Burnout oder nur Überarbeitung

Hallo,

ich arbeitet gern, viel und in verantwortlicher Position. Manchmal ist es etwas viel, aber wem geht es nicht so?

Seit Wochen geht es mir immer am Wochenende richtig schlecht. Ich bin kraftlos und habe immer wieder Durchfall. Meine Frau schreit mich an, ich würde nur noch arbeiten und mich abends und am Wochenende bedienen lassen. Aber ich kann dann wirklich nicht mehr.

Sind das die ersten Symptome für einen Burnout. Was könnt ihr mir raten? Soll ich mich in Behandlung begeben. Ich will weder meinen Job noch meine Frau verlieren.

Da kann ich einen guten Rat gebrauchen. Vielen Dank!

Hallo,
so einfach lässt sich die Frage nicht beantworten. Bevor man jedoch von einem Burn out spricht, muss medizinisch abgeklärt sein, ob nicht doch andere Ursachen für die Symptome vorliegen. Dann erst ist es möglich, dass der Hausarzt tiefere Ursachen für den Zustand erkennt und dementsprechend handeln kann, nämlich durch Überweisung an einen Psychotherapeuten. Könnte Arbeitsüberlastung nicht einfach zu Folge haben dass man „Nein“ sagt? Dass man entscheidet, was einem wichtig ist? Wer glaubt, in einer Sackgasse gelandet zu sein, muss Entscheidungen treffen. Das ist ein Weg aus dieser Falle. Wen Sie sich ein paar Gedanken machen, was Ihnen Ihr Job wert ist, dann finden sie alleine den Weg und brauchen keine Unterstützung.
Viel Erfolg und immer das Ziel klar vor Augen
Beste Grüße

Hallo und Guten Tag,

meine Erfahrung sagt mir, dass du auf dem besten Weg zum Bornout bist. Je eher du das für dich persönlich annehmen kannst, umso eher kannst du etwas für dich un deiner Beziehung tun.

Burnout ist ein längerer Prozess und entsteht über mehrere Monate oft sogar mehrere Jahre.
Das tückische: die ersten Symptome werden von den meisten Menschen oft als „unwichtig“ oder „vorübergehend“ z. B. als „vorübergehende Belastung“ abgetan, denn sie machen noch nicht „wirklich“ krank. Über einen längeren Zeitraum entstehen immer mehr Symptome, die häufig zu der „absoluten“ Erschöpfung führen dem Gefühl des Ausgebrannt-Seins.

Hier einige körperliche Burnout-Symptome:

  • erhöhter Herzschlag, Herzrasen ohne körperliche Anstrengung
  • häufiges schwitzen und Kopfschmerzen
  • Schlafstörungen
  • Kraft- und Antriebslosigkeit
  • Innenohrgeräusche
  • Muskelverspannungen, typisch: Nacken und Schulter
  • Stuhl- oder Harndrang
  • Durchfall, Verstopfung
  • Potenz - mangelnde Lust, Erreketionsprobleme

Burnout-Symptome -Psychisch, emotional
1.nach dem Aufwachen schalten Körper und Kopf auf Turbo, oft scheint der Tag wie ein riesiger Berg zu sein, der nur mit großer Anstrengung zu bewältigen ist

  1. Gedanken und Gefühle signalisieren: Eigentlich ist das zu viel für mich. Ich bräuchte eigentlich eine Pause. Ich habe Angst, mir wächst das über den Kopf. Es bleibt keine Zeit für mich.

  2. Aufgabe wird nicht als positive Herausforderung sondern als Über- oder Unterforderung erlebt

  3. Anspannung wird häufiger mit mehr Fersehen, Schlaf Alkohol oder Tabletten (das Glas Wein/Whyski nach der Arbeit, die Aspirin am Morgen und so weiter)

5.Kontrollverlust - Gefühl, keinen Einfluss auf den eigenen Tagesablauf zu haben, fühlt sich als Spielball verschiedener Interessen und Wünsche

  1. Verlust von Stimmigkeit - Will ich meine Leben so leben!?

  2. Im Urlaub/ o. während freier Tage treten Erschöpfungsgefühle verstärkt auf.

Bei einem beginnenden Burnout treten einzelne oder verschiedene Symptome über einen längeren Zeitraum häufiger auf. Nicht das Symptom für sich, sondern die „Häufung des Symptoms/e“ weisen auf eine tiefgreifende Erschöpfung hin.
Also - ich hoffe du weist was zu tun ist. Begebe dich in Behandlung!
Viel Glück und alles Gute!
Wellkom

Hallo,

aus Deinen Worten höre ich, das Du bereits körperliche Beschwerden (Durchfall) hast. Außerdem scheinst Du Dein Privatleben derart verändert zu habe, dass Du zusätzlichen Stress mit Deiner Frau hast. Du möchtest weder Deinen Job noch Deine Frau verlieren.
Mein Rat: Suche Dir professionelle Hilfe. D.h. einen Berater, der Deine aktuelle Situation hinterfragt, Deine Vergangenheit ergründet und Dir aus seiner Position Fragen stellt und Anregungen gibt.
Der entscheidende Impuls wird von Dir kommen: Wenn Du der Sache wirklich auf den Grund gehen WILLST, dann wirst Du etwas ändern!

Viel Erfolg
Karsten

Hallo Janni,

diese Frage kann ich nicht so nicht beantworten, aber ich kann einige allgemeine Informationen zu dem Thema schreiben:

Sie sagen: „aber wem geht es nicht so…“ Ich denke es ist gerade in unserer heutigen sehr schnelllebigen Zeit sehr wichtig einen Ausgleich zu finden und die Waage zwischen Beruf und Privat halbwegs ausgeglichen zu halten.

Es geht also darum gut auf sich selbst zu achten und immer wieder Freiräume zu suchen um sich zu entspannen und zufrieden zu fühlen.

Dies gelingt Ihnen -wie Sie schreiben- seit einiger Zeit wohl nicht mehr… Wenn ich den Durchfall einmal metaphorisch deuten würde, so gibt es ja im Volksmund die Verbindung zwischen Gefühlen und dem Magen. Also es „liegt mir etwas auf dem Magen“ usw.

Ich kann Ihnen keinen Rat geben, ob Sie sich in Behandlung begeben sollen oder nicht. Ich möchte Sie aber fragen: Was spricht dagegen einmal eine Sitzung bei einem Psychotherapeuten o.ä. zu buchen?

Damit haben Sie noch keinen Makel o.ä. Auch geht dies ohne großen bürokratischen Aufwand. Wenn Sie medizinisch nicht krank sind (also nicht an einem Burnout oder einer Depression leiden) so ist Coaching eine gute Alternative dazu um neue Handlungsmuster zu erlernen und auszuprobieren. Ich würde mit Ihnen an Ihren Glaubenssätzen arbeiten und ihnen dabei helfen, herauszufinden, was Ihnen den „wirklich“ wichtig ist.

Herzliche Grüße und alles Gute für Sie!

Michael Marzari
http://lebenskunstagentur.org

P.S: Bitte auch den untenstehenden Hinweis beachten. Danke!

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Die Auskünfte und Ratschläge, die hier erteilt werden, ersetzen nicht die Beratung durch einen Arzt und sind vollkommen unverbindlich. Ratschläge von Fachkundigen (Ärzten und/oder Heilpraktikern, Apothekern usw.) sind von diesem Vorbehalt nicht ausgenommen, da durch die Schriftform eine echte Diagnosestellung, somit auch ein Therapievorschlag, ausgeschlossen ist.

Gleichzeitig warnen wir ausdrücklich vor Selbstmedikation ohne Rücksprache mit dem behandelnden Arzt, Heilpraktiker oder mit dem Apotheker.

Hallo janni001,
auf jeden Fall sind das Anzeichen, für`s „Ausgebrand“ sein.
Als erstes würde ich offen, über dein Befinden mit deiner Frau reden, damit sie versteht, wie es dir geht. Damit sie dich unterstützen kann. Dann würde ich mir eine Auszeit nehmen. Urlaub, krank… Und wirklich mal „Nichts“ tun. Das fällt vielen sehr schwer. Zudem gibt es verschiedene Entspannungsverfahren, die du mit oder ohne Frau angehen solltest. Meditation, Yoga, Autogenes Training und Progressive Muskelentspannung sind bei regelmäßiger Anwendung hilfreich. Es ist JETZT Zeit etwas zu tun, denn die Treppe geht abwärts so wie sich das anhört. Diese Anzeichen sind dafür da, dir zu zeigen, das du dein Leben ein wenig verändern solltest. Das bedeutet, dass du seht achtsam warst, indem Moment, indem du das bemerkt hast. Das ist schon mal ein Anfang. Mach weiter etwas für dich und voralllem = Sei offen mit deinen Gefühlen und Empfindungen. Du hast jetzt die Möglichkeit etwas zu tun, zu verändern, geh nicht die Treppe ganz nach unten, denn das dauert, ohne Energie die Stufen wieder raufzugehen. Trau dich, mach Schritt für Schritt und es wird dir gut tun.

MIt den besten Wünschen und ganz viel Mut zur Veränderung

Claudia

Hallo Janni001,

Ihre Symptome klingen schon nach Dauerstress bzw. Burnout! Wenn die körperlichen Symptome auch nur an den WE auftreten und nicht unter der Woche, ist es ein spychischer Faktor.
Wann haben Sie das letzte mal Urlaub gemacht? Haben Sie sich dann Arbeit mitgenommen oder waren immer erreichbar?
Auf jeden Fall ist es jetzt wichtig, zu überlegen, wo kann ich etwas ändern. Muss es immer so viel Arbeit sein oder geht auch etwas weniger? Kann ich etwas abgeben oder geht es nicht ohne mich?
Dass Sie am Wochenende nicht mehr können, ist verständlich. Sie sind dann wahrscheinlich wie erstarrt und jegliche Motivation fehlt. Oft versteckt sich auch hinter einenm Burnout eine Depression (muss nicht sein).

Ihren Symptomen nach zu urteilen, sollten Sie schon einmal einen Arzt konsultieren. Die Behandlungen bei einem Burnout sind allerdings eine langwierige Angelegenheit. Auf Antidepressiva und ähnliche Medikamente würde ich aber verzichten.

Der Körper und auch der Geist können nur einen Teil von Stress verarbeiten. So ist das auch von der Natur gedacht. Nach der Arbeit sollte man ruhen um Kraft zu schöpfen. Heute können viele Menschen nach ihrem Arbeitstag nicht mehr abschalten. Und wenn das Leben zum Dauerstress wird, klingen sich beide Teile (Körper und Geist) mit diversen Symptome aus. Es ist ja eigentlich nur ein Hilferuf , dass alles zu viel ist.

Wenn Sie die Situation nicht verschlechtern möchten, ist ein Umdenken unbedingt notwendig. Was haben Sie bisher in Ihrer Freizeit gemacht? Waren Sie auch hier regelmäßig gefordert oder waren die Tätigkeiten mehr entspannend und zum Ausruhen gedacht?

Suchen Sie sich Momente im Alltag, in denen Sie entspannen. Das geht nicht von heute auf morgen, sondern bedarf etwas Übung. Es gibt viele Entspannungsmethoden, die man im täglichen Ablauf einbauen kann wie Autogenes Training, Progress. Muskelentspannung, EFT (Klopfakupressur), diverse Atemübungen aber auch Spazierkänge und vieles mehr.

Sie können sich auch gerne unsere Seite anschauen auszeit-leimen. Wir bieten speziell für Ihr Anliegen effektive Saminare an.

Sie werden einen Weg finden, aus diesem Dauerstress rauszukommen. Aber Sie müssen bereit sein, einiges zu Ändern. Sehen Sie einfach zu, dass Sie es sich öfters gut gehen lassen. Und wenn es einfach einen Blick in den Garten ist, die Vögel beobachten, oder gute Musik hören, mit dem Partner einen Abendspaziergang machen u.s.w. Es gibt so viele Möglichkeiten die ganz einfach sind und nichts kosten.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie den richtigen Weg finden, Sie sich bald wieder kraftvoll und gut fühlen und mit Ihrer Frau die Wochenenden genießen können.

Viele Grüße
Carmen

Hallo Janni001,

was Du schilderst klingt einschlägig, sollte aber auf jeden Fall auch ärztlich abgeklärt werden. Hinter solchen augenscheinlichen Überlastungsreaktionen können auch immer körperliche Ursachen stecken. Deshalb ist die Betreuung durch einen Arzt sehr wichtig.

Wenn hier keine Ursachen gefunden werden, wird der Art Dich vermutlich schon in Richtung Stresssymptomatik befragen. Vielleicht fällt sogar der Begriff depressive Periode oder Erschöpfungssyndrom; vielleicht auch BurnOut-Syndrom. Da dies keine eigene Krankheit im Sinne der ICD-10 ist, sondern nur eine Ergänzung, wissen viele oft nicht, warum man dieser Begriff gemieden wird. Es versteckt sich aber nur Bürokratie hinter dieser Vermeidungstaktik.

Meiner Erfahrung nach ist es schon sehr typisch, dass die Beschwerden nicht in der Stress-, sondern in der Erholungsphase auftreten. Hier hat die Forschung inzwischen belegt, dass dies mit dem abnehmenden Stresshormon-Spiegel zusammen hängt, der uns in gewisser Weise ja leistungsfähig macht. Überschreiten wir dabei aber unsere eigentliche Leistungsgrenze dauerhaft, dann kann es zu solchen Problemen kommen, wie Du sie schilderst. Die Stresshormone ebben in der Ruhephase ab und die eigentlich vorhandenen Symptome treten zu tage. So ähnlich, wie man Schmerz im Eifer des Gefechts oft nicht bemerkt, hinterher aber alles weh tut.

Du kannst viel unter www.burn-out-forum.de nachlesen. Dort gibt es auch ein Diskussionsforum mit ähnlich lautenden Fragen. Vielleicht hilft Dir das weiter, denn die Betroffenendichte dürfte dort höher sein.

Bis bald und alles Gute
Samson

Hallo Janni,

ich werde Dir gerne ein paar Zeilen dazu schreiben : Mir selbst geht es im Moment auch so, aber nach einem Burn Out ist das noch etwas drastischer.
Tritt kürzer, tu etwas FÜR DICH und Deine Familie, notfalls lass Dich erst mal krank schreiben. Lass Dein Ego zur Ruhe kommen. Was nützt Euch alles Geld der Welt wenn es durch Krankheit und Zankereien innerhalb der Familie die Freude am Leben raubt…???
Lass Deine Bauchspeicheldrüse untersuchen, mit den Durchfällen raubt es Dir viel Substanz, nur das erzählt Dir keiner, das merkt man erst viel später.
Vielleicht findest Du ja einen Job den Du von zu Hause aus machen kannst ?

Ich wünsche Dir / Euch alles Glück der Welt und würde mich freuen über Dein weiters Vorgehen zu hören.

Liebe Grüße
Rosemarie

Hallo Janni,

Deine Schilderung hört sich zumindest nach starkem Erschöpfungszustand / beginnendem Burnout an.
Wenn Du viel arbeitest, solltest Du gleichzeitig auch einen Ausgleich in Deiner Freizeit schaffen. Es ist wichtig, dies mit Deiner Frau offen zu besprechen.
Als erstes solltest Du Dein Arbeitspensum und die Notwendigkeit dafür überprüfen. (Was ist wirklich wichtig, was dringend, Delegation möglich, Tagesablauf anders strukturieren, zu viele Projekte, zu viele Dinge anderer Kollegen übernommen, etc.) Diese Überprüfung kostet zwar auch Zeit, spart in der Regel jedoch 20-30 % Zeit ein, da wir im Laufe unseres Berufsalltages „betriebsblind“ werden und unsere Zeitfresser nicht mehr erkennen. Diese neu gewonnen Zeit kannst Du zu 50 % in wirklich wichtige Projekte investieren und zu 50 % für Deine Familie und Deine Erholung investieren. In Deiner Freizeit ist auch die Frage, „was ist mir wirklich wichtig im Leben?“ entscheidend. So eine Selbstreflexion hilft ungemein, unsere Prioritäten neu zu bestimmen und die Dinge an ihren richtigen Platz zu setzen. Eine Auszeit hilft zusätzlich, um uns über uns selbst klar zu werden.

Hilfreich sind Coachinggespräche und Mentaltraining, um die unterbewußten „Fallen“, in die wir immer wieder tappen, aufzufinden und endgültig aufzulösen.

Herzliche Grüße
Elke Helget

Also ich würde dir raten Urlaub zu nehmen und dann dir Zeit für deine Frau zu nehmen und zu entspannen. Außerdem suche dir ein Hobby für den Ausgleich. Am besten Sport, damit du dich nach der Arbeit auspowern kannst. Ich arbeite auch sehr viel und bin meistens noch am Wochenende den ganzen Tag unterwegs. Was meine Einstellung auch positiv verändert hatte, war dieses Buch http://leben-im-goldenen-wind.de/