BWS OP-Eingriff

Hir www´ler,

Ich hoffe, ich werde hier fündig.

Es geht um BWS = Brustwirbelbandscheibenvorfall. Eine recht seltene, aber sehr schmerzhafte Erkrankung.

Meine Nachbarin leidet an eben diesem. Nur wenig Ärzte trauen sich so eine OP. Nach langer Suche hat meine Nachbarin einen Arzt gefunden, der den Eingriff macht und auch Reputationen nachweisen kann.

Das Problem : Wir wohnen in Niedersachsen der Arzt behandelt aber in Frankfurt. Die Krankenkasse (AOK) sagte nun, dass sie nur Behandlungen in Niedersachsen bezahlt. Allein ob das so bestimmt werden darf ist schon fraglich.

Ihr wurden schriftlich seitens der AOK zwei Ärzte in Niedersachsen genannt. Und nur bei denen würde die AOK die Behandlung bezahlen. Die Namen/Anschriften der Ärzte liegen mir vor und ich habe versucht, an Informationen im Internet über diese zu gelangen. Was mir leider nicht glückte.

Kennt jemand eine gute, umfangreiche Datenbank/Informationsportal für Ärzte? Und weiss jemand, ob die AOK wirklich den Eingriff in Frankfurt ablehnen darf (harte Fakten)?

Danke schonmal sagt mit ganz

Lieben (inter)netten Grüßen

Jens E.

Hallo.

Grundsätzlich gilt in Deutschland die freie Arztwahl. Das bedeutet das, was da steht. Für gesetzlich Versicherte wird dies auf die Ärzte mit Zulassung bei der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) eingeschränkt, d.h. Privatkliniken o.ä. können nicht krankenversichert genutzt werden.

Da vor dem stationären Aufenthalt anscheinend eine Kostenübernahme von Seiten der AOK gefordert wurde, kann das eigentlich nur bedeuten, dass es sich bei dem Arzt/der Klinik um keine/n mit KV-Zulassung handelt.

Da hat man als Patient dann schlechte Karten.

Die von Dir geschilderte OP ist aber nicht so speziell als das man sie nicht bei „normalen“ Kliniken vertrauensvoll machen lassen könnte. Wirbelsäulenchirurgie wird an allen großen Kliniken in Deutschland durchgeführt.
Heikel macht die Sache natürlich die Gefahr einer Querschnittslähmung und Wundheilungsstörung und - was häufig unterschätzt wird - das Bandscheiben OPs häufig, trotz objektivem Erfolg - die Beschwerden nicht verschwinden lassen.

Gruß.

kleine Ergänzung
Hallo,

ich wurde schon öfter in anderen Bundesländern als GKV operiert. War kein Problem. Es wurde dann immer eine Kostenübernahmerklärung angefordert. Dabei handelte es sich immer um „normale“ Krankenhäuser, also keine reine Privatabrechnungen. Wenn ich es richtig verstanden habe, fordern Berliner Krankenhäuser z.B. IMMMER so eine Kostenübernahmeerklärung an.

Einzig die erhöhten Fahrtkosten wird keiner zahlen, wenn es denn eine Erkrankung ist, die zumindest lt. Katalog auch in einem näher liegenden Krankenhaus behandelt werden könnte.

Guck doch mal unter www.diebandscheibe.de . Das ist ein Laienforum mit vielen Teilnehmern. Dort gibt es sicher Erfahrungswerte mit diversen Wirbelsäulenchirurgien, Krankenkassen usw.

Viel ERfolg und viele Grüße
Monroe