Hallo, kann jemand einem Laien erklären wieso das Geld beim Bund (https://www.bundeswertpapiere.de/) sicherer sein sollte als bei einer Bank die dem Einlagensicherungsfond angehört?
Die Banken sichern sich doch alle untereinander ab um die Pleite einer Bank zu verhindern also kann eine Bank die dem Sicherungsfond angehört doch gar nicht pleite gehen oder alle gehen pleite dann ist der Staat aber ebenfalls bankrott und das Geld in Form von Bundeswertpapieren wäre ebenfalls futsch.
Ausserdem gibt es doch die Zusage der Bundesregierung in voller Höhe die Sicherheit auf der Bank zu garantieren.
Wieso dann anlegen beim Bund mit schlechteren Konditionen?
Danke für jede Erklärung.
Gruss Christian
Im Grunde genommen sehe ich das genauso wie Du.
Bundeswertpaiere, wenn sie bei der Bundesschuldenverwaltung geführt werden, haben aber zumindest einen kleinen Vorteil.
Geht eine Bank pleite, bei der Du Geld angelegt hast, dann dauert es ein paar Wochen, bis Du das Geld vom Einlagensicherungsfonds ausgezahlt bekommst. Bei der Bundesschuldenverwaltung kannst Du jedoch sofort darüber verfügen bzw. den Bestand verkaufen und auf ein anderes bzw. eine neues Konto von Dir überweisen lassen.
Hallo,
ob der Einlagensicherungsfonds der deutschen Privatbanken die Spareinlagen tatsächlich sichert, wenn mehrere große Banken insolvent sind?
Ob die Bundesregierung ihre mündliche Zusage einhält / einhalten kann, alle Spareinlagen im Fall der Fälle zu garantieren?
Das sind Fragen, die man sich stellen kann. Wie man sie für sich beantwortet, hat möglicherweise Einfluß darauf, wo man sein Geld anlegt.
Daß die Marktteilnehmer Vater Staat derzeit als deutlich sichere Bank ansehen als Privatbanken, drückt sich darin aus, daß die Rendite von deutschen Staatsanleihen erheblich geringer ist als die Rendite von Spareinlagen bei deutschen Banken. Die Banken bezahlen das geringere Vertrauen in ihre Kreditwürdigkeit mit höheren Zinsen.
Das ist meine Interpretation, keine Anlageempfehlung, Haftung ausgeschlossen.
Beste Grüße