Bundeswehr?

Hallo zusammen!

Ich soll evtl bald zur Bundeswehr!

Könnt ihr mir gute Gründe nennen wieso es sich lohnt Zeitsoldat bei der Bundeswehr zu werden

danke

Könnt ihr mir gute Gründe nennen wieso es sich lohnt
Zeitsoldat bei der Bundeswehr zu werden

Du brauchst nicht mehr Nachzudenken. Das spart eine Menge Energie, die das Gehirn sonst verbrauchen würde.
Außerdem tust du damit dem Sozialsystem etwas gutes, da du fleißig in die Rentenkasse einzahlst aber die Möglichkeit bestehst, dass du weit vor dem Renteneintritt abgeknallt wirst.

Du brauchst nicht mehr Nachzudenken. Das spart eine Menge
Energie, die das Gehirn sonst verbrauchen würde.
Außerdem tust du damit dem Sozialsystem etwas gutes, da du
fleißig in die Rentenkasse einzahlst aber die Möglichkeit
bestehst, dass du weit vor dem Renteneintritt abgeknallt
wirst.

Aber sonst gehts dir gut?

Könnt ihr mir gute Gründe nennen wieso es sich lohnt
Zeitsoldat bei der Bundeswehr zu werden

… mir fallen leider keine Gründe FÜR die Wehr ein!

Ja - deswegen habe ich ja verweigert.

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Du wirst lachen, ich werde auch verweigern! Aber trotzdem finde ich diese Formulierung etwas daneben…

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Hi Dachritzel,

meine BW ist lange her, kenne viel Negatives… aber ich werde versuche mich zurückzuhalten.

Zunächst einmal:
Zu welcher Einheit sollst du gehen oder was bist du von Beruf ?

OK - Antwort wird ja kommen… ich mach einfach weiter…

(Habe jetzt meinen beitrag umgestellt. Nur wenn du Lust hast, lies ab der Trennlinie weiter. Ist zu privat gefärbt der Bereich)

Also. Du kannst auch z.B. nur einige Jahre BW machen (4 Jahre).
Dann bist du Mannschaftsdienstgrad und bringst es evtl. zum Stuffz (Stabsunteroffizier)
Je nach Zivilberuf/Ausbildung wirst du in eine passende Einheit versetzt.
oder…
du verpflichtest dich gleich von Anfang für z.B. 10-15 Jahre.
Dann kannst du (entsprechende Schulbildung vorausgesetzt) gleich mit Offizierslaufbahn anfangen.
Studium usw… Du erhältst zur militärischen auch eine zivile Ausbildung.
Nach dem Ausscheiden erhältst du großzügige Gelder und auch langszeitliche Übergangsgelder.
Du bist während der Dienstzeit Staatsangestellter und hast durchaus auch im zivilen Leben dadurch Vorteile.
Nach dem Ausscheiden machst du deinen gewünscvhten zivilen Beruf. Im Rnetenalter dann bekommst du aus deiner BW-Zeit eine Pension und zusätzlich noch die (magere ?) rente aus der zivilen Tätigkeit.

Tipp:
Informiere dich ganz ausführlich über die heutige Situation eines Soldaten.
Besuche „Tag der offenen Tür“ bei der nächsten Kaserne und spricht dort mit Zeitsoldaten und Wehpflichtigen.
Achja: „zu meiner Zeit“ konnte man sich innerhalb 6 Monaten auch noch „umentscheiden“ und nur die Pflichtzeit abreißen.

Soldat ist ein „krisensicherer“ Job. Wenn was los ist, musst du „arbeiten“… wenn nichts los ist, darfst du nur „üben“…wirst du aber nicht gleich rausgeworfen, weil nichts zu tun ist.

Bevor du dich „freiwillig“ meldest:
Bist du bereit notfalls einen Menschen zu töten um andere zu verteidigen/ zu schützen ?
Ich möchte keine Antwort. Die Frage musst du dir selbst stellen.
Der Drill wird nachher so sein, dass du ganz automatisch handelst… egal ob Wehrpflichtiger oder Zeitsoldat.

Aber: Wenn du freiwillig Soldat wirst, bist du Berufssoldat. Die Chance ist sehr hoch, dass du in ein Krisengebiet geschickt wirst und dann deine Waffe auch gegen andere benutzen musst.
Deine Entscheidung fällst du JETZT.
Später kannst du nicht mehr zurück, wenn du Zeitsoldat bist.

Gruß
BJ
-----Trennstrich—
Wenn du Lust hast, lies weiter …

Erinnerung:
„Einzelwehrübender Reservist“ … bekam die Info,dass 80 Plätze in Kambodscha für meine Einheit vorgesehen sind.
Glück gehabt, ich wurde nicht gewählt.
Kurze Zeit später kam es durch die Medien, dass die BW mit San-Einheiten da war.

"Lieber Kamerad, wie Sie wissen war Ihre Einheit als xxx im Golfkrieg im Einsatz … "
Wie bitte ? BW im Gulf-War I ? Jau. War so.

Meine Reservezeit näherte sich dem Ende… wurde aber aufgeschoben, weil ich einen Unfall hatte und nicht ausgekleidet wurde…
Somalia war der erste offizielle Einsatz der BW im Kriesengebiet… und es meldeten sich genügend freiwillige Wehrpflichtige, dass ich als Reserve nicht noch eingezogen wurde.

Ich habe mehrmals chießbefehle erhalten während meiner aktiven Zeit (betrifft nicht Übungen, sondern Dienste).
Auch während einer Sonderübung (als Reservist)erhielten wir scharfe Munition zur Selbstverteidigung weil ein Anschlag geplant war.

Vorher kannst du dir noch Gedanken machen. Wenn der „Drill“ erst drin ist. reagierst du nur noch… und nachher bist du mit deinem Problem allein.

Ich war übrigens NICHT freiwillig bei der BW.
Die Zeiten haben sich geändert. Zu „meiner Zeit“ durfte die BW eigentlich nur in D „rumlaufen“… eigentlich (s.o.)
Heute ist die BW in vielen Krisengebieten vertreten.
Die Wahrscheinlichkeit, seine Waffe auch im Verteidigungseinsatz benutzen zu müssen liegt bei einem Berufssoldaten deshalb wahrscheinlich bei 100%.

Gotcha ist ein Spiel. Krieg ist kein Spiel. Als Berufssoldat WIRST du an einem Krieg teilnehmen.
Es gibt keine Helden. Es gibt nur Überlebende und Tote.

Denk vorher daran.

Wenn du Exzerzieren, Drill und „Peng-Peng“ magst:
Es gibt genug private Vereine, die dieses als Hobby betreiben (siehe Gotcha usw…)
Dazu musst du kein Berufssoldat werden.

*Opi hat genug gesagt*
*müde wink*

Du wirst lachen, ich werde auch verweigern! Aber trotzdem
finde ich diese Formulierung etwas daneben…

Ich nicht. Das System der Bundeswehr (und aller anderen Streitkräfte) kann nur funktionieren und hat auch das Ziel, möglichst wenig (nach)denken zu müssen. Sprichwort Befehlsgehorsam. Ein Soldat der denkt, ist kein Soldat.

etwas o.t.
Hallo!

Das System der Bundeswehr (und aller anderen
Streitkräfte) kann nur funktionieren und hat auch das Ziel,
möglichst wenig (nach)denken zu müssen. Sprichwort
Befehlsgehorsam. Ein Soldat der denkt, ist kein Soldat.

Glaub mir, es gibt durchaus fähige Soldaten, die auch denken können. Und gerade in etwas höheren Positionen als die eines Rekruten ist das sowohl zwingend notwendig als auch erwünscht!

VG

Hallo!

… mir fallen leider keine Gründe FÜR die Wehr ein!

z.B. die Möglichkeiten, (kostenlose) Ausbildungen und Schulungen zu bekommen? Oder die Möglichkeit, in Ländern, wie z.B. Afghanistan sowas ähnliches wie Aufbauhilfe zu leisten? Oder, so nebenbei bemerkt, die Möglichkeit, am Ende der Zeit die Abgangsgebührnisse zu erhalten? etc., etc.

VG

Im Gegenteil.
Die Befehl-Gehorsamzeiten sind schon laaaange vorbei.
Wenn ein Soldat die Unrechtmäßigkeit eines Befehls erkennen kann (die Möglichkeit reicht schon aus) MUSS er einen solchen Befehl verweigern.

Verweigert er den Befehl dann nicht, macht er sich nach zivilen und militätischen Gesetzen strafbar und wird von beiden Institutionen abgeurteilt… wobei die militätische Gerichtsbarkeit noch härte Strafen zur Verfügung hat.

Grundsätzlich ist Denken also nicht nur erwünscht, sondern Pflicht.

Der Drill hat nichts mit dem Denken an sich zu tun.
Drill übt nur Handlungen ein, die im Ernstfall automatisch ablaufen müssen um überleben zu können.

Und mancher Drill ist im zivilen Leben „danach“ sogar noch nützlich:
Schonmal bei 50 km/h „zwangsabgestiegen“ vom Motorrad ?
Keine Schutzkleidung, Maschine hinüber und trotzdem nicht einmal eine kleine Schramme… der entsprechende Drill war viele Jahre später noch wirksam und hat mir Blessuren erspart.

Gruß
BJ

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Ich weiss ja nicht wo Du diese Weißheiten her hast, aber ich kann Dir versichern, dass diese Aussage nicht unbedingt für ein Experten- Forum qualifiziert war.

Jomeylo

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Wenn Du schon der Ansicht bist eine Meinung zur Bundeswehr (die Du selbstverständlich vertreten darfst abzugeben), solltest Du Dich aber vorher über das Thema etwas besser informieren.

Den Befehlsgehorsam den Du da beschreibst gibt mit sicherheit, aber nicht in der deutschen Bundeswehr. Diesen Gehorsam findest Du zum Beispiel bei den Amerikanern. Hier in Deutschland wird die Auftragstaktik angewandt(worum uns übrigens einige Nationen beneiden), bei der von einem Soldaten, der einen Befehl erhalten hat, selbstständiges Denken erwartet wird!!!

LG

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Den Befehlsgehorsam den Du da beschreibst gibt mit sicherheit,
aber nicht in der deutschen Bundeswehr. Diesen Gehorsam
findest Du zum Beispiel bei den Amerikanern. Hier in
Deutschland wird die Auftragstaktik angewandt(worum uns
übrigens einige Nationen beneiden), bei der von einem
Soldaten, der einen Befehl erhalten hat, selbstständiges
Denken erwartet wird!!!

Dann ist es eine Ente, dass in der Zentralen Dienstvorschrift u.a. folgendes steht?

„Ab einer Wassertiefe von 1.20 m hat der Soldat selbständig Schwimmbewegungen aufzunehmen. Die Grußpflicht entfällt.
Bei Einbruch der Dämmerung ist mit zunehmender Dunkelheit zu rechnen.“

Das sind ja wohl Ammenmärchen!!! Die Vorschrift musst mir mal zeigen. Das ist von irgendwelchen nichtswissenden und minderbemittelten Leuten mal irgendwann behauptet worden. Sorry, aber Du hast Dich immer noch nicht so wirklich mit diesem Thema befasst. Mach Dir doch mal die Mühe und informiere Dich mal richtig über das Thema Bundeswehr. Dann kannst wieder in einem EXPERTEN-FORUM zu diesem Sachgebiet etwas schreiben.

Trotzdem schöne Grüsse
Jomeylo

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Das sind ja wohl Ammenmärchen!!!

Deshalb fragte ich ja. Anscheinend kann man diese Vorschriften nicht im Netz einsehen, sonst hätte ich das überprüft-

Mach Dir doch mal die Mühe und
informiere Dich mal richtig über das Thema Bundeswehr.

Nein Danke. Militär ist und bleibt scheiße.

Dann
kannst wieder in einem EXPERTEN-FORUM zu diesem Sachgebiet
etwas schreiben.

Ich halte es für legitim darauf hinzuweisen dass man sich soetwas nicht antun sollte.

Wichtiger bzw. interessanter Link:
http://www.spiegel.de/videoplayer/0,6298,17753,00.html (Video)
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,480…
"nur die hälfte der berufssoldaten würde heute ihren job noch einmal ertgreifen.
fast 3/4 der befragten würden den beruf ihren eigenen kindern nicht empfehlen.