Bus abschließen

Hallo zusammen,

ich habe vor mir einen kleine Microcontrollerschaltung zu
basteln, bei der ich auf einer Platine nur den Prozessor unterbringe und die Busleitungen an mehrere Steckverbinder
führe, um beliebige Schaltungen (Speicher…) an diese anzuschließen. Den Bus muß ich ja dann abschließen. Weiß jemand
mit welchem Widerstandswert ich das machen muß, d. h. ich suche den Ausgangswiderstand von dem Prozessor. Beim Prozessor handelt es sich um den 80535.
Danke im Voraus.

Gruß Patrick

Hi!

mit welchem Widerstandswert ich das machen muß, d. h. ich
suche den Ausgangswiderstand von dem Prozessor. Beim Prozessor
handelt es sich um den 80535.

Den Bus brauchst eigentlich ned abschließen, außer er is recht lange. Aber bus ca. 50-70 cm oder so sollte es keine Probleme geben.

Mit welchem Widerstand Du den Bus abschließen mußt hängt davon ab, wie er gebaut is. Das nämlich bestimmt den Wellenwiderstand der Leitung. Da der Prozessor sicher einen vielviel niedrigeren Ausgangswiderstand hat (weniger Ohm, wenn überhaupt), is der Bus sowieso einseitig nicht abgeschlossen, was aber eh wurscht is.

Ob Reflexionen gefährlich sind, kannst Dir ausrechnen, wennst berechnest, wie lange der Strom (der sich mit ca. 0.5-0.8facher Lichtgeschwindigkeit bewegt) für einmal hin und her braucht. Wenn das in der Größenordnung der Taktzeiten ist, dann mußt aufpassen. Aber wennst Du einen 80535 verwendest (der glaubi nur 20MHz oder so kann) is das weitweit weg. :smile: Das würde dann eine Leitungslänge von 15 Meter ergeben. :smile:

Bye
Hansi

Hallo,

In der Regel werden hierfür Widerstände mit 10k verwendet.
MfG: Josef Spies

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Patrick,

ganz so trivial wie es die Kollegen vorher geschrieben haben
ist es nicht.
Bei längeren TTL-Leitungen entstehen Reflektionen.
Dabei ist nicht der Takt, sondern die Anstiegsgeschwindigkeit
der Flanken wichtig (wenige ns). Deshalb gibt es schon
erhebliche Störungen bei Leitungslängen von 20…30cm.

Den Bus müßte man mit dem gleichen Wiederstand abschließen
wie die Leitungsimpedanz. Diese ist von der Kontruktion bzw.
Layout abhängig und sollte im Bereich von ca. 50…150Ohm liegen.

Da Prozessorausgänge das normalerweise nicht treiben können
werden Leitungstreiber zwischengeschaltet.

Die vorher genannten 10KOhm werden nur als Pullup-Widerstände
an die Prozessorausgänge geklemmt, weil die Ausgänge
nur einen sehr kleinen oder gar keinen Strom bei H-Pegel
treiben können. Bei Eingängen erzeugt man so auch einen
def. Pegel. Bei L-Pegel treiben die Prozessorausg. viel besser.

Bei nicht zu langen Leitungen (geschätzt 10…20cm) bringt es
auch etwas, wenn man die Pullup-Widerst. auf ca. 2…3KOhm
reduziert und einige pF an die Busleitungen hängt.
Damit werden die Flanken langsamer und die Reflektionen
etwas unterdrückt. Kann man mit Oszi ausprobieren.
Bei Reduzierung der Taktfrequenz kann man letztgenannte Methode
noch etwas verschärfen (mehr pF).
Gruß Uwi