Burnout vorbeugen

Hallo,

klingt vielleicht etwas doof aber was kann man selber dafürtun, sich nicht dauerhaft von der Arbeit vereinnahmen zu lassen? Die Antwort „einfach weniger arbeiten“ zieht einfach nicht, da ich mich selber so unter Druck setze das ich am Liebsten 12 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche arbeiten würde, auch wenn das mich an einen Punkt bringt wo ich so fertig bin das ich nach der Arbeit nurnoch schlafen kann und auf der Strasse anfangen Leute anzupöbeln weil ich so genervt bin. Ich kriegs einfach nicht in meinen Kopf das ich und mein Körper vor der Arbeit stehen und mein Arbeitgeber es auch mal verkraftet wenn ein Projekt nicht in einem superengen Zeitplan fertig wird. Irgendwie fragt man sich schon ob der Stress den man sich schon im Studium für einen sehr guten Abschluss gemacht hat das alles wert wäre. Vielleicht hat ja jemand einen guten Tip für mich, ohne jetzt dieses Posting hier zu zerlegen. Ich schaffe das wirklich nicht weniger zu arbeiten…

Hi Rene,

hmm, vielleicht wärest mit Deiner Frage im Psycho-Brett besser aufgehoben? *grübel* Vielleicht kriegen wir ja ne Verschiebung :wink:

Wie auch immer - als ich die Überschrift von Deinem Posting gelesen hatte, dachte ich „ey, is doch klar: Hab ein Leben neben der Firma“ und dann hab ich Deinen Text gelesen. Und Du schreibst nun genau dazu gar nix. Also: was für Hobbys hast Du? Wie ist Dein Freundeskreis? Familie? Kinder? Interessen?

Und nun überlege ich natürlich, warum Du dazu nichts schreibst. Ist da wirklich nichts? Oder ist das für Dich selbstverständlich und Du erwähnst das nur deshalb nicht? Ähm, dazu musst Du jetzt hier nix schreiben, aber vielleicht hilft’s Dir ja, darüber nachzudenken?

klingt vielleicht etwas doof aber was kann man selber
dafürtun, sich nicht dauerhaft von der Arbeit vereinnahmen zu
lassen?

Das heisst, Du willst eigentlich nicht so unendlich viel arbeiten? By the way: was spricht denn Dein Arbeitgeber zu Deiner Arbeitswut? Denn irgendwo stösst Du doch mal an die Grenzen vom Arbeitszeitgesetz (ich meine, dass es da unter anderem ne Grenze bei 48 Stunden pro Woche gibt, da bin ich aber unsicher). Wenn Du die dauerhaft überschreitest - hat er Dich darauf schonmal angesprochen? Oder findet er Dich lediglich „motiviert und engagiert“?

Aber zurück zum Punkt: Wie würdest Du Dir denn Dein Leben vorstellen? Du sagst, Du „schaffst es nicht“ weniger zu arbeiten? Wie könntest Du Dir denn vorstellen die „gewonnene“ Zeit zu füllen? Und da sind wir bei den Hobbys von vorhin :wink: Gibt es Dinge, mit denen Du diese Zeit füllen könntest, oder gibt es momentan hauptsächlich die Arbeit für Dich? Wenn letzteres, was würdest Du denn gerne machen? Das kann von neuen Hobbys, Intensivierung alter Hobbys bis zur Pflege vom Freundeskreis und Familienplanung allerlei sein… Nimm Dir einfach ne ruhige Stunde und überleg Dir, wie Dein Leben idealerweise aussehen könnte. Und dann überlegst, was sich davon umsetzen lässt. Dummes Beispiel: Der Idealfall könnte für Dich sein, als Millionär das ganze Jahr auf der Privatjacht durch die Weltmeere zu schippern - das wird vermutlich am notwendigen Kleingeld scheitern. Aber vielleicht wären regelmässige Segelwochen am Starnberger See plus der eine oder andere Segelurlaub drin?

*wink*

Petzi

nicht, da ich mich selber so unter Druck setze das ich am
Liebsten 12 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche arbeiten würde,

Dann solltest Du professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Entweder über einen beruflichen Coach oder über einen Therapeuten.

zerlegen. Ich schaffe das wirklich nicht weniger zu arbeiten…

Es ist schon mal viel Wert, dass Du das selber erkannt hast. Jetzt ist der zweite schritt nötig, etwas zu ändern.

da kann ich Petzi nur Recht geben. Du brauchst etwas neben dem Job, was dir mindestens geanuso wichtig ist wie der Job selbst. Ansonsten wirst du es nicht schaffen, weniger zu arbeiten. Wenn du an einem festen Tag etwas eingeplant hast, z.b. ich gehe immer mittwochs mit ein paar Leuten um 21 Uhr kegeln oder was auch immer, kannst du dann selber zu dir sagen: Hey, ich habe genug gearbeitet, ich habe nachher noch etwas vor. Dann wirst du es hoffentlich schaffen, auch private Termine mit beruflichen äquivalent zu setzen und eine gesunde Balance reinzubringen.
Ich wünsche dir jedenfalls viel Erfolg dabei!

Gruß

Hallo,

Freizeit ist genauso zu planen, wie die Arbeitszeit.

Mach dir FESTE(!) Termine in deinen Zeitplan z. B. Dienstags 19.00 Schwimmen oder Freitags 13.00 Uhr Essen gehen mit Freund/in.
Oder auch nur Montags, 18.00 Uhr Wocheneinkauf.

Diese Termine müssen für dich genauso verbindlich sein, wie deine Arbeitstermine.

Du solltest dir genauso wichtig sein wie deine Arbeit, deshalb sollten dir deine privaten Termine genauso wichtig sein wie deine geschäftlichen Termine

grüsse
dragonkidd