Moin!
in den letzten Monaten sind o.g. Symptone bei mir erstmals
aufgetreten.
Naja, das sind eigentlich keine Symptome, sondern eher „Syndrome“, d.h. eine bestimmte Ansammlung verschiedener Symptome. Ein Burnout oder eine Depression können sich sehr unterschiedlich äußern. Welche Symptome treten denn konkret bei dir auf?
Ich war schon bei einer Verhaltenstherapie- habe
diese abgebrochen. Der Arzt und ich sind beide zu dem Nenner
bekommen, dass das Gaze so nichts bringt.
Da wäre interessant zu erfahren, wie lange die Verhaltenstherapie ging und was denn die Gründe sind, warum sie angeblich/anscheinend nicht erfolgreich war. Eine Therapie braucht immer eine längere Zeit, um bspw. ein Verhalten, dass sich über Jahre eingeschliffen hat, zu verändern.
Vielleicht wäre auch eine andere Therapieform sinnvoller: Eine Gesprächstherapie könnte dir möglicherweise helfen, deine Verhaltensmuster zu erkennen und auf diesem Wege zu ändern.
Nun habe ich zeitnah
(zwei Wochen) einen Termin bei einem Psychater.
Was soll bei dem anders laufen? Ein Psychiater ist ja kein Therapeut. Willst du deine Probleme nun medikamentös behandeln lassen? Dazu solltest du wissen, dass Medikamente begleitend eingesetzt werden können, um einen Therapiefähigkeit zu erlangen, aber sie können allein nicht heilen.
Wie läuft so etwas ab? Was kommt danach? Ist eine Behandlung
auch ein Zeitpunkt für einen Berufsneuanfang? Mnachmal denje
ich wäre das nicht verkehrt, aber mit 30/ 40 Jahren umschulen?
Habe auch nicht wirklich Kraft dafür…
NIcht den zweiten Schritt vor dem ersten!
Zunächst musst du mal wieder gesund werden, bevor du dir sowas Großes wie einen Berufswechsel vornimmst. Dazu solltest du fit sein.
Heisst das erstmal zwangsweise eine längere AU (Nein ich lege
es nicht darauf an, auch wenn ich manchmal glaube das würde
sehr gut tun…)?
Je nachdem, wie schlecht es dir geht, solltest du mal über einen Klinikaufenthalt nachdenken. Das ist eine Auszeit mit Intensivbetreuung und kann ein guter erster Schritt sein.
Wie sind da Eure (…) Erfahrungen?
Meine sehr gut, allerdings nur aufgrund der sich anschließenden, sehr guten Aufarbeitung mit einem Psychotherapeuten.
Wie lange dauern solche Psychatertermine? Ein Jahr- zwei
Jahre- kürzer, länger…
Eine Therapie kann ein Jahr aber auch mehrere Jahre dauern. Kommt ja drauf an, was es bei dir alles aufzuarbeiten gibt. Aber hab mal keine Angst davor: Sich so intensiv mit sich selbst zu beschäftigen und zu lernen wie man selber tickt: Das ist außerordentlich spannend!!!
Alles Gute wünscht dir
Flaschenpost