Buisnessplan,existensgründung

Guten Tag,

möchte mich im neuen jahr mit einem jetzigen kollegen selbständig(fliesenleger) machen(kleinstunternehmen) dafür braucht man ja nen buisnessplan. habe aber keine ahnung, wie der aussehen soll

da wir ab dem 01.01.2010 arbeitslos sein werden. wollen wir das über die förderung des AA machen.
gibt es da evtl auch andere fördermöglichkeiten? ist es ratsam"nur" ein kleinstunternehmen zu gründen?
welche behörden muß ich anlaufen?
welche kosten kommen bei ner gründung auf uns zu?(also nur für behörden etc.)
hoffe, dass mir da jemand helfen kann

MfG
Daniel

Hallo,

ein Businessplan ist nicht zwingend Pflicht! Er wäre sehr ratsam, wenn Ihr an
Banken herantreten wollte, um ein Kredit für Euer vorhaben zu bekommen.
Wie ein Businessplan gestaltet ist findet man bei Google bestimmt nach einer
Weile.

Mit Fördermöglichkeiten kenne ich mich nicht aus, aber die gibt es bestimmt. Ein
Kleinunternehmen sollte nicht mehr als 17.500 Euro Umsatz im Jahr machen. Es
lohnt sich nicht, wenn Ihr Anfangs sehr hohe Anschaffungskosten habt für
Werkzeug, Rohstoffe etc. Weil ihr dann von dem Anschaffungspreis 19% MwSt
erstattet bekommt (salopp gesagt wieder bekommt). Müsst aber auf alle
zugünftigen Einnahmen 19% abführen (also zahlen müsst).
Wenn Ihr für Firmen arbeitet könnte das vom Vorteil sein, weil Ihr dann
automatisch 19% billiger seid, als ein Konkurrent, der Kleinunternehmer ist.

Die Kosten belaufen sich um die 40 Euro für eine Gewerbeanmeldung beim
Gewerbeamt in eurer Stadt. Danach bekommt Ihr einen "Statistischen Fragebogen
vom Finanzamt, wo Ihr unteranderem angeben müsst, ob Ihr von der
Kleinunternehmer Regelung gebrauch machen müsst.

Hoffe das ist schon mal ein Anfang!

MfG,

Nikolai

Hallo Daniel,
ich komme aus zeitlichen Gründen erst am Montag zu einer konkreten Mitteilung. Vorab allerdings soviel: In welchem Bundesland soll die Gründung stattfinden? Wie hoch ist die Investition -Kapitalbedarf „Brutto“- Ist Eigenkapital vorhanden? Haben Sie mit der Handwerkskammer bzgl. der Marktlage gesprochen? Soll Personal eingestellt werden? -Marktlage: Der Baumarkt ist z.Zt. nicht so sehr nachgefragt insofern die Frage der Marktlage. Oder haben Sei Kontakt zu Firmen, die Ihnen Aufträge vermitteln bzw. überlassen.
Nach Mitteilung o.g Fragen komme ich gern konkret auf Ihre Anfrage zurück.
Gruß
W. Hölker

hallo.
danke für die antwort.
beziehungen zu anderen firmen ist vorhanden. eigenkapital ist da, der anteil sollte aber so gering wie möglich sein.
finanzielle mittel brauchen wir bloß für einen transporten, da werkzeug usw vorhanden ist.
die gründung erfolgt in MV
kontakt mit der handelskammer hatten wir noch nicht. wollten erst die beratung vom arbeitsamt abwarten.

MfG

Hallöschen,

das Arbeitsamt fördert in der Regel Unternehmensgründungen, die bieten einen Kurs an, den sie bezahlen, in welchem man die nötigsten Dinge erfährt.
Am Anfang ist es immer ratsam ein klieneres Unternehmen zu gründen. So das man keine große Steuererklärung abgeben muss. Man weißt einfach eine Ausgaben/Einnahmen Rechnung aus. Solte man die maximale Summe überschreiten kann man das ja immer noch ändern!
Aber wie gesagt bei diesem Existenzgründerkurs bekommt man viel beigebracht. Da sind Bänker und Steuerfachleute die einem viele Fragen beantworten können.

Wünsche viel Erfolg und bei Fragen gerne wieder melden!

Gruß Daniela

Hallo, ich komme leider erst jetzt zur Antwort. Sie werden es mir nachsehen, so hoffe ich.
So, und nun zum Eingemachten:
Ungeachtet des notwendigen Bussines-Planes benötigen Sie eine Investitionsplanung und eine Kostenplanung, in der „mindestens“ nachfolgende Kalkulationen vorhanden sein müssen.
Kostenplanung:

  1. Kalkulieren Sie für sich und Ihrem Partner „jeweils“ ein akzeptables monatliches Einkommen.
    !!!Bitte nicht übertreiben oder überziehen!!!
    Es sollten alle „privaten“ Kosten damit abgedeckt werden -Miete, Strom, Lebensunterhalt, priv. KFZ, etc.

  2. Die anfallenden Kranken- Renten- und Pflege-VS-Beiträge jeweils getrennt berechnen.
    Zur Kranken-VS. soviel: Bitte nicht auf alle
    Werbeversprechen der VS-Wirtschaft hören. Im
    Anfang sich bei den gesetzlichen -AOK, Barmer,
    DAK etc.- erkundigen nach Mindestbeitrag bei
    "geringem Einkommen!!! Tiefstapeln ist hier
    angesagt!!!
    Warum gesetzliche: Es gibt keine Garantie, dass das Unternehmen für die Ewigkeit bestehen wird. Die Tür ist verschlossen, wenn es mal schief gehen sollte!!!

  3. Kosten der Betriebsversicherung berechnen lassen -Betriebshaftpflicht „incl. Bearbeitungsschäden“, Betriebsunterbrechungs-VS, Betriebsinhalt-VS.
    Sollten hierzu Fragen auftauchen, bitte melden.

  4. Kosten für die/das Fahrzeug, Haftpl.-VS. Kasko-VS?. KFZ-Steuer, einschl. Sprit.

  5. Eine evtl. Auftragsflaute in der Anfangszeit kalkulieren.
    Bitte auch Kosten für einen Steurberater einkalkulieren. Wichtig!!! zumindest dem Banker gegenüber, laufende Kontokosten kalkulieren. Noch wichtiger, Kosten des benötigten Darlehens einrechnen.
    Investitionsplanung:

  6. Evtl. anfängliche Werbemaßnahmen -Inserate, Besuche bei Firmen und Architekten etc. summarisch kalkulieren.

  7. Notwendige Fahrzeuge, Maschinen und Gerätschaften -Fahrzeug, Putzmaschine, Kübel Schaufeln, Kadätschen, Wasserwaagen, Senklote, Besen etc. summarisch kalkulieren. Bitte immer den „Neuwert“ kalkulieren. Warum, dazu komme ich nachfolgend.

  8. Eine Position für „unvorhergesehenes“ einplanen!!!

So, wenn die Summen vorhanden sind, stellen Sie dieser dann die Positionen und Summen gegenüber, die vorhanden sind -Maschinen, Gerätschaften etc.-
Daraus ergibt sich dann die verbleibende Investitionssumme.
Zum Eigenkapital: Es sollten von der Investitionssumme etwa 20% vorhanden sein. Als Eigenkapital rechnet sich allerdings auch das selbst eingebrachte Firmeninventar -Maschinen und Gerätschaften-
Erst danach sollte vorhandenes Eigenkapital abgezogen werden!!! um auf einen banktechnisch gesunden Finanzierungsstatus =80, 70, 60% der Investitionssumme, zu gelangen.

So und dann geht es um das Einkommen:
Kalkulieren Sie „n i c h t ü b e r z o g e n“ die zu erwartenden Einnahmen und zwar konkret. Heißt Sie müssen schon sagen, wieveil Sie pro Quadratmeter Putz nehmen wollen und wie sich der Preis realisieren läßt. Werden Sie Putz selbst herstellen oder fertig liefern lassen etc.
Die Einnahmen werden dann den Ausgaben gegenüber gestellt. Es sollte, zumindest in der Anfangsphase, ein halbwegs ausgeglichenes Verhältniss zwischen einnahmen und Ausgaben rechnen lassen.

Ganz wichtig!!! Verhandeln Sie mit Ihrem Banker, wenn es denn soweit ist, „s o f o r t“ über einen angemessenen Dispositionskredit. Der sollte nichts mit dem noch zu beantragten Kredtit zu tun haben. Er muss nicht beansprucht werden, könnte aber sein. Warum: nicht jeder Auftraggeber zahlt vorab oder aber wöchentlich. Sie sollten aber auch mit Ausfällen rechnen. Und dazu dient dann der Dispokredit, damit anfallende laufende mtl. Kosten weiterhin bezahlt werden können. Kalkulieren Sie hier ruhig mal 3 Monate Lohnausfall.

Notwendiges Kapital kann man sich bei der K F W -Kreditanstalt für Wideraufbau- besorgen. Aller dazu werden Sie im Netz unter KFW finden. Sehr verständlich beschrieben, einschl. Berechnungsmöglichkeiten.
So, und dann müssten Sie den berüchtigten Bussiness-Plan noch erstellen.

Sollten Sie mit meinen Ausführungen nicht zurecht kommen oder Fragen haben, einfach melden.
Bitte auch für die Zukunft als Selbständiger merken:
Es gibt keine dummen Fragen, lediglich dumme Antworten!!!

PS.: Was würde bei Ihrer angedachten Firma ein m² Aussenputz sowie der m² Innenputz kosten? Gerüst für den Aussenputz wäre vorhanden.
In welcher Region MV soll es stattfinden?
Gruß
W. Hölker

Hallo, ich hab festgestellt, dass ich Sie mit einer anderen Anfrage verwechselt habe. Sie wollen sich als Fließenleger verselbständigen und nicht als Verputzer. Insofern hat sich meine Anfrage bzgl. Aussen- und Innenputz erledigt. Alle weiteren Angaben können und sollen Sie auf das geplante Unternehmen übertragen.
Gruß

Hallo, da ich auf meine letzte Mitteilung keine Reaktion mehr von Ihnen erhalten habe, gehe ich davon aus, das damit die Anfrage erledigt wurde. Sollten weitere Fragen auftauchen, einfach nochmal melden.
Bis dahin viel Erfolg und Gruß
W. Hölker

hallo.

habe momentan den kopf voll und bin deshalb noch nicht zum antworten gekommen.

habe inzwischen einen Bplan usw. meinen termin beim arbeitsamt hatte ich schon. habe alle anträge bekommen und muß dann nur noch zur handwerkskammer. wenn dann alles so weiter läuft kanns im februar starten…

danke noch für die hilfe

MfG

Hallo zurück. Sie sollten bei der Handwerkskammer nachfragen, wieviel Firmen aus Ihrem angesteuertem Gewerbe in Ihrer Regin angemeldet sind. Daraus kann bzw. könnte man ableiten, ob es Sinn macht sich in dem Bereich zu Verselbständigen. Gleichfalls „mal eben so nachgefragt“, ob die Handwerkskammer das Vorhaben als realistisch ansieht.
Könnte wichtig werden, da evtl. die Arbeitsverwaltung eine Stellungnahme der Kammer vor Zusage erwartet.

Bzgl. der Bank: Sollten Sie in Punkto Finanzierung noch Fragen haben, so sollten Sie sich melden. Um dabei eine für die Bank akzeptable Berechnung vornehmen zu können, benötigte ich die finanziellen Daten.

Kennen Sie Ihre evtl. Konkurenz vor Ort? Falls ja, können Sie evtl. einschätzen, wie es mit der Auftragslage dort steht? Vielleicht kennen Sie jemanden der dort beschäftigt ist. Falls ja, sollten Sie versuchen zu erfahren, wo denn die Firma ihr Firmenkonto hat.
Warum: Es wird kein Banker eine erneute Finanzierung vornehmen in einer Branche, die sie finanziert hat und dieser Firme es schlecht geht. Das wäre aus Sicht des Bankers so, als würde er seinen eigenen Konkurenten finanzieren. Fazit daraus, bevor man sich an eine Bank wenden würde die o.g. Problem haben könnte und sich deshalb eine Absage einhandelt, o.g. versuchen abzuklären.
Warum: Egal zu welcher Bank Sie gehen, würde über Sie und Ihr Kollege zunächst eine Schufaanfrage vorgenommen. Bei einer Absage kann genau diese Absage dann bei einer anderen Bank dazu führen, eine weitere Absage zu erhalten.
Warum: Schufaanfragen werden mind. 4 Wochen gespeichert und jeder weitere Anfragende würde diese Info auch erhalten. Fazit: Kein Banker möchte es mit einem Kunden zu tun haben, der sich evtl. auc noch anderweitig über Konditionen schlau macht.
Fazit: Wenn es möglich sein sollte, sollten Sie sich zuerst „mit Ihrer Hausbank“ unterhalten!!!

So, ich wünsche frohe Feiertage und
möge das Angestrebte gelingen.
In diesem Sinne