BWL-Diplom, und dann?

Hallo liebe BWLer-Gemeinde,

mein Abschluss rückt immer näher und da die Zeiten härter geworden sind frage ich mich was nach Abgabe der Diplomarbeit auf mich zukommt. Um konkreter zu werden hier einige Fragen:

Wo findet man heutzutage noch Stellen auf die man sich auch ohne einschlägige mehrjährige Berufserfahrung bewerben kann?
Von „Daueranzeigen“ einiger Firmen auf den einschlägigen Jobseiten mal abgesehen. Jobmessen kann z.Z. leider auch total vergessen. Die Unternehmen dort haben eh keine Jobs und präsentieren sich nur. Für den reibungslosen Übergang ins Berufsleben sollte man sich aber schon Monate vor dem Diplom bewerben. Ich frage mich nur: Auf was?

Wie lange dauert es aktuell bis zum ersten „richtigen“ Job?

Wie kann ich diese Zeitspanne am klügsten überbrücken?
Ein längerer Sprachkurs, um meine vernachlässigten Englischkenntnisse aufzupeppen, in GB ist zwar schon von den letzten Ersparnissen geplant, aber was kommt danach?

Lohnen sich Bewerbungen auf Praktikantenstellen bzw. werden hier überhaupt Absolventen eingestellt (Stichwort: Sozialversicherungskosten)? Zum Kaffekochen u. Kopieren reichen schließlich auch Studenten. (Ahh - ein Studierter. Na dann erkläre ich es ihnen.)

Wovon bestreitet ihr euren Lebensunterhalt?
Fest steht, dass ich meinen aktuellen Job an der Uni nach dem Abschluss auch los bin. Einfach weiterjobben geht demnach leider nicht. Von Kommilitonen weiss ich, dass sie nicht einmal einen Nebenjob finden.

Gibt es vom AA irgendwelche Maßnahmen (Sprachkurse, SAP-Kurse etc.) zur Eingliederung von arbeitssuchenden Hochschulabsolventen in das Berufsleben?

Na dann bin ich ja mal auf eure Hiobsbotschaften gespannt.

MfG
Stephan :wink:

Hallo Stephan,

mein Abschluss rückt immer näher und da die Zeiten härter
geworden sind frage ich mich was nach Abgabe der Diplomarbeit
auf mich zukommt. Um konkreter zu werden hier einige Fragen:

Wo findet man heutzutage noch Stellen auf die man sich auch
ohne einschlägige mehrjährige Berufserfahrung bewerben kann?

in jeder Firma, habe selbst letzten Sommer eine Berufsanfängerin (Dipl-Wirtsch.-Ing.) eingestellt. Probier’s mal bei den üblichen Stellenbörsen im Internet bzw. bei den Homepages der großen Firmen.

Von „Daueranzeigen“ einiger Firmen auf den einschlägigen
Jobseiten mal abgesehen.

Sie kommen Dir vor wie Daueranzeigen. Tatsächlich hat eine große Firma aber eigentlich immer Bedarf (natürliche Fluktuation), weshalb die Anzeigen nicht rausgenommen werden (wir haben ca. 50 - 60 Produktionsplaner am Standort - wenn jeder 20 Jahre im Unternehmen bleibt, dann sind es jährlich doch 2-3 Leute, die das Unternehmen verlassen).

Jobmessen kann z.Z. leider auch total
vergessen. Die Unternehmen dort haben eh keine Jobs und
präsentieren sich nur.

Sorry, aber ich denke Du hast BWL studiert ? Jobmessen kosten enorm viel Geld (hinfahren, 3-4 Leute Standpersonal für 1-2 Tage vom Arbeiten abhalten zzgl. Vorbereitungen + Messebau). Das gibt man nicht einfach zum Präsentieren aus (abgesehen davon sind Studenten eh keine so beliebten Kunden mangels Geld).

Für den reibungslosen Übergang ins
Berufsleben sollte man sich aber schon Monate vor dem Diplom
bewerben. Ich frage mich nur: Auf was?

Sorry, aber Du stellst Dich vielleicht an ! Auf Anzeigen natürlich ! Du solltest Dir lediglich mal Gedanken darüber machen, welche Art von Job Dir gefallen würde.

Wie lange dauert es aktuell bis zum ersten „richtigen“ Job?

Bei meiner neuen Mitarbeiterin (genauso wie bei meinem 2. Job) dauerte das genau 1 Bewerbung (4 Wochen von Bewerbung schreiben bis Vertrag unterschreiben). Waren halt Glückstreffer. Wenn Du in einem wenig besiedelten Gebiet ohne Industrie / Handel lebst, kann das aber auch mal 100 Bewerbungen dauern.

Wie kann ich diese Zeitspanne am klügsten überbrücken?

  • Auslandsaufenthalt (für Vorstellungsgespräche nicht optimal).
  • Weiterbildung (je nachdem auf welche Art von Stelle Du Dich bewirbst).
  • Ferien-/Studentenjob in einer größeren Firma (evtl. leichterer Einstieg beim Bewerben).
  • EDV-Kurse (Office, Datenbanken, SAP usw.)

Ein längerer Sprachkurs, um meine vernachlässigten
Englischkenntnisse aufzupeppen, in GB ist zwar schon von den
letzten Ersparnissen geplant, aber was kommt danach?

Wenn Du als BWLer kein vernünftiges englisch hast - vergiss es in größeren Firmen. Wir führen mittlerweile oftmals die Bewerbungsgespräche (zumindest in Teilen davon) auf englisch.

Lohnen sich Bewerbungen auf Praktikantenstellen bzw. werden
hier überhaupt Absolventen eingestellt (Stichwort:
Sozialversicherungskosten)? Zum Kaffekochen u. Kopieren
reichen schließlich auch Studenten. (Ahh - ein Studierter. Na
dann erkläre ich es ihnen.)

Wenn Du nicht mehr Geld verlangst als ein Student und evtl. sogar noch irgendwo eingeschrieben bist…

Wie wäre es mit einer Traineestelle ?

Wovon bestreitet ihr euren Lebensunterhalt?

Vom Arbeiten - wie der größte Teil der Bevölkerung (noch).

Fest steht, dass ich meinen aktuellen Job an der Uni nach dem
Abschluss auch los bin. Einfach weiterjobben geht demnach
leider nicht. Von Kommilitonen weiss ich, dass sie nicht
einmal einen Nebenjob finden.

Wo hast Du mit welcher Vertiefung wie lange studiert ? Wo ist Dein Wohnort ? Bist Du flexibel, um z.B. in Stuttgart zu arbeiten ? Wie viele Bewerbungen hast Du bereits versendet ?

Gibt es vom AA irgendwelche Maßnahmen (Sprachkurse, SAP-Kurse
etc.) zur Eingliederung von arbeitssuchenden
Hochschulabsolventen in das Berufsleben?

soweit ich weiss, erst wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist - sprich: Du bereits längere Zeit arbeitslos bist.

Na dann bin ich ja mal auf eure Hiobsbotschaften gespannt.

Irgendwie bist Du grad etwas pessimistisch drauf.
Wie wäre es einfach mal mit dem Versenden einer Bewerbung (oder gilt das Motto: „äähh Studierter - fangen wir mal von ganz vorne an ?“).

Du kommst mir irgendwie vor, als ob Du bereits 20 Semester an einer Uni studiert hast, ohne jemals einen richtigen Praxisbezug bekommen zu haben. Bewerben ist zwar nicht das Einfachste auf der Welt, aber Übung macht bekanntlich den Meister.

Grüsse

Sven

Hi Sven,

darf ich hier kurz nachhaken:

  • Auslandsaufenthalt (für Vorstellungsgespräche nicht
    optimal).

Wie meinst Du das? Warum sind Auslandsaufenthalte „nicht optimal“ für ein Vorstellungsgespräch? Kommt es nicht darauf an, wie man die Zeit im Ausland genutzt hat (oder auch nicht)?

Viele Grüße,

Dennis

Tach Stephan.

Du hast schon recht. Jobs gibt es sowieso keine. Am besten, Du ziehst Deine Vorhänge zu, legst Dich ins Bett und guckst nur noch Nachmittags-Talkshows…

HALLO???

Sei mir nicht böse, aber das ist ja mal eine der lächerlichsten Anfragen aller Zeiten: Ich bewerbe mich erst gar nicht, weil ich ohnehin keinen Job bekomme. Wie kann ich meine Zeit totschlagen?

Dein Sachbearbeiter beim Arbeits- / Sozialamt heisst Müller. Schönen Gruss.

Wozu hast Du eigentlich studiert?

Kollegialen Gruss,
Andreas

hast Du denn schon geschrieben, dass Du so pauschal sagen kannst, dass es für BWL-er keine Jobs gibt???
Grüße Almut (Dipl.Kauffrau und in Arbeit…)

Tach,
ich nehme mir mal die Freiheit für Sven zu antworten.

Wie meinst Du das? Warum sind Auslandsaufenthalte „nicht
optimal“ für ein Vorstellungsgespräch? Kommt es nicht darauf
an, wie man die Zeit im Ausland genutzt hat (oder auch nicht)?

Wenn man sich gerade im Ausland aufhält, kann man in Deutschland keine Bewerbungsgespräche führen! So einfach war das wohl gemeint.

Gruß
L.

Hallo Dennis,

  • Auslandsaufenthalt (für Vorstellungsgespräche nicht
    optimal).

Wie meinst Du das? Warum sind Auslandsaufenthalte „nicht
optimal“ für ein Vorstellungsgespräch? Kommt es nicht darauf
an, wie man die Zeit im Ausland genutzt hat (oder auch nicht)?

Bevor wir aneinander vorbeireden:

Bist Du schonmal z.B. aus einem Auslandsaufenthalt in Amerika nach Deutschland zu einem Vorstellungsgespräch angereist ?

Ich meine nicht die Argumentation beim Arbeitgeber (die ist hervorragend !), sondern den Aufwand für die Anreise.

Grüsse

Sven

Hallo Sven,

Probier’s
mal bei den üblichen Stellenbörsen im Internet bzw. bei den
Homepages der großen Firmen.

Habe ich mir auch schon überlegt. Wo bekomme ich Listen mit größeren Unternehmen um diese gezielt u. regelmäßig abklappern zu können?

Jobmessen kann z.Z. leider auch total
vergessen. Die Unternehmen dort haben eh keine Jobs und
präsentieren sich nur.

Sorry, aber ich denke Du hast BWL studiert ? Jobmessen kosten
enorm viel Geld (hinfahren, 3-4 Leute Standpersonal für 1-2
Tage vom Arbeiten abhalten zzgl. Vorbereitungen + Messebau).
Das gibt man nicht einfach zum Präsentieren aus (abgesehen
davon sind Studenten eh keine so beliebten Kunden mangels
Geld).

Ich habe in den letzten zwei Jahren Unternehmen auf Jobmessen betreut. Die Gespräche vor während und nach der letzten Messe mit den Unternehmensvertretern waren nicht gerade motivierend. Ein Job bekommen BWLer und Informatiker dort nur noch als „Superabsolventen“. Während im vorigen Jahr noch über die Messe eingestellt wurde hatten sie bei der letzten Messe niemanden eingestellt. Aufgrund von Insiderwissen weiss ich von einem bekannten Autohersteller (auch auf der Messe vertreten), dass dort ein Einstellungsstop verhängt wurde. Wenn die nicht zum Repräsentieren da waren, dann frage ich mich wozu sonst?
Mein bis zur letzten Messe vorherrschender Optimismus ging endgültig den Bach runter als mich mit einigen Messebesuchern (BWLer) unterhalten habe, die schon länger als 9 Monate nach einem ersten Job gesucht haben.

Für den reibungslosen Übergang ins
Berufsleben sollte man sich aber schon Monate vor dem Diplom
bewerben. Ich frage mich nur: Auf was?

Sorry, aber Du stellst Dich vielleicht an ! Auf Anzeigen
natürlich ! Du solltest Dir lediglich mal Gedanken darüber
machen, welche Art von Job Dir gefallen würde.

Die Gedanken habe ich mir schon gemacht. Ein Job im Rewe/Controlling suche ich. Nix mit Front-Office oder Vertrieb. Branchen alle außer Banken u. Versicherungen. Die dafür ausgeschriebenen (von mir gesichteten) Stellen verlangen ausnahmslos x-jährige Berufserfahrung, SAP- oder Baan-Kenntnisse und/oder zusätzliche Fremdsprachen. Soll ich mich darauf bewerben??? Die Aussicht auf Erfolg ist hier doch gleich null.

Wie kann ich diese Zeitspanne am klügsten überbrücken?

  • Auslandsaufenthalt (für Vorstellungsgespräche nicht
    optimal).
  • Weiterbildung (je nachdem auf welche Art von Stelle Du Dich
    bewirbst).
  • EDV-Kurse (Office, Datenbanken, SAP usw.)

Würde ich sehr gerne machen bzw. hätte ich teilweise auch schon gemacht, wenn ich wüsste wie ich das finanzieren soll?

Wo hast Du mit welcher Vertiefung wie lange studiert ? Wo ist
Dein Wohnort ? Bist Du flexibel, um z.B. in Stuttgart zu
arbeiten ? Wie viele Bewerbungen hast Du bereits versendet ?

Ich bin mittlerweile im 14. Semester (ist leider Durchschnitt an der Uni Dortmund). Note wird ca. bei 2,2 liegen, wenn ich meine Diplomarbeit nicht versaue. Im Hauptstudium habe ich die Fächer gewählt, die am wenigsten Kreativität verlangen (Controlling, Steuern, Industriebetriebslehre). Mobilität (Deutschlandweit) ist kein Problem, wenn es der richtige Job ist.

Irgendwie bist Du grad etwas pessimistisch drauf.

Hat sich wohl von meinem familären Umfeld, welches mittlerweile sehr stark durch Arbeitslosigkeit geprägt ist, auf mich übertragen. Meine Freundin hat ihr Studium vor fast zwei Jahren sehr erfolgreich beendet. Da sie in dieser Zeit nicht eine einzige Einladung zu einem Vorstellungsgespräch bekommen hat, frage ich euch warum ich optimistisch sein sollte.

Du kommst mir irgendwie vor, als ob Du bereits 20 Semester an
einer Uni studiert hast, ohne jemals einen richtigen
Praxisbezug bekommen zu haben.

Ich bin aufgrund meines Bürojobs an der Uni (19 Std./Woche) zwar topfit in allen Office-Anwendungen, aber einen Bezug zu meinem Studium konnte ich bisher nicht erkennen. Bilanzen gibt es bei uns nicht, und Kosten spielen keine wirkliche Rolle. Was für mich das größte Unding ist, dass nicht rational sondern immer nur politisch entschieden und gehandelt wird. Wie soll man da einen Praxisbezug zur Ökonomie aufbauen?

Was ich schade finde ist, dass nur berufstätige BWLer auf meinen Beitrag geantwortet haben. Eine Diskussion von Möglichkeiten kann natürlich nicht entstehen, wenn sich nur Leute melden, die anscheinend vollkommen problemlos in das Berufsleben eingestiegen sind. Wenn diese dann auch noch eine gewisse Arroganz an den Tag legen wird sich natürlich auch niemand zu Wort melden, der schon x-Monate verzweifelt sucht. Ich komme mir zumindestens wie ein Versager vor, weil ich nicht einmal geeignete Stellenangebote finde.

Ich weiss eure Antworten nicht so recht zu nutzen. Soll ich mich nun auf irgendeine Stelle bewerben, die weder meinen Studienschwerpunkten noch meinen Interessengebieten entspricht, oder bin ich einfach nur zu doof Stellenangebote zu suchen?

MfG
Stephan

Hallo Sven und lohengrin,

*lach* ach so war das gemeint… daran hatte ich gar nicht gedacht ;o) Alles klar!!

Bist Du schonmal z.B. aus einem Auslandsaufenthalt in Amerika
nach Deutschland zu einem Vorstellungsgespräch angereist ?

Wobei… ich habe hier Freunde, die in Amerika Interviews hatten, und da haben die Firmen wohl den Flug und Unterkunft bezahlt. Hier in England ist es zumindest bei den großen Firmen ähnlich (or so I heard today … wobei es da wohl auch sowas wie ein Maximalbudget gibt, also Business Class aus Australien ist wohl nicht drin). Ich war doch recht postiv überrascht. Dass das in Deutschland auch so funktioniert, hoffe ich (in eigenem Interesse… wobei, von London ist’s ja nicht so teuer und weit) – wissen tu ich das aber nicht. Ob man nun seinen Amerika- oder was-immer-Aufenthalt für 3 Tage unterbrechen möchte, ist natürlich eine andere Frage.

Viele Grüße

Dennis

Hallo Stephan,

Habe ich mir auch schon überlegt. Wo bekomme ich Listen mit
größeren Unternehmen um diese gezielt u. regelmäßig abklappern
zu können?

Wie wäre es mal einfach mit dem DAX bzw. MDAX ?
bei konkreter Branchensuche: http://web.wlwonline.de/wlwonline/start/de/DE/start…

zu den Top500: http://www.welt.de/extra/service/121509.html

Mein bis zur letzten Messe vorherrschender Optimismus ging
endgültig den Bach runter als mich mit einigen Messebesuchern
(BWLer) unterhalten habe, die schon länger als 9 Monate nach
einem ersten Job gesucht haben.

Kann aber garantiert nicht im Großraum Stuttgart gewesen sein, hier werden immer noch Leute gesucht und eingestellt.

Die Gedanken habe ich mir schon gemacht. Ein Job im
Rewe/Controlling suche ich. Nix mit Front-Office oder
Vertrieb.

Wie wäre es alternativ mit Einkauf ?

Branchen alle außer Banken u. Versicherungen. Die
dafür ausgeschriebenen (von mir gesichteten) Stellen verlangen
ausnahmslos x-jährige Berufserfahrung, SAP- oder
Baan-Kenntnisse und/oder zusätzliche Fremdsprachen. Soll ich
mich darauf bewerben??? Die Aussicht auf Erfolg ist hier doch
gleich null.

Eine Firma schreibt immer die Maximalforderung in die Bewerbung. Man sagt, dass man sich schon dann bewerben soll, wenn man 60 - 70% davon vorweisen kann. Fremdsprachen sind bei einem BWLer natürlich (genauso wie EDV-Kenntnisse) absolute basics, ähnlich wie SAP-Grundkenntnisse (dafür gibt’s sogar VHS-Kurse).

Würde ich sehr gerne machen bzw. hätte ich teilweise auch
schon gemacht, wenn ich wüsste wie ich das finanzieren soll?

Ausland: Praktikum bzw. einfach dort jobben.
Fremdsprachen und SAP / EDV: VHS-Kurse bzw. Sprachschulen kosten nicht soooo viel.

Ich bin mittlerweile im 14. Semester (ist leider Durchschnitt
an der Uni Dortmund).

Warum vergleichst Du Dich mit dem Durchschnitt ? Warum ging’s nicht schneller ? (Sorry, werden Fragen sein, welche Dich beim Vorstellungsgespräch treffen werden).

Note wird ca. bei 2,2 liegen, wenn ich meine Diplomarbeit nicht versaue. Im Hauptstudium habe ich die
Fächer gewählt, die am wenigsten Kreativität verlangen
(Controlling, Steuern, Industriebetriebslehre).

Wenn Du das so rüberbringst, nimmt Dich garantiert keiner. Was ist eigentlich Thema Deiner Diplomarbeit ?

Mobilität
(Deutschlandweit) ist kein Problem, wenn es der richtige Job
ist.

Ist schonmal gut.

Hat sich wohl von meinem familären Umfeld, welches
mittlerweile sehr stark durch Arbeitslosigkeit geprägt ist,
auf mich übertragen. Meine Freundin hat ihr Studium vor fast
zwei Jahren sehr erfolgreich beendet. Da sie in dieser Zeit
nicht eine einzige Einladung zu einem Vorstellungsgespräch
bekommen hat, frage ich euch warum ich optimistisch sein
sollte.

In welchem Teil von Deutschland wohnst Du eigentlich ? Was hat Deine Freundin studiert ?

Ich bin aufgrund meines Bürojobs an der Uni (19 Std./Woche)
zwar topfit in allen Office-Anwendungen, aber einen Bezug zu
meinem Studium konnte ich bisher nicht erkennen. Bilanzen gibt
es bei uns nicht, und Kosten spielen keine wirkliche Rolle.

Warum hast Du dann keinen Job in der Industrie / freien Wirtschaft gemacht ?

Was für mich das größte Unding ist, dass nicht rational
sondern immer nur politisch entschieden und gehandelt wird.
Wie soll man da einen Praxisbezug zur Ökonomie aufbauen?

Indem man einfach mal woanders jobbt.

Was ich schade finde ist, dass nur berufstätige BWLer auf
meinen Beitrag geantwortet haben.

Nein, ich bin berufstätiger Dipl.-Ingenieur Maschinenbau (BA). Leider hatte ich mein Diplom in der „sauren-Gurken-Zeit“ gemacht, als alle dt. Konzerne vor der japanischen Übermacht zitterten. Ich habe dann halt den Job angenommen, den es gerade gab - technischer Einkauf (für einen astreinen Maschinenbauer: igitt !!!). Ist mir aber gut bekommen, bin mittlerweile Teamleiter, zuständig für die technische Kostenanalyse bei einem großen dt. Automobilzulieferer.

Manchmal muß man halt einfach Umwege gehen, um einen Job zu bekommen. Erweitert das Blickfeld ungemein. Abgesehen davon, dass es in manchen Teilen Deutschlands wirklich schwer ist, einen Job zu bekommen, in Stuttgart gibt’s noch massig davon. Ich denke, Du bist flexibel bzgl. Mobilität ?

Eine Diskussion von
Möglichkeiten kann natürlich nicht entstehen, wenn sich nur
Leute melden, die anscheinend vollkommen problemlos in das
Berufsleben eingestiegen sind.

Wie gesagt, 1994 war das nicht so einfach bei mir. 97% der FH-Absolventen in Esslingen bei Maschinenbau (Renommier-FH !) sind direkt in die Arbeitslosigkeit, bei den BA-Studenten waren es 40% (BA-Ausbildung kostete bereits damals ein Unternehmen ca. 120.000 DM !)

Wenn diese dann auch noch eine
gewisse Arroganz an den Tag legen wird sich natürlich auch
niemand zu Wort melden, der schon x-Monate verzweifelt sucht.

Nein, es ist keine Arroganz, vielmehr das Unverständnis, dass man in Gesamt-Deutschland mehrere Monate bzw. 2 Jahre (Deine Freundin) suchen muß (abhängig von der Studienrichtung natürlich).

Ich komme mir zumindestens wie ein Versager vor, weil ich
nicht einmal geeignete Stellenangebote finde.

Wie gesagt, wenn 60-70% des Profils passt => bewerben.

Ich weiss eure Antworten nicht so recht zu nutzen. Soll ich
mich nun auf irgendeine Stelle bewerben, die weder meinen
Studienschwerpunkten noch meinen Interessengebieten
entspricht, oder bin ich einfach nur zu doof Stellenangebote
zu suchen?

Letzteres vermute ich fast. Natürlich kann es sein, dass man einen Job annehmen muß, der nicht im 1. Moment als Traumjob empfunden wird (z.B. technischer Einkäufer als Maschinenbauer - Igitt !!!), aber ich denke, dass es für BWLer sicherlich in Gesamt-Deutschland noch gute Chancen gibt.

Nochmals: wieviele Bewerbungen hast Du bereits abgesendet ?

Grüsse

Sven

Hallo Dennis,

Wobei… ich habe hier Freunde, die in Amerika Interviews
hatten, und da haben die Firmen wohl den Flug und Unterkunft
bezahlt. Hier in England ist es zumindest bei den großen
Firmen ähnlich (or so I heard today … wobei es da wohl auch
sowas wie ein Maximalbudget gibt, also Business Class aus
Australien ist wohl nicht drin). Ich war doch recht postiv
überrascht. Dass das in Deutschland auch so funktioniert,
hoffe ich (in eigenem Interesse… wobei, von London ist’s ja
nicht so teuer und weit) – wissen tu ich das aber nicht. Ob
man nun seinen Amerika- oder was-immer-Aufenthalt für 3 Tage
unterbrechen möchte, ist natürlich eine andere Frage.

Das Problem ist bei USA natürlich vor allem, dass man nur 10 Tage Urlaub im Jahr hat (so war es bei einem Freund von mir), da überlegt man sich schon, wann man nach good old Germany fliegt.

Als dt. Firma würde ich mir schon überlegen, ob ich mein Budget für einen Auslands-Jobber investiere, wenn evtl. genügend Bewerber aus Deutschland (natürlich mit ähnlicher Qualifikation und Auslandserfahrung) vorhanden sind.

Grüsse

Sven

Hallo Sven,

Eine Firma schreibt immer die Maximalforderung in die
Bewerbung. Man sagt, dass man sich schon dann bewerben soll,
wenn man 60 - 70% davon vorweisen kann. Fremdsprachen sind bei
einem BWLer natürlich (genauso wie EDV-Kenntnisse) absolute
basics, ähnlich wie SAP-Grundkenntnisse (dafür gibt’s sogar
VHS-Kurse).

interessanter Ansatz. Aber was sind 60-70%? Ich kenne nur die Einteilung in Muss- und Kann-Kritieren. Danach habe ich bisher noch kein passendes Stellenangebot gefunden, da ich die Muss-Kriterien ganz einfach nicht erfülle. Daraus ist zu folgern, dass ich bisher auch noch keine Bewerbungen losgelassen habe. Neben Arbeit und Diplomarbeit habe ich leider auch keine Zeit zur täglichen intensiven Recherche und für das Bewerbungen schreiben. Bin ja schon froh, wenn ich jeden Tag ne Seite für meine Diplomarbeit aufs Papier kriege.

Wo kann man denn SAP-Kurse bei der VHS besuchen? Kosten die dann auch 1500 Euro für zwei Tage?

VHS-Kurse kosten nicht soooo viel.

Sprachkurse bei der VHS bringen aus eigener Erfahrung aber auch nix. Das Lehrtempo ist viel zu langsam, so dass es schnell langweilig wird. Das einzige was daran vielleicht nützt ist deren motivierende Wirkung. Man erkennt welches Potential in einem steckt und was man dem Otto-Normal-Verbraucher so alles voraus hat.

Ich bin mittlerweile im 14. Semester (ist leider Durchschnitt
an der Uni Dortmund).

Warum ging’s nicht schneller ?

Ich bin schon seit Oktober „scheinfrei“. Ohne näher auf die aktuellen Verhältnisse an der UniDo einzugehen, kannst Du in etwa einschätzen wie lange ich ohne mein Verschulden gebraucht habe ein Betreuer für eine Diplomarbeit zu finden. Wenn ich allein die organisatorischen und prüfungsordnungsbedingten Zeitverluste zusammen zähle sind das alleine schon 2 Semester die verschwendet wurden.

Auf das Thema meiner Diplomarbeit möchte jetzt nicht eingehen. Ist für mich ne absolute Notlösung und hat mit meinen Studieninhalten nicht viel zu tun. Fest steht auch schon, dass das Ergebnis der Arbeit aus der Sicht eines Praktikers für die Mülltonne ist.

In welchem Teil von Deutschland wohnst Du eigentlich ?

Dortmund liegt übrigens im Ruhrgebiet/NRW. :wink:

Warum hast Du dann keinen Job in der Industrie / freien
Wirtschaft gemacht ?

Weil ich keinen gefunden habe.

Nein, es ist keine Arroganz, vielmehr das Unverständnis, dass
man in Gesamt-Deutschland mehrere Monate bzw. 2 Jahre (Deine
Freundin) suchen muß

Unverständnis??? Wenn man erstmal im „Elfenbeinturm“ sitzt geht der Blick für die Realität anscheinend schnell verloren. Ich kann diesen Leuten nur empfehlen mal in das Berufseinsteiger-Forum von jobpilot.de zu schauen bevor sie dieses Thema als „eine der lächerlichsten Anfragen aller Zeiten“ bezeichnen. Leider habe ich dieses Forum erst Heute entdeckt, sonst hätte ich hier nie gepostet.

Fazit aus den dortigen Beiträgen ist:

-Keine Berufserfahrung = kaum Chance auf qualifizierten Job
-Hochschulabsolvent = keine Chance auf kurzfristige „Nebenschäftigung“
-viele Jobangebote, als Form der Öffentlichkeitsarbeit, sind einfach nur Fakes

Wie gesagt, wenn 60-70% des Profils passt => bewerben.

Was sind 60-70%??? Wenn mindestens 3 Jahre einschlägige Berufserfahrung verlangt wird könnte ich mich also 2 Jahren Berufserfahrung bewerben? (Würde ich dann auch sicherlich machen) Ich habe aber 0 Jahre einschlägige Berufserfahrung.

Ich weiss eure Antworten nicht so recht zu nutzen. Soll ich
mich nun auf irgendeine Stelle bewerben, die weder meinen
Studienschwerpunkten noch meinen Interessengebieten
entspricht, oder bin ich einfach nur zu doof Stellenangebote
zu suchen?

Letzteres vermute ich fast. Natürlich kann es sein, dass man
einen Job annehmen muß, der nicht im 1. Moment als Traumjob
empfunden wird

Ich fege notfalls auch den Firmenhof, wenn ich dafür entsprechend meines Hochschulabschlusses bezahlt werde. Falls es einen Job gibt mit dem ich die notwendigen zusätzlichen Qualifikationen und Berufserfahrung erlangen kann, nehme ich natürlich auch gewisse Gehaltseinbußen in kauf. An Jobs die mich nicht weiterbringen und auch noch schlecht bezahlt sind bin ich gar nicht interessiert. Da kassier ich doch lieber Sozialhilfe und hocke den ganzen Tag vor der Glotze. Schlechter als z.Z. gehts mir dann auch nicht.

ich denke, dass es für BWLer sicherlich in
Gesamt-Deutschland noch gute Chancen gibt.

Mag für Leute mit Berufserfahrung aktuell auch gelten. Wenn man als Absolvent aber keine Chance bekommt, und andere gleichzeitig ab 40 schon zu alt ist, spätestens dann sollte man erkennen, dass die deutsche Wirtschaft keine zusätzlichen BWLer braucht.

MfG
Stephan

Hallo Sven,

die Tatsache mit den Arbeitsplätzen für BWL-er im Großraum Stuttgart kann ich nur unterschreiben.

Hab kürzlich nur 3 Unternehmen im Internet aufgesucht und dort standen jede Menge von Stellenanzeigen für BWL-er, auch Berufsanfänger. Hier ist halt einfach Bedarf en masse gegeben…

Und zum Thema Bewerbung: Ich habe letztes Jahr 3 Testbewerbungen verschickt und 3 unterschriftsreife Angebote auf dem Tisch gehabt… hab mich dann aber doch für das Übernahmeangebot meiner Firma entschieden…

Dazu trägt sicherlich bei, dass dein und mein Studium hier nicht gerade unbekannt ist. :smile:

Gruß
Marco

Hallo Stephan,

über die 14 Semester und die fehlenden Sprach- und Computerkentnisse kann ich mich auch nur wundern. Was macht man denn bei Euch in den 14 Semestern?

Deine Schwerpunkte betrachte ich allerdings als sehr sinnvoll gewählt, damit sollte doch m.E. auch in unseren schlechteren Zeiten ein Job zu finden sein.
Ich würde mich mal in Richtung der großen oder auch kleineren Wirtschaftsprüfungs-/Steuerberatungsgesellschaften orientieren, diese brauchen aufgrund der großen Fluktuation (Steuerberaterprüfung nach 2 Jahren --> Selbständigkeit) immer Nachschub an jungen Leuten (vor 3 Jahren sind uns die noch über den gesamten Campus nachgelaufen).
Auch hier bestehen sicherlich die besten Chancen im Raum München oder Stuttgart.

Dass Du Deine Einstellung ändern und mal aktiv werden solltest, wurde Dir ja schon oft genug empfohlen.

Grüße
Chris

Hallo Chris

über die 14 Semester und die fehlenden Sprach- und
Computerkentnisse kann ich mich auch nur wundern. Was macht
man denn bei Euch in den 14 Semestern?

Darauf warten, dass man geprüft wird.

Ich war noch von der tollen Regelung betroffen, dass man im Hauptstudium keine Prüfung ablegen kann wenn man keinen Seminarschein
vorweisen kann. Zu den Seminaren (Anmeldung ein halbes Jahr im voraus) konnte man sich aber erst mit abgeschlossenen Vordiplom anmelden. De facto verliert man ein ganzes Semester. Nach neuer Prüfungsordnung (in die ich wechselte) muss man 4 Seminarscheine (Hausarbeiten) absolvieren. Die Plätze sind derart knapp bemessen, dass sie nach Tumulten bei der Anmeldung mittlerweile verlost werden. Es gibt sogar die Möglichkeit einen SAP-Schein zu bekommen. Bei 22 Plätzen pro Semester (ab diesem Jahr sogar nur noch jährlich) kann man die Wahrscheinlichkeit des Losglückes abschätzen. Dazu kommt noch, dass die Profs. meiner Schwerpunktfächer (alle drei) gleichzeitig im letzten Sommer pensioniert wurden. Bei diesen Lehrstühlen brauch man wegen einer Diplomarbeit gar nicht mehr nachfragen, da man eh auf das nächste Jahr vertröstet wird. Fast ein halbes Jahr nach meiner letzten Prüfung habe ich endlich einen Betreuer gefunden. Meine Diplomarbeit hat allerdings kaum etwas mit dem zu tun, was ich Studium gelernt habe. Der zusätzliche Einarbeitungsaufwand ist enorm und verlängert mein Studium zusätzlich.
Wenn man noch bedenkt, dass ich von Anfang an neben dem Studium gearbeitet habe, 4 Monate aufgrund einer Krankheit ausgefallen war, dann sind die 14 Semester leicht zu erklären. In Bezug auf meine mangelnde Fremdsprachenkenntnisse kann ich nur sagen, dass Wirtschaftsenglisch sogar in der Prüfungsordnung vorgesehen ist. Da keine Kurse veranstaltet werden kann und muss man diesen Schein aber nicht machen. Ein Auslandssemester oder -praktikum hätte ich sehr gerne gemacht. Wenn man aber keine Möglichkeit hat dies zu finanzieren (z.B. durch Ersparnisse oder vermögende Eltern) hat man leider Pech gehabt.

Deine Schwerpunkte betrachte ich allerdings als sehr sinnvoll
gewählt, damit sollte doch m.E. auch in unseren schlechteren
Zeiten ein Job zu finden sein.

Die Kombination halte ich auch für ideal. Die Stellen sind auch da, aber anscheinend nicht für Absolventen ohne Berufserfahrung.

Ich würde mich mal in Richtung der großen oder auch kleineren
Wirtschaftsprüfungs-/Steuerberatungsgesellschaften
orientieren, diese brauchen aufgrund der großen Fluktuation
(Steuerberaterprüfung nach 2 Jahren --> Selbständigkeit)
immer Nachschub an jungen Leuten (vor 3 Jahren sind uns die
noch über den gesamten Campus nachgelaufen).

Ich hatte im Studium eine Veranstaltung besucht, die zur Hälfte auch von Praktikern (WP´s und StB´s) durchgeführt wurde. Es wurden nach den Veranstaltungen haufenweise Hochglanzprospekte verteilt und man hatte den Eindruck ja das ist es. Drei Monate später, auf der letzten Job-Messe, wurde ich allerdings ziemlich enttäuscht. Trotz der 1 vor dem Komma in Steuerlehre wurde ich einfach „abgeledert“, da sie angeblich nur noch Leute mit abgeschlossener Berufsausbilung (Steuerfachangestellter) einstellen. Zu einem intensiven Gespräch kam es deshalb erst gar nicht.

Dass Du Deine Einstellung ändern und mal aktiv werden
solltest, wurde Dir ja schon oft genug empfohlen.

Da ich schon immer eine pessimistische Grundhaltung hatte und mittlerweile unter Perfektionismus leide, frage ich mich wie ich meine Einstellung ändern soll. Manchmal wünsche ich mir einfach nur doof und unwissend zu sein. Zumindestens wäre ich dann ein glücklicher Mensch, der über nichts nachdenkt und einfach nur nach Gefühl handelt.
Aktiv bin ich schon. Allerdings nur in Sache Recherche. Als ich Heutemorgen zum wiederholten male gelesen habe, dass es in Stuttgart soviele Jobs für BWLer geben soll habe ich gleich mal nachgeschaut. Die PLZ von Stuttgart rausgesucht und auf der Seite der Arbeitsagentur in Verbindung mit meinem zukünftigen Beruf nachgeschaut. Nachdem ich die ersten 30 Treffer (Jobs gibt es) durchgeschaut war ich einfach nur frustriert und gleichzeitig froh zur Arbeit gehen zu müssen. Nicht nur, dass ich mir unter den Jobbeschreibungen nichts vorstellen konnte, es wurde überall mindestens so und soviel Berufserfahrung bzw. Branchenerfahrung verlangt. Teilweise noch mit dem Zusatz, dass von der dieser Berufserfahrung mind. x-Jahre in diesem oder jenem Bereich erforderlich sind.

Denkt ihr ich sei so naiv mich auf diese Stellen zu bewerben? Der zeitliche Aufwand für eine Bewerbung steht hier in keinem Verhältnis zur realen Chance überhaupt in die engere Wahl zu kommen.

Wo finde ich denn bitteschön die Stellenausschreibungen, auf die sich Bewerbungen lohnen könnten?

MfG
Stephan

PS: Interessant ist, dass mir hier noch niemand vorgeschlagen hat Bescheinigungen über Zusatzqualifikationen zu faken. Einige meiner Kommilitonen (diejenigen von den ich ganz sicher weiss, dass sie auch in den Prüfungen beschissen haben) haben das schon ernsthaft in Erwägung gezogen bzw. auch mir empfohlen.

Hi Stephan,

über die 14 Semester und die fehlenden Sprach- und
Computerkentnisse kann ich mich auch nur wundern. Was macht
man denn bei Euch in den 14 Semestern?

Darauf warten, dass man geprüft wird.

Ich würde mal sagen, da warst Du auf einer richtig beschissenen Uni, das ist aber nicht mehr zu ändern, deshalb lohnt sich darüber auch keine weitere Diskussion.

Aber eines lernt man doch an jeder Uni: „GLAUB NICHT WAS DIR IRGENDJEMAND ERZÄHLT!“
Die Leute die auf Jobmessen geschickt werden, sind nich unbedingt immer die, die Ahnung und was zu sagen haben, sondern die die gut reden können.
Bezüglich verlangter Berufserfahrung in Jobangeboten, vergiss diese Anforderungen, wenn Du ein bis zwei Kriterien erfüllst und glaubst der Job wäre etwas für Dich, bewirb Dich.

Grüße
Chris

Hallo Stephan,

interessanter Ansatz. Aber was sind 60-70%? Ich kenne nur die
Einteilung in Muss- und Kann-Kritieren.

Die Ansätze sind eigentlich ähnlich 60-70% meint, dass das Profil schon zu mehr als die Hälfte stimmen soll, aber nicht vollständig muß. Berufserfahrung ist z.B. oftmals eines dieser Kriterien.

Danach habe ich bisher
noch kein passendes Stellenangebot gefunden, da ich die
Muss-Kriterien ganz einfach nicht erfülle. Daraus ist zu
folgern, dass ich bisher auch noch keine Bewerbungen
losgelassen habe.

Woher willst Du das wissen, wenn Du Dich noch gar nicht beworben hast ?

Neben Arbeit und Diplomarbeit habe ich
leider auch keine Zeit zur täglichen intensiven Recherche und
für das Bewerbungen schreiben. Bin ja schon froh, wenn ich
jeden Tag ne Seite für meine Diplomarbeit aufs Papier kriege.

Die Diplomarbeit hat Priorität - soweit schon klar. Aber ich würde mich schonmal hinsetzen und was tun.

Wo kann man denn SAP-Kurse bei der VHS besuchen? Kosten die
dann auch 1500 Euro für zwei Tage?

Nein, die sind mit ca. 15 € / Std. wohl eher erschwinglich. Abgesehen davon wird SAP oftmals auch an Unis / FHs unterrichtet. Gibt’s sowas bei Euch nicht ?

Warum hast Du dann keinen Job in der Industrie / freien
Wirtschaft gemacht ?

Weil ich keinen gefunden habe.

Oder vielleicht auch keine einzigste Bewerbung versendet hast, nach dem Motto „hab doch eh keine Chance !“ ?

Nein, es ist keine Arroganz, vielmehr das Unverständnis, dass
man in Gesamt-Deutschland mehrere Monate bzw. 2 Jahre (Deine
Freundin) suchen muß

Unverständnis??? Wenn man erstmal im „Elfenbeinturm“ sitzt
geht der Blick für die Realität anscheinend schnell verloren.

Tut mir leid, aber ich bin noch sehr nahe an der Realität. Nämlich mehr als 1 Jahr Suche nach einem neuen Mitarbeiter.

Fazit aus den dortigen Beiträgen ist:

-Keine Berufserfahrung = kaum Chance auf qualifizierten Job

Bei uns in der Firma (Standort mit 500 MA eines großen dt. Automobilzuliefer-Konzerns) haben letztes Jahr nachweislich 10 Mitarbeiter ohne vorherige Berufserfahrung angefangen

Was sind 60-70%??? Wenn mindestens 3 Jahre einschlägige
Berufserfahrung verlangt wird könnte ich mich also 2 Jahren
Berufserfahrung bewerben? (Würde ich dann auch sicherlich
machen) Ich habe aber 0 Jahre einschlägige Berufserfahrung.

Wenn mindestens 3 Jahre Berufserfahrung gefordert werden, würde ich mich trotzdem auch ohne Berufserfahrung bewerben !!!

Ich fege notfalls auch den Firmenhof, wenn ich dafür
entsprechend meines Hochschulabschlusses bezahlt werde.

Vielleicht ist dieses Bestehen auf die Bezahlung das Problem ?

Falls
es einen Job gibt mit dem ich die notwendigen zusätzlichen
Qualifikationen und Berufserfahrung erlangen kann, nehme ich
natürlich auch gewisse Gehaltseinbußen in kauf. An Jobs die
mich nicht weiterbringen und auch noch schlecht bezahlt sind
bin ich gar nicht interessiert. Da kassier ich doch lieber
Sozialhilfe und hocke den ganzen Tag vor der Glotze.

Falsche Einstellung. Man fängt oftmals in einer Firma auf einem beschissenen Posten an und zeigt, was man kann. Wird oftmals honoriert (nicht immer, aber immer wieder).

Schlechter als z.Z. gehts mir dann auch nicht.

Nochmals falsche Einstellung. Wann wirst Du endlich die erste Bewerbung versenden ?

Mag für Leute mit Berufserfahrung aktuell auch gelten. Wenn
man als Absolvent aber keine Chance bekommt, und andere
gleichzeitig ab 40 schon zu alt ist, spätestens dann sollte
man erkennen, dass die deutsche Wirtschaft keine zusätzlichen
BWLer braucht.

Sorry, aber Du hast nichts kapiert. Bewerbe Dich endlich mal ! Erst wenn Du eine Menge Absagen erhalten hast, kannst Du resignieren. Aber Du fängst es ja noch nicht mal an, bevor Du schon aufhörst.

Grüsse

Sven

Hallo Stephan,

zunächst: Bei Jobagenturen findest du erst Angebote, wenn die eigenen Seiten nicht ertragreich sind. Schließlich kosten diese Stellenanzeigen auch Geld.

Nur mal so als Beispiel:

Ich habe einfach mal Bosch angewählt.

http://jobs.bosch.de/de/jobservice/details.asp?frei=…

Bei Daimler an 3. Stelle von 169 weiteren… hab nicht genauer gesucht… ein Controller…

usw…

Ich weiß nicht, was du hast.

Gruß
Marco

Hallo Stephan,

habe Dir schon einmal eine ziemlich negative Antwort geschrieben. Ich will eigentlich niemandem auf die Fuesse treten, aber das hier muss ich doch mal los werden:

So unselbstaendig wie Du Dich hier darstellst ist es überhaupt keine Wunder, wenn Du keinen Job findest! BWL ist eigentlich ein Studium, dass Dich in eine Führungsposition bringen soll. So negativ wie Du hier eingestellt bist und so einfach wie Du es Dir machst in dem Du nur Fragen stellst und Dich nicht einmal hinsetzt und Dir eigene Gedanken machst, die Du hier präsentierst, kann ich mir kaum vorstellen, dass Du dafür geeignet bist.

Wenn ich ein potentieller Arbeitgeber wäre und Deine Beiträge lese, … Das sollte ich besser nicht ausführen, aber sei froh, dass Du Dich nicht mit vollem Namen hier angemeldet hast!

Mein Tip: Setz Dich hin, überlege Dir in welcher Branche und in welchem Bereich Du arbeiten willst. Such Dir ein paar nette passende Arbeitgeber und dann ruf da an und schicke einfach eine Bewerbung.

Immer diese Irrglaube, dass man sich nur auf Stellenausschreibungen bewerben könnte. Gerade als Einsteiger… BLÖDSINN! Egal wie gut Du bist: Sobald es eine Stellenanzeige gibt bewerben sich mehrere Hundert Absolventen auf die Stelle. Und es gibt immer jemand besseren als Dich!

Also tu Dir was Gutes. Gehe die nächste Zeit nicht mehr auf w-w-w und häng Dich endlich mal rein in Deine Bewerbungen. Denn so gut der Rat von allen hier auch gemeint ist. Keiner von uns Experten wird Dir einen Job geben. Heb Dir Deine Fragen am besten dafür auf, konkrete Fragen zu einer echten Bewerbung zu stellen, sonst hat irgendwann keiner mehr Lust Dich zu gängeln…

Ich kann kaum glauben, dass ich gerade selbst so viel Zeit in diese Antwort investiert habe. Mich wundert nur, wieviel Geduld Ihr anderen habt…

Trotzdem nette Grüße,
A.

2 „Gefällt mir“

Danke
Hallo,

ich möchte mich für eure Tips und Hinweise bedanken. Nachdem ich nochmal genauer bzw. an richtiger Stelle recherchiert habe sieht die Welt nicht mehr ganz so schwarz aus.
Danke auch an Andreas für den „Tritt in den Hintern“.

MfG
Stephan