Bunte Kartoffeln

Ich habe vor kurzem bunte Kartoffeln auf dem Markt gekauft. Daraus soll sich lt. Verkäufer ein toller Kartoffelsalat anrichten lassen. Wer kann mir entsprechende Vorschläge machen?

Noch einmal herzlich willkommen in wer-weiss-was,

lies mal die netiquette dieses Forums.
Wer ohne Anrede und Gruß postet, macht sich ein wenig unbeliebt

Ich habe vor kurzem bunte Kartoffeln auf dem Markt gekauft.
Daraus soll sich lt. Verkäufer ein toller Kartoffelsalat
anrichten lassen. Wer kann mir entsprechende Vorschläge
machen?

also: blaue, rote Kartoffeln schmecken einfach anders (viiile besser), als die üblichen Dinger aus dem Supermarkt.
Sie mit allzuviel Kartoffelsalatgewürz zuzuknallen, ist einfach nur schade drum.
Majo oder jede andere Form einer „farbverändernden“ Soße wäre sowieso kontraindiziert.

Wenn schon Salat, solltest Du eine leichte Marinade aus gutem Öl (Olive oder Walnuß), Zitrone oder Limone und den frischen Kräutern Deiner Wahl wählen. Kross gebratener Speck kann dran, muss aber nicht.
Wir essen unsere diesjährige Ernte immer lieber blanco, als Pell- oder Dampfkartoffeln, mit Quark und Kräutern, oder einem Beigericht aus Pilzen.

Wenn wir es ganz extravagant wollen, auch mal als blaues Kartoffelpüree …

viele Grüße
Geli

Servus,

in der Hauptsache sekundiere ich Geli - zumindest, was Vitelotte, Edzard Blue, Blaue Odenwälder und Konsorten betrifft.

Wobei ein großer Unterschied ist zwischen Kartoffelsalat/Majo (dazu kann man auch Heitjer Spritkartoffeln verwenden, die spüren nichts) und Kartoffelsalat/Vinaigrette - die täte ich bei sparsamer Anwendung von Essig/Senf auch einer aromatischen Kartoffel zumuten.

In ebenfalls nicht zu heftiger Dosierung halte ich auch Sauerrahmbutter, Quark oder Schichtkäse pur oder mit Schnittlauch/Petersilie, vielleicht Kümmel, zurückhaltend angemacht für geeignete Begleiter, die den Kartoffelgeschmack nicht tothauen.

Nett ist auch ein (gut geschabter! - den strengen Rotschimmel isst man da, wo er herkommt, nicht mit) Romadur.

Falls mit „bunten Kartoffeln“ etwa auch die alten rotschaligen weißfleischigen wie z.B. „Reichskanzler“ gemeint sind: Die haben in der Regel einen prächtig ausgeprägten Kartoffelgeschmack, aber kochen nicht „fest“ wie die unsägliche Bintje und ihre Nachfahren, sondern halt kartoffelig (= „mehlig“ bloß wenn man will oder nicht anders kann…). Also sinnvollerweise dämpfen, nicht im Wasser kochen, und vor der Weiterverarbeitung ganz abkühlen lassen. Dann ein einfaches Sößlein warm dazugeben: Essig/Öl, feinst geschnittene rote Zwiebelchen, wenig Pfeffer/Salz, einen Schluck Gemüsebouillon oder Fleischbrühe, vielleicht ein bissel Senf dran.

Und, so hat meine Mutter in den 1940er Jahren ländliche Hauswirtschaft unterrichtet: „Die Schüssel mit einer Zehe Knoblauch ausreiben“ - mehr Knofel nicht.

Schöne Grüße

MM

Dankeschön!