heute im Meeting habe ich mich mal umgesehen und fesgetellt,
dass alle bis auf mich ein langärmliges Hemd anhatten.
War ich der einzigste, der sich m dem Wetterbericht
beschäftigt hat, oder bin ich nicht uptodate, dass ma an der
Arbeit nur langarm trägt?
das ist alles eine Frage des guten Stils. Bei geübten Schlipsträgern sind kurzärmlige Hemden normalerweise ein Tabu. (Sowas lernt man übrigens auch schon beim Bund.) Wenn es absolut steif zugeht, muss man zum (weißen) Hemd sogar noch eine Weste bzw. ein Sakko tragen. Das liegt wohl in der Historie begründet. Der Business-Dress wie wir ihn heute kennen war nicht immer die Kleidung der feinen Gesellschaft. Vielmehr war es anfangs die Kleidung von Bauern. Über die Jahre hat sich dieser Stil in Geschäftswelt aber durchgesetzt. (Die genaue Story hatte ich mal in einem Vortrag gehört, kann mich aber nicht mehr erinnern.) Jedenfalls wurde das Hemd von den Bauern praktisch als Unterhemd getragen und in guter Gesellschaft gehört es sich halt nicht im Unterhemd rumzulaufen.
Achja, ich arbeite bei einem japanischen Konzern. Da gibts eigentlich nur langärmlige weiße Hemden in Kombination mit dunkler Krawatte und dunkler Hose. Kurze Hemden gehen gar nicht. Dafür verzichtet man aber intern auf Sakko und Weste. Wenn es zu heiß wird, ist es auch keine Schande die Ärmel hochzukrempeln. Die Japaner bei uns ziehen das durch. Viele meine deutschen Kollegen schaffen es aber trotz Dress-Code sich furchtbar zu kleiden.
MfG
Stephan
PS: Wer Abends ne Krawatte trägt, hat Vormittags nichts zu sagen.
kurzarm geht tatsächlich gar nicht (ich finde auch privat nicht …). Mit Kravatte erst recht nicht. Ingenieuren kann man das 100x erklären, es wird einfach ignoriert, genau wie der Stift in der Brusttasche ebenfalls ein no-go ist (wie die Brusttasche überhaupt).
für den privaten Bereich ist das sicher eine Frage des Geschmacks. Mir gefällt das auch nicht. Was anderes wäre es, wenn da ein 25jähriger Surfer vor mir stünde mit Boardshorts, salzverkrustetem Haar, braungebrannt, schneeweißen Zähnen und oversize Kurzarmhemd - oder ohne Hemd… Ach, lassen wir das.
Wenn Kurzarm, dann schon eher ein gepflegtes Polo Shirt.
Schönen Abend noch!
Andrea
langarm, ohne Brusttasche usw. ist alles selbstverständlich für mich.
Was mich aber mal interessiert sind die kleinen Designer-Logos bei bestimmten Hemden auf der Brust. Kann man soetwas beruflich anziehen? Wenn ich mal im Kleiderschrank schaue sind auf fast allen Hemden der Burberry-Reiter, oder das TH-Logo (gestreiftes- und uni-Hemd). Oder sollte ich dann besser zu Hemden des Designer Hugo Boss greifen, wo nichts auf der Brust ist (gestreift, oder uni)? Oder gibt es anderwertige empfehlungen?
für mich ist das ganz einfach. Wenn Kravatte dann ein Hemd ohne alles. Also auch ohne Monogramm auf Brust, Manschette oder sonst wo.
Aber wie schon vorher, im Prinzip kann das jeder halten wie er will. Ich versuche Logos wo es geht zu vermeiden, auch bei Polos, was sich aber als zunehmend unmöglich herausstellt.
Falsch ist daran schon mal gar nichts, aber mir gefällt es nicht. Meine vorherigen Äusserungen sind hoffentlich auch als nichts anderes als meine Meinung aufgefasst worden. Ich bin da sicherlich kein Maßstab, wenn ich mich in meinem Unternehmen so umgucke, da läuft gut die Hälfte mit Kurzarm, Kravatte und Stift in der Brusttasche rum. Mich graust es da eben …
Und privat ziehe ich ein Polo Shirt an, wenn es denn Kurzarm sein soll, ansonsten krempel ich die Ärmel hoch.
ein sichtbares Logo ist ein Thema für sich, es weist plakativer als andere Insignien auf die Zugehörigkeit (oder den Wunsch danach) zur jeweiligen Kaste hin … vor einigen Jahren erkannte man z.B. eine spezielle Sorte aufstrebender Juristen / BWLer am eingestickten Polo-Spieler
ein sichtbares Logo ist ein Thema für sich, es weist
plakativer als andere Insignien auf die Zugehörigkeit (oder
den Wunsch danach) zur jeweiligen Kaste hin … vor einigen
Jahren erkannte man z.B. eine spezielle Sorte aufstrebender
Juristen / BWLer am eingestickten Polo-Spieler
Und was, bitteschön, ist mit Barbour? Da hängt/hing ein Schild an der Garderobe einer Passauer Studentenkneipe: „Wir haften nicht für vertauschte Barbour-Jacken“.