mal so ne frage, mit der ich nicht so recht weiß wohin damit:
woher kommt es denn dass manche buttersorten, auch wenn sie längere zeit im kühlschrank waren immer noch ziemlich weich sind (landliebe beispielsweise), andere aber eher eine steinharte konsistenz annehmen (dt. markenbutter)?
misstrauisch wie man als konsument wird, mal die frage: was ist denn nun normal? und in welchen sorten ist was beigemischt dass sie weich und „streichzart“ bleibt, oder in welchen ist was drin, daß sie fest und gut stapelbar wird?
es liegt am Wassergehalt; je „wässriger“, desto weicher.
Der Wassergehalt darf bis zu 16% betragen, also man hat etwas Spiel… siehe: http://www.luas.bayern.de/chem04.htm. Ich habe leider nichts gefunden, wo steht, dass die Streichfäghigketi vom wassergehalt abhängt, aber es ist so.
der MAXIMALE Wassergehalt ist bei MARKEN-Butter genau vorgeschrieben, mehr darf nicht aber mit weniger würde der Butter-Meier bares Geld aus dem Fenster werfen, denn in D wird immer noch FETT bezahlt. Geh also einfach davon aus, dass der Wassergehalt recht konstant ist.
Ein zweiter Punkt ist die WasserVERTEILUNG in der Butter. Bei MARKEN-Butter muss die recht gleichmäßig sein. Ist sie nicht gleichmäßig genug, verliert der Butter-Hersteller die Marke und darf die Butter dann „nur“ als Molkereibutter anbieten.
Ein wichtiger Punkt bei der Festigkeit ist, na?, richtig!, das Futter der Kuh, deren Milch zu Butter verarbeitet wird. Jetzt im Mai, wenn die Kühe auf der Weide das frische Mai-Grün fressen dürfen, bekommt die Milch eine andere Zusammensetzung und die Butter aus dieser Milch ist wunderbar streichzart (und meist etwas gelblicher).
Die erste „Mai-Butter“ dürfte in diesen Tagen auf den (Wochen-) Markt kommen.
Irgendwo auf der Suche nach so einer Seite las ich, dass man zum Härten der Fette/Öle diese hydriert, also ihnen wohl Wasser entzieht; dabei entstehen ungesättigte Fettsäuren, und die sind ja nicht so beliebt/begehrt. Naja, von der Chemie verstehe ich nicht viel, leider…im Alltag wäre das manchmal serh nützlich, aber da geht es mir wie mit der Mathematik, die praktische Anwendung/Veranschaulichung fehlte mir früher in der Schule…
…und stelle Sie auf den untersten Boden Deines Kühlschrankes.
Ich war einmal auf einem Tupperabend, auf dem es als Gastgeschenk eine Butterdose gab. Die ‚Tuppertante‘ hat allen geraten, die Butter auf die unterste Schiene des Kühlschrankes zu stellen, dann bleibt sie weich.
Habe ich nicht geglaubt, es aber trotzdem ausprobiert. Und - es hat funktioniert. Man kann Sie direkt auf das Brot schmieren, ohne die Scheibe total zu zerstören.
Allerdings weiß ich nicht, ob das was mit der Tupperdose zu tun hat oder ob das immer funktioniert.
Wir sind auch so ne Tuppergeschädigte Familie, und bei uns kommt di Butter immer in die Kühlschranktür, da bleibt sie dann auch einigermaßen weich. Aber ich weiss auch nichtz, ob das an der Tupperdose liegt.
Grüße
Britta
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
die unterste schiene ist fast der kälteste ort des kühlschrankes, nur das glas des gemüsefaches ist noch kälter.
ergo ist dies beobachtung nicht schlüssig.
cu
strubbel
Soviel ich weiss, hängt es mit der Futterzusammensetzung zusammen, wurde ja auch schon geschrieben. Frisches Gras macht „weichere“ Butter, getrocknetes Futter wie Heu bringt eher harte hervor.
Irische Butter ist deshalb streichfähig, weil die glücklichen Kühe angeblich das ganze Jahr über mit Frischfutter versorgt werden.
Deutsche müsste demzufolge jahreszeitlich bedingt mal weicher, mal härter sein, vorrausgesetzt, die Kühe kriegen noch „echtes“ Futter und nicht nur Kraftfutter. Damit der Deutsche aber das ganze Jahr das Gkleiche im Laden erhält, wird bei der Herstellung gemischt, also bspweise im Sommer Winterbutter untergmischt, damit eine immer gleiche Konstistenz erzeugt wird.
Alexander