Bulgarin Schwanger keine K Versicherung

Hallo Leute,
wenn eine Frau aus Bulgarien hier in einem Krankenhaus entbindet 7. Monat Schwanger, hat keine Krankenversicherung , keine Einnahmen, Arge oder Sozialamt fühltsich nicht verantwortlich, Freund aus Deutschland aber Hartz4 Empfänger. Beide tun mir so Leid sind echt im Notfall, weisseiner Rat oder die Antwort. Wer bezahlt die Geburt wenn das Baby kommen will?:frowning: 
liebe Grüsse danke

Hallo,

nachdem bisher noch niemand geantwortet hat, hilft das vielleicht erstmal ein wenig weiter:
http://www.dw.de/ohne-krankenversicherung-in-deutsch…

Grüße
Mau

Hallo Mau,

unter welchen Umständen genau ist eine Entbindung als Notfall zu betrachten, wenn die werdende Mutter weiß, in welchem Monat sie ist, d.h. auch den voraussichtlichen Entbindungstermin kennt?

Schöne Grüße

Dä Blumepeder

unter welchen Umständen genau ist eine Entbindung als Notfall
zu betrachten,

immer, es besteht Lebensgefahr sowohl für die werdende Mutter als auch für das ungeborene Kind.

Servus,

wird das im Sinn der in der DW ohne konkrete Hinweise genannten Verpflichtung genauso aufgefasst? Worauf gründet diese Verpflichtung konkret, kann man das irgendwo nachlesen?

Schöne Grüße

Dä Blumepeder

Hallo Annne,

leider schreibst Du nicht, in welcher Stadt sich die Bulgarin aufhält.
In München beispielsweise behandeln Praxen wie die „Malteser-Migranten-Medizin“ oder das Kloster Sankt Bonifaz Menschen, die keine Versichertenkarte haben. Überwiegend sind das dort Zuwanderer, die illegal in Deutschland leben und keine KV haben.

Aber auch Ärzte der Welt bietet Hilfe an, sogar in speziellen Frauensprechstunden.
Zitat aus der Seite:
„Woher kommen die Frauen, die Sie betreuen?
Viele kommen aus osteuropäischen Ländern, vor allem aus Bulgarien. Die meisten haben keine Krankenversicherung, bei manchen ist der Aufenthaltsstatus nicht geregelt. In einem für sie fremden Land sind sie oft auf sich allein gestellt, fühlen sich verlassen und haben wenig Halt durch Familie und Freunde. Und gerade in der Schwangerschaft ist es ja so wichtig, Zuspruch, Ermutigung und Unterstützung zu bekommen. Diese Lücke versuchen wir ein wenig zu schließen.“

Die Organisationen scheinen also Erfahrung - auch mit speziell dieser Situation - zu haben und können sicherlich einen Rat geben, bzw. helfen bei der Frage: Wohin zur Entbindung …
Das Info-Tel. von Ärzte der Welt/open.med in München lautet: 0177 / 511 69 65. Vielleicht können die ja einen Tipp geben, wo es diese Unterstützung auch in Deiner Stadt gibt.

Schöne Grüße
Stefanie

Hallo Blumepeder,

ich habe mich daran erinnert, dass ein Krankenhaus grundsätzlich Schwangere mit Wehen nicht abweisen darf, weil das dann unterlassene Hilfeleistung wäre…also quasi einen Notfall darstellt.

Liest man auch hier so:
http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/art…
http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=…
http://www.taz.de/!99640/
http://www.eltern.de/gesundheit-und-ernaehrung/mediz…
Man möchte allerdings vermeiden einer komplett unbekannten Patientin bzw unbekannter Vorgeschichte und Risiken gegenüber zu stehen, deshalb empfiehlt es sich durchaus das Ganze planbar zu halten. Doch stößt man hier dann erst recht auf die Finanizerungsfrage.
Ich gehe ja mal davon aus, dass in solchen Fällen auch alle Vorsorgeuntersuchungen fehlen und vermutlich auch kein Mutterpass oder ein vergleichbares Dokument vorhanden ist.

Grüße
Mau

Hallo,
also, sie wohnt in Deutschland bei ihrem Freund - wie lange schon ?.
Wenn Sie im 7. Monat ist, dann dürfte erst mal nicht von einem Notfall ausgegangen werden, es sei denn es kommt zur Frühgeburt. Hat Sie sich denn schon mal um eine Krankenversicherung gekümmert, schließlich betrifft es ja nicht nur sie sondern auch das Kind - oder geht sie nach der Entbindung wieder nach Bulgarien ?. Zeit zum kümmern hätte Sie jedenfalls noch - auch wenn die bereits gegebenen Antworten schon sehr hilfreich sein dürften.
Gruss
Czauderna