Hallo Madgame,
Noch etwas was mich interessiert:
Ist eine Kombination von BWL mit einer asiatischen Sprache
(mandarin oder japanisch) eigentlich wirklich so extrem gut
wie man immer hört?
China scheint z.Zt. der absolute Wachstumsmarkt zu sein, allerdings ist er mit Vorsicht zu genießen (z.B. wegen mind. 50% Anteil des chinesischen Staats an jedem Unternehmen, d.h. nur JointVenture möglich - und die Chinesen kopieren sehr gerne fremdes Know-how). Es werden sich also noch einige Firmen die Finger verbrennen…
Natürlich kann es nicht schaden, eine dieser Sprachen zu beherrschen. Aber Priorität hat für mich immer noch englisch. Also lieber ein perfektes Englisch, als ein Mangelhaftes, dafür aber noch ein paar Brocken Mandarin.
Ausserdem halte ich Praktikas immer noch für den besten „Zeitvertreib“ im Studium. Wenn schon, dann sollte man versuchen, zusätzlich zum Sprachunterricht auch noch mind. 1 Praktikum dort zu verbringen.
Falls ja, wäre es auch möglich die Sprache so an der Uni bzw
FH zu belegen (evtl. noch mit Auslandskunde), ohne extra in
Ludwigshafen diesen speziellen Studiengang einzuschlagen?
Sicherlich. Einige Unis bieten sowas mittlerweile an. Aber es muß ja nicht unbedingt die Uni sein, wo man sowas lernt. Kurse haben mittlerweile auch Sprachschulen im Angebot. Und wie bereits gesagt, ein Auslandsaufenthalt (auch wenn’s kein Praktikum, sondern „nur“ Sprachschule beinhaltet) ist Gold wert.
Hätte man durch das Beherrschen von chinesisch oder japanisch
auf dem Arbeitsmarkt weitaus bessere Chancen als durch das
beherrschen von z.b Spanisch ?
Jein, beides hilft Dir nur bei speziellen Nischen weiter, nämlich Firmen, die hauptsächlich mit diesen Ländern zu tun haben. Im Allgemeinen ist die Geschäftssprache jedoch englisch.
Ich mußte 9 Jahre Französisch auf der Schule lernen (dafür nur 5 Jahre Englisch und nochmals 3 Jahre Latein). Argumentation damals: es sprechen mehr Leute auf der Welt Französisch als Englisch. Hahaha.
Was brauche ich heute ? Ausschließlich Englisch, denn sogar in Frankreich sprechen alle Ansprechpartner in der Industrie Englisch. Und auch die Japaner, Koreaner usw., mit denen ich zu tun habe.
Daher ist es meiner Meinung nach wesentlich besser, ein perfektes Englisch (z.B. Nachweis durch Certificates of Chambrigde) zu haben, als 2 oder noch mehr Sprachen nur „halblebig“ sprechen zu können.
Grüsse
Sven