Bußgeldkatalog zu lasch?!

Hallo!

Ich finde der Bußgeldkatalog ist zu lasch. Wer 30 km/h zu schnell unterwegs war, sollte mehr als 50€ Strafe bekommen. Wenn man eine Packung Tick Tacks gestohlen hat, ist das Gesetz ja auch nicht so zimperlich.

Drängler sollte man auch eher aus dem Verkehr ziehen. Letztes mal ist auf der Autobahn einer 1 Meter hinter mir gefahren. Bei der kleinsten Bremsung kann es da zur Massenkarambolage kommen, der Bußgeldkatalog sagt aber nur ein Monat Fahrverbot.

Wie seht ihr das?

Mfg Tobias

Hallo Tobias,
wie bei den meisten Gesetzen ist die Höchststrafe nicht unbedingt ungenügend, sondern wird nur zu selten verhängt.
Letztlich bringen aber alle Androhungen nichts, wenn diese Vergehen entweder nicht kontrolliert werden oder aber nicht weiter verfolgt.
Die Anzahl der „Blitzer“ ist innerorts zu gering und selbst haarsträubendes Verhalten auf der Autobahn verläuft trotz Anzeige zu oft im Sand.
Wie es allerdings möglich ist das Wiederholungstäter bei Trunkenheitsfahrten trotzdem immernoch ihren Lappen wiederbekommen ist auch mir schleierhaft.
Gruss Sebastian

Hi,

meine meinung ist, dass der bußgeldkatalog nicht zu lasch ist.

wie schnell kann es passieren, dass man bei hellrot über die ampel fährt und dann noch ein zwei mal zu schnell ist.

schon hat man 7 bis 8 punkte zusammen und muss sich 2 jahre extrem zusammenreißen…

bin sicher kein raser und finde die regelung auch i.O. aber zu lasch ist sie bestimmt nicht!!!

gruss, frank

Hallo!

Natürlich hast du Recht. Wenn man sich überlegt, was man alles tun muss, um wenigstens ein paar Wochen seinen Führerschein abzugeben, ist es nicht verwunderlich, dass wir jede Woche auf unseren Straßen ein Eschede haben.

Die Höhe der Strafen ist lächerlich. Real, das heißt unter Berücksichtigung von Euro-Umrechnung und Inflation, sind die Geldstrafen schon seit etlichen Jahren am sinken. Die Kontrolldichte ist gering. Wenn eine Ordnungswidrigkeit festgestellt wurde, kann man davon ausgehen, dass vorher mehrer hunderte, wahrscheinlich eher tausende Verkehrsübertretungen unentdeckt geblieben sind.

Das alles führt zu bewussten Regelüberschreitungen. Viele fahren genau in dem Geschwindigkeitsbereich, in dem sie kein Fahrverbot zu befürchten haben. Die rechnen sich das exakt aus, wie schnell sie fahren dürfen, zuzüglich natürlich der Toleranz, die die Behörden einräumen. Das hat auch der Generalbundeanwalt so auf dem Verkehrsgerichtstag 2005 gesagt, leider bislang ohne Folgen. http://archiv.mopo.de/archiv/2005/20050127/nachricht…

Macht mal Folgendes: fahrt mit dem Auto durch die Stadt und haltet euch an alle Verkehrsregeln. Ihr werdet bedrängt, genötigt, beleidigt werden wie ihr es nicht für möglich haltet.

Viele Grüße

Axel

Wie meinte letztens noch ein Kollege zu mir
„hier is doch das 150iger Schild.“

Die gibts aber doch garnet?

Genau!
Gemeint war das 130 Schild.
130 im Sinn plus 20km zu schnell(definitiv kein fahrverbot)=150

In manchen Köpfen is das zuschnell fahren schon einprogrammiert
:stuck_out_tongue_winking_eye:

Grüße
Sven

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Moien

Ich finde der Bußgeldkatalog ist zu lasch.

Ich bin auch dieser Meinung.

Warst du in den letzten Jahren auf einer Autobahn in Frankreich unterwegs ? Das nenne ich effektiv. An den Mautstellen wird die Zeit gestoppt. Wer zu schnell von A nach B kommt und Pech hat (= die Polizei ist vor Ort) ist dran => 90 Euro minimum. Alkohol am Steuer => 750 Euro. Handy => 150 Euro. Zahlbar sofort bar vor Ort. Wenn nicht ist das Auto erstmal weg.

Auf den grösseren Strassen fährt man da einigermassen zivil. Schon weil alle anderen sich das Benzin nicht mehr leisten können.

Drängler sollte man auch eher aus dem Verkehr ziehen. Letztes
mal ist auf der Autobahn einer 1 Meter hinter mir gefahren.

Wärs nicht so verdammt illegal (und in meinem Fall unglaubwürdig) wär würde ich mir ein „Bitte folgen“ in Leuchtschrift in die Heckscheibe kleben. Hätte ein gewissen „oh-shit“ Effekt bei manchen Leuten. Ich könnte es etwa 2x / 100km Autobahn benutzen.

cu

Nein
Hallo Tobias,

nein finde ich nicht.
Wen überhaupt sollten die Kontrollen verstärkt werden. Und dann da wo echte Gefahren sind. aber die Behörden orientieren sich m.E. mehr daran wo möglichst viel zu verdienen ist.
Die Bußgelder sind ja die letzten Jahre schon deutlich angehoben worden. Und ein Monat Fahrverbot kann für jemanden der keine Busverbindung zur Arbeit hat, oder den Führerschein beruflich braucht schon sehr hart sein. Da nach höheren Strafen zu rufen finde ich ist nicht nötig.
Vielleicht ist das regional verschieden. Aber allein auf dem Weg zur Arbeit (14km Landstraße u durch die Stadt) zählte ich diese Jahr schon ein dutzend Radarkontrollen. (Nein, ich wurde nicht geblitzt) Auf der Strecke ist kein Unfallschwerpunkt, aber einige Geschwindigkeitsbeschränkungen. Finde das aber übertrieben, ist so als würden in unserem Dorfladen täglich 2 Privatdetektive nach Ladendieben Ausschau halten.
Einzig bei den Dränglern auf der Autobahn muss ich Dir Recht geben. Dort ist der Anteil der Verrückten die bei 180km/h hinter dem Vordermann kleben zu hoch, da sollte man mehr kontrollieren.
Höhere Bußgelder bei wenigen Kontrollen bringen nichts. Mehr Kontrollen schon, aber da wo auch Unfallschwerpunkte sind.
Gruß elmore

Hallo,

ich gebe Dir grundsätzlich recht, aber mit einer Ergänzung.

Einzig bei den Dränglern auf der Autobahn muss ich Dir Recht
geben. Dort ist der Anteil der Verrückten die bei 180km/h
hinter dem Vordermann kleben zu hoch, da sollte man mehr
kontrollieren.

Hier müssen gleichzeitig diejenigen abgestraft werden, die das Rechtsfahrgebot missachten. Dann würden vermutlich alle entspannter fahren können.

Gruß
Tilo

Keine Frage
Hallo Tilo,

natürlich soll das Rechtsfahrgebot beachtet werden!
Beipflichtend elmore

130 im Sinn plus 20km zu schnell(definitiv kein
fahrverbot)=150

In manchen Köpfen is das zuschnell fahren schon
einprogrammiert

das sieht die polizei doch nicht anders, das wird doch oft genug in die geschwindigkeitsbegrenzungen einberechnet. bei uns wurd jetzt ein tempolimit von 70 auf 50 gesetzt, da die straße im winter ne menge schaden genommen hat und in der zeitung stand dazu ein artikel in dem jemand von polizie oder ordnungsamt zitiert wurde, „dann fahren die leute wenigstens nur noch 70 und nicht mehr 90“. also kein wunder das sich das in die köpfe einprogrammiert