Hallo,
ich glaube, ich befinde am Rande eines Burnouts (oder mittendrin?).
Hintergrund: Ich hatte 1,5 Jahre lang einen extrem belastenden Job, bei dem immer klarer wurde, dass ich ihm nicht gewachsen bin. Im Einvernehmen mit meinem Arbeitgeber werde ich den Beruf nun aufgeben. Ich habe noch ca. 1,5 Wochen zu arbeiten.
Nun mein Problem: Seit mehreren Monaten bin ich immer häufiger krank; seit klar ist, dass ich aus dem Horrorjob rauskomme, wird es merkwürdigerweise nicht weniger, sondern mehr mit meinen Ausfällen.
Mir ist insbesondere morgens oft übel und ich leide unter Brechreiz; ich schlafe extrem schlecht und habe Angstzustände. All das hatte ich schon die ganze Zeit während der Ausübung dieses Jobs, aber in letzter Zeit passiert es immer häufiger. Gleichzeitig bin ich antriebslos, grüble stundenlang und fühle mich selbst von Kleinigkeiten völlig überfordert, worauf ich mit Angstzuständen reagiere.
Letzte Woche machte sich in meinem Kopf plötzlich der Gedanke breit: „Das wird mir alles zuviel“ - komischerweise habe ich meine Pflichten aber mittlerweile fast alle erfüllt, so dass sich mein Befinden doch bessern müsste. Aber nein, prompt werde ich wieder krank. 
Was ist mit mir los?
Liebe Grüße,
Gwen
Für Dich, Gwendolyn,…
…habe ich ein recht einfaches Mittel.
Sehr gut denkbar ist, daß es auch Dir helfen wird.
Wieso einfach?
Weil ich genau in der gleichen Situation bin wie Du,
allerdings Dir ein paar Wochen voraus.
Lass es einfach gleichgültig locker weiterlaufen.
Wenn’s geht, mach einfach garnix mehr. Allein. Einfach LMA.
Schnapp Dir Fahrrad, Inliner, Deine Füße, … you name it,
und dann ist körperliche Bewegung angesagt.
Zwei Wochen - und Du siehst die Welt total anders.
He, die Welt dreht sich einfach immer weiter. Für alle.
Aber Du kriegst das nur mit wenn Du dabei bist. 
Hier ist jemand auf zu neuen Ufern:
http://www.fotocommunity.de/pc/pc/display/6070623/ex…
Kannst zwar nicht fliegen, aber Du weißt schon was gemeint ist.
Aloha - dig (aEg)
Hi Gwendolyn,
Was ist mit mir los?
Hast Du diese Frage schon mit Deinem Arzt beprochen?
Ja, ansatzweise schon - wegen der körperlichen Probleme, aber viel herausgekommen ist dabei nicht. Das Wort „Burnout“ ist noch nicht gefallen.
Gruß,
Gwen
Hi Gwen,
die Allgemeinmedizin wird vermutlich in erster Linie auch nur auf die körperlichen Auswirkungen eingehen (können) - könntest Du Dir vorstellen, Dein Thema einmal mit einem Therapeuten/einer Therapeutin anzugehen?
Sofern Du das nicht ausschließt/ablehnst, sprich Deinen Hausarzt ggf. einmal darauf an.
hi gwen,
ob mittendrin oder am rande - das kannst du nur herausfinden indem du zum nervenarzt gehst - denke mal, das wäre erstmal der erste schritt.
es gibt soooo viele gesichter des burnouts, es lässt sich nicht sagen so einfach. es könnte auch eine art vorwarnung sein, die wenn du nicht bestimmte dinge veränderst im umgang mit dir selbst - eines tages genau dazu führen. aber das ist ja auch wieder nur eine vermutung im sinne einer möglichkeit. geh zum arzt, nimm dich ernst, nimm ernst was in dir so los ist.
liebe grüsse
nina
Therapie
Hallo,
vielen Dank für eure Antworten!
Eine Therapie möchte ich ohnehin bald machen - wisst ihr ob ich das über meinen Hausarzt laufen lassen muss oder ob ich mir auch so einen Therapeuten suchen kann?
Wie finde ich überhaupt die richtige Therapieform?
Liebe Grüße,
Gwen
Hallo Gwendolyn,
das kenne ich auch - von mir selbst und anderen: Solange der Stress anhält, weigert man sich, die Erschöpfung wahrzunehmen, zwingt sich zum Weitermachen, und sobald sich ein Ende abzeichnet, entspannt man sich ein bisschen - und dann macht man erst mal schlapp bzw. merkt erst richtig, dass man eigentlich schon lange schlapp gemacht hat. Findest du dich darin wieder? So ungewöhnlich finde ich es nicht.
Vielleicht bist du so fertig, dass du erst einmal einen neutralen Zustand wiederherstellen musst, bevor du positive Veränderungen bewusst registrieren kannst.
Belaste dich nicht zusätzlich, indem du dir Sorgen machst, weil du dich noch nicht so fühlst, wie du gedacht hast. Du bist nicht allein.
Liebe Grüße,
Beate
P.S.: Hast du neulich hier gepostet, weil du den Lehrerberuf aufgibst? In diesem Fall: Join the club - ich bin vor ca. zehn Jahren ebenfalls desertiert - und ich kenne noch andere!
endweder über hausarzt oder krankenkassee hat auch eine liste.
und dann gibts die KV - kassenärztliche vereinigung - dort gibts
recht aktuelle listen der theras in deiner gewünschten nähe die
derzeit plätze frei haben - aber wenn du da namen bekommst, solltest
du nicht erst wochen später anrufen, dann wars eher umsonst und du
musst erneut nachfragen.
es gibt ausserdem koordinationsstellen und des weiteren kannst du
über den nervenarzt adressen bekommen - den du ohnehin mal aufsuchen solltest und im falle der arbeitsunfähigkeit sogar musst.
der nervenarzt z.b kann dir auch sagen welche form der therapie er bei dir für die richtige hält. am besten liest du aber mal im archiv nach welche es gibt - das hilft dir sehr finde ich - denn ich kann mir vorstellen, so weisst du dann selbst welche du brauchst.
LG und warte nicht so lange ab, besser wirds von allein nämlich nicht wirklich.
nina