Hallo Christian,
wenn ich es recht verstanden habe, geht es doch darum, daß der
Staat für die Verbindlichkeiten Fußballrechte-Sparte bürgen
soll. Bundes- und Landesbürgschaften sind ein völlig normales
Mittel, um das Überleben gefährdeter Unternehmen zu sichern.
Dies ist völlig richtig. Trotzdem ist die Befrüchtung schon richtig, dass zumindest bei einigen Clubs, die bis zu 50 % aus den Fernsehrechten leben, der Steuerzahler einspringen muss.
Hier geht es um die m.W. an sich profitable
Fußballrechteverwaltung von Kirch, die nur in Schwierigkeiten
ist, weil sie derzeit im nicht zu durchschauenden
Finanzdurcheinander der Kirch-Gruppe drin hängt.
Calmut und Höness (Leverkusen und Bayern) waren es doch, die mit allen Mitteln - und wer weiss mit welchen Mitteln gelockt - derart geldgierig gewesen sind, dass alle Mitkonkurrenten aus dem Feld geschlagen wurden . Diese Herren haben sich doch angemasst zu erklären, wenn sie über Kirch mehr Geld erhalten können und dafür Fussball über Pay-TV zu sehen sei, sei dies nicht mehr als recht. Nun hat man sich mit Kirch verspekuliert. Und jetzt soll der Bürger eintreten, nachdem die Bosse und deren teilweise arbeitsscheue Millionäre um ihre Mio fürchten müssen. Der Staat soll die Finger aus dieser Sache lassen. Die Liga muss sich intern selbst kurieren. Jemand der 30 Millionen im Jahr verdient, kann auch finanzielle Einbussen für eine oder zwei Jahre akzeptieren und mit 20 Millionen leben, der Arbeiter bei Holzmann hat auch auf einen Teil der Löhne verzichtet.
Die Bürgschaften sollen dazu dienen, die separate
Kreditfinanzierung dieser Sparte zu sichern. Es geht dabei
also nicht in erster Linie um die Finanzierung der Gehälter
der Profikicker, sondern um den Erhalt der bei Kirch daran
hängenden Arbeitsplätze.
Eben nicht. Die Gelder sollen ja nur dafür die Staatsbürgschaft erhalten, damit die Clubs weiterhin ihren Betrieb finanzieren können. Die Mitarbeiter von Kirch haben da überhaupt nichts davon. An Einsparungen denkt bei den Clubs doch niemand. Die Spieler auch nicht. Dann wird am Rande gleich mal hingewiesen, wenn die Spieler auf Geld verzichten müssen, würden sie ins Ausland gehen. Dann lasst sie doch gehen.
Wenn der Fußballrechtehandel
tatsächlich profitabel ist, und das scheint er zu sein, wird
die Bürgschaft nie gezogen, d.h. dem Bund entsteht weder eine
finanzielle Belastung noch ein sonstwie gearteter Schaden.
Gruss Günter