Hallo!
Hi. Vielen Dank für die Auskunft. Also, ich fange erst in
einem Jahr mit dem Studium an, aber will mich möglichst gut
informieren, weil ich keine Lust hab evtl. den Rest meines
Lebens etwas zu machen womit ich dann nicht zufrieden bin
Guter Punkt. Verliere das niemals aus den Augen…:!
…deshalb also die noch ungeordneten Ansichten.
Was für einen Berufsweg/Studienschwerpunkt oder so könntest du
mir denn empfehlen, wenn ich möglichst viel mit Fremdsprachen
machen will? Also, dass ich diese nicht nur mehr oder weniger
als Zusatzqualifikation aufzuweisen habe, sondern auch z.b.
viel mit ausländischen Kunden/Handelspartnern zu tun haben
werde (oder auch Geschäftsreisen, wie du es vorhin erwähnt
hast).
Hierfür musst Du in Richtung Vertrieb gehen.
Das geht generell mit allen möglichen Studienabschlüssen von Geisteswissenschaften über Naturwissenschaften bis hin zu Wirtschaftswissenschaften.
Da Du WiWi als grobe Richtung vorgegeben hast, empfehle ich hier den Schwerpunkt Marketing.
Bzw. welcher Studienschwerpunkt ist zur Zeit am
aussichtsreichsten?
Aktuell am aussichtsreichsten scheint im Rahmen der BWL der Schwerpunkt Controlling zu sein.
Allerdings wirst Du hier kaum Dein Ziel der Business Trips verwirklicht sehen…
Deshalb habe auch ich das nicht gemacht. Zum Controller muss man geboren sein und ich bin das eben nicht.
Du hast gesagt, dass die Zukunft in Ostasien/China
(Marketing)liegt und nicht hier. Das würde, dann wohl heißen,
dass du den europäischen Markt als weniger lukrativ
betrachtest und mir somit auch Französisch und Spanisch als
Fremdsprachen nicht so den entscheidenden Vorteil geben
würden;
Wer sich ein wenig informiert weiss, dass Europa wirtschaftlich auf dem Hund ist. Die Osterweiterung wird das noch verstärken.
Hier wird nur noch über 35 Stunden Woche und Sicherung der Renten geredet, während Asien uns zeigt, wo der Hammer hängt.
Deutschlands Stärken wie Halbleitertechnologie und Biotechnologie sind ausverkauft.
Wem willst Du also noch die ganzen S-Klasse Benz verkaufen? Na den Asiaten natürlich.
Und so läuft das in vielen Branchen.
Egal wie es mit der europäischen Wirtschaft in den nächsten Jahrzehnten weitergeht: Asien, v.a. China mit sinen 1,5 Mrd. menschen wird ein äußerst wichtiger Handelspartner sein.
Spanien wird wohl kaum in seiner ohnehin geringen Bedeutung für die deutsche Wirtschaft zunehmen. Genausowenig Südamerika. Argentinien und Venezuela sind im Eimer, alle anderen kannst Duz m.E. auch nur in Spezialfällen als sinnvolles Berufsziel wählen.
Frankreich macht nach wie vor Sinn. Allerdings orientiert man sich auch hier international.
sprich ich müsste dann wohl zumindestens noch Mandarin
dazulernen (was ich mir zwar gut vorstellen könnte, aber ich
wollte möglichst erst mal die anderen drei fremdsprachen
möglichst perfekt sprechen).
Mandarin oder Japanisch sind einfach ein Wettbewerbsvorteil auf dem Bewerbermarkt.
Du musst das nicht machen, aber Du wolltest wissen, welche Sprachen man als BWLer sinnvollerweise lernen sollte. Und das ist m.E. eben Mandarin oder Japanisch, während Englisch natürlich sowieso verhandlungssicher beherrscht werden muss. Alles andere ist für einen Studienabgänger, egal welches Fach in welchem Land auf dieser Welt, einfach nur peinlich.
Dass ich mit einer 35 Stundenwoche nicht rechnen kann ist mir
schon klar, aber wenn ich was von 60-80 Stunden pro Woche hör
schlägt mir das schon ein bischen auf den Magen. Ich könnte
mir sowas zwar evtl. übergangsmäßig vorstellen um mich
sozusagen erst mal in der Hierarchie nach oben zu arbeiten,
aber insgesamt wäre es mir dann nach einigen Arbeitsjahren
(soweit ich das jetzt beurteilen kann) wahrscheinlich lieber
die Hälfte dieser Zeit zu arbeiten und dafür die Hälfte des
Gehaltes zu verdienen…
Diese Option gibt es nicht.
Mit der Verantwortung steigt das Arbeitpensum und das Gehalt.
aber wahrscheinlich ist es auch nicht
so ohne weiteres möglich, dann wenn man sich einmal
hochgearbeitet hat einfach zu sagen ich will jetz nur noch
halbsoviel (bzw. etwas weniger) arbeiten oder…?
Richtig.
Bei Siémens & Co. mag das gehen, aber dann auch nicht in verantwortlichen Positionen.
Du musst Dich schon entscheiden, ob Du weiterkommen und dafür etwas tun möchtest, oder ob Du es eher locker angehst und dafür auf einiges an Gehalt und Verantwortung verzichten möchtest.
Warum denkst Du schon weit bevor es richtig spannend wird an Arbeitszeitverkürzung?
Lege doch erst mal los und versuche festzustellen, ob es Dir nicht Spass macht, viel zu arbeiten.
Wieso denn gerade die FH Ludwigshafen?..
Die bieten den Studiengang Marketing Ostasien dort an. Evtl. gibt es mittlerweile auch andere Anbieter, aber das entzieht sich meiner Kenntnis.
Ich kenne die Ludwigshafener und weiss, dass sie gut sind.
und wird ein FH
Abschluss in BWL als besser bewertet, da eine FH im Normalfall
praxisbezogener ist als eine Uni?
Viele werden behaupten, ein Uniabschluss bringe etwas mehr Gehalt. Dies gilt aber nur für, wie soll es anders sein, Siemens und einige Untzernehmen aus dem versicherungs- und Bankengewerbe.
Den Mittelstand interessiert das üblicherweise nicht.
Ich hatte nämlich
wahrscheinlich vor in Nürnberg an der Wiso zu studieren (ist
gleich bei mir in der Nähe und ich hatte gehört, dass die Wiso
in Nbg einen recht guten Ruf haben soll (oder ist das evtl.
nicht so ganz zutreffend?)
Ich kenn die WISO nicht.
Nürnberg ist jedoch ganz nett, momentan wohne ich da auch.
Von hier nach LU sind es knapp 2 Stunden.
Ist ja nicht die Welt.
Grüße,
Mathias