da er sicher auch ein wenig eitel
war und bei so manchen Dingen das „schaut mal, liebe Kollegen,
wie pfiffig ich das Phänomen erklärt habe“ im Vordergrund
stand. Von Heaviside oder Hertzens Originalwerken mal ganz zu
schweigen.

Lesen hilft weiter.
Wie ich eindeutig schrieb, können (sollten) die Altmeister hinzugezogen werden. Ich sprach nicht davon, das Studium darauf zu gründen. Wenn er aber richtig s t u d i e r e n will, muß er die Klassiker einmal gelesen haben. Was übrigens an Heaviside oder Hertz „ganz zu schweigen“ sein soll, entzieht sich meinem Verstand, da z.B. die berühmte „Electromagnetic Theory I, II, III“ von Heaviside aus den 1920er Jahren wunderbar zu lesen ist. Spätestens ab dem 4. Semester sollte er damit keine Probleme haben. Es ist eine ansprechende Vertiefung für sein Studium.

Und: Ich empfehle grundsätzlich keine Fachliteratur, die ein Student nach ein paar Wochen oder dem 1. Semester weglegen kann. Solche Werke sind unwürdig und Ratschläge dieser Couleur sind nicht Sinn und Zweck.
Er wollte anständige Fachliteratur für das Elektrotechnikstudium hören. Die Elektrotechnikpäpste nannte ich. Mit deren Grundlagenbüchern macht man nichts falsch, im Gegenteil, das sind die Standardwerke.

Während sich der Dubbel oder der Bronstein sich lesen
wie Harry Potter, gell?

Eine gute Formelsammlung braucht jeder Ingenieur. Den Dubbel kann auch ein Elektrotechniker gebrauchen, denn man sollte nicht als elektrifizierter Volltrottel aus der Universtität kommen sondern erhobenen Hauptes als gebildeter Mensch mit der Dipomurkunde aus dem Tore treten. Daß man dann Diplomingenieur oder Master der Elektrotechnik heißt, ist purer Nebeneffekt. Grundkenntnisse des Maschinenbaus gehören dazu.
Der Dubbel, den es übrigens als eBook kostenlos hintergeschmissen gibt, wenn die Unibibliothek nicht rundrum bescheuert ist, ist eine schöne Zusammenfassung.

Bei der mathematischen Formelsammlung kann man streiten. Mein Studium war von den Grundlagen her ein Physikstudium; ich kann demzufolge mit dem Bronstein arbeiten. Zumindest konnte ich es. :smiley:
Viele Ingenieure ächzen aber, wenn sie „Bronstein“ hören - nicht zu Unrecht. Der Bartsch oder der Göhler sind geeigneter. Mir gefällt der Bartsch besser, wobei ich auch einen Göhler in der Bücherwand stehen habe. Beides herausragende mathematische Formelsammlungen für Ingenieure.

Wie gesagt, für Schaltungstechnik soll er den plumpen Tietze links liegen lassen. Er soll schließlich den Stoff erlernen und durchdringen. Wenn er dann tatsächlich in Richtung Elektronik geht, kann er sich den Schinken immer noch zulegen - falls er häufiger Schaltungen konsultieren muß. Ist sein Master keine elektronische Vertiefung, kann er den Tietze komplett weglassen. Die Seifarts sind die besseren L e h r bücher. Die Bauelemente und die Halbleiterphysik bekommt er besser aus dem Reisch oder den Büchern von Möschwitzer bzw. auch aus dem Buch von Lutz, wenn es in die Energietechnik, d.h. automatisch Leistungselektronik, geht.
Wie vom Tietze rate ich nebenbei bemerkt auch vom Papula ab, den ich mit jedem Jahr öfter in den Studentenhänden sehe. Ein dreibändiges Werk für ein Schweinegeld, was mit Müh und Not das 1. Studienjahr Höhere Mathematik abdeckt und den Fokus viel zu sehr auf das reine Rechnen legt… Solche Bücher braucht man nicht in die Hand nehmen.

Welche Ausrichtung hat Dein Bachelor Elektrotechnik und
Informationstechnik? Tendenziell Schwachstromelektrotechnik
oder Starkstromelektrotechnik?

Noch gar keine. Der Mensch ist noch Schüler.

Du bist ein wahrhaftiger Witzbold. Wenn er im Wintersemester anfängt, sollte er jetzt, einige Wochen vor dem Beginn des Studiums, vollste Informationen über seinen Studiengang vorliegen haben. Das heißt, er weiß, in welche Richtung die Sache sich entwickelt und könnte anworten, wenn er wollte. :smile:

Gute Nacht

1 „Gefällt mir“

Hallo,

Herr Gott, der Fragende studiert ab kommendem Wintersemester,
d.h. in zwei Monaten.
Wie weinerlich kann man sein? Glaubst Du, die nächsten paar
Wochen stößt er auf das Wunderdopingmittel für das Gehirn? So
wie er geistig gegenwärtig drauf ist, ist er es auch zum
Studienbeginn.

Ja. Wenn er es dann aber mit Menschen zu tun bekommt und nicht weltfremden Eigenbrötlern, dann hat er auch in zwei Monaten einen sanften Einstieg und kein „Blut, Schweiß & Tränen“ Gesabbel, wie es mir in Erinnerung geblieben ist. Was für merkwürdige Menschen doch zum Professor berufen werden.

Er wollte anständige Fachliteratur für das
Elektrotechnikstudium hören.

Na dann …

Die Elektrotechnikpäpste nannte ich. Mit deren Grundlagenbüchern
macht man nichts falsch, im Gegenteil, das sind die Standardwerke.

Die Päpste sind schon lange ganz wo anders. Nicht umsonst findet man bei den Ingenieurwissenchaften und IT unter den Top 50 Universitäten nur eine einzige deutsche Uni. Die TU München auf Platz 40. Beste deutschsprachige Hochschule ist die ETH Zürich, die es immerhin auf Rang 14 bringt.

Das kann man bedauern oder auch nicht, aber die Musik spielt vor allem in den anglo-amerikanischen und asiatischen Instituten. Und zwar auf Englisch.

Während sich der Dubbel oder der Bronstein sich lesen
wie Harry Potter, gell?

Der Dubbel, den es übrigens als eBook kostenlos
hintergeschmissen gibt, wenn die Unibibliothek nicht rundrum
bescheuert ist, ist eine schöne Zusammenfassung.

Genau, wie der Tietze/Schenk.

Bei der mathematischen Formelsammlung kann man streiten. Mein
Studium war von den Grundlagen her ein Physikstudium; ich kann
demzufolge mit dem Bronstein arbeiten.

Wo da das Problem sein sollte, ist mir unklar. Aber eine mathematische Formelsammlung als hübsche Einstiegslektüre …

offenbar haben wir beide hier die Aufgabenstellung vollkommen unterschiedlich verstanden.

Viele Ingenieure ächzen aber, wenn sie „Bronstein“ hören -
nicht zu Unrecht. Der Bartsch oder der Göhler sind geeigneter.

Und zwar warum? Ist der Einband stabiler?

Wie vom Tietze rate ich nebenbei bemerkt auch vom Papula ab,
den ich mit jedem Jahr öfter in den Studentenhänden sehe.

Ich mochte ihn auch nicht. Aber nicht, weil er den Fokus auf Rechnen hat, sondern weil er typisch deutsch unverständlich daherkommt. Es gehört sich für einen Ingenieur, dass er anständig rechnen kann. Ich finde es erstaunlich, wie viele Universitäten ihren Studenten Mathematik mit den Mathematikern zumuten. Die können zwar zeigen, dass es eine Lösung gibt und zur Not sogar beweisen, dass sie eindeutig ist. Aber wie sie lautet, dazu fehlt’s dann :smile:

Mein Erfahrung war, dass Studenten von Unis mit gesonderten Matheveranstaltungen durchweg bessere „Rechner“ hervorbrachten.

Du bist ein wahrhaftiger Witzbold. Wenn er im Wintersemester
anfängt, sollte er jetzt, einige Wochen vor dem Beginn des
Studiums, vollste Informationen über seinen Studiengang
vorliegen haben. Das heißt, er weiß, in welche Richtung die
Sache sich entwickelt und könnte anworten, wenn er wollte. :smile:

Ja. Am besten hat er sich schon ausgerechnet, wann er mit wieviel Geld bei Siemens in den Vorruhestand gehen kann, bevor er das Studium antritt.

Gruß

Fritze

1 „Gefällt mir“

Hallo Fritze,

Horowitz/Hill – The Art of Electronics

Wohlgemerkt nicht für theoretische Elektrotechnik, sondern für
angehende Lötkolbenyogis ohne Praxiserfahrung.

Danke, sowas schwebte mir vor.
Habe gerade gesehen, dass wir den auch in der Bib haben, also kann ich am Montag mal reinschauen.

Viele Grüße
Kati

Hallo,

Verstehe ich das richtig, Du willst als Physikerin Einstieg in
Elektro t e c h n i k finden?

Öhm, warum nicht?

Willst Du allgemein einsteigen wie der gemeine
Elektrotechnikstudent oder schwebt Dir was vor?

Wie du zu Recht bemerkst, sollte ich die Elektrodynamik und die Mathematik beherrschen. Das heißt, ich brauche in diese Richtung keine Grundlagen.

Interessant wären (wenn ich grobe Richtungen vorgeben sollte) Mess-, Steuer- und Regelungstechnik und/oder Nachrichtentechnik- eher weniger Starkstrom :smile:

An sich bin ich zwar im Moment eher theoretisch tätig, aber es schadet ja nichts, überall mal reingeschaut zu haben.

Viele Grüße
Kati

Grüß Dich.

Ja. Wenn er es dann aber mit Menschen zu tun bekommt und nicht
weltfremden Eigenbrötlern, dann hat er auch in zwei Monaten
einen sanften Einstieg und kein „Blut, Schweiß & Tränen“
Gesabbel, wie es mir in Erinnerung geblieben ist.

Das habt ihr so bestellt, das wird jetzt so gegessen.
Wer das Abitur nicht wie die Weggabelung zur Auslese betrachtet, sondern das Reifezeugnis systematisch entwertet, es allen möglichen Schülern in die Hand drückt, der brauch sich nicht scheinheilig ausheulen, daß im 1.+2. Studienjahr rücksichtslos ausgesiebt wird.

Ihr wolltet in West- und Gesamtdeutschland so ein System, jetzt lebt damit.

-)

Die Elektrotechnikpäpste nannte ich. Mit deren Grundlagenbüchern
macht man nichts falsch, im Gegenteil, das sind die Standardwerke.

Die Päpste sind schon lange ganz wo anders. Nicht umsonst
findet man bei den Ingenieurwissenchaften und IT unter den Top
50 Universitäten nur eine einzige deutsche Uni. Die TU München
auf Platz 40. Beste deutschsprachige Hochschule ist die ETH
Zürich, die es immerhin auf Rang 14 bringt.

Völliger Unsinn. Was sind das für Ranglisten? Wer hat die aufgestellt? Was waren die Maßstäbe bzw. die Kriterien?
Mit Brief und Siegel sind vor allem die ostdeutschen Ingenieurleuchttürme keiner Uni irgendwo auf der Welt unterlegen?
Nicht in der Lehre.

Das kann man bedauern oder auch nicht, aber die Musik spielt
vor allem in den anglo-amerikanischen und asiatischen
Instituten. Und zwar auf Englisch.

Völliger Unsinn.
Zunächst ging es um hervorragende Fachliteratur, und das ist und bleibt die deutsche. Des weiteren: Was den für Musik? Und wer spielt die?

Kommst Du mit weit überschätzten Einrichtungen wie dem MIT an? Oder artverwandten Hochschulen, die ausschließlich auf ihren Namen pochen und deren Lehre wahrscheinlich schlechter ist wie in Ilmenau oder Dresden? Diese Häuser leben nur von der Netzwerkerei, ziehen Fachkräfte von außerhalb zu sich, mehr nicht. Ähnliche Netzwerkerei und Nobelpreisabsprache in der Ivy League bringen den Amerikanern auch die unnatürlich hohe Anzahl von Nobelpreisen ein, obwohl deren Bildungssystem schlechter funktioniert als das gegliederte Schulsystem in Deutschland, und das ist eine Kunst.

Und China? Die werden die nächstens Jahrzehnte viel zu tun haben, um an das ingenieurwissenschaftliche Leistungsvermögen Deutschlands heranzukommen. Ein paar Universitäten und Bachelorabsolventen machen noch keine Vormachtsstellung. Die Chinesen können zwar fleißig kopieren, doch die Qualität bekommen sie nicht auf die Reihe.

In welcher Opiumhöhle bist Du die letzte Zeit versackt, daß Du derartige Merkwürdigkeiten verbreitest.

Bei der mathematischen Formelsammlung kann man streiten. Mein
Studium war von den Grundlagen her ein Physikstudium; ich kann
demzufolge mit dem Bronstein arbeiten.

Wo da das Problem sein sollte, ist mir unklar.

Der Formalismus des Bronstein nutzt dem gemeinen Ingenieur selten was, u.a. deshalb, weil mehr und mehr Unis, und Fachhochschulen sowieso, die Mathematikausbildung nicht ernstnehmen. Zuviel Rechnen.

Rechnen erlernen die Ingenieure ohnehin, schneller und besser als jeder Mathematiker oder Physiker. Das reicht aber für systematische Stoffdurchdringen nicht zu. Schon zu meiner Zeit nicht, heutzutage gar nicht.

Und zwar warum? Ist der Einband stabiler?

Der Bartsch und der Göhler sind für Ingenieure die besseren Formelsammlungen. Wirf einen Blick hinein.

Es gehört sich für einen Ingenieur, dass er
anständig rechnen kann. Ich finde es erstaunlich, wie viele
Universitäten ihren Studenten Mathematik mit den Mathematikern
zumuten. Die können zwar zeigen, dass es eine Lösung gibt und
zur Not sogar beweisen, dass sie eindeutig ist. Aber wie sie
lautet, dazu fehlt’s dann :smile:

Siehe oben. Das Gegenteil ist der Regelfall. Die Mathematikausbildung ist über die Zeit auch an Universitäten zu sehr auf das Rechnen beschränkt worden.

Ich bin ein Neugieriger und probiere an den Studenten manchmal Experimente aus. Zum Beispiel Beweisaufgaben, die wir zu EOS-Zeiten lösen können mußten, weil Beweise ständig gefordert worden sind und auch Bestandteil der Reifeprüfung waren (sein konnten).
Lange Rede, kurzer Sinn: Die meisten Studenten können diese Beweise nicht.

Andere Länder fackeln nicht lange und muten ihren Ingenieuren abstraktere Methoden zu, einschließlich einer gehobenen mathematischen Denke, so daß man zumindest einmal was beweisen kann, anstatt wie der Trottel vorm Dienst in die Röhre zu schauen, der nur Rechnen kann.

Du bist ein wahrhaftiger Witzbold. Wenn er im Wintersemester
anfängt, sollte er jetzt, einige Wochen vor dem Beginn des
Studiums, vollste Informationen über seinen Studiengang
vorliegen haben. Das heißt, er weiß, in welche Richtung die
Sache sich entwickelt und könnte anworten, wenn er wollte. :smile:

Ja. Am besten hat er sich […]

Weitere Nachwirkungen der Opiumhöhle, oder warum reagierst Du mit dümmlicher Ironie auf die Tatsachenlage? :smile:
Er fängt in ein paar Wochen mit dem Studieren an und wenn er sich halbwegs damit beschäftigt hat, kennt er alle Lehrverantstaltungen und die zugehörigne Professoren.

Im Gegensatz zu Dir gehe ich anfangs von ordentlichen Studenten aus –
und ändere meine Meinung dann, wenn sie jammernd, blöd und desinteressiert in den Übungen hocken.

-)

Tschüß

1 „Gefällt mir“

langsam wird’s off topic … passt aber ins Forum
Hallo,

Ja. Wenn er es dann aber mit Menschen zu tun bekommt und nicht
weltfremden Eigenbrötlern, dann hat er auch in zwei Monaten
einen sanften Einstieg und kein „Blut, Schweiß & Tränen“
Gesabbel, wie es mir in Erinnerung geblieben ist.

Das habt ihr so bestellt, das wird jetzt so gegessen.
Wer das Abitur nicht wie die Weggabelung zur Auslese
betrachtet, sondern das Reifezeugnis systematisch entwertet,
es allen möglichen Schülern in die Hand drückt, der brauch
sich nicht scheinheilig ausheulen, daß im 1.+2. Studienjahr
rücksichtslos ausgesiebt wird.

Das genau ist das Problem des deutschen Bildungssystems insgesamt. Vom Kindergarten bis zur Uni wird versucht, nach Kräften auszugrenzen und zu trennen. „Es kann halt nicht jeder ein Genie sein“. Diese Einstellung wird uns immer offensichtlicher zum Verhängnis.

Während andere Länder – die sowohl bei PISA als auch in in den Hochschulrankings erheblich weiter oben angesiedelt sind, als Deutschland – erkannt haben, dass sie es sich nicht leisten können, auch nur einen Menschen nicht optimal zu fördern und zu integrieren, wird hierzulande noch rumgefaselt, dass das Abitur „entwertet“ wäre, weil jetzt zu viele Schüler eins hätten.

Seit Jahren warnen uns OECD und EU, dass in Deutschland deutlich zu wenig Akademiker ausgebildet werden, wir geben uns aber alle Mühe, die Zahlen noch zu reduzieren.

Mittlerweile ist das auch bei der Wirtschaft angekommen. Egal, wie viele Ingenieure in den nächsten Jahren ausgebildet werden, sie werden nicht einmal ansatzweise ausreichen, die große Rentenwelle abzufangen. Geschweige denn, den steigenden Bedarf zu decken, den Deutschland bräuchte, um global konkurrenzfähig zu bleiben.

Dabei geht es überhaupt nicht darum, jedem zum Genie zu machen. Solide Ingenieurarbeit bei der Mehrheit reicht vollkommen aus.

Völliger Unsinn. Was sind das für Ranglisten?

Times Higher Education Supplement, das sog. „THES ranking“.

Was waren die Maßstäbe bzw. die Kriterien?

Die Kriterien kannst Du dortselbst nachlesen, aber es wird – ganz Deinem Papsttum entgegenkommend – die Reputation unter den „peers“ bewertet, über direktes befragen von 5000 Professoren, 1500 großen Konzernen/Firmen und es wird ausgewertet, wer wie häufig zitiert wird. Nicht einmal Du wirst bestreiten, dass ein Papst häufiger zitiert werden sollte, als ein Laienpriester, oder?

Mit Brief und Siegel sind vor allem die ostdeutschen
Ingenieurleuchttürme keiner Uni irgendwo auf der Welt
unterlegen?

Jaja, die Leuchttürme aus der DDR.

Das kann man bedauern oder auch nicht, aber die Musik spielt
vor allem in den anglo-amerikanischen und asiatischen
Instituten. Und zwar auf Englisch.

Völliger Unsinn.

Du kannst ja mal selbst auswerten, wie viele Fachartikel weltweit auf Englisch und wie viele auf Deutsch veröffentlicht werden, wenn Du den anderen, die diese Auswertung bereits gemacht haben, nicht glauben magst.

Zunächst ging es um hervorragende Fachliteratur, und das ist
und bleibt die deutsche.

Kann man diese Behauptung auch irgendwie belegen? Ich finde nämlich, das genaue Gegenteil ist der Fall. Von der erheblich größeren Auswahl mal abgesehen. Wenn man einen Sachverhalt wirklich verstehen will, und nicht mit Geschwurbel ala „Dies ist o.B.d.A trivial“ oder „… sei dem geneigten Leser zur einfachen Übung überlassen“ alleine gelassen werden möchte, dann sollte man um deutsche Literatur einen großen Bogen machen und sich gleich den angelsächsischen Kollegen zuwenden.

Die haben erstaunlich geringe Probleme damit, eine verständliche Sprache zu sprechen (bzw. zu schreiben).

Ohne den Lyons (Understanding Digital Signal Processing) hätte ich meine Signalverabeitungsscheine vermutlich nicht bekommen. Er versteht es, den Einstieg zu „ebnen“, die Begriffe und Methoden zu klären. Danach kann man sich dann mit komplexerer Fachliteratur auseinandersetzen. Zur Not auch mal mit einem deutschen „Lehrbuch“.

Es gibt Ausnahmen. Mathebücher von Jänich z.B. Aber dafür bekommt er ja auch ordentlich Haue, seine Bücher seien zu oberflächlich oder unvollständig.

Des weiteren: Was den für Musik? Und wer spielt die?

Forschung und Lehre insgesamt und für die Ingenieurwissenschaften im besonderen. Gespielt wird von vielen Orchestern, die ersten Geigen kommen aus den USA oder GB, jedenfalls nicht aus Deutschland.

Kommst Du mit weit überschätzten Einrichtungen wie dem MIT an?
Oder artverwandten Hochschulen, die ausschließlich auf ihren
Namen pochen und deren Lehre wahrscheinlich schlechter ist wie
in Ilmenau oder Dresden?

Eine schlechtere Lehre, als in Deutschland, ist fast nicht mehr machbar. Nirgendwo sonst wird man als Student als störendes Gewürm einsortiert, dass sein Abitur nur aus Versehen bekommen habe und ohne Stipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes einer Betreuung durch ihro Magnifizenz, Spektabilität und Durchlauchtigst Professor Dr. Dr. Trallala gänzlich unwürdig sei.

Wer auch nur mal ein paar Wochen an einer ausländischen Hochschule verbracht hat, der weiß, was für einen gewaltigen Unterschied es gibt.

Leuten, denen hier gesagt wird, sie wären wohl besser Hausfrau geworden, können entweder in Deuthschlan parallel zu Ihrer Ausblidung als Floristin in psychiatrische Behandlung gehen, oder an einer ausländischen Hochschule studieren. Dort werden sie dann soweit wieder aufgebaut, dass sie am vollkommen überschätzen MIT mit Stipendium ihren Doktor machen können. Anschließend bekommen sie einen gut dotierten Job an einem renommierten ausländischen Institut, während in Deutschland verschrobene alte Säcke mit Vorstellungen aus der Mottenkiste Hand in Hand mit mindestens genauso verkalkten Politikern systematisch die Studenten vergraulen.

Ähnliche Netzwerkerei und Nobelpreisabsprache in der
Ivy League bringen den Amerikanern auch die unnatürlich hohe
Anzahl von Nobelpreisen ein, obwohl deren Bildungssystem
schlechter funktioniert als das gegliederte Schulsystem in
Deutschland, und das ist eine Kunst.

Das wiederum halte ich für ausgemachten Blödsinn. Ungefähr so, wie die Verschwörungstheorie, derzufolge Deutschland in den letzten Eurovisions-Schlager-Wettbewerben (oder wie auch immer das jetzt heißt) nur aufgrund der Absprachen in Osteuropa so mies abgeschnitten hat. Das war nachweislich nicht so.

Im Gegenteil. Wenn mal ein deutscher Professor einen Nobelpreis erhält, dann wird wegen möglicher Korruption nachgehakt:

http://www.sueddeutsche.de/panorama/366/452074/text/

Und China?

Asien besteht nicht nur aus China. Außerdem herrschen da doch geradezu traumhafte „DDR“ Zustände, mit Drill, Zucht & Ordnung. D.h. sie brauchen bestimmt keine Jahrzehnte mehr, da wir ja mit unserem Kuschelabitur und verweichlichten Studentenlümmeln nichts mehr auf die Beine stellen können.

Die Chinesen können zwar fleißig kopieren, doch die Qualität
bekommen sie nicht auf die Reihe.

Richtig. Um so kapitale „fuckups“ wie den A380 hinzubekommen, da braucht es schon deutsche Gründlichkeit gepaart mit französischer Arroganz. Aber ein Auto zu konstruieren, das bei vollem Tank bereits sein zulässiges Gesamtgewicht überschreitet, dass schaffen deutsche Ingenieure ganz alleine.

Er fängt in ein paar Wochen mit dem Studieren an und wenn er
sich halbwegs damit beschäftigt hat, kennt er alle
Lehrverantstaltungen und die zugehörigne Professoren.

Ich kannte bis dahin lediglich die für mich relevanten Veranstaltungen des ersten Semesters. Die zugehörigen Professoren waren mir gänzlich unbekannt bzw. ich konnte vielleicht den Namen aus dem Vorlesungsverzeichnis abschreiben, damit aber nichts verbinden.

Die Auswahl der fortgeschrittenen Veranstaltungen oder gar eine Spezialisierung sind ohne die Kenntnisse des Grundstudiums erst recht nicht möglich.

Gruß

Fritze

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Seit Jahren warnen uns OECD und EU, dass in Deutschland
deutlich zu wenig Akademiker ausgebildet werden, wir geben uns
aber alle Mühe, die Zahlen noch zu reduzieren.

Andere Länder haben keine Berufsausbildung und keine Aufstiegsfortbildung wie hier. Darum gibt es dort so viele Akademiker. So einfach kann man das nicht vergleichen, da das System ganz anders ist.

Hallo,

Andere Länder haben keine Berufsausbildung und keine
Aufstiegsfortbildung wie hier. Darum gibt es dort so viele
Akademiker. So einfach kann man das nicht vergleichen, da das
System ganz anders ist.

Facharbeiter und unser Berufsausbildungssystem sind da schon hineingerechnet. Ganz doof sind die ja auch nicht bei diesen Studien.

Gruß

Fritze

Hallöle.

Das ist unfair, ich wurde vom Strangschluß überrascht. :smile:

Einwände zu Deinen Einwänden:

Das genau ist das Problem des deutschen Bildungssystems […]

Bei mir rennst Du offene Türen ein, wenn es um die völlige Abschaffung des gegliederten Schulsystems und seiner Ideologie geht.
Das Problem mit dem Ingenieurmangel bzw. mit dem Mangel an MNT-Fachkräften im allgemeinen ist doch aber ein Strukturproblem, was ihr in den alten Bundesländern ständig hattet. Ohne das leidige Thema zu sehr ausbreiten zu wollen, aber hast Du Dich einmal gefragt, wo ihr einen wesentlichen Prozentsatz der Fachkräfte in den Zeiten des Wirtschaftswunders hergenommen hattet? Das gegliederte Schulsystem hat seit 1945 nicht funktioniert; weder qualitativ noch quantitativ.

Nicht umsonst unterhielt die alte Bundesrepublik millionenschwere Initiativen zum Abwerben ostdeutscher Fachkräfte, als die Mauer noch nicht stand. Nicht umsonst holtet ihr euch Unmengen Ausländer ins Land, und seid auch noch zu dumm gewesen, diese Menschen (und deren Familien) anständig in die Gesellschaft zu assimilieren.

Wir haben die „Fidschis“ wieder in ihre Heimt geschickt (großer Teil) oder man verlangte, daß sie sich er deutschen Kultur vor Ort beugen mußten (kleiner Teil), wenn sie bleiben wollten.

Die Schieflage in der Studentenverteilung, die ich beklagenswert finde, stammt ebenfalls aus dieser Zeit. Lies es nach, Stichwort Westdeutsche Rektorenkonferenz, Wilhelm Flitner, 1957. Schlußpunkt war ein Papier, der „Tutzinger Maturitätskatalog“.
Die deutsche Sprache, die naturwissenschaftliche Allgemeinbildung und die Realien wurden im Gymnasium und speziell in der Sekundarstufe 2 systematisch a b g e w e r t e t. Und diese Ausrichtug des Schulsystems ist bis zum heutigen Tag existent, ist auch, wenngleich nicht derart ausgeprägt, in die neuen Bundesländer gesickert. Beobachte die Diskussionen; sobald einer aufsteht und fordert, daß die MNT-Fächer zumindest gleichberechtigt werden müssen, fällt der geisteswissenschaftliche Mob über denjenigen her mit abgedroschenen, die Intelligenz beleidigenden Phrasen wie „Es darf keine Zurückdrägung der anderen Fächer geben.“ oder „Wer Mathe oder Physik ausweitet, der tut das auf dem Rücken der anderen Fächer. Es gibt nicht nur Mathe oder Physik.“.

Wo sollen denn MNT-Fachkräfte entstehen, wenn den Kindern ab dem Kindergartenalter dieser Schwachsinn vermittelt wird. Und daß angeblich die entsprechenden Schulfächer untergeordnete Bedeutung hätten, daß die immer stärker werdende Differenzierung Möglichkeiten eröffnet, sich den „ungeliebten“ weil anspruchsvollen Fächern entziehen zu können? Sieh Dir die Stundenzahlen in den bevölkerungsreichsten Bundesländern an, wo mit Müh und Not lächerliche 25~27% der Unterrichtszeit auf die MNT-Fächer entfallen.
Nach der letzten innerdeutschen PISA-Studie hat man Sachsen für seine hohen Stundenumfänge in MNT gelobt, wo ich mir dachte, ohje, so geringe Stundenzahlen wie sie Sachsen in Mathe, Physik, Astro, Chemie, Bio, Technik, Info und Geo hat, gab es in dort seit 1946 (!) nicht mehr. In Thüringen ist es nicht besser. Eine primitive, rumpfhafte Lehre findet statt. Zu allem Übel fehlt noch die Berufsorientierung der Frauen auf die MNT-Studiengänge.

Was das alles für Auswirkungen hat, kannst Du jeden Tag an der Uni fröhlich miterleben. Milliarden, Abermilliarden von geistes- und wirtschaftswissenschaftlichen Studenten, oder inzwischen Studentinnen, während in Elektrotechnik im 1. Semester mit Ach und Krach 70 Leute herumgurken, von denen noch über die folgenden Semester 50% rausfliegen (sollen, werden, müssen).

Selbstgemachter Ärger. Alles.

Seit Jahren warnen uns OECD und EU, dass in Deutschland deutlich zu :wenig Akademiker ausgebildet werden, wir geben uns aber alle Mühe, :die Zahlen noch zu reduzieren.

Ich denke, das muß man differenzieren. Würde man eine Umverteilung in der Studienlandschaft vornehmen, dann wären viele Probleme gemildert, die mit der bloßen Anzahl der Studenten zusammenhängen.

Dennoch bin ich klarer Vertreter von echter Elitenbildung, d.h. die Abiturientenquote sollte auf 10% eingefroren werden plus weitere 5~10% über ein Modell wie die frühere Berufsausbildung mit Abitur.
Abiturientenquoten von 30, 40 oder 50% lehne ich strikt ab.

Das Reifezeugnis ist ausschließlich für die besten und fähigsten Kinder und ist eben kein Massenabschluß. Im Fahrwasser eines straffen Abiturs würde die Mittlere Reife zudem wieder aufgewertet, denn in diesem Bildungsgang könnten wieder gymnasiale und gymnasialartige Anforderungen an alle Kinder gestellt werden.

Egal, wie viele Ingenieure in den nächsten Jahren ausgebildet
werden, sie werden nicht einmal ansatzweise ausreichen, die große
Rentenwelle abzufangen. Geschweige denn, den steigenden Bedarf zu
decken, den Deutschland bräuchte, um global konkurrenzfähig zu bleiben.

Das weiß man aber schon seit 1995.

Deutschland wird der alte Volksspruch zur Kindererziehung ereilen:
Wer nicht hören kann, muß fühlen. 1990 gab es eine Alternative, die prozentual eine sehr hohe Quote an MNT-Absolventen erzeugte.

Times Higher Education Supplement, das sog. „THES ranking“.

Die Kriterien kannst Du dortselbst nachlesen, aber es wird – ganz
Deinem Papsttum entgegenkommend – die Reputation unter den „peers“
bewertet, über direktes befragen von 5000 Professoren, 1500 großen
Konzernen/Firmen und es wird ausgewertet, wer wie häufig zitiert
wird. Nicht einmal Du wirst bestreiten, dass ein Papst häufiger
zitiert werden sollte, als ein Laienpriester, oder?

Eins ist Fakt, solche Ranglisten kann jeder lesen, wie er es möchte.
Ich nannte Namen, die unbestritten zu den größten Elektrotechnikern aller Zeiten gehören und sich u.a. in der Lehre hervortaten.
Manche davon sind schon tot, die werden recht unwahrscheinlich in solchen Ranglisten auftauchen. :smile:
Des weiteren gibt es sehr viel Fachliteratur, die im Umlauf ist und häufig benutzt wird, die aber mittelmäßig oder sogar schlecht ist.

Jaja, die Leuchttürme aus der DDR.

…waren ausnahmslos Traditionshäuser, die es schon gab, da war die KPD noch Quark im Schaufenster. :smile:

Du kannst ja mal selbst auswerten, wie viele Fachartikel weltweit
auf Englisch und wie viele auf Deutsch veröffentlicht werden, wenn
Du den anderen, die diese Auswertung bereits gemacht haben, nicht
glauben magst.

Was geht es denn um die dämlichen Fachartikel, die Rede war von Studienbüchern. Kein Student liest irgendwelche Fachartikel zu irgendwelchen spezifischen Problemstellungen, die er weder in den Zusammenhang einordnen kann, noch mit dem Interesse eines wissenschaftlichen Mitarbeiters verfolgt.

Fachartikel, auch englischsprachige, lesen und erschließen sich von alleine, wenn ich mich zuvor in die Grundlagen einarbeiten konnte. Und sofern es nicht ein sehr neues Untergebiet der Elektrotechnik ist, steht alles in bestem Deutsch irgendwo bereits niedergeschrieben, bei Lunze, Philippow, Schwab, Oswald usw. usf…

Wenn man einen Sachverhalt wirklich verstehen will, und nicht mit
Geschwurbel ala „Dies ist o.B.d.A trivial“ oder „… sei dem
geneigten Leser zur einfachen Übung überlassen“ alleine gelassen
werden möchte, dann sollte man um deutsche Literatur einen großen
Bogen machen und sich gleich den angelsächsischen Kollegen zuwenden.

Das ist ein zweischneidiges Schwert. Unrecht hast Du gewiß nicht, der didaktische Stil des angelsächsichen Raumes ist aber nicht zuletzt dem problematischen Bildungssystem der USA geschuldet.
Die Gesamtschule dort ist von der totalen Differenzierung zugrundegerichtet worden; selbst einen Bachelor of Engineering muß man nach seinen individuellen Kursen fragen, da doch sehr unterschiedlich ausgebildet wird. Das System streut dermaßen extrem, daß auf Vorkenntnisse kein Verlaß ist, weswegen bei der Ursuppe begonnen werden muß und didaktisch möglichst dergestalt, daß der letzte Kloß es begreift.
Und ehrlich: Bißchen Knobeln gehört dazu, so daß nicht alles vorgekaut werden sollte. Das macht ein Studium in Deutschland aus.

Es gibt Ausnahmen. Mathebücher von Jänich z.B. Aber dafür bekommt er
ja auch ordentlich Haue, seine Bücher seien zu oberflächlich oder
unvollständig.

Der Jänich aus Dresden, der inzwischen in Regensburg gelandet ist?

Gespielt wird von vielen Orchestern, die ersten Geigen kommen aus
den USA oder GB, jedenfalls nicht aus Deutschland.

Als elektrotechnisch vertiefter Ingenieurphysiker sehe ich das anders.
In Deutschland finden sich genug Namen, die in der Energietechnik vorne mitspielen, dem Gebiet, was nach der Flaute wegen der Schwachstromtechnik nun den 2. Frühling erlebt.
In Sachen Mikroelektronik fehlen mir die Einblicke, aber auch die Lehre von den elektrischen Maschinen und die Regelungs- und Systemtheorie ist eher Weltspitze als von den USA oder GB dominiert.

Eine schlechtere Lehre, als in Deutschland, ist fast nicht mehr machbar.

Komm, das ist defintiv nicht richtig.
Die Philosophie ist eine völlig andere im angelsächsischen Raum und alles hat Vorteile und Nachteile. Wo ich zustimme, ist, daß die Universitäten mit „Forschung und Lehre“ falsch orientiert sind; es muß heißen „Lehre und Forschung“, denn ohne Lehre keine Forschung.
Problematisch ist auch hier, daß Ostdeutschland versucht hat, Methoden gegen die ruppige Art der Universität zu finden. Eine Idee war super, und zwar pädagogisch ausgebildete Hochschullehrer, u.a. Ingenieurpädagogen in großen Zahlen einzusetzen. Eine zweite Idee war Blödsinn, als das Studium Mitte-Ende der 70er vom umfassenden Wissenserwerb zur starken Anwendungsorientiertheit verschoben worden ist und die Universitätsstudiengänge wegen der verstärkten praktischen Anteile abflachten. Das war in einigen Studiengängen nur noch wie Fachhochschule plus, nicht mehr wie Universität. Ich wurde Gott sei Dank verschont, weil ich rechtzeitig davor abschloß.

Nirgendwo sonst wird man als Student als störendes Gewürm einsortiert,
dass sein Abitur nur aus Versehen bekommen habe und ohne Stipendium
der Studienstiftung des Deutschen Volkes einer Betreuung durch ihro
Magnifizenz, Spektabilität und Durchlauchtigst Professor Dr. Dr.
Trallala gänzlich unwürdig sei.

Die Studienstifung des Deutschen Volkes ist nicht unbedingt ein Aushängeschild, vielmehr ein reaktionärer Sauhaufen mit dem Ziel der Sozialelitenbildung. Wirkliche Talent- oder Begabtenförderung findet dort nicht statt. :smile:

Gewiß hast Du nicht Unrecht, aber es gibt solche und solche. Vielleicht nehme ich es nicht mehr wahr, weil ich älter als mancher Professor bin, oder weil ich Abschlüsse habe oder wegen meines Lebenslaufs, aber mir kommt kein Professor blöde und ich kenne keinen, mit dem ich zu tun habe, der die Studenten voll von oben herab behandelt. Respekt ja, Achtung vor dem akademischen Grad Dr. und dem Amt Prof. ja, mittelalterliches Zukreuzekriechen nein.
Wenn ein Student natürlich die Anstands- und Höflichkeitsregeln bricht, dann werden die Herren fuchsig, aber wer höflich auftritt, der hat nichts zu befürchten.

Wer auch nur mal ein paar Wochen an einer ausländischen Hochschule
verbracht hat, der weiß, was für einen gewaltigen Unterschied es gibt.

Wäre auch dumm, die zahlende Kundschaft zu verprellen. :smile: :smile:

MIT mit Stipendium ihren Doktor machen können

Das MIT ist für die allerallerallermeisten unerreichbar, aus finanziellen Gründen. Ich habe mich ein bißchen mit deren Studienplan beschäftigt, die Sachen, die ich selber kenne, und das ist überhaupt nichts Neues dort. Das bekommt man u.U. an einer guten Fachhochschule geboten, wenn man die richtigen Professoren und die richtige Einrichtung erwischt. Sicherlich nicht immer in der MIT-Tiefe, aber die Ivy League lebt vom Mythos und vom Prestige, und davon, daß dadurch vermehrt gute Leute hingezogen werden, aber die Ivy League ist kein Hort überragender Lehre.

Das wiederum halte ich für ausgemachten Blödsinn. Ungefähr so, wie
die Verschwörungstheorie, derzufolge Deutschland in den letzten
Eurovisions-Schlager-Wettbewerben […]

Nein, nein. Das stimmt. Ich erkläre es Dir: Wissenschaftler, die dem schwedischen Nobelpreiskomitee oft vorgeschlagen werden, sind irgendwann nicht mehr abzulehnen. Was tut die Ivy League? Die Universitäten sprechen ihre Nobelpreiskanidaten untereinander, so daß dort geschlossen sehr oft hintereinander, immer und immer wieder, die gleichen Namen für den Nobelpreis vorgelegt werden. Irgendwann gibt es den Preis dann. Hat Havard dann seinen Willen bekommen, ist das nächste Mal das MIT oder Princeton oder Yale dran.
Und nun rate, was Deutschland natürlich nicht tut. :wink:
Die Ivy League und das Nobelkomitee sehen sich für diese Dinge mehr und mehr Kritik ausgesetzt. Das gährt und brodelt nun schon Jahre.
Und natürlich wird kritisiert, daß die US-Forschung zu beachtlichen Teilen von ausländischen Forschern getragen wird, womit wir wieder beim Bildungssystem wären. Mit fällt kein entwickeltes Industrieland ein, wo die Forschung dermaßen stark von der Schule und der Lehre abgekoppelt und ökonomisiert ist.

Dieses Gerede über die „Weltspitze“ ist daher mit Vorsicht zu genießen und für mich ist Weltspitze in Anwendung gebrachte Theorie. Und hier schreitet die deutsche Ingenieurwissenschaft schneller als z.B. die US-amerikanische. Wobei lobend hinzugefügt werden muß, daß Thüringen und Sachsen die Stellung halten. Die beiden Bundesländer sind zahlenmäßig der Ingenieurmotor Deutschlands; jede 2. Ingenieurpromotion kommt inzwischen aus Thüringen oder Sachsen.
Wenn dort nicht vehement auf MNT gepocht werden würde an den Technischen Universitäten und Fachhochschulen, wären wir lange weg vom Fenster.

Asien besteht nicht nur aus China. Außerdem herrschen da doch
geradezu traumhafte „DDR“ Zustände, mit Drill, Zucht & Ordnung.

Wo Du Deine Weisheiten hernimmst; es gab keinen Drill und Zucht auch nicht. Es wurde schlicht und ergreifend diszpliniert gearbeitet.
Deutsche Tugenden.

China hat ein gegliedertes Schulsystem mit einem Privatschulenanteil, der unaufhörlich steigt. Im Grund das, was bildungspolitisch absolut der falsche Weg und überhaupt nicht modern ist, im Sinne einer guten Bevölkerungspolitik. Eine schlichte Elite-Katalysator-Politik, die auf Grund der Menschenmassen rasend fortschreitet, die chinesische Gesellschaft aber belastet.

D.h. sie brauchen bestimmt keine Jahrzehnte mehr, da wir ja mit
unserem Kuschelabitur und verweichlichten Studentenlümmeln nichts
mehr auf die Beine stellen können.

Dann wähle eine Partei, die das gegliederte Schulsystem restlos dahin verschwinden lassen will, wo es seit über 100 Jahren hingehört, nämlich in die Gosse, und wo im Gegenzug ein harmonisiertes Gemeinschaftsschulsystem aufgebaut wird, was die Ideale der deutschen Lern- und Leistungsschule revitalisiert.

Richtig. Um so kapitale „fuckups“ wie den A380 hinzubekommen,
da braucht es schon deutsche Gründlichkeit gepaart mit französischer
Arroganz.

Wenn ich den Entwurfs- und Entwicklungsprozeß des A380 richtig verfolgt habe, mangelte es an deutscher Gründlichkeit, weil irgendwo wieder einer dieser denk- und technikunfähigen BWL-Idioten („Manager“) das große Maul hatte und Termine in Verträgen zusicherte, die mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht zu halten waren.

Aber ein Auto zu konstruieren, das bei vollem Tank bereits sein
zulässiges Gesamtgewicht überschreitet, dass schaffen deutsche
Ingenieure ganz alleine.

Die deutsche Automobilindustrie hat sich in den letzten 15 Jahren von A bis Z nicht mit Ruhm bekleckert. Die Managertrottel machen es vor, und die Ingenieure ziehen nach. :wink:

Ich kannte bis dahin lediglich die für mich relevanten
Veranstaltungen des ersten Semesters. Die zugehörigen Professoren
waren mir gänzlich unbekannt bzw. ich konnte vielleicht den Namen
aus dem Vorlesungsverzeichnis abschreiben, damit aber nichts
verbinden.

Keine Studienberatung genossen? Keine Gespräche, was wie worauf abzielt, welche Ausrichtung dadurch das Studium gewinnt, und wer was wann erfunden hat oder jetzt wo was mit wem warum tut, lehrt, erforscht?

Sollte doch vom Studienberatungsamt oder mit den schnellen Medien heutzutage leicht herauszubekommen sein.

Da fängt es doch wieder an: lautstark auf das Hochschulsystem einschlagen, aber es nicht für nötig erachten, sich ein bißchen genauer mit dem bevorstehenden Lebensabschnitt auseinanderzusetzen.

Was denn nun? Entweder die Studenten ziehen mit und leisten ihre Pflichten und ihren Beitrag, auch vor dem Studium, dann können sie von mir aus mit dem Finger auf alle zeigen, zurecht in dem Fall, oder aber keinen interessierts, tja, Studium weil studieren, irgendwas, keine wirklich Ahnung von dem, was kommt, klärt sich ja sowieso alles irgendwie. Dann aber gefälligst ruhig sein.

Man braucht sich nicht wundern, daß sich trotz der Verzerrungen im Hochschulsystem kaum was bewegt, oder nur der falsche Kanal läuft, wenn die im Wohlstand sozialisierten Studentn bereits indifferent und ohne jeden Biß in das Unigebäude stolpern.
Mir würde ehrlich gesagt als Professor auch die Hutschnur platzen, wenn die Studentenschaft in einer Tour fordert, aber nicht in der Lageist, sich ordentliche Sachen anzuziehen, sich zu kämmen, pünktlich zur Vorlesung zu erscheinen, sich während der Vorlesung ruhig und diszipliniert zu verhalten, höflich die Herren Doktores und Professores zu grüßen, eMails mit Begrüßung, Sie und Auf Wiedersehen zu formulieren, vorbereitet und neugierig zur Übung zu kommen, beim Sprechen den Kaugummi zu untelassen, zu reden, wann man gefragt wird und sich nicht wüst in die Gespräche fremder und/oder höhergestellter Leute einzumischen et cetera, et cetera, et cetera.
Die Studentenschaft hat mit sich selber genug zu tun, bevor sie große Reden gegen das noch stabile Hochschulsystem schwingen kann.

Viele Grüße Fritz
Guite Nacht

Hallo,

Das ist unfair, ich wurde vom Strangschluß überrascht. :smile:

Das passiert halt wenn es zuweit von der eigentlichen Frage weggeht :wink:
Nein, mal ernsthaft: Eure Diskussion hier war zwar nicht wirklich off topic, aber ging doch ganz arg vom Ursprungsthema weg, deshalb hatte ich abgeschlossen.
Sollte weiterer Diskussionsbedarf bestehen,könnt ihr das ja evtl.per Mail machen.
Gruss Backs