Buschmänner aus der Werbung

Hallo,
Jetzt hab ich mal 'ne Frage. Und zwar gibt’s doch da diese Werbung vom „Renault Grand Scénic“, ne? Die, in der ein Haufen Touristen irgendwo in Afrika mit dem Auto anhält und einige Fotos schießt, worauf einer der dort anwesenden Afrikaner etwas in seiner Sprache sagt was untertitelt wird mit „Nur Primitive hier. Lasst uns fahren!“ (oder so).

Jetzt natürlich die Frage aller Fragen: Was ist das für 'ne Sprache? Zulu, Xhosa, Suaheli, Twi…?

  • André

Hallo andre,

wieviel Klicks sind denn drin? Wo kann ich den Spot
im Netz anhoeren?

Gruesse
Elke

Hallo Elke,
Leider gar keine. Auch nicht der typische „hl“-Laut aus Xhosa. Das einzige, was ich definitiv ausschließen kann, ist also !Xõó. :wink:
Keine Ahnung wo man den downloaden kann, nirgendwo gefunden, bei Google.

  • André

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off topic
Hallo André,

ich werd mal Werbung schauen, vielleicht sehe ich sie.

Weil es eine Renault-Werbung ist – du bist sicher, dass
es nicht franzoesich ist? Ich will dich nicht veralbern,
mir ist bloss grad was eingefallen.

Als meine Schwester 1976 nach Suedafrika flog, landete
der FLieger in der zentralafrikanischen Republik zwischen.
Meine Schwester wollte sich darauf vorbereiten und ging zu
unserer kleinen Bankfiliale und liess sich 100Mark fuer dort
wechseln, sie wollte unbedingt im Flughafen was kaufen.
Es dauerte fast 4 Wochen bis die Bank die Geldscheine ran-
schaffte.
Leider durften sie dann nciht aus dem Flieger raus und sie
legte die afrikanischen Geldscheine zu ihren
anderen Andenken. Irgendwann, bestimmt 15 Jahre spaeter,
erzaehlte sie die Geschichte auf einer Geburtstagsfeier
und holte die Geldscheine hervor, damit die Leute das
exotische Geld anstaunen konnten.
Es waren hundsgewoehnliche franzoesische Francs!

Aber, nochmal ernsthaft, ich guck mal. Aber wenn du Klicks
schon ausschliesst, glaub ich kaum ans suedliche Afrika.
Und fuer Renault wuerde dann eine ex-frz. Kolonie auch besser
passen.

Gruesse
Elke

Hallo Andre,

Jetzt hab ich mal 'ne Frage. Und zwar gibt’s doch da diese
Werbung vom „Renault Grand Scénic“, ne? Die, in der ein Haufen
Touristen irgendwo in Afrika mit dem Auto anhält und einige
Fotos schießt, worauf einer der dort anwesenden Afrikaner
etwas in seiner Sprache sagt was untertitelt wird mit „Nur
Primitive hier. Lasst uns fahren!“ (oder so).

Jetzt natürlich die Frage aller Fragen: Was ist das für 'ne
Sprache? Zulu, Xhosa, Suaheli, Twi…?

Nach Kleidung und Schmuck habe ich die Herrn eher für Massai gehalten. Wenn es Dich wirklich interessiert, frage ich an der Uni, an der ich arbeite. In Bayreuth gibt es das Studienfach Afrikanistik, wo man auch einige der bekannteren Sprachen lernen kann. Es kann aber ein paar Tage dauern, bis ich die Info habe.

viele Grüße
Geli

Hallo, Elke;
Dorfbanken, die nicht mit Globalisierung umgehen können, erinnern mich immer wieder an diese nette Geschichte:

Bevor ich für ein Jahr nach Kanada geflogen bin, ging ich zu meiner Sparkasse um
a). Travellers’ Cheques zu besorgen
b). zu klären, welche Geldautomaten ich tunlichst nicht mit meiner EC-Karte benutzen sollte.

Die ansonsten sehr freundliche Bankangestellte fragte als erstes, ob ich in den „englischen oder französischen Teil“ wollte. Auf meine Antwort „Englisch“ sagte sie: „Sehr gut. Nur ein toter Franzose ist ein guter Franzose“. (Das Ganze wohlgemerkt in einer saarländischen SK-Filiale von der aus man innerhalb von zwei Stunden zu Fuß in Frankreich sein kann).
Ihre Kollegin, nach der Kompabilität von kanadischen Automaten mit deutschen EC-Karten befragt, antwortete, man müsse schon vorsichtig sein in Kanada wegen dem französischen Einfluss, der dort noch überall herrsche.
Zwei Tage später konnte ich die Travellers’ Cheques in der SK-Zentrale der Kreisstadt abholen. Auf der Quittung stand „Australische Dollar“. Und ich flog beruhigt ab…

Was jetzt die Buschmänner-Werbung angeht (über deren Komik man sich trefflich streiten könnte): Ich glaube nicht, dass „ex-frz. Kolonie“ hier ein Unterscheidungskriterium ist. Autos werden heute leider global beworben…

Beste Grüße
Tom

Hallo André,

Als meine Schwester 1976 nach Suedafrika flog, landete
der FLieger in der zentralafrikanischen Republik zwischen.
Meine Schwester wollte sich darauf vorbereiten und ging zu
unserer kleinen Bankfiliale und liess sich 100Mark fuer dort
wechseln, sie wollte unbedingt im Flughafen was kaufen.
Es dauerte fast 4 Wochen bis die Bank die Geldscheine ran-
schaffte.
Leider durften sie dann nciht aus dem Flieger raus und sie
legte die afrikanischen Geldscheine zu ihren
anderen Andenken. Irgendwann, bestimmt 15 Jahre spaeter,
erzaehlte sie die Geschichte auf einer Geburtstagsfeier
und holte die Geldscheine hervor, damit die Leute das
exotische Geld anstaunen konnten.
Es waren hundsgewoehnliche franzoesische Francs!

Aber, nochmal ernsthaft, ich guck mal. Aber wenn du Klicks
schon ausschliesst, glaub ich kaum ans suedliche Afrika.
Und fuer Renault wuerde dann eine ex-frz. Kolonie auch besser
passen.

Gruesse
Elke

Hi Tom, hi Elke,

achja die Banken…
Ich war mal in den USA und wollte in einer Bank in Tallahassee, der Hauptstadt von Florida DM-Reiseschecks eintauschen. Die gute Dame wusste nicht, was die DM ist und rief in Washington (!) bei ihrer Zentrale an, um den Kurs zu erfragen.

@Elke: Das sind tatsächlich Massai in der Werbung, keine Buschleute.

Liebe Grüße
Burkhard

Hi Geli,

es sind wirklich Massai in dem Spot. Ich habe aber nicht aufmerksam genug zugesehen, um sagen zu können, ob die Swahili sprechen oder Massai oder was auch immer. Es sind auf keinen Fall Buschleute.

Aber die Massai müssen ja gerne mal herhalten für das europäische/deutsche Afrikanerbild. So finden sich z.B. auch Massai-Bildchen auf den Packungen von Rooiboschtee, der mit Ostafrika aber auch sowas von gar nichts zu tun hat. (Wie man schon am holländisch/afrikaansen Namen des Tees sehen könnte)

Liebe Grüße
Burkhard

Hi Burkhard,

es sind wirklich Massai in dem Spot. Ich habe aber nicht
aufmerksam genug zugesehen, um sagen zu können, ob die Swahili
sprechen oder Massai oder was auch immer. Es sind auf
keinen Fall Buschleute.

Wirkliche Khoi/San (so nennt man Buschmaenner heute, so wie
man zu Eskimos jetzt Inuit sagt) hat André eigentlich
schon selbst ausgeschlossen gehabt, weil er sagt, es seien
keien Klicks in der Sprache zu hoeren (es gibt verschiedene
Khoi/San Sprachen mit bis zu 21 verschiedenen Klicks in
einer einzelnen). Ich hatte es auch eigentlich so verstanden,
dass er mit Buschmaennern ‚traditioneller afrianischer
Stamm‘ meinte (also z.B. kein Afrikaner im Rangeranzug).

Meine Idee, es koennte eine franzoesische Verbindung geben,
beruht eigentlich nur darauf, dass ich weiss, dass Franzosen
in solchen Dingen gern nationalistisch denken. Aber wahrscheinlich
ist der Spot ja von einer deutschen Firma fuer die deutsche
Renaultniederlassung gemacht worden.
Ich werde mir in den naechsten Tagen jetzt aber ein paar
Stunden (?) Werbung reinziehen. Jetzt bin ich neugierig
geworden.

Tschuess
Elke

Hallo Tom

Dorfbanken, die nicht mit Globalisierung umgehen können,
erinnern mich immer wieder an diese nette Geschichte:

Bevor ich für ein Jahr nach Kanada geflogen bin, ging ich zu
meiner Sparkasse um
a). Travellers’ Cheques zu besorgen
b). zu klären, welche Geldautomaten ich tunlichst nicht mit
meiner EC-Karte benutzen sollte.

Die ansonsten sehr freundliche Bankangestellte fragte als
erstes, ob ich in den „englischen oder französischen Teil“
wollte. Auf meine Antwort „Englisch“ sagte sie: „Sehr gut. Nur
ein toter Franzose ist ein guter Franzose“. (Das Ganze
wohlgemerkt in einer saarländischen SK-Filiale von der aus man
innerhalb von zwei Stunden zu Fuß in Frankreich sein kann).
Ihre Kollegin, nach der Kompabilität von kanadischen Automaten
mit deutschen EC-Karten befragt, antwortete, man müsse schon
vorsichtig sein in Kanada wegen dem französischen Einfluss,
der dort noch überall herrsche.
Zwei Tage später konnte ich die Travellers’ Cheques in der
SK-Zentrale der Kreisstadt abholen. Auf der Quittung stand
„Australische Dollar“. Und ich flog beruhigt ab…

Da klappt mir ja die Kinnlade herunter. Wie dermassen beschraenkt
waren die Bankangestellten eigentlich? Sie wussten immerhin, dass in
Kanada teils franz., teils engl. gesprochen wird (neben anderen
Sprachen), aber Franzosen gibt es da nur sehr wenige, oder ist bei
der Tussi schon jeder ein Franzose, wenn er nur Franzoesisch spricht,
so auch z.B. ein Marokkaner?
Vorsichtig wegen des franzoesischen Einflusses? So ein Schwachsinn!
Frankreich hat ueberhaupt keinen Einfluss auf Kanada und dass dieser,
wenn es ihn gaebe, schaedlich waere, ist doch auch nur ein Vorurteil.

Tss, tss, Gruss, Tychi

Hi Elke,

Wirkliche Khoi/San (so nennt man Buschmaenner heute, so wie
man zu Eskimos jetzt Inuit sagt)

Ich hab der Einfachheit halber die Buschleute stehen lassen. Übrigens sind die San die ehemaligen Buschmänner und die Khoi die ehemaligen Hottentotten.

Ich hatte es auch eigentlich so verstanden,
dass er mit Buschmaennern ‚traditioneller afrianischer
Stamm‘ meinte (also z.B. kein Afrikaner im Rangeranzug).

Da sachichmajetztnixzu. :smile:)

Ich werde mir in den naechsten Tagen jetzt aber ein paar
Stunden (?) Werbung reinziehen.

Ich weiss gar nicht, ob der überhaupt noch läuft. Ich habe den lange nicht mehr gesehen.

Liebe Grüße und viel Glück bei der Spot-Jagd
Burkhard

P.S.: Khoi, San und Klicklaute böten sich für ein Quiz an…

@Elke: Das sind tatsächlich Massai in der Werbung, keine
Buschleute.

Naja, ich sagte das ja mit „Buschmänner“, weil ich den Unterschied nicht wirklich kenne. Ich nehme aber mal nicht an, dass es nur *eine* Massai-Sprache gibt. Vielleicht aber ein Hinweis auf die Sprachfamilie? Nach Khoisan klingt’s ja schonmal nicht.

  • André

Nach Kleidung und Schmuck habe ich die Herrn eher für Massai
gehalten. Wenn es Dich wirklich interessiert, frage ich an der
Uni, an der ich arbeite. In Bayreuth gibt es das Studienfach
Afrikanistik, wo man auch einige der bekannteren Sprachen
lernen kann. Es kann aber ein paar Tage dauern, bis ich die
Info habe.

Massai, ja, könnte auch sein. Wäre wirklich total nett, wenn du da mal jemanden fragen könntest. Afrikanistik gibt’s bei mir an der Uni Leipzig zwar auch, aber ich kenne leider keinen einzigen Afrikanisten.
Lass dir ruhig Zeit. :smile:

  • André

Ich hab der Einfachheit halber die Buschleute stehen lassen.
Übrigens sind die San die ehemaligen Buschmänner und die Khoi
die ehemaligen Hottentotten.

Vielleicht hätte ich „Eingeborene“ sagen sollen. Oder ist das irgendwie negativ belegt (wie so viele andere Völkerbezeichnungen auch)?

Ich weiss gar nicht, ob der überhaupt noch läuft. Ich habe den
lange nicht mehr gesehen.

Dochdoch, die kommt noch. Ich schrieb den Eintrag nur wenige Sekunden nachdem ich den Spot im Fernsehen sah. Ich hätte ja auch gerne mal eine kleine Transkription verfasst, und eine Übersetzung, vielleicht hätte man ein Wort erkannt… aber das ging mir zu schnell, ich weiß nur, dass das letzte Wort wie „a denendau“ klang, als der Typ meinte „Lasst uns fahren!“…

Toll! Warum kam mir die Idee nicht früher? Ein kurzer Blick ins Suaheli-Wörterbuch offenbart mir die Wurzel des Wortes „fahren“ als -enda. Hmpf… ob’s wirklich „nur“ Suaheli ist?

  • André

Hallo!

Also, eine Nachfrage bei Renault Deutschland ergab, dass es sich um Massai handelt. (Gut, dass habe ich zwar vorher schon gewusst, aber es ist lobenswert, dass meine Anfrage nicht nur im Papierkorb landete.)
Ob die besagten Massai jetzt allerdings Maa oder doch Suaheli gesprochen haben, konnte mir jedoch keiner beantworten.

Ich bin leider nicht so sprachbegabt - und Phonetik…naja, reden wir nicht drüber - deshalb kann ich mit dem Link nicht so viel anfangen, du hingegen vielleicht schon:
http://darkwing.uoregon.edu/~dlpayne/maasai/madict.htm
(behandelt die Sprache Maa und enthält auch ein Wörterbuch)

Leider ist ein guter Freund von mir (er studiert Afrikanistik in Leipzig) z.Zt. in Afrika, sonst hätte ich ihn fragen können.

Ich hoffe, wenigstens ein wenig geholfen zu haben.

mfG Dirk

Hi…darf man fragen was du studierst? Zufällig Sinologie? Hab glaub ich ab und zu maln paar Beiträge zum Thema chinesisch von dir gesehen und war jetzt überrascht zu sehen, dass du anscheinend selbst noch studierst…und jetz erst recht, da du erst 85 geboren bist *g*

Gruß

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Hi…darf man fragen was du studierst? Zufällig Sinologie? Hab
glaub ich ab und zu maln paar Beiträge zum Thema chinesisch
von dir gesehen und war jetzt überrascht zu sehen, dass du
anscheinend selbst noch studierst…und jetz erst recht, da du
erst 85 geboren bist *g*

Ja, in der Tat, studiere Sinologie & Linguistik an der Uni Leipzig, bin grad erst mit’m 1. Semester fertig. Und mich überrascht, dass es dich überrascht, dass ich noch studiere. *gg*

Gruß zurück,

  • André :smile:

Hallo!

Also, eine Nachfrage bei Renault Deutschland ergab, dass es
sich um Massai handelt. (Gut, dass habe ich zwar vorher schon
gewusst, aber es ist lobenswert, dass meine Anfrage nicht nur
im Papierkorb landete.)
Ob die besagten Massai jetzt allerdings Maa oder doch Suaheli
gesprochen haben, konnte mir jedoch keiner beantworten.

Wow, danke der Nachfrage (sozusagen *g*).

Ich bin leider nicht so sprachbegabt - und Phonetik…naja,
reden wir nicht drüber - deshalb kann ich mit dem Link nicht
so viel anfangen, du hingegen vielleicht schon:
http://darkwing.uoregon.edu/~dlpayne/maasai/madict.htm
(behandelt die Sprache Maa und enthält auch ein Wörterbuch)

Danke sehr für den Link! Ich kenne mich zwar mit Phonetik ganz gut aus, aber in dem Falle hat mir die Seite auch nicht sehr viel helfen können. Ich würde trotzdem eher auf Suaheli tippen.
Zumindest konnte ich mit der Seite meine Sammlung der Zahl „47“ in allen Sprachen jetzt um eine weitere erweitern. Dafür von mir ein Stern. :smile:

Leider ist ein guter Freund von mir (er studiert Afrikanistik
in Leipzig) z.Zt. in Afrika, sonst hätte ich ihn fragen
können.

Oh, cool, ich studier’ auch in Leipzig, leider kenn’ ich keinen Afrikanisten.

Ich hoffe, wenigstens ein wenig geholfen zu haben.

Sehr sogar, danke!

  • André

Die Antwort von Renault
Hi André,

das sagt Renault dazu:

_vielen Dank für Ihre Anfrage bezüglich der Werbung unseres Renault Grand Scénic.

In dem von Ihnen genannten Werbespot unseres Renault Grand Scénic handelt es sich um Massai Krieger, die sich in Ihrer Sprache unterhalten.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Renault Online Team_
„in Ihrer Sprache“ wird hoffentlich nicht missverstanden…

Gruß Ralf