es geht dabei um einen Zimmerer der für sein Büro jemand sucht.
Ich selbst bin ja gelernte Bankkauffrau, 5 Jahre aus dem Beruf draußen.
Hab einen superguten Abschluß mit Preis von der IHK usw.
Nun frägt sich, was man da so auf die Stunde bekommt/bekommen kann oder verhandeln sollte?
die Frage der Gehaltshöhe ist natürlich aus dem knappen Text schwer zu beantworten. Ich würde folgendes vorschlagen:
Lege für dich eine Summe fest, die du nicht unterschreiten kannst (Absicherung des Lebensminimums).
Bekomme heraus, was der Handwerker von dir erwartet.
Bekomme heraus, wie du diese Leistungserwartung im Interesse des Handwerkers überbieten kannst.
Schlage ihm eine angemessene Leistungsprämie vor, wenn du dein Versprechen hältst. Die Prämie sollte so hoch sein, dass du einen guten Lebensstandard absichern kannst.
Herzliche Grüße
Sven Reinhardt
es geht dabei um einen Zimmerer der für sein Büro jemand
sucht.
Ich selbst bin ja gelernte Bankkauffrau, 5 Jahre aus dem Beruf
draußen.
Hab einen superguten Abschluß mit Preis von der IHK usw.
Nun frägt sich, was man da so auf die Stunde bekommt/bekommen
kann oder verhandeln sollte?
Alldieweil dieser Geld heranschafft, während Du als Büropersonal es bloß verwaltest, sollte der Stundenlohn ein bissle darunter liegen. Sonst passt das Gefüge innerhalb des Betriebes nicht.
Ein guter Tip,
ein guter Handwerker braucht da imemr eine eher Betriebsmama.
Die sich um alles kümmert und ihn auch mal auf die Finger klopft.
Dann kann er mit dem was er am allerbesten udn perfekt kann, das Arbeiten, viel Geld verdienen.
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Das mit dem „bloß verwalten“ möchte ich doch nicht so stehen lassen. Wenn es zu den Aufgaben der Bürokraft gehört, die Rechnungen zu schreiben, dann schafft sie das Geld für die Arbeit der anderen heran. Denn das Arbeiten alleine ohne Rechnungschreiberei schafft noch lange kein Geld heran.
sollte der Stundenlohn ein
bissle darunter liegen. Sonst passt das Gefüge innerhalb des
Betriebes nicht.
Mit „ein bissle darunter liegen“ bin ich aber trotzdem der gleiche Meinung.
es geht dabei um einen Zimmerer der für sein Büro jemand sucht.
Wie groß ist der Laden? Wenn es ein typischer Klein"krauter" ist mit sagen wir mal Chef + 2 Gesellen + 3 Stiften, wäre Deine Verhandlungsbasis - wie Martin richtig schrub - der Stundenlohn des Altgesellen mit einem gewissen Abschlag. Bewegt sich aber die Belegschaftsgröße stark in Richtung der 20 und darüber, kommen zu den „üblichen“ Aufgaben, wie Rechnungen schreiben und verwalten, Akten anlegen, Telefonieren … noch einige dazu, bspw. so etwas wie Personalangelegenheiten, und je nachdem, wieviel Buchführung die Bude selbst erledigt bzw. dem StB überlässt, entsprechende Abschlussarbeiten und/oder -vorbereitung sowie ggf. Kreditoren- und Debitoren, Mahnwesen, Lohnabrechnung …
wenn letzteres der Fall sein sollte, ist eine gute Bürokraft im Handwerk mindestens so viel wert wie ein tüchtiger Geselle. Wenn der „Alte“ produktiv tätig ist, während Du den Papierkram weitestmöglich von ihm fernhältst, rentierst Du Dich doppelt und dreifach. Dann kannst Du ruhig einen Verdienst wie ein Kapo/Polier/Vorarbeiter einfordern. Und wenn der Chef nicht auf einem sehr nassen Lappen schläft, zahlt er das auch …
Kleiner Tip am Rande : Viele Handwerker tun sich nicht nur mit den kaufmännischen Sachen ein wenig schwer, sondern auch mit den „Randgebieten“ ihrer Tätigkeit. Gerade ein Zimmerer wird - wenn der Betrieb, wie gesagt, ein wenig größer ist - viel mit Aufmaßen und Ähnlichem um sich werfen müssen. Diese vernünftig zu erstellen und zu verwalten, ist das eine - das andere, was Du vielleicht noch erledigen kannst, ist die Anfertigung von Bauskizzen und die Materialkalkulation. Ein wenig Zeichenkenntnisse, und schon hast Du Deine Tätigkeit noch ein bisschen wertvoller gemacht.
das war tatsächlich ein bissel grob geschnitzt formuliert - als Buchhalter und „Geldranschaffer“ hab ich hie und da gedacht: „Mit diesen dreitausend hätte eigentlich keiner mehr gerechnet - und das morgens um elfe - geh ich jetzt heim oder mach ich noch was?“
Dennoch ist das Erarbeiten Bedingung für das Versilbern - diese Betrachtungsweise halte ich für eine wichtige Zutat bei der bemerkenswerten Überlebensfähigkeit und Produktivität kleiner Betriebe.
Die Größenordnung ca. 15-20, die Eilicht nennt, halte ich selber auch für eine, die den Übergang markiert, von dem an der Büroknecht nicht bloß der Wasserträger ist, der die ganze Kiste ergänzt, sondern wo sein Tun schon auch aus sich selber heraus produktiv wird, und dadurch natürlich auch mehr wert ist. Dazu gehört dann allerdings, dass der Büroknecht nicht bloß ausführt, sondern auch initiativ mitarbeitet - z.B. eine Ausschreibung auftut und so klar kriegt, dass sie mundgerecht und entscheidungsreif da liegt; Abläufe vorschlagen und gestalten kann („warum zahlen wir eigentlich die Spedition für die Einfuhrverzollung? Am 17. Februar ist ein zweitägiges Seminar bei der IHK - wenn ich mich da updaten lasse, mach ich das selber billiger und schneller“); seine Spezialkenntnisse einbringen kann („warum zahlst Du eigentlich steuerpflichtige Zuschläge für diesen Einsatz? Wenn wir das ordentlich dokumentieren, haben wir noch haufenweise Luft beim Verpflegungsmehraufwand“) usw.