Hallo zusammen,
derzeit erwerbe ich Bundesobligationen, direkt bei der BundesWertpapierVerwaltung, als Dauerauftrag im Lastschriftverfahren.
Der ´glatten´ Zahlen zuliebe, habe ich bislang den zu erwerbenden NENNWERT vorgegeben.
Wenn ich die Sache mit dem Cost-Average-Effekt richtig verstanden habe, müßte es meinem Verständnis nach möglich sein, diesen auch hier zu nützen, indem nicht der NENNWERT, sondern der EINZIEHUNGSBETRAG vorgegeben wird.
Der Umstand, daß in aller Regel Stückzinsen bezahlt werden müssen, sollte darauf keinen Einfluß haben.
Bitte korrigieren Sie mich, wenn ich mich irre.
Vielen Dank!
Freundliche Grüße
Friedrich Raff
(interessierter Laie)
Hallo Friedrich,
Wenn ich die Sache mit dem Cost-Average-Effekt richtig
verstanden habe, müßte es meinem Verständnis nach möglich
sein, diesen auch hier zu nützen, indem nicht der NENNWERT,
sondern der EINZIEHUNGSBETRAG vorgegeben wird.
Der Umstand, daß in aller Regel Stückzinsen bezahlt werden
müssen, sollte darauf keinen Einfluß haben.
ich weiss ja nicht worin der Cost-Average-Effekt bei solchen Papieren liegen sollen, da hier der Kurs kaum schwankt, aber generell hast du das schon richtig im Kopf.
Das Problem dürfte aber eher in der kleinsten handelbaren Einheit der Obligationen liegen (bei Fonds bei den entsprechenden Fondsgesellschaften geht das ja auf 0,001 Bruchteile), so dass kein 100% reiner C-A-E erfolgen kann. Wenn die Beträge allerdings annähernd gleich sind, kann man durchaus davon sprechen.
Die Stückzinsen sind bei der Sache generell außen vor, da sie mit dem Kurs des Papiers i.d.R. nur sehr wenig zu tun haben.
Gruß Ivo
Hallo Ivo,
besten Dank für Deine rasche und kompetente Antwort.
Ich glaub, jetzt hab ich´s gefressen.
Also theoretisch habe ich recht mit meinem Cost-Average-Effekt, aber praktisch bringt er mir (fast) nichts, da die Kurse von Bundesobligationen eh kaum schwanken.
Verzerrt wird das Ganze auch noch durch die Stückzinsen, die ja ebenfalls von dem EINZIEHUNGSBETRAG bezahlt werden.
Das heißt, je mehr Zeit zwischen dem Zinslaufbeginn und dem Erwerb liegt, bzw. je höher die aufgelaufenen Stückzinsen sind, desto mehr wird meinem geliebten Cost-Average-Effekt ein höherer Kurs vorgegaukelt.
So daß ich tendenziell immer ein bisschen zu wenig kaufe.
Dumme Sache, was?
Gruß
Friedrich
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