Hallo,
ich bin in einer Zeitung über so einen Burnout-Test gestolpert. Sind solche Tests halbwegs aussagekräftig? Sollte man sich an den Empfehlungen halten oder ist es eh Quatsch und eine Modekrankheit?
Viele Grüße
Atlantide
Hallo,
ich bin in einer Zeitung über so einen Burnout-Test gestolpert. Sind solche Tests halbwegs aussagekräftig? Sollte man sich an den Empfehlungen halten oder ist es eh Quatsch und eine Modekrankheit?
Viele Grüße
Atlantide
Guten Morgen,
derartige Problematik kennt man auch bei anderen Erkrankungen. Man ergoogelt diverse zutreffende Symptome zu den eigenen Befindlichkeiten und sucht sich passende heraus ==> Selbstdiagnose.
Man ergoogelt auf gleiche Art und Weise die Symptome der Kids beispielsweise für ADS und Hochintelligenz ==> Fremddiagnose.
Derartige Erkrankungen bereiten selbst zahlreichen Fachleute enorme Schwierigkeiten in der Diagnose. Betroffene oder Eltern dagegen erwarten „Zustimmung“ der Fachleute und richtige Maßnahmen. Und wehe, es läuft dann nicht alles nach Plan bei der Gesundung.
Sind solche Tests halbwegs aussagekräftig?
Sammlung von Symptomen, welche auch für viele andere Erkrankungen und Ursachen zutreffen können.
Sollte man sich an den Empfehlungen halten…?
Das bleibt jedem selbst überlassen. Wenn man andere damit gefährdet oder schadet, dann sollte man es auf jeden Fall lassen.
Franz
Hallo Franz,
nein, es geht um mich. Also andere gefährde ich da nicht.
Es ist so, dass ich für meine Kräfte zu viel arbeite. Dabei ist es (glaube ich) gar nicht mal die Menge der Arbeit, sondern vielmehr dass was da so kommt und in welcher Geschwindigkeit. Und dass dies schon seit längerem so geht.
Dann bin ich über den Artikel gestolpert, da ging es um Beruf/Kariere und eben Burnout und die Trefferquote der genannten Symptome war sehr hoch. Von der Auswertung her gehöre ich sofort in professionelle Betreuung.
Meine Überlegung ist gerade auch folgende:
Schuld ist m.E. die Arbeitslast. Solange ich die nicht reduziere, werde ich auch nicht fitter sein. Ein Marathonläufer wird sich wahrscheinlich auch nicht wundern, dass ihm Muskeln und/oder Füsse weht tun. Sobald er das Pensum runterschraubt, geht es ihm besser. Aber es ist doch nicht krankhaft? Darf man das so vergleichen?
Ich weiss nur nicht, wie ich das Pensum reduzieren kann, ohn ganz aus der Nummer raus zu sein.
VG
Atlantide
Vorab: Ob dieser Test im Ansatz etwas taugt, kann man nicht sagen. Es gibt „echte“ standardisierte Tests dieser Art, die als HILFSinstrument bei der Diagnose auch professionell verwendet werden. Die sind aber nicht als Selbstdiagnoseinstrument gedacht. Sie liefern allerdings möglicherweise erste Ansatzpunkte.
Die lieferst du dir aber auch schon mit Anderem: Du hast die Motivation, einen solchen Test zu machen nicht nur aus Zeitvertreib sondern du hast ihn gemacht weil du spürst, dass im Moment bei dir etwas nicht in Ordnung ist.
nein, es geht um mich. Also andere gefährde ich da nicht.
Möglicherweise noch nicht 
Es ist so, dass ich für meine Kräfte zu viel arbeite. Dabei
ist es (glaube ich) gar nicht mal die Menge der Arbeit,
sondern vielmehr dass was da so kommt und in welcher
Geschwindigkeit. Und dass dies schon seit längerem so geht.
DAS ist wesentlich aussagekräftiger, als der Test an sich. Man braucht eigentlich nur gesunden Menschenverstand, um zu begreifen, dass es auf Dauer nicht gesund sein kann, wenn man über seine Kräfte arbeitet.
Du hast also ein Problem erkannt. Offenbar rechtzeitig, du schreibst noch nichts über mögliche Folgesymptome, die du verhindern kannst, wenn du jetzt etwas machst.
Dann bin ich über den Artikel gestolpert, da ging es um
Beruf/Kariere und eben Burnout und die Trefferquote der
genannten Symptome war sehr hoch. Von der Auswertung her
gehöre ich sofort in professionelle Betreuung.
Ob die Betreuung professionell sein muss, hängt von dir ab.
Schuld ist m.E. die Arbeitslast. Solange ich die nicht
reduziere, werde ich auch nicht fitter sein. Ein
Marathonläufer wird sich wahrscheinlich auch nicht wundern,
dass ihm Muskeln und/oder Füsse weht tun. Sobald er das Pensum
runterschraubt, geht es ihm besser. Aber es ist doch nicht
krankhaft? Darf man das so vergleichen?
Natürlich ist das vergleichbar. Es ist sogar auf verschiedenen Ebenen vergleichbar. Beim Marathonläufer gibt es Verletzungen, die akut und plötzlich auftreten und solche, die dadurch auftreten, dass man über Monate falsch trainiert hat. Zeigen tun sich die Folgen schleichend oder dann, wenn im Wettkampf plötzlich unter Druck die volle Leistung abgerufen werden soll.
Das kannst du recht gut auch ins Arbeitsleben übertragen. Wer ständig über sein Limit lebt und nicht für Ausgleich sorgt, kommt irgendwann an den Punkt, wo die Substanz fehlt. Das kann schleichend passieren oder dann auftreten, wenn man plötzlich stärker gefordert ist. Oder (und auch das kann beim Marathonläufer passieren) es tritt dann auf, wenn man plötzlich mal nichts tut.
Ich weiss nur nicht, wie ich das Pensum reduzieren kann, ohn
ganz aus der Nummer raus zu sein.
Oft liegt der Schlüssel gar nicht so sehr im „Weniger“, sondern eher im „Anders“.
Wenn du alleine keine Lösung weist und du auch keine Möglichkeit siehst, dir mit Ratgebern und / oder Gespräch im Freundeskreis zu helfen, dann kann eine professionelle Hilfe gut sein. Es hängt auch ein wenig davon ab, was für ein Job und was für finanz. Möglichkeiten du hast. Das kann eine Psychotherapie sein (möglicherweise Kassenleistung), kann aber auch im Rahmen eines Coachings (oder einer anderen, eher beratungsorientierten Form) passieren (keine Kassenleistung). Möglicherweise helfen dir schon 2, 3 solcher Gespräche, den Knoten zu lösen.
Marathon-Training
Moinsen!
Es ist so, dass ich für meine Kräfte zu viel arbeite. Dabei
ist es (glaube ich) gar nicht mal die Menge der Arbeit,
sondern vielmehr dass was da so kommt und in welcher
Geschwindigkeit. Und dass dies schon seit längerem so geht.
Egal: Zuviel ist zuviel. Es gibt ja auch ne qualitative Überlastung, nicht nur ne quantitative.
Ein
Marathonläufer wird sich wahrscheinlich auch nicht wundern,
dass ihm Muskeln und/oder Füsse weht tun. Sobald er das Pensum
runterschraubt, geht es ihm besser.
Erstmal: Ein Marathonläufer läuft mitnichten jeden Tag einen Marathon.
Jeder Marathonläufer oder auch Triathlet weiß, dass gerade die Erholung ganz wichtig ist für den Trainingserfolg und gestaltet dementsprechend sein „Pensum“: Ein Wechsel aus Belastung und Entlastung.
Übertraining führt übrigens zu Leistungseinbrüchen und sogar zu Verletzungen (Beispiel Ermüdungsbrüche). Dann ist erstmal Trainingspause angesagt.
Aber es ist doch nicht
krankhaft? Darf man das so vergleichen?
So, wie du es tust, schon mal nicht. Wenn du dich ausreichend erholen würdest, wäre es vielleicht vergleichbar. Aber keine Marathonläufer oder Triathlet lebt ständig über seine Kräfte. Im Gegenteil: Die wären schön blöd, weil dann der Misserfolg vorprogrammiert ist.
Ich weiss nur nicht, wie ich das Pensum reduzieren kann, ohn
ganz aus der Nummer raus zu sein.
Ja, sicher die Friedhöfe sind voll von Unentbehrlichen! Trotzdem ging das Leben ohne sie weiter. Aus welcher Nummer wärst du raus?
Ich spreche aus eigener Erfahrung, weil ich vor 4 Jahren selbst ein Burnout hatte. Heute lebe ich stressfrei und bin dankbar, dass ich diese Kurve gekriegt habe, denn: Man hat nur ein Leben!
Mir hat geholfen herauszufiltern, was ich alles tue, nur um anderen ein gewisses Bild von mir zu vermitteln oder irgendeine Karriere zu machen. Seit ich nur das tue, was mir gut tut, hab ich ein geiles Leben. Und plötzlich Ressourcen für noch ganz andere Dinge.
Ich weiß nicht, wievielen Sachzwängen du mit deiner Arbeit unterliegst, aber du solltest dringend auf deinen Körper und deine Seele hören!
Alles Gute
wünscht
noi
Hallo,
Du hast also ein Problem erkannt. Offenbar rechtzeitig, du
schreibst noch nichts über mögliche Folgesymptome, die du
verhindern kannst, wenn du jetzt etwas machst.
Da bin ich mir nicht ganz sicher. Habe auch vor kurzem im Medizinforum geschrieben… Könnte sein, dass die Krankengeschichte meine Stresstoleranz gesenkt hat. Oder umgekehrt. Oder von allen etwas.
Danke und viele Grüße
Atlantide
Ich weiss nur nicht, wie ich das Pensum reduzieren kann, ohn
ganz aus der Nummer raus zu sein.Ja, sicher die Friedhöfe sind voll von Unentbehrlichen!
Trotzdem ging das Leben ohne sie weiter. Aus welcher Nummer
wärst du raus?
Naja, ich habe einen guten Job und eine Position, die mir Spaß macht. Ich weiss, dass jeder ersetzbar ist und dass man auch mal abgeben muss. Aber ich versuche oft, alles zu schaffen.
…
Ich weiß nicht, wievielen Sachzwängen du mit deiner Arbeit
unterliegst, aber du solltest dringend auf deinen Körper und
deine Seele hören!
Gefühlt vielen Sachzwängen
Habe noch nie probiert, sie nicht zu erfüllen…
Wie bist du denn da wieder raus gekommen?
Viele Grüße
Atlantide
Hallo,
ich kenne keine Tests, die in Zeitschriften abgedruckt sind und seriös sind. Eventuell kann man da mehr sagen, wenn es einen Link gibt, wo man ihn sich ansehen kann.
Burnout ist keine Krankheit, sondern eine emotionale Erschöpfung (Zustand).
Viele Grüße
Hallo,
ich weiss es nicht mehr genau. Die Zeitung fiel mir bei einer Freundin in die Hände, als ich dort zum Kindersitten war. Stern, Spiegel oder Fokus. Ggf. auch ein Sonderformat einer dieser Zeitungen.
Grüße
Atlantide
und nicht für Ausgleich sorgt,
kommt irgendwann an den Punkt, wo die Substanz fehlt.
Hallole,
beim Läufer kann ich es noch verstehen: Er hat Fettreserven, die er anzapft und weiter läuft.
Aber was verstehst du hier in diesem Zusammenhang unter Substanz?
Gruß
PW