BWL / 1 asiatische Sprache

Noch etwas was mich interessiert:
Ist eine Kombination von BWL mit einer asiatischen Sprache (mandarin oder japanisch) eigentlich wirklich so extrem gut wie man immer hört?
Falls ja, wäre es auch möglich die Sprache so an der Uni bzw FH zu belegen (evtl. noch mit Auslandskunde), ohne extra in Ludwigshafen diesen speziellen Studiengang einzuschlagen?

Hätte man durch das Beherrschen von chinesisch oder japanisch auf dem Arbeitsmarkt weitaus bessere Chancen als durch das beherrschen von z.b Spanisch ?

(Übrigens vielen Dank für die ausführlichen Auskünfte zu meiner ersten Frage!)

Die Antwort liegt in der Natur des Sache: Der China Markt wächst und wächst. Es wird der Wirtschaftsraum in diesem Jahrhundert. Hierfür braucht man Menschen die idealerweise was von Wirtschaft verstehen und die Sprache sprechen. Davon gibt es zu wenige.

Und daher sage ich klar ja!

Gruß ivo

Hallo Madgame,

Noch etwas was mich interessiert:
Ist eine Kombination von BWL mit einer asiatischen Sprache
(mandarin oder japanisch) eigentlich wirklich so extrem gut
wie man immer hört?

China scheint z.Zt. der absolute Wachstumsmarkt zu sein, allerdings ist er mit Vorsicht zu genießen (z.B. wegen mind. 50% Anteil des chinesischen Staats an jedem Unternehmen, d.h. nur JointVenture möglich - und die Chinesen kopieren sehr gerne fremdes Know-how). Es werden sich also noch einige Firmen die Finger verbrennen…

Natürlich kann es nicht schaden, eine dieser Sprachen zu beherrschen. Aber Priorität hat für mich immer noch englisch. Also lieber ein perfektes Englisch, als ein Mangelhaftes, dafür aber noch ein paar Brocken Mandarin.

Ausserdem halte ich Praktikas immer noch für den besten „Zeitvertreib“ im Studium. Wenn schon, dann sollte man versuchen, zusätzlich zum Sprachunterricht auch noch mind. 1 Praktikum dort zu verbringen.

Falls ja, wäre es auch möglich die Sprache so an der Uni bzw
FH zu belegen (evtl. noch mit Auslandskunde), ohne extra in
Ludwigshafen diesen speziellen Studiengang einzuschlagen?

Sicherlich. Einige Unis bieten sowas mittlerweile an. Aber es muß ja nicht unbedingt die Uni sein, wo man sowas lernt. Kurse haben mittlerweile auch Sprachschulen im Angebot. Und wie bereits gesagt, ein Auslandsaufenthalt (auch wenn’s kein Praktikum, sondern „nur“ Sprachschule beinhaltet) ist Gold wert.

Hätte man durch das Beherrschen von chinesisch oder japanisch
auf dem Arbeitsmarkt weitaus bessere Chancen als durch das
beherrschen von z.b Spanisch ?

Jein, beides hilft Dir nur bei speziellen Nischen weiter, nämlich Firmen, die hauptsächlich mit diesen Ländern zu tun haben. Im Allgemeinen ist die Geschäftssprache jedoch englisch.

Ich mußte 9 Jahre Französisch auf der Schule lernen (dafür nur 5 Jahre Englisch und nochmals 3 Jahre Latein). Argumentation damals: es sprechen mehr Leute auf der Welt Französisch als Englisch. Hahaha.

Was brauche ich heute ? Ausschließlich Englisch, denn sogar in Frankreich sprechen alle Ansprechpartner in der Industrie Englisch. Und auch die Japaner, Koreaner usw., mit denen ich zu tun habe.

Daher ist es meiner Meinung nach wesentlich besser, ein perfektes Englisch (z.B. Nachweis durch Certificates of Chambrigde) zu haben, als 2 oder noch mehr Sprachen nur „halblebig“ sprechen zu können.

Grüsse

Sven

Danke für die Auskunft. Das mit dem perfekten Englisch ist mir durchaus klar. Englisch und Französisch kann ich ja auch schon sehr gut und will diese beiden Sprachen auch auf keinen Fall vernachlässigen, aber ich hatte mir eigentlich vorgenommen dann im Haupstudium oder so (fange erst im nächsten Wintersemester an zu studieren) noch Spanisch dazu zunehmen und eine Sprachreise in ein spanischsprachiges Land zu machen. Dasselbe hab ich übrigens auch in einem englisch und einem franz.sprachigen Land vor dem Studienbeginn vor.

Ich dachte bloß, dass einem chinesisch evtl. einen entscheidenden Vorteil geben würde, da es hier wahrscheinlich nicht so viele Leute gibt die chinesisch sprechen und damit das Angebot gegenüber der Nachfrage wohl ziemlich niedrig ist.

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Hallo,

Ich dachte bloß, dass einem chinesisch evtl. einen
entscheidenden Vorteil geben würde, da es hier wahrscheinlich
nicht so viele Leute gibt die chinesisch sprechen und damit
das Angebot gegenüber der Nachfrage wohl ziemlich niedrig ist.

Vertriebsmenschen in China sind vielfach Chinesen, weil eigentlich nur die gute Möglichkeiten haben, zu chinesischen Unternehmen Kontakte zu knüpfen bzw. über diese bereits verfügen. Die Jobs sind aus verschiedenen Gründen recht lukrativ und so wird sich der örtliche Chinese mit Sicherheit um hinreichende englische Sprachkenntnisse bemühen.

Insofern sind chinesische Sprachkenntnisse zwar ganz nett und keiner setzt Dich vor die Tür, nur weil Du sie hast. Im gewöhnlichen Geschäftsverkehr sind die aber bestenfalls ein Gimmick. Ob bzw. inwiefern Du in den „inneren Zirkel“ der chinesischen Wirtschaftskrim ähem ~welt aufgenommen wirst, ergibt sich zwar zu gewissen aber nicht zu wesentlichen Teilen aus Deinen Sprachkenntnissen.

Gruß,
Christian

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Hallo madgame,

prinzipiell stimme ich den anderen beantwortern deines Artikels hier zu. Eine Asiatische Sprache zusätzlich zu Englisch ist sicherlich Vorteilhaft.
Zum Thema Verhandlungen mit z.B. Chinesen in ihrer Landessprache.
Auch wenn du die Sprache bist, bist du kein Chinese. Eines der Hauptprobleme Europäischer Firmen bei Verhandlungen ist die Einsicht, das China ein immer noch Traditionelles Lanfd ist. Der Einwand das in China 50% des Firmenanteils dem Staat gehört beweisst dies deutlich. Kultur und vorallem das Verständniss für die Asiatische Denkweise und Philosophie sind wichtig.

Fakt in meinen Augen ist also:

Ein klares JA für ein erlernen einer Asiatischen Sprache unter der Einschränkung, das dabei das Studium der Kultur und Art des jeweiligen Landes eingeschlossen ist. Europa ist eben NICHT überall.

Gruß
Nighthawk

SUNZI sagt „lerne deinen Feind kennen wie dich selbst“ (Die Kunst des Krieges)

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Hallo!

Falls ja, wäre es auch möglich die Sprache so an der Uni bzw
FH zu belegen (evtl. noch mit Auslandskunde), ohne extra in
Ludwigshafen diesen speziellen Studiengang einzuschlagen?

Internationale BWL, FH Furtwangen

  1. Betriebswirtschaft
  2. Fremdsprachen
    Option A: Wirtschaftsenglisch plus Chinesisch
    Option B: Wirtschaftsenglisch plus Französisch plus dritte Fremdsprache
  3. Internationale Wirtschafts-, Länder- und Kulturstudien mit den Schwerpunktoptionen A „Ostasien“ und B „Frankophone Welt“

Business English ist generell erste Pflichtfremdsprache für alle Studierenden, verbunden mit Länder- und Wirtschaftskunde der anglophonen Welt. Für die zweite, bzw. dritte Pflichtfremdsprache haben Sie folgende Wahlmöglichkeiten:

Mandarin-Chinesisch in Wort und Schrift im Studienschwerpunkt Ostasien Einstiegslevel: keine Vorkenntnisse erforderlich Zielniveau: psychologische Türöffnerfunktion, einfache Geschäftskommunikation sowie die Fähigkeit, im Alltagsleben zu bestehen

Wirtschaftsfranzösisch im Studienschwerpunkt Frankophone Welt Einstiegslevel: mindestens fünf Jahre Unterricht. Zielniveau: Verhandlungssicherheit Zusätzlich muss in diesem Schwerpunkt eine weitere Fremdsprache aus dem Angebot der Fachhochschule belegt werden (z.B. Spanisch, Italienisch…)

Hinzu kommen je nach Schwerpunkt länderspezifische Studien in Geschichte und Kultur sowie der Wirtschafts-, Rechts- und Sozialsysteme.

-> http://www.wirtschaft.fh-furtwangen.de

Grüße, Tanja

Inwiefern werden denn Leute gebraucht die diese Sprache sprechen wie du gesagt hast? Denn einige andere Stimmen haber hier ja gesagt, dass chinesisch eigentlich nicht so der Bringer ist, da eigentlich jeder englisch kann (hört sich irgendwie auch plausibel an aber dann wenn es tatsächlich so aussieht wäre ja jede andere Fremdsprache vollkommen überflüssig oder?)?

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Hallo Fragezeichen,

Inwiefern werden denn Leute gebraucht die diese Sprache
sprechen wie du gesagt hast? Denn einige andere Stimmen haber
hier ja gesagt, dass chinesisch eigentlich nicht so der
Bringer ist, da eigentlich jeder englisch kann (hört sich
irgendwie auch plausibel an aber dann wenn es tatsächlich so
aussieht wäre ja jede andere Fremdsprache vollkommen
überflüssig oder?)?

Natürlich hat die Kenntniss einer Landessprache immer Vorteile, insbesondere, wenn man dadurch auch etwas mehr von der Kultur / den Sitten weiss. Die Wahrscheinlichkeit einer Anerkennung ist höher.

Aber es geht im Business darum, Verhandlungen mit ausländischen Partnern zu führen. Das macht man in China möglichst nicht auf chinesisch. Denn der Andere hat den Vorteil der Muttersprache, während man selbst eher selten verhandlungssicher ist. Daher wählt man für alle Verhandlungen idealerweise die englische Sprache.

Landessprachen zu kennen macht also durchaus Sinn, sollte aber nicht unbedingt einen Hauptteil des Studiums ausmachen.

Weiterhin hat sich immer mal wieder gezeigt, dass es nicht besonders viel Sinn macht, seinen Lebensinhalt irgendeiner Managermode zu unterwerfen, denn oftmals sind das Eintagsfliegen (oder hörst Du heute noch viel von den „Tigerstaaten“ ?).

Grüsse

Sven

Hallo. Aber ist das dann nicht eigentlich bei jeder Fremdsprache so? Ich habe mir sagen lassen, dass es eigentlcih einige sinnvolle Kombinationen von BWL und Fremdsprachen gibt, aber im Prinzip ist es dann doch eigentlich immer so, dass beide Seiten Englisch können müssen (zumindestens bei Verhandlungen oder so) und einem Fremdsprachenkenntnisse dann eigentlich gar nichts bringen würden…oder gibt es irgendwelche anderen sinnvollen Einsatzmöglichkeiten für Fremdsprachen im Bereich BWL?
oder gäb es evtl. in der VWL eine bessere Verwendungsmöglichkeit dafür?

Mfg

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Hallo Fragezeichen,

. Aber ist das dann nicht eigentlich bei jeder

Fremdsprache so? Ich habe mir sagen lassen, dass es eigentlcih
einige sinnvolle Kombinationen von BWL und Fremdsprachen gibt,
aber im Prinzip ist es dann doch eigentlich immer so, dass
beide Seiten Englisch können müssen (zumindestens bei
Verhandlungen oder so) und einem Fremdsprachenkenntnisse dann
eigentlich gar nichts bringen würden

Sie bringen Dir m.E. nur unter folgenden Aspekten etwas:

  1. Du bist Muttersprachler und sprichst die Sprache auch gut => Verhandlungsführung in Muttersprache
  2. Du willst später in dem Land längere Zeit leben => gute Ausgangsbasis, um sich einzuleben.
  3. Du schindest etwas Anerkennung durch Kenntnisse der Sprache, aber für Verhandlungen sinnlos (ich würd’s schon gar nicht erst probieren, da der Andere immer einen Vorteil aus seiner Muttersprache zieht => Englisch als „equal weapon“.)

…oder gibt es

irgendwelche anderen sinnvollen Einsatzmöglichkeiten für
Fremdsprachen im Bereich BWL?

Wie oben bereits erwähnt.

oder gäb es evtl. in der VWL eine bessere
Verwendungsmöglichkeit dafür?

Kenn’ ich mich leider nicht aus. Aber VWL verbessert m.E. nicht die Jobchancen, da es nicht so viele VWL-Arbeitsplätze gibt.

Grüsse

Sven