hallo liebe wissenden! hab schon von meheren gehört, dass sie gratis literatur bekommen (besonders aus dem rollenspiel- phantasiebereich), dafür, dass sie diese probelesen und eine rezension darüber schreiben. leider hüten sie ihr geheimnis, wie sie an diese schöne arbeit herangekommen sind. wisst ihr genaueres?
hallo felicidy,
leider hüten sie ihr geheimnis,
wie sie an diese schöne arbeit herangekommen sind. wisst ihr
genaueres?
kein geheimnis. es gibt 2 möglichkeiten:
1.) du müßtest du einen autor/in (oder verlag) kennen und dem auf den geist gehen.
oder
2.) du müßtest so bekannt sein für deine rezensionen, daß der autor (oder verlag) dich kennt.
gruß
ann
Hallo ann, felicidy,
1.) du müßtest du einen autor/in (oder verlag) kennen und dem
auf den geist gehen.
Autoren werden bei Anfragen nach Rezensionsexemplaren in den meisten Fällen was husten, für so etwas haben sie ja einen Verlag. Es sei denn natürlich, sie haben ein Buch im Eigenverlag herausgegeben, sind also selbst auch der Verleger.
Nun, die Adresse eines Verlages rauszubekommen, ist dank http://www.gelbeseiten.de in Verbindung mit http://www.buchhandel.de, http://www.buchkatalog.de oder http://www.libri.de nicht die wirklich große Kunst.
Die Schwierigkeit ist natürlich, dem Verlag zu vermitteln, dass eine Rezension für ihn auch wirklich interessant ist. Das heißt, die Anfrage macht nur Sinn, wenn sie im Namen einer Zeitschrift, eines Rundfunksenders oder eines namhaften (!) Internet-Dienstes erfolgt, die/der nachweislich soundsoviele Leser bzw. Hörer erreicht.
Vielleicht gibt es auch Verlage, die Newcomern eine Chance geben. Wenn man mit dem betreffenden Verlag noch nie Kontakt hatte, könnte man als Arbeitsprobe ein oder zwei selbstverfasste Rezensionen beilegen, die zeigen, dass man auch tatsächlich in der Lage ist, eine ordentliche Rezension abzufassen. Nach Veröffentlichung der Rezension ist es üblich, dem Verlag ein Belegexemplar der Rezension zur Verfügung zu stellen. Wer das nicht kann braucht nicht damit zu rechnen, von dem betreffenden Verlag jemals wieder ein Rezensionsexemplar zu erhalten.
Grüße
Wolfgang
hallo wolfgang,
1.) du müßtest du einen autor/in (oder verlag) kennen und dem
auf den geist gehen.Autoren werden bei Anfragen nach Rezensionsexemplaren in den
meisten Fällen was husten,
DAS stimmt.
für so etwas haben sie ja einen
Verlag.
es war einmal eine zeit, als verlage ihre autoren liebten und pflegten, mit ihnen zusammen manuskripte erarbeiteten und auch angemessene werbung für das fertige buch machten.
dann aber kamen böse mächte über das land: (süd)amerikanische oder angelsächsische autoren kamen in mode! die verlage gaben all ihr geld her, um hinter diesem trend hinterzuhecheln - und hatten dann nichts mehr übrig für die autoren im eigenen lande…
märchen ist hier zuende. aber: es ist keins!
die wahrheit ist, daß die meisten verlage (es gibt ja eigentlich nur noch 3 große! der rest sind imprints) heutzutage nach den gleichen gesetzen funktionieren, wie jeder andere konzern auch: maximale gewinnerzielung bei minimalem aufwand. d.h. lektoren sind heute eher produktmanager denn literaturhebammen.
am liebsten verzichtet ein verlag sogar inzwischen ganz auf lektorat und verlangt vom autor auf anhieb das fertige endprodukt.
in werbung (und richtig platzierte rezensionen von den richtigen leuten SIND werbung!) wird ebenfalls nur großartig investiert, wenn ein buch schon auf anderen kontinenten entsprechende erfolge verbuchen konnte.
Es sei denn natürlich, sie haben ein Buch im
Eigenverlag herausgegeben, sind also selbst auch der Verleger.
das ist quatsch! wenn man nicht grass oder walser heißt oder rowlings oder follet, trommelt man gefälligst selbst, und macht nimmermüde sein werk publik durch lesungen, rezensionen und interviews. der verlag leistet dabei bestenfalls unterstützung.
(wobei ich betonen möchte, daß es natürlich auch hier ausnahmen gibt. zur zeit arbeiten wir mit einem verlag zusammen, der noch lektorat im eigentlichen sinne betreibt - sehr zur freude aller beteiligten, wie ich hoffe, und zum wohle des manuskripts bzw. fertigen buchs.)
Nun, die Adresse eines Verlages rauszubekommen, ist dank (…) nicht die wirklich große Kunst.
ja, das geht abe rauch einfacher. wie habe ich einige postings weiter unter unten erklärt.
Vielleicht gibt es auch Verlage, die Newcomern eine Chance
geben.
wohl kaum. warum sollten sie?
Wenn man mit dem betreffenden Verlag noch nie Kontakt
hatte, könnte man als Arbeitsprobe ein oder zwei
selbstverfasste Rezensionen beilegen, die zeigen, dass man
auch tatsächlich in der Lage ist, eine ordentliche Rezension
abzufassen.
was bitte soll das bringen? diese arbeitproben werden unmittelbar in der rundablage landen.
auch ohne solche ungefragt eingesandten texte haben verlage mit fluten von text zu kämpfen. da werden sie sich nicht freiwillig noch antun, so etwas zu lesen.
Nach Veröffentlichung der Rezension ist es üblich,
dem Verlag ein Belegexemplar der Rezension zur Verfügung zu
stellen. Wer das nicht kann braucht nicht damit zu rechnen,
von dem betreffenden Verlag jemals wieder ein
Rezensionsexemplar zu erhalten.
ein belegexemplar einer rezension???
ich glaube, hier bringst du was durcheinander.
gruß
ann
Hallo ann,
märchen ist hier zuende. aber: es ist keins!
die wahrheit ist, daß die meisten verlage (es gibt ja
eigentlich nur noch 3 große! der rest sind imprints)
*Hüstel* Dass die 3 größten Print-Konzerne zusammen wohl so etwas wie 80% des Umsatzes mit Büchern in Deutschland machen mag ja sein, aber die übrigen rund 2000 Verlage lässt du einfach unter den Tisch fallen? Tststs …
heutzutage nach den gleichen gesetzen funktionieren, wie jeder
andere konzern auch: maximale gewinnerzielung bei minimalem
aufwand. d.h. lektoren sind heute eher produktmanager denn
literaturhebammen.
am liebsten verzichtet ein verlag sogar inzwischen ganz auf
lektorat und verlangt vom autor auf anhieb das fertige
endprodukt.
Leider wahr.
Vielleicht gibt es auch Verlage, die Newcomern eine Chance
geben.wohl kaum. warum sollten sie?
Ich sage ja, vielleicht.
ein belegexemplar einer rezension???
ich glaube, hier bringst du was durcheinander.
Also, der Verlag in dem ich arbeite erbittet immer einen Beleg fürs Archiv. Wie die großen das handhaben, weiß ich allerdings nicht.
Grüße
Wolfgang
hallo wolfgang,
mag ja sein, aber die übrigen rund 2000 Verlage lässt du
einfach unter den Tisch fallen? Tststs …
ne! für die gilt umso mehr, was ich bezgl. der zweckmäßigkeit von eigeninitiative des autor sagte. denn selbst, wenn diese kleinen verlage wollten - sie könnten gar nicht in dem maße werben, wie es große verlage für z.b. harry potter tun.
Also, der Verlag in dem ich arbeite erbittet immer einen Beleg
fürs Archiv. Wie die großen das handhaben, weiß ich allerdings
nicht.
achso meinst du das. ok.
aber der ursprungsposter wollte ja erst mal rezensionsexemplare von den büchern haben, die er rezensieren will. und was er als beleg abliefern will, weiß ich beim besten willen nicht.
schöne grüße
ann
Hallo ann,
ne! für die gilt umso mehr, was ich bezgl. der zweckmäßigkeit
von eigeninitiative des autor sagte. denn selbst, wenn diese
kleinen verlage wollten - sie könnten gar nicht in dem
maße werben, wie es große verlage für z.b. harry potter tun.
Ja sicher. Trotzdem würde ich behaupten, dass die Auslieferung von Rezensionsexemplaren i.d.R. vom Verlag abgewickelt wird, auch wenn der Autor selber in die Pflicht genommen wird, die Werbetrommel zu rühren. Oder müssen die das bei anderen Verlagen aus ihren Freiexemplaren (so sie welche bekommen) bestreiten?
achso meinst du das. ok.
Aha, da lag das Missverständnis. ok.
aber der ursprungsposter wollte ja erst mal
rezensionsexemplare von den büchern haben, die er
rezensieren will. und was er als beleg abliefern will, weiß
ich beim besten willen nicht.
Darum ging es mir ja eigentlich: darzustellen, dass es Rezensionsexemplare nur geben wird, wenn der Rezensent irgendwie glaubhaft macht, dass erstens (vorher) tatsächlich eine Rezension geplant ist und diese zweitens (nachher) dann tatsächlich erschienen ist und ein gewisses Publikum erreicht hat. Sonst wird das Rezensentenleben nicht von langer Dauer sein…
Grüße
Wolfgang
hallo wolfgang,
Ja sicher. Trotzdem würde ich behaupten, dass die Auslieferung
von Rezensionsexemplaren i.d.R. vom Verlag abgewickelt wird,
auch wenn der Autor selber in die Pflicht genommen wird, die
Werbetrommel zu rühren. Oder müssen die das bei anderen
Verlagen aus ihren Freiexemplaren (so sie welche bekommen)
bestreiten?
kommt drauf an: wenn es um eine rezi im kulturteil einer bedeutenden tageszeitung geht, regelt das natürlich der verlag. wenn überhaupt.
wenn es um rezensionen in lokalen blättchen geht, von denen sich der autor dennoch was verspricht (weil er vielleicht demnächst dort eine lesung hat) oder einer rezi auf einer buchbesprechungswebseite wird er natürlich von fall zu fall erwägen, ob er den verlag bittet, ein rezensionsexemplar an den betreffenden rezensenten herauszurücken oder selbst in seine kiste mit den belegexemplaren greift.
manchmal bringt es auch die gelegenheit mit sich, daß wir ein exemplar herausgeben, das der verlag dann anschließend erstattet. aber das wird natürlich unterschiedlich gehandhabt und kommt u.a. auch auf das verhältnis verlag/autor an.
Darum ging es mir ja eigentlich: darzustellen, dass es
Rezensionsexemplare nur geben wird, wenn der Rezensent
irgendwie glaubhaft macht, dass erstens (vorher) tatsächlich
eine Rezension geplant ist und diese zweitens (nachher) dann
tatsächlich erschienen ist und ein gewisses Publikum erreicht
hat. Sonst wird das Rezensentenleben nicht von langer Dauer
sein…
ok, damit ist dann auch das 2. mißverständnis ausgeräumt 
gruß
ann
Hi Felicidy,
Rezensionen werden auf Einladung von Verlagen oder den Redaktionen der (Fach)Zeitungen geschrieben.
Meist in ABsprache mit dem Verlag und der Zeitschriftenredaktion.
Wenn einer der beiden Partner einen Schreiber kennt, wird der meist genommen. Gibts eine Auswahl, wird diskutiert und dann einer genommen.
Wenn Du keinem der Partner bekannt bist, hast Du Pech gehabt.
Gandalf