Hallo Stephan,
Habe ich mir auch schon überlegt. Wo bekomme ich Listen mit
größeren Unternehmen um diese gezielt u. regelmäßig abklappern
zu können?
Wie wäre es mal einfach mit dem DAX bzw. MDAX ?
bei konkreter Branchensuche: http://web.wlwonline.de/wlwonline/start/de/DE/start…
zu den Top500: http://www.welt.de/extra/service/121509.html
Mein bis zur letzten Messe vorherrschender Optimismus ging
endgültig den Bach runter als mich mit einigen Messebesuchern
(BWLer) unterhalten habe, die schon länger als 9 Monate nach
einem ersten Job gesucht haben.
Kann aber garantiert nicht im Großraum Stuttgart gewesen sein, hier werden immer noch Leute gesucht und eingestellt.
Die Gedanken habe ich mir schon gemacht. Ein Job im
Rewe/Controlling suche ich. Nix mit Front-Office oder
Vertrieb.
Wie wäre es alternativ mit Einkauf ?
Branchen alle außer Banken u. Versicherungen. Die
dafür ausgeschriebenen (von mir gesichteten) Stellen verlangen
ausnahmslos x-jährige Berufserfahrung, SAP- oder
Baan-Kenntnisse und/oder zusätzliche Fremdsprachen. Soll ich
mich darauf bewerben??? Die Aussicht auf Erfolg ist hier doch
gleich null.
Eine Firma schreibt immer die Maximalforderung in die Bewerbung. Man sagt, dass man sich schon dann bewerben soll, wenn man 60 - 70% davon vorweisen kann. Fremdsprachen sind bei einem BWLer natürlich (genauso wie EDV-Kenntnisse) absolute basics, ähnlich wie SAP-Grundkenntnisse (dafür gibt’s sogar VHS-Kurse).
Würde ich sehr gerne machen bzw. hätte ich teilweise auch
schon gemacht, wenn ich wüsste wie ich das finanzieren soll?
Ausland: Praktikum bzw. einfach dort jobben.
Fremdsprachen und SAP / EDV: VHS-Kurse bzw. Sprachschulen kosten nicht soooo viel.
Ich bin mittlerweile im 14. Semester (ist leider Durchschnitt
an der Uni Dortmund).
Warum vergleichst Du Dich mit dem Durchschnitt ? Warum ging’s nicht schneller ? (Sorry, werden Fragen sein, welche Dich beim Vorstellungsgespräch treffen werden).
Note wird ca. bei 2,2 liegen, wenn ich meine Diplomarbeit nicht versaue. Im Hauptstudium habe ich die
Fächer gewählt, die am wenigsten Kreativität verlangen
(Controlling, Steuern, Industriebetriebslehre).
Wenn Du das so rüberbringst, nimmt Dich garantiert keiner. Was ist eigentlich Thema Deiner Diplomarbeit ?
Mobilität
(Deutschlandweit) ist kein Problem, wenn es der richtige Job
ist.
Ist schonmal gut.
Hat sich wohl von meinem familären Umfeld, welches
mittlerweile sehr stark durch Arbeitslosigkeit geprägt ist,
auf mich übertragen. Meine Freundin hat ihr Studium vor fast
zwei Jahren sehr erfolgreich beendet. Da sie in dieser Zeit
nicht eine einzige Einladung zu einem Vorstellungsgespräch
bekommen hat, frage ich euch warum ich optimistisch sein
sollte.
In welchem Teil von Deutschland wohnst Du eigentlich ? Was hat Deine Freundin studiert ?
Ich bin aufgrund meines Bürojobs an der Uni (19 Std./Woche)
zwar topfit in allen Office-Anwendungen, aber einen Bezug zu
meinem Studium konnte ich bisher nicht erkennen. Bilanzen gibt
es bei uns nicht, und Kosten spielen keine wirkliche Rolle.
Warum hast Du dann keinen Job in der Industrie / freien Wirtschaft gemacht ?
Was für mich das größte Unding ist, dass nicht rational
sondern immer nur politisch entschieden und gehandelt wird.
Wie soll man da einen Praxisbezug zur Ökonomie aufbauen?
Indem man einfach mal woanders jobbt.
Was ich schade finde ist, dass nur berufstätige BWLer auf
meinen Beitrag geantwortet haben.
Nein, ich bin berufstätiger Dipl.-Ingenieur Maschinenbau (BA). Leider hatte ich mein Diplom in der „sauren-Gurken-Zeit“ gemacht, als alle dt. Konzerne vor der japanischen Übermacht zitterten. Ich habe dann halt den Job angenommen, den es gerade gab - technischer Einkauf (für einen astreinen Maschinenbauer: igitt !!!). Ist mir aber gut bekommen, bin mittlerweile Teamleiter, zuständig für die technische Kostenanalyse bei einem großen dt. Automobilzulieferer.
Manchmal muß man halt einfach Umwege gehen, um einen Job zu bekommen. Erweitert das Blickfeld ungemein. Abgesehen davon, dass es in manchen Teilen Deutschlands wirklich schwer ist, einen Job zu bekommen, in Stuttgart gibt’s noch massig davon. Ich denke, Du bist flexibel bzgl. Mobilität ?
Eine Diskussion von
Möglichkeiten kann natürlich nicht entstehen, wenn sich nur
Leute melden, die anscheinend vollkommen problemlos in das
Berufsleben eingestiegen sind.
Wie gesagt, 1994 war das nicht so einfach bei mir. 97% der FH-Absolventen in Esslingen bei Maschinenbau (Renommier-FH !) sind direkt in die Arbeitslosigkeit, bei den BA-Studenten waren es 40% (BA-Ausbildung kostete bereits damals ein Unternehmen ca. 120.000 DM !)
Wenn diese dann auch noch eine
gewisse Arroganz an den Tag legen wird sich natürlich auch
niemand zu Wort melden, der schon x-Monate verzweifelt sucht.
Nein, es ist keine Arroganz, vielmehr das Unverständnis, dass man in Gesamt-Deutschland mehrere Monate bzw. 2 Jahre (Deine Freundin) suchen muß (abhängig von der Studienrichtung natürlich).
Ich komme mir zumindestens wie ein Versager vor, weil ich
nicht einmal geeignete Stellenangebote finde.
Wie gesagt, wenn 60-70% des Profils passt => bewerben.
Ich weiss eure Antworten nicht so recht zu nutzen. Soll ich
mich nun auf irgendeine Stelle bewerben, die weder meinen
Studienschwerpunkten noch meinen Interessengebieten
entspricht, oder bin ich einfach nur zu doof Stellenangebote
zu suchen?
Letzteres vermute ich fast. Natürlich kann es sein, dass man einen Job annehmen muß, der nicht im 1. Moment als Traumjob empfunden wird (z.B. technischer Einkäufer als Maschinenbauer - Igitt !!!), aber ich denke, dass es für BWLer sicherlich in Gesamt-Deutschland noch gute Chancen gibt.
Nochmals: wieviele Bewerbungen hast Du bereits abgesendet ?
Grüsse
Sven