Ca-Anteil im Trockenfutter für Hundewelpen

Hallo, alle miteinander,

seit kurzem habe ich zwei 7 Mon. alte Berner-Sennen-Mix-Welpen, beide wiegen um die 30 kg und haben 61 bzw. 63 cm Schulterhöhe.

Da in der Regel das reine Welpenfutter recht teuer ist und die beiden einen sehr guten Appetit haben, habe ich es bisher immer 50/50 mit „normalem“ Futter gemischt. Der 2. Welpe war nicht geplant, kam aber kurz vor Weihnachten durch einen Notfall der Vorbesitzer zu uns.
Jetzt habe ich mir gerade den Testbericht von Stiftung Warentest bzgl. Hundefutter angeschaut und bin doch erschrocken! Wir hatten als Beifutter das Trockenfutter von Chappi (Testurteil befr.) - in dem ausgewiesen wurde, wie bei etlichen anderen Sorten auch, daß die aufgenommene Ca-Menge deutlich überhöht sei, für erw. Hunde jedoch tolerierbar. Nirgends jedoch ein Hinweis in dem Trockenfutterbericht welcher Ca-Anteil im Futter für Welpen unbedenklich ist!
Kann mich da bitte jemand aufklären?

Hi
auch wenn ich mich jetzt wieder in die Nesseln setze:
Hurrrraaaa eine die von der Werbung geködert wurde.

Zu Deutsch, Klar, Chappi muss nicht gerade sein aber…

Wenn du ,egal welches Futter nimmst,es deinen Hunden fütterst, und sie damit normal klar kommen… fütter es weiter.
Das perfekte Futter gibt es nicht.
Weder in der Barf-Ecke noch in der Trockenfutterecke, noch in der Nassfutterecke.
Fütter einfach Querbeet und gut is.
Oder bist du bei der Ernährung deiner Kinder zur Ernährungsspezialisten geworden?

Wenn nein, dann muss es beim Hund auch nicht sein…
Daher vergiß CA und Co… fütter was du hast und gut is.

Gruß Steffen(dessen Kompost wieder mal ein Schlachtfeld ist)

Tja, früher gab es nicht diese Riesenauswahl… Chappi, Loyal, Pedigree, Latz, Bonzo, Matzinger, sind einige der alten Marken, an die ich mich in umserem Zoogeschäft erinnere.
Und einen großen Hund hatte ich auch immer. Nur wie gesagt, der 2. war vom Budget ursprünglich nicht eingeplant. Was mich so verunsichert, ist schlichtweg, daß man nicht so häufig eine Futterumstellung vornehmen soll. Denn der Welpendarm reagiert da empfindlich: glaube mir, wenn wie vor allem am Anfang, als die Stubenreinheit noch auf wackligen Füßen stand - Du von 2 Welpen Dünnpfiff wegwischen darfst - und das permanent, da wirst Du vorsichtig!! Mittlerweile geht nur noch selten was daneben und ich mache es jetzt so, wie oben beschrieben, neues Futter pflege ich „ein-“ bzw. „auszuschleichen“, mit den Resten des Adultfutters.
Die Hündin hat insgesamt schon sehr weichen Stuhl, also bin ich nicht erpicht, daß dieser noch weicher wird und damit schlechter für den Hundkinddarm zu kontrollieren. Anders verhält es sich beim Rüden, der da robuster ist.

Bei allen Vorgängern habe ich gar kein Welpenfutter gehabt - und sie wurden Prachtkerle, da hast Du schon recht.
Aber bei dem Test gibt es schon Futtersorten mit absolutem Mangelhaft - von billig bis extrem teuer!

Nun gut, mich würde eben interessieren ob a) der Ca-Wert ausgewiesen sein muß (die alten Säcke habe ich leider nicht mehr, da erst einkaufen angesagt ist)? und b) ob es einen Anteil (Höhe!) die gerade für Junghunde

Hallo Greta,

ich meine mich zu entsinnen, dass der Ca-Anteil für Welpenfutter unter einem Prozent liegen „sollte“.

Viele Grüße

Kathleen

Hallo,

bei den großwüchsigen Rassen sollte man schon ein bischen wegen der Knochen im Wachstum aufpassen. Ich habe immer 1,2 :1 gehört.
Ich habe einen Link gefunden, da steht wohl Ähnliches

http://www.stacheshof.de/tierwiki/index.php/Verhältn…

Grüße
MArgit

Das perfekte Futter gibt es nicht.

Stimmt!

Weder in der Barf-Ecke noch in der Trockenfutterecke, noch in
der Nassfutterecke.

Stimmt auch, aber je eher man Barf´t desto besser! (Meine Meinung)

Fütter einfach Querbeet und gut is.

Bei Welpen nicht, finde ich. Wenn diese ausgewachsen sind mit ca. 1,5 Jahren, dann wohl eher.

Übrigens hat sich eine Nachbarin vor einem 3/4 Jahr einen English Setter „vom Züchter gekauft“ und hat einen „Wochenplan“ zur Ernährung mitbekommen: (auf näheres will ich in diesem Zusammenhang nicht eingehen). Fazit: Zuviel Proteine, zuviel blablabla, zuviel von allem… der Hund hat chronische Probleme mit den Knochen. (Zu schnell gewachsen).

Also Sie hat dann auch „Querbeet“ von allem dem Züchter angeratenem gegeben (inkl. Zusatzpräparate) und das war dann auch einfach „Zu Viel“.

Daher vergiß CA und Co… fütter was du hast und gut is.

Später vielleicht, jetzt noch nicht…?
Ich denke man sollte dann bei einem Futter bleiben, egal ob Trocken, Naß, oder Barf!

Vielleicht hat Maja aber wieder mal die beste Idee! Bestimmt!
Oder Fingersmith!

Gruß Steffen(dessen Kompost wieder mal ein Schlachtfeld ist)

Hey Steffen, wie wär´s noch mit nem Mini-Pic???

LG Motorradmieze

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Liebe Margit,
danke für den Link - tja, jetzt habe ich in etwa eine Vorstellung - herzlichen Dank dafür! Alles in allem wird das recht nebulös gehandhabt, soviel habe ich jetzt durch Info versch. Futtersorten herausbekommen.
Auch Euch anderen, herzlichen Dank!

Hi
Jeder hier kennt meine Meinung was die Ernährung von Hunden angeht.
Heute bekommen die Hunde Reh-Schädel frisch von der Jagd.
Na und? Vor 3 Tagen gab es Reh-Pansen und Innereien frisch aus der Kühlkammer.
Morgen gibts Trofu und Sonntag… evtl. überfahrenen Hasen.
Also Quer-Beet.

Wozu da ein Mini-Pig?
Hab doch die Meute. Und bisher sind sie nie beim Tierarzt außer eine Bißverletzung taucht auf

Gruß Steffen

Hi
Jeder hier kennt meine Meinung was die Ernährung von Hunden
angeht.

Tut mir leid ich nicht, bin noch nicht so lange dabei.

Heute bekommen die Hunde Reh-Schädel frisch von der Jagd.

Lecker, würde ich meiner Hündin auch geben.

Na und? Vor 3 Tagen gab es Reh-Pansen und Innereien frisch aus
der Kühlkammer.
Morgen gibts Trofu und Sonntag… evtl. überfahrenen Hasen.
Also Quer-Beet.

Die Welpen auch? Denn darum ging´s ja.

Wozu da ein Mini-Pig?

Ich dachte wegen dem Kompost.

Hab doch die Meute. Und bisher sind sie nie beim Tierarzt

Meine auch nur zum Impfen.

Gruß Katrin

Hi
die Welpen bekommen nur selten bei mir Sonderfutter.
Jeder Welpe aß was die Großen sich nahmen.
Hatte nie Problem damit.
Ich halt mich nur an die Empfehlungen von Bloch, Ziemen, Trummler, und den Jagdhundausbildern.
Trofu hie und da ja, Fallwild auch aber sonst… was anfällt.
Komm einfach vorbei und schau dir den Wahnsinn hier mal an.
Wetten daß du auf Lebenszeit kuriert oder geschockt bist :smile:

Gruß Steffen

Komm einfach vorbei und schau dir den Wahnsinn hier mal an.

Das könnte ich glatt mal machen, sah auf deiner HP auch nett aus.
Oma wohnt in Achern, das wäre ja dann nicht so weit.

Wetten daß du auf Lebenszeit kuriert oder geschockt bist :smile:

Von was? Ich bin als OP erfahrene Arzthelferin und erfolgreiche BARF-erin einiges gewöhnt.

Auch Gruß, Katrin

Hallo Greta!

Der Ca-Anteil und das Protein-Energie-Verhältnis sind gerade bei sehr großen Rassen von immenser Bedeutung! Deine Erinnerung trügt Dich nicht! Ein zu hoher Ca-Gehalt sorgt für einen vorzeitigen Schluß der Epiphysenfuge (Knochenwachstumsfuge) an den langen Röhrenknochen (Vorder- und Hinterbeine) und damit dafür, daß der Knochen an der Stelle nicht weiter wachsen kann. Da das nicht gleichmäßig geschieht, wachsen die Knochen schief weiter oder so, daß die Gelenke nicht mehr wirklich zusammen passen (kongruent sind).
Außerdem besteht gerade bei großen und Riesenrassen (und dazu gehören Berner Sennenhunde) die Gefahr, dass sie zu viel Masse (auch Muskulatur) für ihren jungen Körper aufbauen, was zu Knorpelschäden und auch Verletzungen der Knochen führen kann.
Den genauen Ca-Bedarf kann ich erst am Montag nachschauen, aber generell wird vom Tiermediziner und Tierernährer empfohlen, zumindest in den ersten 12 Monaten ein kommerzielles Welpenfutter für große Rassen zu füttern. Ich weiß, daß die zunächst mal teurer sind. Der Punkt dabei ist aber, daß der Energie- und Proteingehalt auf die Bedürfnisse schnell wachsender Hunde abgestimmt sind und auch Mengen- und Spurenelemente optimal enthalten sind. Damit wächst der Hund optimal versorgt und die Wahrscheinlichkeit von Knochen- und Knorpelschäden läßt sich so reduzieren. Gerade große Rassen haben nämlich immer wieder Probleme mit abgesplitterten Knorpel- oder Knochenfragmenten, die dann nur durch aufwändige und teure Operationen behoben werden können.
Bei kleinen und Zwergrasse (so ca bis Endgewicht 35kg) ist die Wachstumskurve nicht so steil und das Problem nicht so gravierend - und auf die Masse der Tiere gesehen sicher auch nicht - aber wenn es dann das eigene Tier ist, daß krank wird, ist der Kummer halt groß.
Ich hoffe, das hilft Dir weiter, stehe für Fragen gerne zur Verfügung und versuche, am Montag an den Ca-Bedarf zu denken!
Bis dahin ein schönes Wochenende

Archie

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Hallo Greta!

Das National Research Council empfiehlt als Durchschnittswert für wachsende Hunde eine tägliche Ca-Dosis von 320mg/kg LM, wobei ich nicht sicher bin, in wie weit das für große Rassen zu gelten hat und aus welchem Jahr diese Empfehlung stammt.
Das ist also ein Anhaltswert. Insgesamt benötigen wachsende Hunde mehr als das 1,5fache an Ca im Vergleich zum ausgewachsenen Hund. Es ist also eindeutig, daß ein normales Hundefutter für Deine Berner „Wachs“-Figuren nicht ausreicht!
Es hat auch keinen Zweck, jetzt zu versuchen, für unterschiedliche Nahrungsmittel die Ca-Menge zu ermitteln - das sind immer nur Richtwerte. Wirklich am besten hilfst Du Deinen Süßen mit einem Welpenfutter für große Rassen!

Liebe Grüße

Archie

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Lieber Archie!

Sei ganz herzlich bedankt für Deine hervorragenden Informationen! Du hast sicher recht, schon Deine 1. Antwort hat mir deutlich gemacht, daß ich da nicht falsch liege. Ich füttere auch (fast) nach Tabelle, damit sie rank und schlank bleiben die beiden Racken! Die Hündin, obwohl ein Ausbund an Bewegungslust und Energie frißt immer weniger als der Rüde. Sie leert ihr Napf auch nie auf einmal, sondern innerhalb einer Stunde. Der Rüde darf sich ihrem Napf allerdings nur auf 1 m nähern - da schreitet sie sofort ein *g*. Ich habe einige Tage nach dem ersten Fressen ihrerseits den Rest wieder in den Futtereimer gegeben, aber sie hat sofort abgenommen. Und dennoch bei der nächsten Mahlzeit wieder nur partiell gefressen.

Ich weiß nicht, ob das vielleicht damit zu tun hat, daß sie als 10 Wo. alter Welpe während einer Hausbesichtigung einen ganzen Teller Haferflocken mit Mäusegift verspeist hat, den die Besitzer völlig vergessen hatten und zu Beginn des Termins meinten, wir sollten sie ruhig laufen lassen. Wir waren in wenigen Minuten beim Tierarzt und kurz darauf war alles raus. Sie hat sich regelrecht „die Seele ausgekotzt“ und den Rest des Tages völlig geschafft verschlafen und verdöst. Aber sie hat nicht mehr erbrochen, das Wasser am Abend und den Kostaufbau gut toleriert und hatte zum Glück auch keine Blutspuren in Urin bzw. Kot. Aber seitdem ist sie bei Futteraufnahme sehr langsam und neigt zu weicherem Kot.
Nachdem sie dem Gevatter da schon von der Schippe gesprungen ist, nehme ich die Verdauung und eine richtige Ernährung bei ihr (und ihrem Kumpel) sehr ernst.
Dir nochmals herzlichen Dank - auch im Name meiner Wauzis!!!