Bund und Länder für Kickermillionäre?

Hallo,

da musste ich heute morgen doch gleich fünfmal hingucken!
Bund und Länder wollen/sollen für unsere 36 „Profivereine“ Bürgschaften hinterlegen?

Ein Herr Hackmann spricht von „KEIN EIGENVERSCHULDEN“
Ein Herr Hoeneß fordert jetzt das ARD und ZDF in die Lücke springen, damit seine Weißwurstprofis sich noch die Schuhe zubinden?

Wer sich auf derartige Verträge einlässt, hat schuldhaft gehandelt! Schon mal etwas von unternehmerischem Risiko gehört Herr HACKMANN?

Den öffentlich rechtlichen und damit der Mehrheit der Bevölkerung die Tür vor der Nase zuschlagen und später wenn die Kacke am dampfen ist noch Forderungen an diese stellen?

Ihr wollt Unternehmer spielen? Dann geht wenigstens mit Würde und Anstand unter, wie es andere Unternehmen auch tun.

Und unsere möchtegern Regierung sollte sich das gut überlegen hier in die Bresche zu springen. Holzmann, Dornier und Herlitz sind wohl wichtiger als diese Deppen!

Gruß
stranger one

Du hast meine volle Zustimmung

Gruss Günter

Du hast meine volle Zustimmung

Gruss Günter

Hallo Günter,

vielen Dank für Deine Antwort.
Als Mitglied der SPD habe ich meine Partei diesbezüglich eine böse Mail zukommen lassen. Mal sehen wie die Genossen reagieren.

Wenn die Bürgschaft durchkommt, trete ich aus dieser Partei aus und mache auch auf meiner Homepage dagegen Stimmung.

Ein bischen Wahlkampf können auch wir betreiben!!!

Bis demnächst
stranger one

Hallo,

Wenn die Bürgschaft durchkommt, trete ich aus dieser Partei
aus und mache auch auf meiner Homepage dagegen Stimmung.

Ein bischen Wahlkampf können auch wir betreiben!!!

Aus diesem Grund würde ich nicht austreten. Da kann man an der Front noch was bewirken, weil die Stimmung hier schon ganz erheblich ist. Aber ich habe Verständnis. Ich habe heute mich mit einigen aus der SPD unterhalten können, die sind alle sauer, wenn es soweit kommen soll. Ich halte es auch für relativ gefährlich, wenn Schröder Clement nachgibt. Egal nämlich wen man hört, jeder ist dagegen. Morgen soll Stoiber angeblich sich gegen Staatsknete aussprechen.

Ich war in der Gegenfraktion und habe mit meiner Partei einen richtigen Kampf ausgefochten, teilweise bin ich heute noch dabei. Habe bei der letzten Wahl erstmals den Weg zur SPD genommen, wollte Kohl nicht mehr. Und bei allen Problemen, ich habe wohl keine Alternative dieses Jahr. Einen Appartschik wie Stoiber, ständig an Affären vorbei geschrammt, wähle ich nicht. Unter unserer - noch im Aufbau befindlicher HP - www.team-wunderle.de kannst Du Dir Einblicke in Parteispenden verschaffen und andere politische Vorgänge.

GRuss Günter

bloss nicht
aber ich fürchte, das geht nach dem brot-und-spiele-prinzip.

solange schulen verrotten und kinder keinen kindergartenplatz bekommen, können bundesligakicker vielleicht auch auf ein paar mark verzichten - aus steuermitteln sollte man das nun wirklich nicht finanzieren.

Erst einmal: nimm nicht Effenberg und Co. als Problem. Bayern bezieht nur 20-30% ihrer Einnahmen aus den Fernsehgeldern. Die können Effenberg zur Not auch anders finanzieren. Das Problem sind Vereine wie Alemania Aachen, die ca. 60% ihrer Einnahmen aus den Fernsehgelder beziehen und Fußballspieler haben, die nicht gerade Unsummen verdienen.

Hinzu kommt: geht Kirch Pleite sind die Fernsehgelder erst einmal bei Null. Aber die Fußballrechte werden ja wieder verkauft. ARD, ZDF, RTL und der neue SAT1-Bezitzer können und werden wohl mitbieten. Dieser Besitzer - egal ob Murdoch oder Berlusconi - steht auf Sport und Unterhaltung. Das heißt, da das Produkt Fußball ja nicht schlechter geworden ist, wird es sicherlich wieder hoch gehen. Vielleicht nicht so hoch wie zur Zeit, aber weit höher als Null.

Das heißt, es besteht nur ein kurzes Problem (wie lange dauern so Verhandlungen?). Warum soll für diese kurze Zeit nicht ein Dritter einspringen, vor allem wenn fest vereinbart wird, dass das Geld wieder zurückgegeben wird? Immerhin ist Fussball auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Kaiserslautern, Ahlen und anderen Städten.

wirtschaftliche Zusammenhänge
Hallo,

wenn ich es recht verstanden habe, geht es doch darum, daß der Staat für die Verbindlichkeiten Fußballrechte-Sparte bürgen soll. Bundes- und Landesbürgschaften sind ein völlig normales Mittel, um das Überleben gefährdeter Unternehmen zu sichern. Hier geht es um die m.W. an sich profitable Fußballrechteverwaltung von Kirch, die nur in Schwierigkeiten ist, weil sie derzeit im nicht zu durchschauenden Finanzdurcheinander der Kirch-Gruppe drin hängt.

Die Bürgschaften sollen dazu dienen, die separate Kreditfinanzierung dieser Sparte zu sichern. Es geht dabei also nicht in erster Linie um die Finanzierung der Gehälter der Profikicker, sondern um den Erhalt der bei Kirch daran hängenden Arbeitsplätze. Wenn der Fußballrechtehandel tatsächlich profitabel ist, und das scheint er zu sein, wird die Bürgschaft nie gezogen, d.h. dem Bund entsteht weder eine finanzielle Belastung noch ein sonstwie gearteter Schaden.

Gruß
Christian

hallo Stranger,
der Bundesbürger hat schon kein Verständnis für die extrem hohen Ablösesummen, Jahresgehälter, Übertragungsgebühren.
Jetzt auch noch das alles mit Steuergeldern zu fördern, das geht mit absoluter Sicherheit über sein Verständnis.
Holzmannarbeiter haben auf Teile ihrer Gehälter verzichtet. Werden das auch die Toppverdiener der Bundesliga machen? Mal eine zeitlang statt Porsche Carrera Porsche Boxter fahren?
Was ist da so katastrophal, wenn verschiedene Vereine pleite gehen? Erst mal die sündhaft teuren Spieler verkaufen, dann ist erst mal Geld für eine zeitlang da. Das Spielermaterial nicht einkaufen, sonders aus eigrenen „Beständen“ aufbauen. Im Umfeld jedes BV gibt es genügend Sportvereine mit Jugendlichen, bei denen es sich sehr rentiert, sie zu fördern.
Aber kaufen ist natürlich bequemer und bringt (evtl.) den Soforteffekt.
Grüße
Raimund

Hallo Christian,

wenn ich es recht verstanden habe, geht es doch darum, daß der
Staat für die Verbindlichkeiten Fußballrechte-Sparte bürgen
soll. Bundes- und Landesbürgschaften sind ein völlig normales
Mittel, um das Überleben gefährdeter Unternehmen zu sichern.

Dies ist völlig richtig. Trotzdem ist die Befrüchtung schon richtig, dass zumindest bei einigen Clubs, die bis zu 50 % aus den Fernsehrechten leben, der Steuerzahler einspringen muss.

Hier geht es um die m.W. an sich profitable
Fußballrechteverwaltung von Kirch, die nur in Schwierigkeiten
ist, weil sie derzeit im nicht zu durchschauenden
Finanzdurcheinander der Kirch-Gruppe drin hängt.

Calmut und Höness (Leverkusen und Bayern) waren es doch, die mit allen Mitteln - und wer weiss mit welchen Mitteln gelockt - derart geldgierig gewesen sind, dass alle Mitkonkurrenten aus dem Feld geschlagen wurden . Diese Herren haben sich doch angemasst zu erklären, wenn sie über Kirch mehr Geld erhalten können und dafür Fussball über Pay-TV zu sehen sei, sei dies nicht mehr als recht. Nun hat man sich mit Kirch verspekuliert. Und jetzt soll der Bürger eintreten, nachdem die Bosse und deren teilweise arbeitsscheue Millionäre um ihre Mio fürchten müssen. Der Staat soll die Finger aus dieser Sache lassen. Die Liga muss sich intern selbst kurieren. Jemand der 30 Millionen im Jahr verdient, kann auch finanzielle Einbussen für eine oder zwei Jahre akzeptieren und mit 20 Millionen leben, der Arbeiter bei Holzmann hat auch auf einen Teil der Löhne verzichtet.

Die Bürgschaften sollen dazu dienen, die separate
Kreditfinanzierung dieser Sparte zu sichern. Es geht dabei
also nicht in erster Linie um die Finanzierung der Gehälter
der Profikicker, sondern um den Erhalt der bei Kirch daran
hängenden Arbeitsplätze.

Eben nicht. Die Gelder sollen ja nur dafür die Staatsbürgschaft erhalten, damit die Clubs weiterhin ihren Betrieb finanzieren können. Die Mitarbeiter von Kirch haben da überhaupt nichts davon. An Einsparungen denkt bei den Clubs doch niemand. Die Spieler auch nicht. Dann wird am Rande gleich mal hingewiesen, wenn die Spieler auf Geld verzichten müssen, würden sie ins Ausland gehen. Dann lasst sie doch gehen.

Wenn der Fußballrechtehandel

tatsächlich profitabel ist, und das scheint er zu sein, wird
die Bürgschaft nie gezogen, d.h. dem Bund entsteht weder eine
finanzielle Belastung noch ein sonstwie gearteter Schaden.

Gruss Günter

Hallo.

Bildungsmisere, Großpleiten, vergammelte öffentliche Einrichtungen, Straßen wie Buckelpisten, 4 Mio. Arbeitslose, Altersarmut …

… alles uninteressant. Hauptsache, die Herren in den Großvereinen bekommen weiter die Millionen hinten reingeblasen. Jeder von einer Insolvenz betroffene Arbeitnehmer streicht sich Geld ans Bein und muß ggf. hinter seinen redlich erarbeiteten Kröten herrennen …

aber das macht ja alles nix. Wir können ja die Deckel der Großvereine übernehmen (wie wäre es mit einem weiteren Solidaritätszuschlag?). Oder greifen wir doch mal wieder in die Kassen der Sozialversicherung? Dieser verrottete Saustaat wird es mit seiner führenden Mischpoke schon schaffen, alles, aber auch alles an die Wand zu fahren.

Auswandern oder Terrorist werden?

fragt sich kw

Hallo Günter,

Die Bürgschaften sollen dazu dienen, die separate
Kreditfinanzierung dieser Sparte zu sichern. Es geht dabei
also nicht in erster Linie um die Finanzierung der Gehälter
der Profikicker, sondern um den Erhalt der bei Kirch daran
hängenden Arbeitsplätze.

Eben nicht. Die Gelder sollen ja nur dafür die
Staatsbürgschaft erhalten, damit die Clubs weiterhin ihren
Betrieb finanzieren können. Die Mitarbeiter von Kirch haben da
überhaupt nichts davon. An Einsparungen denkt bei den Clubs
doch niemand. Die Spieler auch nicht. Dann wird am Rande
gleich mal hingewiesen, wenn die Spieler auf Geld verzichten
müssen, würden sie ins Ausland gehen. Dann lasst sie doch
gehen.

wenn es so sein sollte, habe ich die ein oder andere Meldung mißverstanden. Wenn es tatsächlich nicht darum gehen sollte, gegenüber den Banken Kredite zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes von Kirch zu besichern, sondern den Clubs ihre Zahlungseingänge zu garantieren, ist das ganze schlichtweg eine Frechheit. Insbesondere eine Dummheit der Vereine, denn jeder, der größere Forderungen gegenüber einen zweifelhaften Gläubiger hat, läßt sich diese im Vorfeld besichern (d.h. z.B. durch Bankgarantien). Wer davon aus welchen Gründen auch immer keinen Gebrauch macht bzw. darauf verzichtet, hat selber schuld und mit den Konsequenzen zu leben.

Gruß
Christian

Hallo Christian

Du hast zwei Sachen mit einander vermischt.
Einerseits die Diskussion um das Kirchimperium, wo auch die TV-Rechte für die Bundesliga gehalten werden. Andererseits die Diskussion darum, dass die öffentliche Hand für die Bundesligisten Kreditbürgschaften übernehmen soll, falls der Kirch-Laden zusammenbricht und eine im Mai 02 fällige Rate von € 100 Mio. nicht kommt.

Dazu sagt dann dieser Staatssekretär Tacke vom Wirtschaftsministerium, dass es ja gar kein Problem sei, denn den Clubs würde ja nichts geschenkt, sondern sie müssten das später wieder zurückzahlen. Wenn man solch einen Bull-shit liest, weiss man einen der Gründe, weshalb in D 4 Mio. Leute arbeitslos sind.

Gruss
CrNiMo

Hi,

Du hast zwei Sachen mit einander vermischt.
Einerseits die Diskussion um das Kirchimperium, wo auch die
TV-Rechte für die Bundesliga gehalten werden. Andererseits die
Diskussion darum, dass die öffentliche Hand für die
Bundesligisten Kreditbürgschaften übernehmen soll, falls der
Kirch-Laden zusammenbricht und eine im Mai 02 fällige Rate von
€ 100 Mio. nicht kommt.

neenee, ich hatte schon von Berufs wegen beide Fälle mitbekommen. Nur war ich eben davon ausgegangen, daß die neue, aktuell diskutierte Bürgschaft auch als Besicherung kurzfristig bereitzustellender Kredite gedacht wäre. Auf die andere Variante wäre ich im Traum nicht gekommen, deswegen auch meine überzeugte Darstellung in meinem Artikel zu diesem Thema.

Gruß
Christian

Hallo,

die Diskussion hat sich offenbar erledigt. Nachdem heute früh Stoiber an die Öffentlichkeit ging und eine Bürgschaft für die Vereine abgelehnt hat, áuch nunmehr Arbeitsminister Riester sich dagegen ausgesprochen hat, hat der Regierungssprecher erklärt, dass nicht beabsichtigt sei, an Vereine Gelder zu geben. Man hat offenbar die Empfehlungen von Clement (NRW) und Schröder derart massiv kritisiert, dass man glücklich sein muss, dass Stoiber auch dagegen ist. Gestern hat sich Döring Wirtsch.Mini. sowie MP Vogel gegen solche Hilfen ausgesprochen. Lembke ebenso, obwohl er als ehemaliger Liga-Boss durchaus sich hätte positiv äussern können.

Man hat die öffentliche Reaktion wohl etwas in Berlin und in Düsseldorf unterschätzt.

Gruss Günter

Du hast zwei Sachen mit einander vermischt.
Einerseits die Diskussion um das Kirchimperium, wo auch die
TV-Rechte für die Bundesliga gehalten werden. Andererseits die
Diskussion darum, dass die öffentliche Hand für die
Bundesligisten Kreditbürgschaften übernehmen soll, falls der
Kirch-Laden zusammenbricht und eine im Mai 02 fällige Rate von
€ 100 Mio. nicht kommt.

neenee, ich hatte schon von Berufs wegen beide Fälle
mitbekommen. Nur war ich eben davon ausgegangen, daß die neue,
aktuell diskutierte Bürgschaft auch als Besicherung
kurzfristig bereitzustellender Kredite gedacht wäre. Auf die
andere Variante wäre ich im Traum nicht gekommen, deswegen
auch meine überzeugte Darstellung in meinem Artikel zu diesem
Thema.

Gruß
Christian

Hallo,

die Diskussion hat sich offenbar erledigt. Nachdem heute früh
Stoiber an die Öffentlichkeit ging und eine Bürgschaft für die
Vereine abgelehnt hat, áuch nunmehr Arbeitsminister Riester
sich dagegen ausgesprochen hat, hat der Regierungssprecher
erklärt, dass nicht beabsichtigt sei, an Vereine Gelder zu
geben. Man hat offenbar die Empfehlungen von Clement (NRW) und
Schröder derart massiv kritisiert, dass man glücklich sein
muss, dass Stoiber auch dagegen ist. Gestern hat sich Döring
Wirtsch.Mini. sowie MP Vogel gegen solche Hilfen
ausgesprochen. Lembke ebenso, obwohl er als ehemaliger
Liga-Boss durchaus sich hätte positiv äussern können.

Man hat die öffentliche Reaktion wohl etwas in Berlin und in
Düsseldorf unterschätzt.

Gruss Günter

Hallo Leute,

die Befürworter der Bürgschaft haben sich wohl ein bischen verschätzt, was die Öffentlichkeit und deren Meinung zu diesem Thema betrifft.

Gut das sie jetzt so langsam einen Rückzieher machen.

Ein Tipp noch für Herrn Clement von der SPD.

Nehmen Sie Ihren Hut, Sie haben keine Ahnung, weder vom begehren der Bevölkerung in der BRD noch von Politik!

Gruß
stranger one

Du hast zwei Sachen mit einander vermischt.
Einerseits die Diskussion um das Kirchimperium, wo auch die
TV-Rechte für die Bundesliga gehalten werden. Andererseits die
Diskussion darum, dass die öffentliche Hand für die
Bundesligisten Kreditbürgschaften übernehmen soll, falls der
Kirch-Laden zusammenbricht und eine im Mai 02 fällige Rate von
€ 100 Mio. nicht kommt.

neenee, ich hatte schon von Berufs wegen beide Fälle
mitbekommen. Nur war ich eben davon ausgegangen, daß die neue,
aktuell diskutierte Bürgschaft auch als Besicherung
kurzfristig bereitzustellender Kredite gedacht wäre. Auf die
andere Variante wäre ich im Traum nicht gekommen, deswegen
auch meine überzeugte Darstellung in meinem Artikel zu diesem
Thema.

Gruß
Christian

Hallo stranger one

Wer aber noch viel schlimmer ist, ist dieser Müntefering, dem offensichtlich Gesetze sch…egal sind.

Letztes Jahr wollte er das Grundgesetz beugen/brechen in dem er einen Fraktionszwang für die SPD-Bundestagsabgeordneten für ganz normal hielt. Jetzt schreit er Hurra, wenn die Bundesliga-Millionäre finanziert werden sollen.

Dieser Kotzbrocken sollte vielleicht mal die an die Ruhige Hand genommen oder besser zum Teufel geschickt werden.

Gruss
CrNiMo