Bücher über Aktien/Börse

Hallo,

wer kann mir Bücher zum Thema Börse, Aktienhandel etc. empfehlen? Welche Werke eignen sich zum Einstieg und geben einen guten, anschaulichen (und auch wissenschaftlichen) Überblick? Welche Bücher eignen sich zur Vertiefung?

P.S.: Bücher können umfangreich und auch in Englisch sein.

Vielen Dank.

Moin, moin.

Immer wieder schön finde ich Bücher, in denen Großmeister und Insinder über die Börse plaudenr. Anschließend ist man ein wenig auf dem Boden der Tatsachen, aber ‚heiß wie Frittenfett‘ auf die Börse.
Ein entspannter Einstieg gelang mir mit den folgenden Titeln:
„Greife nie in ein fallendes Messer“ von Friedhelm Busch
„Erfolgsrezepte vom Börsenkoch“ von Markus Koch
„Kostolanys Wunderland von Geld und Börse“ von André Kostolany
„Investieren mit Warren Buffett“ von Robert G. Hagstrom

Sind weniger wissenschaftlich/technisch…

Frank Wilke

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Hallo,

wer kann mir Bücher zum Thema Börse, Aktienhandel etc.
empfehlen? Welche Werke eignen sich zum Einstieg und geben
einen guten, anschaulichen (und auch wissenschaftlichen)
Überblick? Welche Bücher eignen sich zur Vertiefung?

Diese Frage ist so pauschal kaum zu beantworten. Das Problem besteht in erster Linie darin, dass zwar schon ganze Bibliotheken über dieses Thema geschrieben wurden, jedoch die Qualität ob der Fülle kaum zu beurteilen ist.

Natürlich kann man auf die großen Namen wie Kostolany, Buffet, Soros und ähnliche setzen. Allerdings muss man auch sehen, dass diese Herrschaften allesamt das „Schicksal“ teilen, ihr Vermögen in einer Zeit gemacht zu haben, als die Kapitalmärkte noch weitaus weniger stark vernetzt waren, als dies heute der Fall ist.

Außerdem muss man ebenfalls sehen, dass sich gerade Anlageentscheidungen nur äußerst selten zur Nachahmung eignen. Die Gründe hierfür liegen schlichtweg darin, dass zentrale Eigenschaften eines Anlegers (Informationsstand, Einstellung zum Risiko oder aber auch die Ausstattung mit finanziellen Mitteln am Anfang) eben von Anleger zu Anleger stark differieren.
Natürlich kann man Bücher „der Großen“ lesen. Aber was nützt es einem, wenn man zwar einen Gewinn macht, dieser jedoch in Folge hoher Transaktionskosten aufgezehrt wird ?

Ein anderes Problem liegt darin, dass diese Leute in ihren Büchern zwar viel erklären bzw. mitteilen. Wichtiger ist aber das, was sie nicht (!) schreiben.
Seit Mitte der 90er Jahre ist die Literatur auf diesem Gebiet und dabei gerade für Anfänger in einem Maße gewachsen, wie auf keinem anderen Gebiet.
Die Bücher sind oftmals sehr einfach gehalten und springen sehr schnell auf den Zug auf, auf dem der Mainstream fährt. Sehr schnell wird in die zentralen Begrifflichkeiten und Zusammenhänge eingeführt. Was dann aber oftmals nicht erwähnt wird, ist das „Drumherum“. Eben dieses Wissen ist aber oft entscheidend. Im Ergebnis kann man auch hier wieder festhalten, dass es nicht DAS Buch gibt oder nicht DIE Bücher die einem das Wissen vermitteln, was man benötigt.

Auf dieses „Problem“ gehen aber nur die wenigsten Bücher ein. Den Autoren kommt es in erster Linie darauf an, durch ein auffallend strukturiertes Buch eine möglichst breite Käuferschicht zu erreichen. Das kann man m.E. sehr gut mit Theo Weigel und der Deutschen Telekom vergleichen. Damals wurde auch eine enorme Werbekampgane gestartet, nur um möglichst viele Neu-Anleger für die T-Aktie zu gewinnen. Das Ergebnis ist ja hinreichend bekannt.

Die Börse ist ein Lernprozess der sich nicht „mal eben durch ein paar Bücher“ abhandeln lässt. Man kann nämlich auch mal fragen, ob es immer nur Bücher sein müssen - würde denn die Tagespresse oder bestimmte Tageszeitungen nicht auch einen wertvollen Beitrag leisten können?

Um aber dennoch auch eine Angabe zu machen, würde ich einem Einsteiger von den bereits erwähnten Personen (Busch, Koch, etc.) eher abraten und auf die Bücher aus dem Buhl-Verlag verweisen. Das sind die Bücher der ZDF-Sendung WISO, die auch zu Aktien und Anlageentscheidungen allgemein erscheinen. Hier kann man m.E. von einer sehr hohen Unabhängigkeit der Autoren sprechen. Relativ bekannt ist in diesem Feld der Autor Jungblut.
Ansonsten kann man noch auf die Bücher aus dem Finanzbuchverlag hinweisen. Die Handelsblattgruppe verlegt ebenfalls Bücher die sich u.a. mit dem Verstehen von Finanznachrichten beschäftigen. Die Autoren sind dabei zum Teil auch Redakteure und Vermögensverwalter bzw. kleinere Fondsmanager.

Abschließend kann ich nur den Tipp geben, sich mal etwas länger in einer gut ausgestatteten Buchhandlung aufzuhalten und man ein paar Bücher zu überfliegen. Letztlich darf man aber nie vergessen, dass selbst ein Vollstudium dieser Bücher nicht notwendig einen Anlageerfolg herbei führt.
Um Grundlagenwissen zu erlangen sind viele Bücher natürlich geeignet.

VG
TraderS

PS: Achso und NIEMALS Bücher von Markus Frick kaufen. Ich empfehle diese gar nicht erst in die Hand zu nehmen. Leider gibt es aber von solchen Büchern ebenfalls recht viele. Daher meine Empfehlung auf Vertrautes zurückzugreifen, etwa WISO bzw. Buhl oder die Bücher des Handelsblatts.

PS: Achso und NIEMALS Bücher von Markus Frick kaufen. Ich
empfehle diese gar nicht erst in die Hand zu nehmen. Leider
gibt es aber von solchen Büchern ebenfalls recht viele. Daher
meine Empfehlung auf Vertrautes zurückzugreifen, etwa WISO
bzw. Buhl oder die Bücher des Handelsblatts.

Ich finde aber den kostenlosen Newsletter vom Bäckersohn sehr interessant. Da weiß man wenigstens, was man nicht unbedingt kaufen sollte.

Ich finde aber den kostenlosen Newsletter vom Bäckersohn sehr
interessant. Da weiß man wenigstens, was man nicht unbedingt
kaufen sollte.

Ja kostenlos … da fängt es ja schon an. Der Mann will sich doch nur wichtig machen und möglichst vielen Anlegern Papier schmackhaft machen, in denen er schon längst drin ist und die dann wenn mehr Leute dabei sind, von ihm selbst zuerst abgestossen werden.

Leider fallen immer noch viel zu viele Leute auf den Mann rein. Allerdings ist er einer von vielen, die sich da tummeln. Mir fällt da konkret noch Bernd Förtsch ein.

Auch hier gilt: Was nichts kostet ist nichts wert. Gute Tipps müssen etwas kosten. Denn gute Tipps entspringen bzw. sollen einer fundierten Analyse entspringen und eine solche kostet eben etwas mehr. Frick und Co. „analysieren“ die Anlageprodukte aber in einer Weise, die jeglicher entscheidungslogischer Fundierung entbehrt.

Das ist genau so, als wenn man den Paspt zu einer Einschätzung über das zukünftige Potential von Tokio Hotel im Deutschen Musikmarkt befragen würde.

VG
TraderS

Kein buch, aber…
…ein Forum, in dem Deine Frage auf jeden Fall besser beantwortet wird als hier:

http://www.wallstreet-online.de/

…ein Forum, in dem Deine Frage auf jeden Fall besser
beantwortet wird als hier:

http://www.wallstreet-online.de/

Das ist eine Versammlung von Spinnern, Zockern, Ahnungslosen und Möchtegernexperten. Was man da an Wissenabgreifen soll, ist mir völlig schleierhaft. Natürlich kann man sich dort bestens darüber informieren, bei welchem indonesischen Pennystock sich gerade eine Investition lohnt, aber ob das a) in die Rubrik Wissen gehört und b) das ist, was der Fragesteller sucht, lasse ich mal dahingestellt.

Gruß,
Christian